Zettmeisel (Harsdorf)
Gemeindeteil der Gemeinde Harsdorf
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Zettmeisel (oberfränkisch: Dseddmaisl[2]) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Harsdorf im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern).[3] Zettmeisel liegt in der Gemarkung Harsdorf.[4]
Zettmeisel Gemeinde Harsdorf | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 2′ N, 11° 35′ O |
| Höhe: | 414 m ü. NHN |
| Einwohner: | 45 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95499 |
| Vorwahl: | 09203 |
Geographie
Das Dorf Zettmeisel bildet mit Lettenhof im Südosten eine geschlossene Siedlung. Diese liegt in Hanglage zu einem Hochplateau, das zu dem Obermainischen Hügelland zählt. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Oberlaitsch (1,3 km nordwestlich) bzw. über Brauneck und Haselbach nach Harsdorf zur Staatsstraße 2183 (1,3 km südwestlich), eine weitere führt nach Altenreuth (1,6 km südöstlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde 1398 als „Zetmewsel“ erstmals urkundlich erwähnt. Dem Ortsnamen liegt der altslawische Personenname Cětomysl zugrunde. Wahrscheinlich trug der Siedlungsgründer diesen Namen.[6]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Zettmeisel aus 10 Anwesen. Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Dieses hatte zugleich die Dorf- und Gemeindeherrschaft. Grundherren waren das Stiftskastenamt Himmelkron (1 Hof, 1 Tropfhaus), das Seniorat von Künßberg (1 Gütlein, 2 Halbwohnhäuser) und das Rittergut Neudrossenfeld (1 Hof, 3 Sölden, 1 Tropfhaus).[7]
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Zettmeisel dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Harsdorf und der 1812 gebildeten gleichnamigen Ruralgemeinde zugewiesen.[8][9]
Baudenkmäler

- Haus Nr. 2: Wohnstallhaus
- Abgegangenes Baudenkmal
- Haus Nr. 6: Bauernhaus. Zweigeschossiger gestreckter Bau, wohl Ende des 18. Jahrhunderts. Obergeschoss und Giebel mit stattlichem Riegelfachwerk.[10]
Einwohnerentwicklung
Religion
Zettmeisel ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Martin (Harsdorf) gepfarrt.[7][19]
Literatur
- Rüdiger Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 38). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2012, ISBN 978-3-7696-6554-3.
- Johann Kaspar Bundschuh: Zettmeusel. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 525 (Digitalisat).
- August Gebeßler: Stadt und Landkreis Kulmbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 3). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451450973, S. 111.
- Erich Freiherr von Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberfranken. Band 1). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1952, DNB 451738918, S. 186–187.
- Georg Paul Hönn: Zettmeusol. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 310 (Digitalisat).
Weblinks
- Zettmeisel in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 16. Dezember 2021.
- Zettmeisel in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 30. November 2020.
- Zettmeisel im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 30. November 2020.