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Japanische Rugby-Union-Nationalmannschaft

Nationalmannschaft in Japan From Wikipedia, the free encyclopedia

Die japanische Rugby-Union-Nationalmannschaft (jap. ラグビー日本代表, Ragubī Nihon Daihyō) ist die Nationalmannschaft Japans in der Sportart Rugby Union und repräsentiert das Land bei allen Länderspielen (Test Matches) der Männer. Sie wird meist als Brave Blossoms (dt.: mutige Blüten) bezeichnet und gilt als die beste Mannschaft Asiens. Die organisatorische Verantwortung trägt die Japan Rugby Football Union (JRFU; 日本ラグビーフットボール協会, Nihon ragubī futtobōru kyōkai).

Schnelle Fakten
Japan
Logo
Spitzname(n) Brave Blossoms
VerbandJapan Rugby Football Union (JFRU)
Nationalstadion Prinz-Chichibu-Rugbystadion, Tokio
TrainerAustralienAustralienJapanJapan Eddie Jones (seit 2024)
KapitänWarner Dearns
WR-KürzelJPN
WR-Rang12. (74.09)
(Stand: 16. März 2026)
[1]
Heim
Auswärts
Meiste Länderspiele
Hitoshi Ōno (98)[2]
Meiste erzielte Punkte
Ayumu Gorōmaru (708)[3]
Meiste erzielte Versuche
Daisuke Ōhata (69)[4]
Erstes Länderspiel
JapanJapan Japan 9:8 Kanada Kanada 1921
(Osaka, Japan; 31. Januar 1932)
Höchster Sieg
JapanJapan Japan 155:3 Taiwan Chinesisch TaipehChinesisch Taipeh
(Tokio, Japan; 1. Juli 2002)
Höchste Niederlage
Neuseeland Neuseeland 145:17 Japan JapanJapan
(Bloemfontein, Südafrika; 4. Juni 1995)
Weltmeisterschaften
Teilnahmen: 10/10
Bestes Ergebnis: Viertelfinale 2019
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Der Rugbysport in Japan geht auf das Jahr 1866 zurück, als britische Seeleute ihn erstmals in den Vertragshäfen ausübten. 1899 entstanden die ersten Mannschaften an japanischen Universitäten und 1932 bestritt Japan sein erstes Test Match gegen Kanada. Der Weltverband World Rugby betrachtet Japan neben zehn anderen als eine Rugbynation der ersten Stärkeklasse (tier one). Seine wichtigsten internationalen Auftritte hat das Team bei den alle vier Jahre stattfindenden Weltmeisterschaften und seit deren Einführung im Jahr 1987 hat es an jedem Turnier teilgenommen. Das beste Ergebnis erreichte Japan bei der Weltmeisterschaft 2019 im eigenen Land mit dem Viertelfinale.

Gegen fast alle anderen Nationalmannschaften Asiens ist Japan bis heute unbesiegt geblieben, die einzigen Niederlagen resultierten gegen Hongkong (zuletzt 1998) und Südkorea (letztmals 2002). Entsprechend ist die Dominanz bei Asienmeisterschaften und Japan gewann bis 2017 bei 25 Austragungen den Titel, bei weitem mehr als jede andere Mannschaft; nur fünfmal musste es Südkorea den Vortritt lassen. Das Team nimmt am jährlichen Pacific Nations Cup teil, bei dem es gegen Fidschi, Kanada, Samoa, Tonga und die Vereinigten Staaten antritt. Zwei ehemalige Spieler wurden in die World Rugby Hall of Fame aufgenommen. Traditionell spielt Japan in rot-weiß gestreiften Trikots mit weißen Hosen und weißen Socken mit roten Streifen – also in den Farben der Flagge Japans.

Organisation

Verantwortlich für die Organisation für Rugby Union in Japan ist die 1926 gegründete Japan Rugby Football Union (JRFU; 日本ラグビーフットボール協会, Nihon ragubī futtobōru kyōkai),[5] die 1987 kurz vor der ersten Weltmeisterschaft Vollmitglied des International Rugby Football Board (IRFB; heute World Rugby) wurde.[6] Die JRFU erhielt gleichzeitig einen Sitz im Ausführenden Rat des Weltverbandes.[7][8] Die JRFU war im Jahr 1968 außerdem Gründungsmitglied der Asian Rugby Football Union (ARFU; heute Asia Rugby, AR).[9]

Die Japan Rugby League One, an der 12 Profimannschaften teilnehmen, ist die höchste Rugbyliga Japans. Sie wurde 2003 zur Weiterentwicklung des japanischen Rugbysports gegründet. Ein Großteil der für die Nationalmannschaft antretenden Spieler speist sich seitdem aus dieser Liga. Von 2016 bis 2020 nahm mit den Sunwolves eine japanische Mannschaft an Super Rugby teil, der internationalen Rugbyliga der Südhemisphäre.

Neben der eigentlichen Nationalmannschaft ruft die JRFU weitere Auswahlmannschaften zusammen. Junior Japan bilden die zweite Mannschaft Japans. Sie nehmen seit 2013 an der World Rugby Pacific Challenge teil, zusammen mit den zweiten Mannschaften aus Fidschi, Samoa und Tonga. Hinzu kommen die Japan Sevens, die Nationalmannschaft für Siebener-Rugby. Wie andere Rugbynationen verfügt Japan über eine U-20-Nationalmannschaft, die an den entsprechenden Weltmeisterschaften teilnimmt.[10] Kinder und Jugendliche werden bereits in der Schule an den Rugbysport herangeführt und je nach Interesse und Talent beginnt dann die Ausbildung.

Geschichte

Einführung und Verbreitung von Rugby

Ein Rugbyspiel in Japan, Harper’s Magazine, 1874

Das früher in Japan weit verbreitete Ballspiel Kemari, das auf dem chinesischen Cuju basierte,[11] hatte gewisse Ähnlichkeiten mit dem heutigen Fußball und in geringem Maße mit Rugby. Die erste Erwähnung geht auf das Jahr 644 zurück, also auf die Asuka-Zeit. Im 13. Jahrhundert etablierten sich standardisierte Regeln. Ziel des Spiels war es, einen Ball aus Hirschleder möglichst lange in der Luft zu halten, wobei die Spieler miteinander kooperierten.[12]

Wie zahlreiche andere westliche Gewohnheiten gelangte auch der Rugbysport nach Japan, nachdem die Kanonenbootpolitik der Vereinigten Staaten und der europäischen Mächte 1854 die selbstauferlegte Isolation des Landes beendet hatte. Der erste Rugbyverein war der 1866 gegründete Yokohama Foot Ball Club.[13] Die Regelkommission bestand aus Absolventen der Rugby School, des Radley College und des Winchester College. Hauptsächlich spielten die Besatzungen verschiedener in Yokohama vor Anker liegender Schiffe gegeneinander, wofür sie das Gelände der britischen Garnison im Stadtteil Yamate nutzten.[14] Das erste offiziell aufgezeichnete Spiel fand 1874 statt. In anderen Vertragshäfen wie Kōbe fanden ebenfalls Rugbyspiele zwischen länger verweilenden ausländischen Bewohnern sowie besuchenden Seeleuten und Garnisonen statt, jedoch selten mit japanischer Beteiligung.[15]

Ginnosuke Tanaka, einer der Rugbypioniere Japans

Das Jahr 1899 gilt als jenes der ersten nachweisbaren Teilnahme von Japanern an Rugbyspielen. Der in Yokohama geborene Literaturprofessor Edward Bramwell Clarke stellte damals zusammen mit Ginnosuke Tanaka – beide Absolventen der University of Cambridge – die Sportart seinen Studenten an der Keiō-Universität vor, damit sie etwas Sinnvolles in ihrer Freizeit machten und nicht „durch Herumlungern das schöne Herbstwetter“ vergeudeten.[15] Von Keiō aus verbreitete sich Rugby bald auf andere Universitäten, die bis heute zu den Hochburgen zählen. Das Wachstum von Rugby auf dem Höhepunkt der anglo-japanischen Allianz war rasant; in den 1920er Jahren gab es fast 1500 Rugbyvereine und mehr als 60.000 registrierte Spieler. Trotz dieser beeindruckenden Zahlen war das japanische Rugby vor allem aus geographischen Gründen weitgehend isoliert.[16] Auch organisatorisch hinkte das Land der internationalen Entwicklung hinterher. So erfolgte die Gründung des nationalen Verbandes Japan Rugby Football Union (JRFU; 日本ラグビーフットボール協会, Nihon ragubī futtobōru kyōkai) erst am 30. November 1926.[9] Allerdings erhielt er von Anfang an Unterstützung durch die Kaiserfamilie und insbesondere von Prinz Chichibu. Er setzte sich aktiv für die Verbreitung von Rugby ein und war von 1947 bis zu seinem Tod Ehrenpräsident der JRFU.[17]

Die ersten Jahre der Nationalmannschaft

Vier Jahre nach ihrer Gründung stellte die JRFU die erste Nationalmannschaft zusammen, die im September 1930 mehrere Spiele gegen Vereine und Auswahlteams in der kanadischen Provinz British Columbia bestritt. Knapp anderthalb Jahre später stattete die kanadische Nationalmannschaft einen Gegenbesuch ab, als Teil einer von der kanadischen Regierung finanzierten Handelsdelegation. Am 31. Januar 1932 fand in Higashiōsaka das erste offizielle Test Match statt, das mit einem knappen 9:8-Sieg der Japaner endete. Elf Tage später setzten sich die Gastgeber in Tokio mit 38:5 durch. Die Kanadier führten ihre Niederlagen auf „übermäßige Unterhaltung, zu viele Spiele in einem kurzen Zeitraum und die inspirierte Spielweise der Japaner vor dem versammelten Hochadel“ zurück.[18][19] Für mehr als dreieinhalb Jahrzehnte sollten dies die einzigen Test Matches für Japan sein. 1934 und 1936 besuchten Auswahlteams australischer und neuseeländischer Universitäten das Land.[20][21]

Nach dem Ausbruch des Pazifikkriegs nahm das faschistische Regime trotz der anhaltenden Unterstützung durch die Kaiserfamilie eine zunehmend feindselige Haltung gegenüber dem Rugby ein, da es als besonders fremd bzw. „unjapanisch“ galt. Als Folge davon wurde er in tokyu umbenannt, was mit „Kampfball“ übersetzt werden kann. Trotz der Entbehrungen des Krieges konnten Spiele bis 1943 ausgetragen werden, ehe die militärische Kontrolle der Spielfelder und der Mangel an verfügbaren Spielern ihren Tribut forderten. Der Rugbysport erholte sich in der Nachkriegszeit erstaunlich schnell, trotz massiver Schäden an der Infrastruktur und dem Tod vieler Spieler.[22] Ende 1945 ermutigte der Stahl- und Maschinenbaukonzern Kobe Steel seine Arbeiter, Rugby zu spielen und schuf damit einen Präzedenzfall für das große Engagement japanischer Unternehmen für den Rugbysport.[23]

Der internationale Spielbetrieb setzte 1952 wieder ein, als bedeutende Universitätsmannschaften nach Japan zu reisen begannen, darunter die englischen Universitäten Oxford und Cambridge.[24][25] Nationalteams anderer Länder scheuten den langen Reiseweg jedoch weiterhin, sodass sich die Japaner 1958 mit dem Besuch der Junior All Blacks (der B-Auswahl Neuseelands) begnügen mussten.[26] Dieses Muster setzte sich in den 1960er Jahren fort. Die erste Auslandtour der Japaner nach über drei Jahrzehnten Unterbrechung führte 1963 nach British Columbia. Der bedeutendste Erfolg jener fast rein universitär geprägten Ära war am 3. Juni 1968 ein 23:19-Auswärtssieg über die Junior All Blacks in Wellington, der auch in den britischen Medien für Aufsehen sorgte.[27]

Führende Position in Asien

Auf Initiative der JRFU kam es im Dezember 1968 in Bangkok zur Gründung des Kontinentalverbandes Asian Rugby Football Union (ARFU; heute Asia Rugby, AR); die anderen Gründungsmitglieder waren Hongkong, Malaysia, die Republik China, Singapur, Sri Lanka, Südkorea und Thailand. Eines der Gründungsziele des Kontinentalverbandes war die Förderung des Sports durch eine jährlich ausgetragene Asienmeisterschaft und dadurch freundschaftliche Beziehungen zwischen den Mitgliedsländern zu verstärken.[9] Auch erhoffte man sich, durch ein kompetitiveres Umfeld die geographische Isolation in Bezug auf andere bedeutende Rugbynationen zu durchbrechen. Folglich waren die Japaner bereits im März des darauffolgenden Jahres Gastgeber der ersten Asienmeisterschaft. Mit Siegen in ihren ersten vier Test Matches seit 1932 sicherten sie sich überlegen den Titel.[28] In den ersten sieben Austragungen bis 1980 blieben die Japaner unbesiegt und die vermehrten Auftritte auf internationaler Ebene führten zu einem größeren Interesse anderer Nationalmannschaften, gegen diese anzutreten (auch wenn die Spiele üblicherweise nicht als Test Matches zählten). So empfingen sie im September 1971 England zu zwei Partien und unterlagen jeweils nur knapp.[29] Der einflussreiche Rugbyförderer Shigeru „Shiggy“ Konno gab zu, dass die geringere Körpergröße der Japaner ein Problem darstelle; andererseits sei dies auch ein Vorteil, denn es sei so „einfacher, den Ball aufzunehmen, im Gedränge tiefer runterzugehen und sich generell schneller zu bewegen. Darin liegt unsere Stärke, und die müssen wir ausspielen.“[30]

Im Herbst 1973 unternahmen die Japaner eine elf Spiele umfassende Tour durch Europa.[31] Nach inoffiziellen Begegnungen mit Wales und der englischen U23 folgte am 27. Oktober 1973 in Bordeaux das erste Test Match gegen eine bedeutende europäische Mannschaft, bei dem die Japaner Frankreich mit 18:30 unterlagen.[32] Im August 1975 fanden im Rahmen einer Australientour die ersten beiden Spiele gegen die Wallabies statt, die ebenfalls als Test Matches zählten.[33] Nicht diesen Status hatten die Begegnungen 1975 daheim gegen Wales sowie 1976 auswärts und 1977 zuhause gegen Schottland.[34][35][36] Beinahe eine Sensation gelang den Japanern am 13. Mai 1979 in Higashiōsaka, als sie gegen England bis kurz vor Spielende in Führung lagen und sich schließlich knapp mit 19:21 geschlagen geben mussten.[37] Die Nationalmannschaft hatte in den 1980er Jahren eine Schwächephase und musste sich ihre Spitzenposition in Asien vorübergehend streitig machen lassen. Bei den Asienmeisterschaften 1982, 1986, 1988 und 1990 verlor sie jeweils im Finale gegen Südkorea.[38][39][40][41] Verschiedene Freundschaftsspiele ohne Test-Match-Status gegen alle Teams der damaligen Five Nations endeten allesamt mit Niederlagen. Allerdings konnten die Japaner in einigen dieser Begegnungen durchaus mithalten; so verloren sie am 22. Oktober 1983 in Cardiff gegen Wales relativ knapp mit 24:29.[42] Vermehrt kam es auch zu transpazifischen Begegnungen: Im April 1982 spielte man nach 50 Jahren erstmals wieder gegen Kanada, drei Jahre später folgte die erste Partie gegen die Vereinigten Staaten.[43][44]

Im Mai 1985 beschloss das International Rugby Football Board (IRFB; heute World Rugby) die Einführung der Rugby-Union-Weltmeisterschaft, die ursprünglich als exklusive Veranstaltung der damaligen IRFB-Mitglieder konzipiert war. Auf Druck des französischen Verbandes beschloss der IRFB, auch andere Nationalteams zuzulassen.[45] So kam es, dass die JRFU noch vor der ersten Austragung dem IRFB beitrat und die Nationalmannschaft eine Einladung für die in Australien und Neuseeland stattfindende Weltmeisterschaft 1987 erhielt. Dort blieb sie in der Gruppenphase chancenlos und schied nach Niederlagen gegen die USA, England und Australien als Letztplatzierte ihrer Gruppe aus.[46] Einer der aufsehenerregendsten Erfolge in der Amateurära ereignete sich 1989, als Schottland eine Tour durch Japan unternahm. Im abschließenden Spiel zwischen beiden Nationalteams, das am 28. Mai 1989 in Tokio stattfand, setzten sich die Gastgeber völlig überraschend mit 28:24 durch. Zwar fehlten bei den Schotten neun Stammspieler, die zeitgleich mit den British and Irish Lions in Australien auf Tour waren, dennoch gilt diese Niederlage bis heute als eine der demütigendsten in der Geschichte des schottischen Rugby. Für die Japaner wiederum war diese Begegnung die letzte gegen eine „Rugby-Großmacht“, bei denen ihnen der Test-Match-Status verweigert wurde.[47]

Allmähliche Professionalisierung

Lange Zeit waren die Japaner überzeugte Befürworter des Amateurismus im Rugbysport, nicht zuletzt wegen der starken Verwurzelung im Hochschulsport. Erstmals 1978 und besonders zu Beginn der 1990er Jahre begannen verschiedene Unternehmen, ihre Werksteams mit ausländischen Spielern zu verstärken. Sie setzten die Neuverpflichtungen gezielt als Vorbilder ein, um junge Japaner für das Spiel zu begeistern. Ausländische Trainer brachten neue Methoden und Taktiken ein, was sich zunehmend positiv auf die allgemeine Spielqualität auswirkte.[48] Damit einher gingen aber auch Vorwürfe des „Scheinamateurismus“. Der australische Nationalspieler Ian Williams, der fünf Jahre für das Team von Kobe Steel tätig war, schätzte 1994, dass rund hundert Ausländer bei Werksteams unter Vertrag standen. Sie würden das Doppelte des üblichen Lohns eines Angestellten erhalten und nur etwa ein halbes Dutzend hätten „echte Jobs“. Als das IRFB 1995 auf internationaler Ebene das Zeitalter des Profisports einläutete, schrieb Shigeru Konno in einem Memo an den Weltverband, dass er sich nicht sicher sei, „dass unsere Anweisungen [bezüglich der Professionalität] bisher eingehalten worden sind.“ Die Traditionalisten im Verband konnten sich der Entwicklung nur wenige Jahre entgegenstellen und der wachsende Einfluss der Unternehmen führte schließlich 2003 zur Einführung der professionellen Top League.[49]

Gemäß den Bestimmungen des Weltverbandes ist im Rugby Union nicht zwingend die Staatsbürgerschaft eines Landes erforderlich, um für die entsprechende Nationalmannschaft spielen zu dürfen (siehe dazu Auswahl der Spieler). Die JRFU begann 1986 von dieser Regelung Gebrauch zu machen, als sie die beiden Tongaer Hopoi Taione und Nofomuli Taumoefolau in die japanische Nationalmannschaft berief. Seither gehörten dem Team stets im Ausland geborene Spieler an, von denen viele später die japanische Staatsbürgerschaft annahmen.[50] 1990 beteiligte sich Japan an der WM-Qualifikation und sicherte sich mit Siegen über Tonga und Südkorea sowie einer Niederlage gegen Westsamoa einen Startplatz.[51] Im Frühjahr 1991 folgte eine enttäuschend verlaufende Nordamerikatour mit drei Niederlagen.[52] Bei der darauffolgenden Weltmeisterschaft 1991 belegte Japan nach klaren Niederlagen gegen Schottland und Irland sowie einem überragenden 52:8-Sieg über Simbabwe den dritten Gruppenrang.[53]

Im Jahr 1992 entschieden die Japaner erstmals nach acht Jahren wieder die Asienmeisterschaft für sich.[54] Im Mai 1993 folgten die ersten Test Matches gegen Argentinien, im Oktober desselben Jahres im Rahmen einer kurzen Tour das erste Test Match gegen Wales.[55][56] Mit dem Turniersieg bei der Asienmeisterschaft 1994 sicherten sie sich die WM-Qualifikation.[57] Nach einem überzeugenden 34:21-Heimsieg in der ersten Begegnung mit Rumänien war Nationaltrainer Seiji Hirao davon überzeugt, dass sein Team bei der Weltmeisterschaft 1995 durchaus in der Lage sei, in der Vorrunde „mit viel Einsatzwillen alle Erwartungen zu übertreffen und zwei Siege zu erringen“.[58] Das Turnier in Südafrika endete jedoch mit einer herben Enttäuschung. Nach einem 10:57 gegen Wales und einem 28:50 gegen Irland war der letzte Gruppenrang bereits Tatsache. Schließlich verloren die Japaner das dritte Gruppenspiel gegen die neuseeländischen All Blacks mit 17:145.[59] Ihnen widerfuhr damit die höchste Niederlage, die ein Team bisher bei einer Weltmeisterschaft erlitten hat.[60] Der Neuseeländer Kevin Schuler, der später in Japan als Spieler und Trainer tätig war, meinte dazu: „Natürlich wollten wir dem Namen der All Blacks gerecht werden, und wir gingen voll vorbereitet und auf der Hut vor Japan in das Spiel. Die japanischen Spieler respektierten uns, als ob wir Götter wären. Wir sind mit dieser Einstellung in das Spiel gegangen, und deshalb war der Punkteunterschied auch so groß. Ich glaube aber nicht, dass es einen so großen Unterschied in der Stärke gibt.“[58]

Die Asienmeisterschaften 1996 und 1998 endeten wiederum mit japanischen Turniersiegen, während man sich im Finale des Rugbyturniers der Asienspiele 1998 in Bangkok den Südkoreanern geschlagen geben musste.[61][62][63] Japan belegte 1999 erstmals den Spitzenplatz bei der Pazifikmeisterschaft.[64] Dieses Turnier diente als Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 1999 in Wales. Die Mannschaft wurde damals gelegentlich als Cherry Blacks bezeichnet, da sich in ihren Reihen nicht weniger als fünf Neuseeländer befanden; außerdem war Andrew McCormick zum ersten Mannschaftskapitän ausländischer Herkunft berufen worden. Seine Aufgabe bestand darin, den als hinderlich empfundenen kollektivistischen Mannschaftsgeist zu durchbrechen sowie die Mitspieler zu Führungsverantwortung und individuellen Entscheidungen zu ermuntern. Den Japanern gelang es jedoch nicht, den hohen Erwartungen gerecht zu werden.[65] Sie verloren alle drei Vorrundenspiele gegen Samoa, Wales und Argentinien, auch wenn die Niederlagen weniger deutlich ausfielen als vier Jahre zuvor.[66] Hirao führte die Mannschaft noch zum Asienmeistertitel 2000 und trat dann am Ende des Jahres zurück. Seine Nachfolge trat Shōgo Mukai an.[67][68]

Mukais Strategie beruhte auf schnell ausgeführten Angriffen und einer flüssigeren Spielweise, die der Physis der Japaner besser entspricht. Entscheidendes Kriterium für die Auswahl der ausländischen Verstärkungsspieler war nicht ihr herausragendes individuelles Können, sondern die Fähigkeit, das vom Trainer vorgegebene Konzept umzusetzen.[69] Die Gegner reagierten darauf, indem sie Japans Schwächen bei Standardsituationen wie Gedränge und Gasse konsequent ausnutzten. So gelangen in den folgenden drei Jahren nur zwei Siege über nichtasiatische Mannschaften. Während der WM-Qualifikation feierten die Japaner am 5. Juli 2002 den höchsten Sieg in ihrer Geschichte, als sie Taiwan mit 155:3 deklassierten.[70] Sowohl bei den Asienspielen 2002 als auch bei der Asienmeisterschaft im selben Jahr unterlagen sie jeweils im Endspiel Südkorea.[71][72] Während der Weltmeisterschaft 2003 in Australien konnte Japan gegen die weitaus stärkeren Mannschaften Schottlands und Frankreichs phasenweise mithalten, unterlag aber jeweils. Auch die Spiele gegen Fidschi und die USA endeten mit Niederlagen, sodass Japan erneut als Letztplatzierter ausschied.[73][74]

Anhaltende Stagnation

Nach Mukais Rücktritt übernahm Mitsutake Hagimoto im März 2004 das Amt des Nationaltrainers. Während sein Vorgänger kritisiert worden war, zu viele Nichtjapaner nominiert zu haben, wollte er auf ausländische Verstärkungsspieler verzichten und vermehrt auf den Nachwuchs setzen. Das Konzept schien zunächst aufzugehen, mit Siegen über Kanada und Russland sowie einem weiteren Asienmeistertitel, der in diesem Wettbewerb eine 13 Jahre andauernde Serie der Ungeschlagenheit einläutete.[75] Hingegen waren die Ergebnisse bei den End-of-year Internationals 2004 im November katastrophal: Japan verlor mit 8:100 gegen Schottland, mit 10:25 gegen Rumänien und mit 0:98 gegen Wales. Sowohl für die Schotten[76] als auch für die Waliser handelte es sich um die höchsten Siege der Rugbygeschichte der jeweiligen Länder.[77] Diese in allen Belangen enttäuschende Europatour zwang Hagimoto zum Umdenken, weshalb er wieder Ausländer für das Nationalteam nominierte. Allerdings resultierten bei den Mid-year Internationals 2005 zum Teil hohe Niederlagen gegen Uruguay, Argentinien und Irland. Insgesamt war Hagimotos Bilanz die schlechteste überhaupt. Er wurde entlassen und im Juli 2005 durch dessen Assistenten ersetzt, den Franzosen Jean-Pierre Élissalde.[78]

Australien gegen Japan während der WM 2007
John Kirwan während einer Pressekonferenz bei der WM 2011
Japan gegen Samoa beim Pacific Nations Cup 2012

Élissalde war der erste ausländische Nationaltrainer überhaupt und hatte einen guten Start mit vier Siegen in Folge, wodurch die Japaner ein weiteres Mal den Asienmeistertitel errangen.[79] Bei der ersten Begegnung mit Georgien am 14. Mai 2006, die Japan mit 32:7 gewann, stellte Daisuke Ōhata einen neuen Weltrekord für die meisten in Test Matches erzielten Versuche auf; zu Buche standen nun 65 Versuche, einer mehr als der bisherige Rekordhalter David Campese.[80] Anschließend folgten vier klare Niederlagen gegen Tonga, Italien, Samoa und Fidschi, die deutlich die Schwächen der japanischen Mannschaft aufzeigten. Der Verband sprach Élissalde im Juli 2006 weiterhin das Vertrauen aus, entließ ihn aber drei Monate später trotzdem: Er hatte den Posten als Sportmanager beim französischen Verein Aviron Bayonnais angenommen, ohne dies mit der JRFU abzusprechen. Kurzfristig sprang Teammanager Osamu Ōta ein.[81] Unter seiner Führung gelang erneut die WM-Qualifikation.[82] Ōta hatte auch dafür besorgt, dass die JRFU am 25. Oktober 2006 die Verpflichtung des Rugbystars John Kirwan bekanntgeben konnte (der Neuseeländer hatte einst zusammen mit Ōta für die NEC Green Rockets gespielt).[83]

Zu Jahresbeginn 2007 trat Kirwan das Amt als Nationaltrainer an. Sein erklärtes Ziel war die Entwicklung eines japanischen Rugbyspiels im „Geiste der Samurai“. Dadurch sollte insbesondere das Ansehen des Teams wiederhergestellt werden, das seit der Weltmeisterschaft 1995 unter einem negativen Image in der Öffentlichkeit litt und die Weiterentwicklung des Rugbysports im Allgemeinen gebremst hatte.[84] Im April 2007 berichteten die Nachrichten von NHK über das Trainingscamp der Mannschaft, was als Zeichen des wachsenden Interesses gewertet wurde. Das erste Test Match unter Kirwans Leitung endete mit einem sehr deutlichen 82:0-Sieg über Südkorea. In der Gruppenphase der Weltmeisterschaft 2007 in Frankreich strebte er den dritten Rang an, was die automatische Qualifikation für die nächste Endrunde bedeutet hätte. Zu diesem Zweck sollten die Spitzenspieler gegen die „großen“ Nationen geschont werden. Dieser Strategie entsprechend unterlagen die Japaner deutlich den Australiern mit 3:91 und den Walisern mit 18:72. Gegen Fidschi resultierte eine knappe 31:35-Niederlage, wodurch das angestrebte Ziel nicht mehr erreichbar war. Im letzten Gruppenspiel gegen Kanada spielten die Japaner 12:12 unentschieden. Immerhin vermieden sie erstmals nach 14 WM-Spielen eine Niederlage und belegten zum ersten Mal überhaupt nicht den letzten Gruppenrang.[85]

Auch wenn das Minimalziel verpasst worden war, hielt die JRFU an Kirwan fest und begründete dies mit kurzen Vorbereitungszeit sowie dem verletzungsbedingten Ausfall mehrerer Spieler vor dem Turnier. 2008 entschied Japan in überzeugender Manier die Asienmeisterschaft für sich.[86] Dieser Erfolg konnte in den beiden darauffolgenden Jahren wiederholt werden.[87][88] Der im Juli 2009 erfolgte Zuschlag für die Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2019 löste Begeisterung aus und gab dem japanischen Rugbysport eine langfristige Zukunftsperspektive.[89] 2011 entschieden die Japaner bei ihrer sechsten Teilnahme erstmals den Pacific Nations Cup für sich. Zwar hatte Tonga bei gleich vielen Tabellenpunkten das bessere Spielpunkteverhältnis, der Turniersieg ging jedoch aufgrund des Ergebnisses der direkten Begegnung an Japan.[90] Trotz dieser vielversprechender Ausgangslage verlief die Weltmeisterschaft 2011 in Neuseeland enttäuschend und der dritte Gruppenrang als Minimalziel wurde erneut verpasst. Während die Mannschaft im ersten Gruppenspiel noch einigermaßen mit Frankreich mithalten konnte, folgte gegen Neuseeland eine 7:83-Niederlage. Die Partie gegen Tonga ging mit 18:31 verloren, jene gegen Kanada endete 23:23 unentschieden.[91] Kirwan geriet nach dem Ausscheiden unter Druck und gab noch während des Turniers seinen Rücktritt bekannt.[92] Obwohl die Nationalmannschaft erneut keinen Sieg bei einer Weltmeisterschaft erzielen konnte, war Kirwans Gewinnbilanz gesamthaft gesehen positiv.

Ende Dezember 2011 stellte die JRFU Eddie Jones als neuen Nationaltrainer vor. Der Australier mit japanischen Wurzeln war 1996 bereits Assistenztrainer der Nationalmannschaft gewesen und hatte zuletzt drei Jahre lang den Verein Suntory Sungoliath trainiert. Er setzte sich zum Ziel, die Schwäche in Standardsituationen zu beseitigen, denn nur so könnten die Japaner gegen stärkere Mannschaften bestehen.[93] Bei der Asienmeisterschaft 2012 setzte Jones auf nicht weniger als zehn Neulinge, dennoch waren die Japaner allen Gegnern deutlich überlegen und sicherten sich den 20. Titel.[94] Beim 106:3-Sieg über die Vereinigten Arabischen Emirate am 5. Mai stellte der erst 18-jährige Yoshikazu Fujita mit sechs Versuchen einen neuen Asienrekord für die meisten Versuche in einem Spiel auf.[95] Bei der Asienmeisterschaft 2013 blieben sämtliche Gegner wiederum chancenlos.[96] Im Rahmen der Mid-year Internationals 2013 empfing Japan die Waliser zu zwei Test Matches. Während das erste knapp mit 18:22 verloren ging, konnte am 15. Juni das zweite mit 23:8 gewonnen werden. Somit gelang den Japanern erstmals überhaupt ein Sieg über die Waliser.[97]

Am 16. Oktober 2013 wurde Jones mit Verdacht auf einen Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert, das er jedoch zwei Tage später wieder verlassen konnte.[98][99] Er verpasste Japans Spiele bei den End-of-year Internationals 2013 und wurde während der Rekonvaleszenz durch seinen australischen Assistenten Scott Wisemantel vertreten.[100] Wieder unter Jones’s Führung, sicherte sich Japan überlegen den Asienmeistertitel 2014 und entschied im selben Jahr zum zweiten Mal den Pacific Nations Cup für sich.[101][102] Außerdem konnte bei den Mid-year Internationals 2014 erstmals Italien bezwungen werden. Mit diesem zehnten Sieg in einem Test Match hintereinander stießen die Japaner erstmals unter die besten zehn in der Weltrangliste vor.[103]

Anschluss an die Weltspitze

Japan nach dem Sieg bei der Asienmeisterschaft 2016
Georgien gegen Japan (2018)
Die Japanische Mannschaft (2026)

Der Titelgewinn bei der Asienmeisterschaft 2015 war nie gefährdet.[104] Allerdings musste das letzte Spiel gegen Hongkong nach wenigen Minuten abgebrochen und 0:0 unentschieden gewertet werden, da heftiger Regen das Spielfeld überschwemmte.[105] Mit dem vierten Schlussrang beim darauffolgenden Pacific Nations Cup 2015 blieben die Japaner weit unter den Erwartungen.[106] Hingegen resultierten bei den WM-Vorbereitungsspielen zwei deutliche Siege über Uruguay und ein knapper Erfolg über Georgien. Entsprechend bescheiden waren die Erwartungen der Öffentlichkeit vor dem Beginn der in England stattfindenden Weltmeisterschaft 2015.[107] Völlig unerwartet und entgegen allen Prognosen bezwangen die Japaner im ersten Gruppenspiel in Brighton den haushohen Favoriten Südafrika mit 34:32. Dieser Erfolg der als völlig chancenlos eingestuften Außenseiter gilt als eine der größten Überraschungen der Rugbygeschichte.[108][109] Verschiedene Rugby-Experten zogen Vergleiche mit dem „Miracle on Ice“ im Eishockey.[110] Wegen der kurzen Regenerationszeit hielten die Japaner gegen Schottland nur eine Halbzeit lang mit und mussten sich mit 10:45 geschlagen geben. Anschließend siegten sie mit 26:5 über Samoa und mit 28:18 über die USA.[111] Trotz dreier Siege verpasste Japan die Qualifikation für das Viertelfinale; damit schied erstmals eine Mannschaft aus, die während der Gruppenphase dreimal gewinnen konnte.[112]

Nach der Weltmeisterschaft trat Jones auf eigenen Wunsch zurück. Die JRFU stellte im Januar 2016 den Neuseeländer Jamie Joseph als neuen Nationaltrainer vor, der aber noch bis August vertraglich an die Highlanders in Dunedin gebunden war. Bis zu seinem Amtsantritt waren Ryūji Nakatake und Mark Hammett interimistisch tätig.[113] Sowohl 2016 als auch 2017 entschieden die Japaner in gewohnt überlegener Manier die Asienmeisterschaft für sich.[114][115] Während den End-of-year Internationals 2017 gelang ihnen erneut ein Achtungserfolg, als sie auswärts den Franzosen ein 23:23-Unentschieden abringen konnten.[116] Die Asienmeisterschaften der Jahre 2018 und 2019 dienten gleichzeitig als WM-Qualifikation; da die Japaner als Gastgeber bereits einen Startplatz sicher hatten, verzichteten sie auf die Teilnahme.[117][118] 2018 gelangen ihnen unter anderem Heimsiege über Italien und Georgien. Im darauffolgenden Jahr entschieden sie den Pacific Nations Cup für sich, mit Siegen über Fidschi, Tonga und die USA.[119] Als Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft im eigenen Land empfingen sie zwei Wochen vor Turnierbeginn Südafrika und unterlagen deutlich mit 7:41.[120]

Die Weltmeisterschaft 2019, die erste in Asien und außerhalb der „traditionellen“ Rugbynationen, übertraf alle Erwartungen. Sie löste im Gastgeberland einen regelrechten Boom aus, den der Verband dazu nutzen will, die Popularität von Rugby langfristig zu sichern und eine breitere Spielerbasis zu schaffen.[121] Einen wesentlichen Anteil daran hatten die Erfolge der japanischen Nationalmannschaft. Nach dem durchaus erwarteten 30:10-Auftaktsieg über Russland gelang ihr eine Überraschung, als sie im zweiten Spiel Irland mit 19:12 bezwang. Die Art, wie sie den Weltranglistenführenden phasenweise richtiggehend dominierte, verblüffte selbst Experten.[122] Nach dem ungefährdeten 38:19-Erfolg über Samoa gab es vorübergehend Befürchtungen, dass das letzte Gruppenspiel gegen Schottland in Yokohama wegen des Taifuns Hagibis nicht stattfinden könne. Das Spiel fand jedoch wie geplant statt und endete mit einem 28:21-Erfolg der Japaner, die sich damit ungeschlagen zum ersten Mal überhaupt für die K.-o.-Runde qualifizierten.[123] Im Viertelfinale unterlagen sie den späteren Weltmeistern aus Südafrika mit 3:26.[124] Aufgrund ihrer herausragenden Leistungen war die Mannschaft bei den Laureus Awards 2020 als „Durchbruch des Jahres“ nominiert.[125] Als Konsequenz dieses Erfolges beschloss World Rugby im Mai 2020, Japan als erstes asiatisches Land in die erste Stärkeklasse (Tier 1) aufzunehmen. Damit verbunden sind häufigere Begegnungen mit den übrigen etablierten Rugbynationen.[126]

Aufgrund der Reisebeschränkungen während der COVID-19-Pandemie konnte die japanische Nationalmannschaft im Jahr 2020 kein einziges Spiel bestreiten. 2021 traf sie erstmals auf die British and Irish Lions – der Auswahl der besten Spieler aus England, Irland, Schottland und Wales – unterlag jedoch mit 10:28.[127] Beim Pacific Nations Cup 2023 erreichten die Japaner nach einem Sieg über Tonga, aber auch Niederlagen gegen Fidschi und Samoa, den dritten Platz.[128] Aufgrund des Erfolges bei der Heim-WM war Japan automatisch für das darauffolgende Turnier in Frankreich qualifiziert, bei der es nach Siegen über den Debütanten Chile (42:12) und Samoa (28:22), aber auch Niederlagen gegen England (12:34) und Argentinien (27:39), den dritten Gruppenplatz erreichte.[129] Damit qualifizierten die Japaner sich automatisch für die WM 2027 in Australien.[130]

Den Pacific Nations Cup 2024 beendeten die Japaner mit einer Finalniederlage gegen Fidschi auf dem zweiten Platz,[131] wie auch beim Pacific Nations Cup 2025.[132] Beim Pacific Nations Cup 2026 bezwang Japan Fidschi im Finale und gewann damit seinen vierten Turniertitel.[133]

Trikot, Logo und Spitzname

Japanische und walisische Fans bei der WM 2007
Japans Trikot bei der Weltmeisterschaft 2019

Japan spielt traditionell in rot-weiß gestreiften Trikots (mit weißen Kragen und Manschetten) mit einer aufgedruckten japanischen Kirschblüte (Sakura) auf der Brust, weißen Hosen und weißen Socken mit roten Streifen – entsprechend den Farben der Flagge Japans. Zwischen 2003 und 2011 war das Trikot vor allem in rot mit zwei parallelen weißen Streifen auf der Brust und weißen Farbakzenten, teilweise mit schwarzen oder dunkelblauen Socken und Hosen, gehalten.

Am 4. Juli 2019 stellte die JRFU das Trikot für die Weltmeisterschaft 2019 vor: Es zeigt die üblichen rot-weißen Streifen, die aber in Form eines stilisierten Samurai-Helms (Kabuto) angeordnet sind. Dieses Motiv steht für die Tradition des japanischen Kriegergeistes. Die Kombination aus Samurai und Sakura ist seit Jahrhunderten in der japanischen Kultur bekannt.[134] Das Auswärtstrikot besteht meist aus einem dunkelblauen Shirt mit weißen oder dunkelblauen Hosen und dunkelblauen Socken, manchmal mit weißen Streifen oder Paneelen oder schwarzen Farbakzenten. Seit den 1960er Jahren ist Canterbury der Trikotausrüster der japanischen Mannschaft. Derzeit ist Lipovitan D der Trikotsponsor.

Das Sakura-Logo des Verbandes und der Nationalmannschaft zeigt drei Kirschblüten in voller Blüte. Bei der Gründung der Nationalmannschaft im Jahr 1930 bestand das Logo aus einer Knospe, einer sich öffnenden Blüte und einer vollständig geöffneten Blüte. 1952 waren alle drei Sakura in voller Blüte. Wann und wie sich diese Änderung durchgesetzt hat, lässt sich nicht mehr nachvollziehen. Fest steht, dass das ursprüngliche Design von der Sportartikelhändlerin Ishi Fukui (1892–1993) stammt. Sie führte seit 1922 in Kyōto einen Laden, der unter anderem importierte Rugby-Artikel anbot, und war mit verschiedenen Spielern und Trainern befreundet, weshalb sie in späteren Jahren auch als „Rugby-Großmutter“ bezeichnet wurde.[135]

Jahrzehntelang besaß die Nationalmannschaft in Japan selbst keinen eigentlichen Spitznamen, während sie im Ausland gelegentlich als Sakuras oder Cherry Blossoms („Kirschblüten“) bezeichnet wurde. Bei der Weltmeisterschaft 2003 war der englische Journalist Richard Freeman von der ungewohnt starken Defensivleistung der Japaner im Vorrundenspiel gegen Schottland derart beeindruckt, dass er in Artikeln für The Japan Times von den Brave Blossoms („mutige Blüten“) zu schreiben begann. Die JRFU war zunächst wenig angetan, änderte ihre Meinung aber 2015 nach dem Sieg über Südafrika und begann den Spitznamen aktiv zu vermarkten.[136] Im Japanischen wird die englischsprachige Bezeichnung unverändert übernommen, aber in der Katakana-Schrift ブレイブ・ブロッサムズ geschrieben, woraus sich die Aussprache Bureibu burossamuzu ergibt.

Trikotausrüster und -sponsoren

Japans Trikot wie es auch bei der Weltmeisterschaft 2023 getragen wurde

Seit 1982 traten die folgenden Trikotausrüster und -sponsoren in Erscheinung:

Weitere Informationen Trikotausrüster, Trikotsponsor ...
Trikotausrüster Trikotsponsor
Zeitraum Marke Marke Zeitraum
1982 Suzuki Sports – 1982
1987–1995 Sceptre 1987–1995
seit 1997 Canterbury SoftBank Telecom 1997–2001
Lipovitan (Vorderseite) & Toshiba (Rückseite) aktuell
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Stadien

Das Prinz-Chichibu-Rugbystadion in Tokio

Das traditionelle Heimstadion für Länderspiele ist das Prinz-Chichibu-Rugbystadion im Bezirk Minato der Hauptstadt Tokio, wo auch der Verband seinen Hauptsitz hat. Das Stadion entstand 1947 und wurde, um seiner Unterstützung des Rugbysports in Japan zu gedenken, sechs Jahre später nach dem verstorbenen Prinzen Chichubu benannt, dem jüngeren Bruder von Tennō Shōwa. Hier fanden bisher mehr als die Hälfte aller Heimspiele der Nationalmannschaft statt. Von 2016 bis 2020 war es neben dem Nationalstadion Singapur auch das Heimatstadion der Sunwolves, Japans Super-Rugby-Mannschaft. Das Prinz-Chichibu-Rugbystadion fand während der Weltmeisterschaft 2019 keine Verwendung; es soll nach den Olympischen Sommerspielen 2020 abgerissen und durch ein Baseballstadion ersetzt werden.[137] Gleichzeitig soll das benachbarte Meiji-jingū Yakyūjō ebenfalls abgerissen und einem neuen Rugbystadion weichen.[138]

Am zweithäufigsten für Länderspiele genutzt wird das Kintetsu-Hanazono-Rugbystadion in Higashiōsaka, einem Vorort von Osaka. Es ist das Heimstadion der Kintetsu Liners und bietet 30.000 Zuschauern Platz. 1932 war es der Austragungsort des ersten Spiels gegen Kanada. Seit Mitte der 1990er Jahre achtet der Verband vermehrt darauf, auch Städte in anderen Regionen zu berücksichtigen, wofür dann überwiegend Fußballstadien genutzt werden.

Test Matches

Japans Position in der World-Rugby-Weltrangliste seit dem 10. Oktober 2003

Japan hat 217 seiner bisher 377 Test Matches gewonnen, was einer Gewinnquote von 58,09 % entspricht. Die Statistik der Test Matches Japans gegen alle Nationen, alphabetisch geordnet, ist wie folgt (Stand: 9. September 2026):[139]

Weitere Informationen Land, Spiele ...
Land Spiele Gewonnen Unent-
schieden
Verloren % Siege
Arabien3300100,00
Argentinien Argentinien710614,29
Australien Australien90090,00
Chile Chile1100100,00
England England60060,00
Fidschi Fidschi22501722,73
Frankreich Frankreich90180,00
Georgien Georgien860275,00
Hongkong Hongkong36311486,11
IrlandIrland Irland1210118,33
Italien Italien1130827,27
Kanada Kanada28182864,29
Kasachstan Kasachstan6600100,00
Malaysia Malaysia6600100,00
Neuseeland Neuseeland60060,00
Niederlande Niederlande10010,00
Philippinen Philippinen2200100,00
Portugal Portugal1100100,00
Rumänien Rumänien650183,33
Russland Russland760185,71
Samoa Samoa20701335,00
Schottland Schottland810712,50
Simbabwe Simbabwe1100100,00
Singapur Singapur8800100,00
Spanien Spanien3300100,00
Sri Lanka Sri Lanka101000100,00
Sudafrika Südafrika410325,00
Korea Sud Südkorea41331780,49
Chinesisch Taipeh Taiwan171700100,00
Thailand Thailand9900100,00
Tonga Tonga20110955,00
Uruguay Uruguay650183,33
Wales Wales13201115,38
Vereinigte Arabische Emirate Vereinigte Arabische Emirate3300100,00
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten271311348,15
Gesamt377219615258,09
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Zahlreiche Begegnungen der Nationalmannschaft erhielten nicht den offiziellen Status als Test Match. In den ersten Jahrzehnten handelte es sich dabei überwiegend um Spiele britischer, australischer und neuseeländischer Universitätsauswahlteams. Ab den 1970er Jahren kamen auch Spiele gegen traditionelle Rugby-Nationalteams hinzu. Das Aufwärmspiel der British and Irish Lions vor ihrer Tour 2021 nach Südafrika wird von den Lions nicht als Test Match gewertet.[140]

Erfolge

Weltmeisterschaften

Eröffnungsspiel der WM 2019 gegen Russland in Chōfu

Japan hat, seit deren Einführung 1987, an jeder Weltmeisterschaft teilgenommen. Mit nur einem Sieg über Simbabwe bei der 1991 und jeweils einem Unentschieden gegen Kanada bei den Weltmeisterschaften 2007 und 2011 war die Erfolgsbilanz bis zur 2015 jedoch bescheiden. 2015 bezwang Japan überraschenderweise Südafrika mit 34:32 (seit 1991 ihr erster Sieg), worauf Siege über Samoa und die Vereinigten Staaten folgten. Japan war Gastgeber der 2019. Die Nationalmannschaft schloss die Gruppenphase mit vier Siegen als Gruppenerster ab und schied im Viertelfinale gegen den späteren Weltmeister Südafrika aus. 2023 erzielten die Japaner je zwei Siege und Niederlagen.

Weitere Informationen Jahr, Resultat ...
JahrResultatSpieleSiegeUnent.Ndlg.+/-Punkte
1987Vorrunde300348:1230
1991Vorrunde310277:875
1995Vorrunde300355:2520
1999Vorrunde300336:1400
2003Vorrunde400479:1630
2007Vorrunde401364:2103
2011Vorrunde401369:1842
2015Vorrunde430198:10012
2019Viertelfinale5401118:8819
2023Vorrunde4202109:1079
2027qualifiziert
2031noch ausstehend
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Asienmeisterschaften

Die japanische Nationalmannschaft nahm zwischen 1969 und 2017 an Asienmeisterschaften teil und gewann in diesem Zeitraum 25 Turniere, hinzu kamen fünf zweite Plätze. Japan erreichte bei Asienmeisterschaften bislang immer das Finale. Seit 2018 nahm Japan nicht mehr an dem Turnier teil, wodurch die Turniere 2018 und 2022 als Qualifikationen für die Weltmeisterschaft 2019 bzw. 2023 dienen konnten.

Pazifikmeisterschaften

Japan wird regelmäßig zur Teilnahme am Pacific Nations Cup eingeladen, dem jährlichen Turnier mit den drei pazifischen Rugbynationen Fidschi, Samoa und Tonga. Dabei gelangen vier Turniersiege.

Das Vorgängerturnier Pacific Rim Rugby Championship konnten die Japaner einmal gewinnen:

  • Turniersieg (1): 1999

Asienspiele

Bei den Asienspielen stand Rugby Union 1998 und 2002 auf dem Programm (seitdem die Siebener-Variante). Beide Male gewann Japan die Silbermedaille.

Weitere Test Matches

Während der Amateur-Ära tourte Japan zum Teil monatelang ins Ausland, um gegen andere Nationalteams sowie Regionalauswahlen und Vereinsmannschaften anzutreten. Ebenso empfing man in Japan tourende Nationalteams. Die Touren nach alter Tradition kamen um das Jahr 2000 zum Erliegen. Heute stehen für Test Matches gegen Teams der südlichen Hemisphäre jedes Jahr zwei Zeitfenster zur Verfügung. Bei den Mid-year Internationals im Juni reist Japan in die Südhemisphäre, bei den End-of-year Internationals im November empfängt man Mannschaften aus der Südhemisphäre in Japan. Im Gegensatz zu den meisten anderen Rugbynationen spielt Japan dabei jedoch um keine Trophäen gegen seine Gegner.

Spieler

Auswahl der Spieler

Japan sieht sich üblicherweise als Staat mit einer sehr homogenen Bevölkerung; so sind 98 % der Einwohner ethnische Japaner. Einen augenfälligen Kontrast dazu bildet die Rugby-Nationalmannschaft, die als Symbol einer ansonsten kaum vorhandenen Diversität gilt. Während der Weltmeisterschaft 2019 waren über die Hälfte der Spieler entweder ethnisch Nicht-Japaner oder gemischter Herkunft (Hafu). 16 der 31 Teammitglieder stammten ursprünglich aus Neuseeland, Samoa, Südafrika, Südkorea oder Tonga. Gemäß den Regeln von World Rugby müssen Spieler nicht zwingend die Staatsbürgerschaft jenes Landes besitzen, das sie repräsentieren. Es genügt ein im entsprechenden Land geborener Eltern- oder Großelternteil[141] oder ein während fünf Jahren ununterbrochener fester Wohnsitz (bis Ende 2020 waren es drei Jahre).[142]

Als Reaktion auf die enttäuschende Weltmeisterschaft 1987 begann die JRFU vor allem die Positionen der Vordermannschaft mit im Ausland geborenen Spielern zu verstärken. Dadurch sollte einerseits der physische Nachteil der Japaner im Gedränge wettgemacht werden. Andererseits sollte so das Niveau der einheimischen Spieler gehoben werden, damit diese mit den durchwegs größer gewachsenen Mitspielern mithalten.[143] Lange Zeit war diese Strategie nicht von Erfolg gekrönt, da einheimische und ausländische Spieler durch unterschiedliche Spielstile geprägt waren. Hinzu kam das Problem, dass auf gewissen Positionen die Ausländer klar im Vorteil waren.[144] Erst ab den späten 2000er Jahren konnte allmählich eine Balance gefunden werden, die schließlich dazu beitrug, den Anschluss an die Weltspitze zu finden.

Aktueller Kader

Die folgenden Spieler bildeten den Kader während des Pacific Nations Cup 2025:[145]

Weitere Informationen Spieler, Position ...
Hintermannschaft (backs)
SpielerPositionMannschaftLänderspiele
Shinobu FujiwaraGedrängehalbKubota Spears12
Kenta FukudaGedrängehalbTokyo Sungoliath01
Shuntaro KitamuraGedrängehalbShizuoka Blue Revs01
Sam GreeneVerbinderShizuoka Blue Revs01
Ichigo NakakusuVerbinderBlack Rams Tokyo02
Lee Seung-SinVerbinderKobe Steelers20
Yuki IkedaInnendreiviertelBlack Rams Tokyo00
Shōgo NakanoInnendreiviertelTokyo Sungoliath09
Tomoki OsadaInnendreiviertelSaitama Wild Knights17
Dylan RileyInnendreiviertelSaitama Wild Knights30
Siosaia FifitaAußendreiviertelToyota Verblitz16
Kippei IshidaAußendreiviertelYokohama Canon Eagles02
Haruto KidaAußendreiviertelKubota Spears00
Malo TuitamaAußendreiviertelShizuoka Blue Revs08
Jingo TakenoshitaSchlussmannMeiji-Universität00
Stürmer (forwards)
SpielerPositionMannschaftLänderspiele
Hayate EraHaklerKubota Spears01
Mamoru HaradaHaklerToshiba Brave Lupus12
Kenji SatoHaklerSaitama Wild Knights00
Yota KamimoriPfeilerKubota Spears02
Sanshiro KiharaPfeilerTokyo Sungoliath00
Sena KimuraPfeilerToshiba Brave Lupus01
Kenta KobayashiPfeilerTokyo Sungoliath00
Shuhei TakeuchiPfeilerTokyo Sungoliath15
Keijiro TamefusaPfeilerKubota Spears11
Jack CornelsenZweite-Reihe-StürmerSaitama Wild Knights22
Warner Dearns (C)ein weißes C in blauem KreisZweite-Reihe-StürmerToshiba Brave Lupus23
Shohei ItoZweite-Reihe-StürmerToshiba Brave Lupus00
Waisake RaratubuaZweite-Reihe-StürmerKobe Steelers02
Epineri UluvitiZweite-Reihe-StürmerSagamihara DynaBoars08
Tiennan CostleyFlügelstürmerKobe Steelers06
Amato FakatavaFlügelstürmerBlack Rams Tokyo14
Ben GunterFlügelstürmerSaitama Wild Knights11
Faulua MakisiFlügelstürmerKubota Spears16
Akito OkuiFlügelstürmerToyota Verblitz00
Amanaki SaumakiFlügelstürmerKobe Steelers05
Kanji ShimokawaFlügelstürmerTokyo Sungoliath14
Shu YamamotoFlügelstürmerBlack Rams Tokyo00
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Bekannte Spieler

Daisuke Ōhata (2015)

Zwei japanische Spieler wurden aufgrund ihrer herausragenden Leistungen in die World Rugby Hall of Fame aufgenommen:[146]

Weitere Informationen Spieler, Position ...
SpielerPositionAufnahme
Daisuke ŌhataAußendreiviertel, Innendreiviertel2016
Yoshihiro SakataAußendreiviertel2012
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Ebenfalls in die Hall of Fame aufgenommen wurde Shigeru „Shiggy“ Konno für seine jahrzehntelange Förderung des Rugbysports in Japan.[147]

Spielerstatistiken

Yukio Motoki (2013)
Fumiaki Tanaka (2014)
Michael Leitch (2014)

Nachfolgend sind die wichtigsten Statistiken aufgelistet, die Spieler Japans betreffen. Die mit * markierten Spieler sind noch aktiv und können sich weiter verbessern.

(Stand: September 2025)

Weitere Informationen Rang, Name ...
Meiste Spiele im Nationalteam[148]
RangNameZeitraumSpiele
01Hitoshi Ōno2004–201698
02Michael Leitch *2008–202589
03Hirotoki Onozawa2001–201381
04Yukio Motoki1991–200579
05Kensuke Hatakeyama2008–201678
06Shōta Horie2009–202376
07Fumiaki Tanaka2008–201975
08Luke Thompson2007–201971
09Yū Tamura2012–202270
10Takashi Kikutani2005–201468
Meiste Spiele als Kapitän[149]
RangNameZeitraumSpiele
01Takuro Miuchi2002–200845
02Michael Leitch *2014–202540
03Takashi Kikutani2008–201334
04Toshiaki Hirose2012–201318
05Masahiro Kunda1993–199814
06Yukio Motoki1996–199712
07Seiji Hirao1989–199111
08Toshiyuki Hayashi1986–198710
09Andrew McCormick1998–199910
10Akira Yokoi1970–197410
Meiste erzielte Punkte[150]
RangNameZeitraumPunkte
01Ayumu Gorōmaru2005–2015708
02Keiji Hirose1994–2005422
03Tōru Kurihara2000–2003347
04Daisuke Ōhata1996–2006345
05Yū Tamura2012–2022303
06James Arlidge2007–2011286
07Hirotoki Onozawa2001–2013275
08Lee Seung-sin *2022–2025224
09Shaun Webb2008–2011198
10Ryan Nicholas2008–2012193
Meiste erzielte Versuche[151]
RangNameZeitraumVersuche
01Daisuke Ōhata1996–200669
02Hirotoki Onozawa2001–201355
03Takashi Kikutani2005–201432
04Terunori Masuho1991–200129
05Yoshikazu Fujita2012–201726
06Kenki Fukuoka2013–201925
07Kōtarō Matsushima2014–202323
08Koliniasi Holani2008–201622
09Michael Leitch *2008–202522
10Alisi Tupuailei2009–201121
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Trainer

Seiji Hirao (2000)
Eddie Jones (2009)
Jamie Joseph (2018)

Die JRFU ernannte 1930 mit Shigeru Kayama erstmals einen Trainer. Aktueller Nationaltrainer ist seit 2024 der aus Australien stammende Eddie Jones.

Weitere Informationen Name, Jahre ...
NameJahre
JapanJapan Shigeru Kayama1930–1934
JapanJapan Chūji Kitajima1936, 1956
JapanJapan Takenosuke Okumura1952–1953
JapanJapan Kozo Nishino1958
JapanJapan Tomoo Chiba1959
JapanJapan Masao Wada1959
JapanJapan Yasujiro Kasai1963
JapanJapan Tetsunosuke Ōnishi1966–1971
JapanJapan Hitoshi Oka1972, 1975, 1985–1986
JapanJapan Hisashi Yokoi1972, 1976, 1978–1979
JapanJapan Ryō Saitō1974, 1976–1978, 1980–1981
JapanJapan Hiroshi Hibino1976, 1982–1984, 1987–1988
JapanJapan Katsumi Miyaji1978, 1984, 1987
JapanJapan Ryōzō Imazato1979
JapanJapan Iwao Yamamoto1980, 1982, 1996
JapanJapan Hiroaki Shukuzawa1989–1991
JapanJapan Osamu Koyabu1992–1995
JapanJapan Seiji Hirao1995–2000
JapanJapan Shōgo Mukai2001–2003
JapanJapan Mitsutake Hagimoto2004–2005
FrankreichFrankreich Jean-Pierre Élissalde2005–2006
JapanJapan Osamu Ōta2006
Neuseeland John Kirwan2007–2011
AustralienAustralienJapanJapan Eddie Jones2012–2015
AustralienAustralien Scott Wisemantel2013
JapanJapan Ryūji NakatakeApril/Mai 2016
Neuseeland Mark HammettJuni 2016
NeuseelandJapanJapan Jamie Joseph2016–2023
AustralienAustralienJapanJapan Eddie Jonesseit 2024
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Literatur

Commons: Japanische Rugby-Union-Nationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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