Karbach (Rauhenebrach)

Gemeindeteil der Gemeinde Rauhenebrach im Landkreis Haßberge (Unterfranken, Bayern) From Wikipedia, the free encyclopedia

Karbach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Rauhenebrach im Landkreis Haßberge (Unterfranken, Bayern).[3] Die Gemarkung Karbach hat eine Fläche von 1,706 km². Sie ist in 403 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4233,07 m² haben.[1][4]

Schnelle Fakten Gemeinde Rauhenebrach ...
Karbach
Gemeinde Rauhenebrach
Koordinaten: 49° 54′ N, 10° 33′ O
Höhe: 335 m ü. NHN
Fläche: 1,71 km²[1]
Einwohner: 110 (2. Jan. 2024)[2]
Bevölkerungsdichte: 64 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 96181
Vorwahl: 09554
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Filialkirche St. Anna

Geografie

Das Kirchdorf liegt in der Talmulde des Karbachs, eines linken Zuflusses der Rauhen Ebrach. An dieser schließen sich im Westen wie auch im Osten bewaldete Anhöhen des Steigerwaldes an. Im Ort gibt es acht Kellerlinden, die seit 1938 als Naturdenkmal ausgezeichnet sind. Die Staatsstraße 2258 führt entlang des Karbachs nach Fabrikschleichach (2 km nördlich) bzw. nach Untersteinbach (1,9 km südlich).[5]

Geschichte

Der Ort wurde im Jahr 1164 als „Carbach“ erstmals schriftlich erwähnt; das Bestimmungswort des zugrundeliegenden Hydronyms ist ahd. kar ‚Schüssel, Wanne‘.[6] Karbach wurde auch im Würzburger Lehenbuch des Jahres 1303 genannt. Im 14. Jahrhundert bestand der Ort sechs Gütern, die allesamt Würzburger Lehen waren. Anfang des 18. Jahrhunderts bestand Karbach aus 19 Mannschaften. Das Hochgericht übte der würzburgische Cent Donnersdorf aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Mannschaften hatte das würzburgische Amt Prölsdorf.[7] 1748 gab es 26 Mannschaften, 3 Witwen und 9 Beständner bei ungeänderten Rechtsverhältnissen.[8] Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es 38 Häuser und eine Schule.[9]

Im Jahre 1802 kam Karbach an das Kurfürstentum Bayern, von 1806 bis 1814 gehörte es zum Großherzogtum Würzburg. 1814 wurde dieses in das Königreich Bayern einverleibt. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Karbach, zu der Fabrikschleichach gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Prölsdorf zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Prölsdorf. 1819 erfolgte die Überweisung an das neu gebildete Landgericht Eltmann und dem Rentamt Zeil (1919 in Finanzamt Zeil umbenannt). Ab 1862 war das neu gebildete Bezirksamt Haßfurt (1939 in Landkreis Haßfurt umbenannt) für die Verwaltung zuständig. Die Gerichtsbarkeit lag weiterhin beim Landgericht Eltmann (1880 in Amtsgericht Eltmann umbenannt, seit 1959 Amtsgericht Haßfurt).[10] Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 2,367 km².[11]

Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Karbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die neu gebildete Gemeinde Rauhenebrach eingegliedert.[12][13]

Baudenkmäler

In Karbach gibt es drei Baudenkmäler:[14]

  • Haus Nr. 42: Katholische Filialkirche St. Anna
  • Wegkapelle
  • Bildstock

Bodendenkmäler

In der Gemarkung Karbach gibt es ein Bodendenkmal.[14]

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Karbach

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 181118401852185518611867187118751880188518901895190019051910191919251933193919461950195219611970
Einwohner 297408434415442429407407413394369384348352365361376382334411405369327321
Häuser[15] 5785777571727071
Quelle [10][16][16][16][17][18][19][20][21][22][23][16][24][16][25][16][26][16][16][16][27][16][11][28]
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Ort Karbach

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001811001861001871001885001900001925001950001961001970001987002024
Einwohner 195263243224193168208186187143110
Häuser[15] 37444138373637
Quelle [10][17][19][22][24][26][27][11][28][29][2]
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Religion

Karbach ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Vitus (Untersteinbach) gepfarrt.[8][11]

Literatur

Commons: Karbach (Rauhenebrach) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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