Karbach (Rauhenebrach)
Gemeindeteil der Gemeinde Rauhenebrach im Landkreis Haßberge (Unterfranken, Bayern)
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Karbach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Rauhenebrach im Landkreis Haßberge (Unterfranken, Bayern).[3] Die Gemarkung Karbach hat eine Fläche von 1,706 km². Sie ist in 403 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4233,07 m² haben.[1][4]
Karbach Gemeinde Rauhenebrach | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 54′ N, 10° 33′ O |
| Höhe: | 335 m ü. NHN |
| Fläche: | 1,71 km²[1] |
| Einwohner: | 110 (2. Jan. 2024)[2] |
| Bevölkerungsdichte: | 64 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 |
| Postleitzahl: | 96181 |
| Vorwahl: | 09554 |

Geografie
Das Kirchdorf liegt in der Talmulde des Karbachs, eines linken Zuflusses der Rauhen Ebrach. An dieser schließen sich im Westen wie auch im Osten bewaldete Anhöhen des Steigerwaldes an. Im Ort gibt es acht Kellerlinden, die seit 1938 als Naturdenkmal ausgezeichnet sind. Die Staatsstraße 2258 führt entlang des Karbachs nach Fabrikschleichach (2 km nördlich) bzw. nach Untersteinbach (1,9 km südlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1164 als „Carbach“ erstmals schriftlich erwähnt; das Bestimmungswort des zugrundeliegenden Hydronyms ist ahd. kar ‚Schüssel, Wanne‘.[6] Karbach wurde auch im Würzburger Lehenbuch des Jahres 1303 genannt. Im 14. Jahrhundert bestand der Ort sechs Gütern, die allesamt Würzburger Lehen waren. Anfang des 18. Jahrhunderts bestand Karbach aus 19 Mannschaften. Das Hochgericht übte der würzburgische Cent Donnersdorf aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Mannschaften hatte das würzburgische Amt Prölsdorf.[7] 1748 gab es 26 Mannschaften, 3 Witwen und 9 Beständner bei ungeänderten Rechtsverhältnissen.[8] Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es 38 Häuser und eine Schule.[9]
Im Jahre 1802 kam Karbach an das Kurfürstentum Bayern, von 1806 bis 1814 gehörte es zum Großherzogtum Würzburg. 1814 wurde dieses in das Königreich Bayern einverleibt. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Karbach, zu der Fabrikschleichach gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Prölsdorf zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Prölsdorf. 1819 erfolgte die Überweisung an das neu gebildete Landgericht Eltmann und dem Rentamt Zeil (1919 in Finanzamt Zeil umbenannt). Ab 1862 war das neu gebildete Bezirksamt Haßfurt (1939 in Landkreis Haßfurt umbenannt) für die Verwaltung zuständig. Die Gerichtsbarkeit lag weiterhin beim Landgericht Eltmann (1880 in Amtsgericht Eltmann umbenannt, seit 1959 Amtsgericht Haßfurt).[10] Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 2,367 km².[11]
Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Karbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die neu gebildete Gemeinde Rauhenebrach eingegliedert.[12][13]
Baudenkmäler
In Karbach gibt es drei Baudenkmäler:[14]
- Haus Nr. 42: Katholische Filialkirche St. Anna
- Wegkapelle
- Bildstock
Bodendenkmäler
In der Gemarkung Karbach gibt es ein Bodendenkmal.[14]
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Karbach
| Jahr | 1811 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 297 | 408 | 434 | 415 | 442 | 429 | 407 | 407 | 413 | 394 | 369 | 384 | 348 | 352 | 365 | 361 | 376 | 382 | 334 | 411 | 405 | 369 | 327 | 321 |
| Häuser[15] | 57 | 85 | 77 | 75 | 71 | 72 | 70 | 71 | ||||||||||||||||
| Quelle | [10] | [16] | [16] | [16] | [17] | [18] | [19] | [20] | [21] | [22] | [23] | [16] | [24] | [16] | [25] | [16] | [26] | [16] | [16] | [16] | [27] | [16] | [11] | [28] |
Ort Karbach
Religion
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Karbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 61 (Digitalisat).
- Anton Rottmayer (Hrsg.): Statistisch-topographisches Handbuch für den Unter-Mainkreis des Königreichs Bayern. Sartorius’sche Buchdruckerei, Würzburg 1830, OCLC 248968455, S. 162 (Digitalisat).
- Peter Schneider: Der Steigerwald in der Gesamtschau. Stürtz, Würzburg 1958, DNB 454428790, OCLC 1070929849, S. 148.
- Alexander Tittmann: Haßfurt : der ehemalige Landkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 33). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2003, ISBN 3-7696-6851-0.
Weblinks
- Karbach. In: rauhenebrach.de. Abgerufen am 13. Dezember 2025.
- Karbach in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 13. Dezember 2025.
- Karbach in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 13. Dezember 2025.
- Karbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 13. Dezember 2025.