Iron Curtain Trail (EV13)

Radfernweg entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs From Wikipedia, the free encyclopedia

Die EuroVelo Route EV13 („Iron Curtain Trail“, ICT) ist eine europäische Radfernroute. Die Strecke verläuft über rund 10.600 km[1] von der Barentssee bis an das Schwarze Meer. Sie führt dabei durch 20 Länder, an drei Meeren vorbei und passiert 14 UNESCO-Welterbestätten.[2]

Schnelle Fakten Eurovelo EV13, Karte ...
Eurovelo EV13
Iron Curtain Trail (ICT)
Gesamtlänge 10.600 km
Lage Norwegen Norwegen
Finnland Finnland
Russland Russland
Estland Estland
Lettland Lettland
Litauen Litauen
Polen Polen
Deutschland Deutschland
Tschechien Tschechien
Osterreich Österreich
Slowakei Slowakei
Ungarn Ungarn
Slowenien Slowenien
Kroatien Kroatien
Serbien Serbien
Rumänien Rumänien
Bulgarien Bulgarien
Nordmazedonien Nordmazedonien
Griechenland Griechenland
Turkei Türkei
Karte
Iron Curtain Trail
Iron Curtain Trail
StartpunktGrense Jakobselv bei Kirkenes
69° 46′ 30,4″ N, 30° 49′ 52″ O

ZielpunktRezovo (bulgarisch Резово)
41° 59′ 2″ N, 28° 1′ 50,2″ O
Webadresse eurovelo13.com
Routenverlauf
Kopfbahnhof Streckenanfang
Grense Jakobselv
Haltepunkt / Haltestelle
Kirkenes
Grenze
Übergang NorwegenFinnland
Haltepunkt / Haltestelle
Inari
Haltepunkt / Haltestelle
Kuusamo
Haltepunkt / Haltestelle
Kuhmo
Haltepunkt / Haltestelle
Ilomantsi
Haltepunkt / Haltestelle
Imatra
EV10
Virolahti, EV10
Grenze
Übergang FinnlandRussland
Bahnhof
Sankt Petersburg
Grenze
Übergang RusslandEstland
Haltepunkt / Haltestelle
Narva
EV11
Tallinn, EV11
Haltepunkt / Haltestelle
Pärnu
Grenze
Übergang EstlandLettland
Bahnhof
Riga
Haltepunkt / Haltestelle
Liepāja
Grenze
Übergang LettlandLitauen
Bahnhof
Klaipėda
Grenze
Übergang LitauenRussland
Bahnhof
Kaliningrad
Grenze
Übergang RusslandPolen
Gdańsk, EV9
Haltepunkt / Haltestelle
Świnoujście
Grenze
Übergang PolenDeutschland
Haltepunkt / Haltestelle
Ahlbeck
Haltepunkt / Haltestelle
Greifswald
Haltepunkt / Haltestelle
Stralsund
Kreuzung
Warnemünde, EV7
Haltepunkt / Haltestelle
Wismar
EV10
Bahnhof
Lübeck
Eisenbahnfähre
Schnackenburg Übergang Elbe
Haltepunkt / Haltestelle
Arendsee
Bahnhof
Salzwedel
Strecke
  Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn
EV2
Ilsenburg, EV2
Haltepunkt / Haltestelle
Teistungen
Haltepunkt / Haltestelle
Eisenach
Haltepunkt / Haltestelle
Point Alpha
Haltepunkt / Haltestelle
Fladungen
Haltepunkt / Haltestelle
Mödlareuth
Strecke
  Museum innerdeutsche Grenze
Grenze
Übergang DeutschlandTschechien
Haltepunkt / Haltestelle
Kreuzung
EV4
Haltepunkt / Haltestelle
Cheb
Grenze
Übergang Tschechien – Deutschland
Haltepunkt / Haltestelle
Waldsassen
Abzweig geradeaus und von rechts
Paneuropa-Radweg
Strecke
von Paris
Strecke
Grünes-Dach-Radweg
Strecke
von Nentzschau
Strecke
Bockl-Radweg
Strecke
von Neustadt an der Waldnaab
Haltepunkt / Haltestelle
Waidhaus      
Brücke über Wasserlauf
Pfreimd
Haltepunkt / Haltestelle
Eslarn    
Abzweig geradeaus, nach links und von links
Paneuropa-Radweg
Strecke
nach Prag
Strecke
Radfernweg Bayern–Böhmen
Strecke
von Fichtelberg
Haltepunkt / Haltestelle
Polster
Abzweig geradeaus und nach rechts
Grünes-Dach-Radweg
Strecke
nach Bayerisch Eisenstein
Strecke
Radfernweg Bayern–Böhmen
Strecke
nach Bischofsgrün
Haltepunkt / Haltestelle
Waldmünchen
Grenze
Übergang DeutschlandTschechien
Haltepunkt / Haltestelle
Lenora
Grenze
Übergang TschechienDeutschland
Haltepunkt / Haltestelle
Neureichenau
Grenze
Übergang DeutschlandÖsterreich
Haltepunkt / Haltestelle
Ulrichsberg
Grenze
Übergang ÖsterreichTschechien
Kreuzung
EV7
Haltepunkt / Haltestelle
České Velenice
Grenze
Übergang TschechienÖsterreich
Haltepunkt / Haltestelle
Luden
Haltepunkt / Haltestelle
Znojmo
Grenze
Übergang TschechienÖsterreich
Haltepunkt / Haltestelle
Laa an der Thaya
Strecke
Übergang ÖsterreichTschechien
Kreuzung
Břeclav, EV9
Grenze
Übergang TschechienÖsterreich
Haltepunkt / Haltestelle
Hohenau an der March
Strecke
Übergang ÖsterreichSlowakei
Kreuzung
Bratislava, EV6
Grenze
Übergang Slowakei – Österreich
Grenze
Übergang ÖsterreichUngarn
Haltepunkt / Haltestelle
Sopron
Grenze
Übergang UngarnÖsterreich
Haltepunkt / Haltestelle
Lutzmannsburg
Grenze
Übergang ÖsterreichUngarn
Haltepunkt / Haltestelle
Szentgotthárd
Grenze
Übergang UngarnSlowenien
Haltepunkt / Haltestelle
Domanjševci
Haltepunkt / Haltestelle
Dobrovnik
Grenze
Übergang SlowenienUngarn
Haltepunkt / Haltestelle
Letenye
Haltepunkt / Haltestelle
Nagykanizsa
Haltepunkt / Haltestelle
Barcs
Grenze
Übergang UngarnKroatien
Haltepunkt / Haltestelle
Donji Miholjac
Haltepunkt / Haltestelle
Belisce
Kreuzung
Beli Manastir, EV6
Grenze
Übergang KroatienSerbien
Kreuzung
Bezdan, EV6
Grenze
Übergang SerbienUngarn
Haltepunkt / Haltestelle
Bacsbokod
Haltepunkt / Haltestelle
Bacsalmas
Haltepunkt / Haltestelle
Mórahalom
Haltepunkt / Haltestelle
Szeged
Grenze
Übergang UngarnSerbien
Haltepunkt / Haltestelle
Novi Kneževac
Haltepunkt / Haltestelle
Kikinda
Haltepunkt / Haltestelle
Vršac
Haltepunkt / Haltestelle
Bela Crkva
EV6
Grenze
Übergang SerbienRumänien
Haltepunkt / Haltestelle
Moldova Veche
Haltepunkt / Haltestelle
Orșova
Grenze
Übergang RumänienSerbien
Negotin, EV6
Haltepunkt / Haltestelle
Zaječar
Haltepunkt / Haltestelle
Knjaževac
Haltepunkt / Haltestelle
Pirot
Haltepunkt / Haltestelle
Dimitrovgrad/Caribrod
Grenze
Übergang SerbienBulgarien
Haltepunkt / Haltestelle
Dragoman
Haltepunkt / Haltestelle
Tran
Haltepunkt / Haltestelle
Kyustendil
Haltepunkt / Haltestelle
Bobosevo
Grenze
Übergang BulgarienNordmazedonien
Haltepunkt / Haltestelle
Berovo
Grenze
Übergang NordmazedonienBulgarien
Haltepunkt / Haltestelle
Petritsch
Haltepunkt / Haltestelle
Dospat
Haltepunkt / Haltestelle
Smoljan
Haltepunkt / Haltestelle
Madan
Haltepunkt / Haltestelle
Zlatograd
Haltepunkt / Haltestelle
Dzebel
Haltepunkt / Haltestelle
Momcilgrad
Haltepunkt / Haltestelle
Ivajlovgrad
Haltepunkt / Haltestelle
Svilengrad
Grenze
Übergang BulgarienGriechenland
Haltepunkt / Haltestelle
Kastanies
Grenze
Übergang GriechenlandTürkei
Haltepunkt / Haltestelle
Edirne
Haltepunkt / Haltestelle
Lalapaşa
Haltepunkt / Haltestelle
Kirklareli
Grenze
Übergang TürkeiBulgarien
Haltepunkt / Haltestelle
Malko Tarnovo
Kopfbahnhof Streckenende
Rezovo (bulgarisch Резово) am Schwarzen Meer
Schließen

f

Auch das Grüne Band in Deutschland selbst, durch das die Route immer wieder verläuft, wurde 2024 auf die Tentativliste für UNESCO-Welterbe in Deutschland gesetzt. Es wird die Anerkennung als kombiniertes Natur- und Kulturerbe angestrebt.

Viele Streckenabschnitte verlaufen entlang des „Eisernen Vorhangs“ (englisch Iron Curtain), der während des Kalten Kriegs die Grenze zwischen den sich gegenüberstehenden Staaten und Machtblöcken bildete. Im Gegensatz zu dem Projekt Grünes Band Europa, einem Biotopverbund, auf dessen Gebiet der Iron Curtain Trail größtenteils verläuft, gibt es keine abzweigende Nebenstrecken (wie etwa die Strecke vom Dreiländereck Österreich – Ungarn – Slowenien zur Adria). Ein weiterer Unterschied zum Grünen Band Europa besteht darin, dass dieses durchweg auf dem Grenzstreifen auf der Seite des ehemaligen Ostblocks liegt, während der Iron Curtain Trail auf vielen Streckenabschnitten auch über Wege auf der westlichen Seite der Grenze verläuft.

Entwicklung und Realisierungsprojekte

Die Umsetzung des Iron Curtain Trails wurde in drei Realisierungsprojekten begonnen:[3]

  • Der nördliche Teil führt über 4127 Kilometer von der Barentssee zur deutsch-polnischen Grenze.
  • Der zentrale Abschnitt führt in Deutschland, Tschechien, Österreich, der Slowakei, Ungarn und Slowenien über 2179 Kilometer.
  • Der südliche Teil führt über 1335 Kilometer durch Kroatien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Nordmazedonien, Griechenland und die Türkei bis zum Schwarzen Meer.

Der jeweils aktuelle Stand wird auf der Homepage des EuroVelo13 angezeigt.[2]

Bezogen auf die Befahrbarkeit, im Sinne der Oberflächenqualität und des Verkehrsaufkommens, waren von den anfangs 7642 Gesamt-Kilometern der Route nach Studien vom Dezember 2012 der größte Teil in ausreichender Verfassung, 761 km jedoch in einer unzureichenden Verfassung (242 km im nördlichen, 180 km im zentralen und 338 km im südlichen Teil). Die Ausschilderung war den genannten Studien zufolge auf 3153 km im nördlichen, 246 km im zentralen und 338 km im südlichen Teil noch nicht vorhanden.

Für den weiteren Ausbau war ab 2012 geplant, bis 2020 ca. 191 Millionen Euro einzusetzen. Die Realisierung wurde und wird mit Mitteln der Europäischen Union vom Europäischen Parlament gefördert.[4]

Im 2012 erschienenen Nationalen Radverkehrsplan 2020 der deutschen Bundesregierung wurde als Ziel angegeben, den ICT in das D-Netz einzupflegen,[5] was bis zur Zertifizierung als Kulturweg des Europarats auch weitgehend geschah. Dadurch erlangte der ICT schon im Vorfeld der Zertifizierung eine nationale Bedeutung. Im Sommer 2025 erfolgte die offizielle Eingliederung als D-Route D13[6].

Die Route wurde 2019 vom Europarat als Kulturweg zertifiziert und in Veröffentlichungen des Europarats teilweise auf Deutsch als Straße des Eisernen Vorhangs bezeichnet.[7] In den meisten Dokumenten und für die Beschilderung wird aber auch im deutschsprachigen Raum nur der Originalname Iron Curtain Trail verwendet.

Für Routenabschnitte, die durch Russland verlaufen, wurde 2022 nach dem Russischen Überfall auf die Ukraine und wegen der Gefahr der Inhaftierung nach „unvorsichtigen Äußerungen“ eine Teilreisewarnung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland ausgesprochen.[8] Die Durchreise ist auch durch hohe Auflagen für die Ein- und Ausreise und die Auswirkungen der Sanktionen gegen Russland seit dem Überfall auf die Ukraine in Russland erschwert.

Streckenführung

Norwegen

Die Strecke in Norwegen fängt in Grense Jakobselv bei Kirkenes an, verläuft durch Neiden und führt zum Grenzübergang nach Finnland.

Finnland

Der Iron Curtain Trail in Finnland ist ca. 1684 km lang, davon sind 13 % unbefestigte Wege.[9]

Etappen

Die in den Fußnoten angegebenen Nachweise verlinken direkt auf die Karten zum jeweiligen Abschnitt.

  • Näätämö – Suojanperä 64 km[10]
  • Suojanperä – Inari 80 km[11]
  • Inari – Saariselkä 71 km[12]
  • Saariselkä – Peurasuvanto 77 km[13]
  • Peurasuvanto – Sodankylä 54 km[14]
  • Sodankylä – Pyhäjärvi 62 km[15]
  • Pyhäjärvi – Savukoski 60 km[16]
  • Savukoski – Salla 80 km[17]
  • Salla – Oulanka, Nordösterbotten 52 km[18]
  • Oulanka, Nordösterbotten – Kuusamo 63 km[19]
  • Kuusamo – Poussuntie 16 km[20]
  • Poussuntie – Teeriranta, Kainuu 54 km[21]
  • Teeriranta, Kainuu – Ruhtinansalmi 40 km[22]
  • Ruhtinansalmi – Suomussalmi 62 km[23]
  • Suomussalmi, Ämmänsaari – Raatteentie 23 km[24]
  • Raatteentie – Ala-vuokki 27 km[25]
  • Ala-Vuokki – Lentiira 61 km[26]
  • Lentiira – Kuhmo 42 km[27]
  • Kuhmo – Teljo, Nordkarelien 51 km[28]
  • Teljo, Nordkarelien – Nurmijärvi 27 km[29]
  • Nurmijärvi – Lieksa 29 km[30]
  • Lieksa – Pötsönvaara 61 km[31]
  • Pötsönvaara – Hattujärvi 27 km[32], Schotter
  • Hattujärvi – Ilomantsi 43 km[33]
  • Ilomantsi – Niirala 76 km[34]
  • Niirala – Tohmajärvi 17 km[35]
  • Tohmajärvi – Kitee 20 km[36]
  • Kitee – Raikuu, Südsavo 37 km[37]
  • Raikuu, Südsavo – Savonlinna 47 km[38]
  • Savonlinna – Punkaharju 53 km[39]
  • Punkaharju – Vapanen, Südkarelien 7 km[40]
  • Vapanen, Südkarelien – Parikkala 15 km[41]
  • Parikkala – Huhtanen 55 km[42]
  • Huhtanen – Imatra 19 km[43]
  • Imatra – Nuijamaa 40 km[44]
  • Nuijamaa – Lauritsala 22 km[45]
  • Lauritsala – Lappeenranta 9 km[46]
  • Lappeenranta – Vainikkala 27 km[47]
  • Vainikkala – Hyttilä 19 km[48]
  • Hyttilä – Muurikkala 25 km[49]
  • Muurikkala – Miehikkälä 13 km[50]
  • Miehikkälä – Virolahti 9 km[51]
  • Virolahti – Vaalimaa 6 km[52]

Russland

Für die russischen Teile der Route in der Oblast Leningrad gibt es zurzeit noch keine festgelegte Route.

Von der finnisch-russischen Grenze bei Nuijamaa nach Sankt Petersburg wird die Route vermutlich entlang der Straße A127 und dann ab Wyborg weiter in der Nähe der Straße A123 verlaufen. Von Sankt Petersburg bis zur Grenze nach Estland ist der vorgeschlagene Routenverlauf des Europaradweges R1 auch für den EV13 anzunehmen (Peterhof, Kingissepp, Iwangorod).

Estland

Die Route verläuft in Estland auf dem nationalen Radweg EE1, der Küstenroute Estland. Sie verläuft an der Küste von Narva über Sillamäe, Kohtla-Järve, vorbei am Lahemaa-Nationalpark zur Hauptstadt Tallinn. Weiter nach Westen durch Laulasmaa, Padise, Nõva nach Haapsalu. Als Nächstes führt die Route über die Insel Hiiumaa. Die weitere Route verläuft über die Insel Saaremaa, die zum großen Teil umrundet wird. Dabei wird Kuressaare passiert. Weiter zur Insel Muhu und dann, wieder auf dem Festland, nach Pärnu und an der Küste entlang bis zur lettischen Grenze.

Lettland

Die Route führt von der Grenze nach Estland über Ainaži, entlang der Küste bis Salacgrīva, dann weiter im Binnenland nach Limbaži und über Sigulda und Ropaži nach Rīga, weiter durch den Badeort Jūrmala nach Kurland, eine historische Landschaft, die teils umrundet, teils durchquert wird, durch Jūrkalne, zum Badeort Liepāja und zur litauischen Grenze.

Litauen

Die Route verläuft in Litauen auf dem nationalen Radweg LT5. Beginnend an der Grenze zu Lettland, über Palanga nach Klaipėda und dann auf der kurischen Nehrung bis Nida an der Grenze zur russischen Exklave.

Russland (Kaliningrad)

Vom Grenzübergang bei Morskoje über die kurische Nehrung geht es nach Selenogradsk, Swetlogorsk und Kaliningrad, von dort auf der Straße A194 zur Grenze nach Polen.

Polen

Die Route führt in Polen von der Grenze bei Gronowo an der Ostseeküste entlang über Frombork, Kadyny, Gdańsk, Gdynia, Krokowa, Główczyce, Ustka, Darłowo, Kołobrzeg, Mrzeżyno, Trzebiatów und Rewal und erreicht bei Świnoujście (Swinemünde) die deutsche Grenze.

Deutschland

Lagekarte des ICT innerhalb Deutschlands (ca. 1.528 km) bzw. in der deutsch-tschechischen Grenzregion (ca. 415 km, davon 180 km in Bayern), Datenquelle: OSM.

In Deutschland ist der Iron Curtain Trail seit 2025 als D-Route D13 auch Teil des nationalen Fernradnetzes. Die Route verläuft zunächst entlang der Ostseeküste trassengleich mit der D-Route D2 Ostseeküsten-Route bis kurz vor Travemünde und folgt dann auf 1129 km dem Grünen Band bis zur Grenze nach Tschechien.[53]

Wegweiser mit ICT-Plaketten

Die Strecke verläuft von der polnischen Grenze bei Ahlbeck über Usedom nach Greifswald, führt weiter nach Stralsund und dann über den Darß nach Warnemünde. Über Kühlungsborn und Wismar wendet sich die Route kurz vor Travemünde in den Abschnitt der ehemaligen innerdeutschen Grenze.

Durch die Randbezirke von Lübeck, vorbei am Ratzeburger See über Zarrentin geht es zur Elbe bei Lauenburg. Vorn dort aus folgt die EV13 gemeinsam mit dem Elberadweg der Elbe aufwärts bis Schnackenburg. Anschließend geht vorbei am Arendsee und dann abwechselnd durch den Altmarkkreis Salzwedel inkl. der Stadt Salzwedel und Niedersachsen u. a. durch das Wendland über Wustrow, vorbei am der Gedenkstätte Grenzübergang Helmstedt/Marienborn (Checkpoint Alpha), nach Hornburg.

Bei Ilsenburg, einem Knotenpunkt im europäischen und deutschen Radverkehrsnetz, wird der Harz erreicht, der überquert werden muss, bevor in Ellrich die Route Richtung Duderstadt und Bad Sooden-Allendorf wieder in flacheres Gelände kommt. Der Weg folgt dem Tal der Werra, vorbei an Eisenach, bis Vacha. Dann geht es durch die Rhön vorbei am Point Alpha, über Tann und Frankenheim. Über Fladungen und Höchheim, Bad Rodach und Mönchröden nach Neustadt bei Coburg, Stockheim, Tettau, Lauenstein, Lehesten nach Blankenstein im Saale-Tal. Über Hirschberg (Saale), Mödlareuth zur tschechischen Grenze bei Nentschau.

In Sachsen-Anhalt ist die EV13 (Stand Ende 2025) -wie auch alle anderen Eurovelo-Routen- unbeschildert und dort kann nur mittels mitgeführten Navigationshilfen befahren werden.

Die Routenführung erfolgt oft nicht direkt auf dem Kolonnenweg. Er ist teilweise nicht mehr an allen Abschnitten existent bzw. er kann und soll nicht überall benutzt werden. Zum einen aufgrund der Wegqualität, zum anderen weil große Bereiche des Grünen Bandes als Schutzgebiete ausgewiesen sind.

Unweit der Wegstrecke durch Deutschland liegen zahlreiche Museen zur Geschichte der ehemaligen innerdeutschen Grenze:

Tschechische Republik und Deutschland

Aus Trojmezí (Gottmansgrün) führt der ICT nach und Cheb, wo die ehemalige Grenzkontrollstelle Libá/Dubina passiert wird; bei Svatý Kříž/Waldsassen ist Bayern erreicht, es folgt Bayerisch Eisenstein und erneut die Tschechische Republik. Durch den Nationalpark Národní park Šumava fahren die Radler entlang der Moldau in Richtung Vyšší Brod.

Tschechische Republik und Österreich

Hinter Vyšší Brod überquert man die Grenze zu Österreich und fährt auf dem Kamp-Thaya-March-Radweg. Wieder in Tschechien folgt dann eine Reise durch den grenzüberschreitenden Nationalpark Podyjí / Thayatal, wo der Pfad zwischen Šatov und Retzbach beiderseits der Staatsgrenze verläuft, an Znojmo und der Gedenkstätte Mikulov vorbei, um in die Kulturlandschaft Lednice und Valtice zu gelangen. Am Zusammenfluss der Flüsse Morava (March) und Dyje (Thaya) endet der tschechische Teil des Fahrradpfades.

Eurovelo 9 zwischen Tschechien und Österreich

Österreich und Slowakei

Der Eurovelo 13 verläuft in der Slowakei entlang der March bis zu ihrer Mündung in die Donau.

Der Strecke beginnt beim Grenzübergang Hohenau an der MarchMoravský Svätý Ján. Weiter geht die Strecke entlang der March an Gajary vorbei nach Suchohrad. Dann über Záhorská Ves, Vysoká pri Morave, Devínska Nová Ves zur Mündung der March in die Donau unterhalb der Burg Devín (Theben). Wenige Kilometer später erreicht man die Hauptstadt der Slowakei Bratislava. Über die Donaubrücke Most SNP auf das rechte Donauufer und durch den Stadtteil Petržalka zur Grenze nach Österreich bei Kittsee.

Wegweiser EuroVelo 13 nahe Malé Leváre, Slowakei
Brücke zwischen Devinska Nova Ves (Bratislava, SK) and Schlosshof (A)
Beschilderung bei Marchegg

Österreich (Burgenland) und Ungarn

Die Route führt entlang der österreichisch-ungarischen Grenze von der Slowakei bis nach Slowenien.

Der Abschnitt beginnt am Grenzübergang bei Kittsee, geht dann über Pama, Deutsch Jahrndorf, Nickelsdorf ins ungarische Albertkázmérpuszta und zurück nach Österreich über Halbturn, Andau. Die österreichisch-ungarische Grenze wird über die Brücke von Andau passiert und der Weg verläuft entlang des Einser Kanals bis zur erneuten Grenzquerungen nach Wallern und Pamhagen. In Ungarn werden Fertőújlak und Fertőd besucht. Dem Neusiedler-See-Radweg folgt unsere Strecke bis Fertőrákos. Zurück geht es ins Burgenland, vorbei an Mörbisch am See und an der Grenze erinnert das Monument „Umbruch“ an eine der ersten Lücken im Eisernen Vorhang. Doch erst hinter Klingenbach und Schattendorf wird Ungarn erreicht, wo es über Ágfalva und Sopron, Harka. Wieder burgenländisch besucht man Neckenmarkt, Horitschon, Raiding, Kleinwarasdorf, Kroatisch Minihof, Nikitsch, Lutzmannsburg, Frankenau und Klostermarienberg. Über die grüne Grenze verläuft der Radweg nach Ólmod und Kőszeg in Ungarn und weiter über Bozsok, Bucsu, Narda nach Felsőcsatár, Pornóapáti, kurz ins österreichische Bildein, weiter ins ungarische Szentpéterfa und schließlich ein letztes Mal nach Österreich über Moschendorf, Strem, Heiligenbrunn, Großmürbisch nach Inzenhof. Das Route endet über das ungarische Szentgotthárd und Felsőszölnök an die Grenze nach Slowenien.

Slowenien

Ein kurzes Stück der Route führt durch den nordöstlichen Teil Sloweniens: zwischen der Grenze zu Ungarn in Domanjševci und der Grenze mit Kroatien in Dobrovnik.

Kroatien

Der Streckenverlauf folgt dem Fluss Drava auf der kroatischen Seite durch das UNESCO-Biosphärenreservat Mura-Drava-Donau und durch die Baranja Region bis zur serbischen Grenze.

Serbien / Rumänien

Im serbisch / rumänischen Grenzgebiet, verläuft die Route mal auf serbischem und mal auf rumänischem Gebiet. Die Streckenführung überlappt teilweise mit dem Donauradweg EuroVelo 6.

Siehe auch

Literatur

Commons: Iron Curtain Trail – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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