Kopp (Vulkaneifel)
Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel, Rheinland-Pfalz
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Kopp ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie liegt in der Vulkaneifel und gehört der Verbandsgemeinde Gerolstein an.
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 50° 11′ N, 6° 35′ O | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Vulkaneifel | |
| Verbandsgemeinde: | Gerolstein | |
| Höhe: | 400 m ü. NHN | |
| Fläche: | 8,4 km² | |
| Einwohner: | 154 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 18 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 54574 | |
| Vorwahl: | 06594 | |
| Kfz-Kennzeichen: | DAU | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 2 33 223 | |
| Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Kyllweg 1 54568 Gerolstein | |
| Website: | www.kopp-eifel.de | |
| Ortsbürgermeisterin: | Melanie Stellmes | |
| Lage der Ortsgemeinde Kopp (Vulkaneifel) im Landkreis Vulkaneifel | ||
Geographie
Die Gemeinde liegt im Westen des Naturparks Vulkaneifel sowie im Landschaftsschutzgebiet „Gerolstein und Umgebung“. Der Ortsteil Eigelbach liegt auf der Sohle eines Trockenmaares, des Eigelbacher Maares. Zur Gemeinde gehören auch die Wohnplätze Berghof, Eichenhof, Kirsthof und Schäfersruh.[2]
Geschichte
Kopp, (abgeleitet von Kuppe) wurde 1287 erstmals urkundlich als „Kop“ in einem Vertrag zwischen der Abtei Prüm und Heinrich dem Herrn zu Schönecken erwähnt. Erste Siedlungsnachweise bereits zur Römerzeit (Römerstraße Trier–Köln in der Nähe). 1342 wurde erstmals urkundlich der Ortsteil Eigelbach erwähnt.
Im Jahr 1684 wird Kopp laut einem Feuerbuch zum Hofe Wallersheim gerechnet, der einer der 15 Höfe bzw. Schultheißereien des Amtes Prüm war. Das früher als Fürstentum Prüm bezeichnet wurde und 1576 an das Kurfürstentum Trier gefallen war. 1784 wird Kopp als eigene Zennerei geführt, dem ein Meierhof vorstand. Ab 1794 gehörte Kopp zum Département de la Sarre mit Sitz in Trier, zum Arrondissement und Kanton Prüm und zur Mairie Büdesheim. Aufgrund der Niederlagen Napoleons und der folgenden Beschlüsse des Wiener Kongresses im Jahr 1815 wurde Kopp dem Königreich Preußen zugeteilt und gehörte nun zur Bürgermeisterei Wallersheim. Später kam Kopp zu den Bürgermeistereien Mürlenbach und Birresborn.
Erstmals wird 1570 eine Sankt Eligius Kapelle in Kopp erwähnt. Ende des 18. Jahrhunderts erfolgte ein Neubau, diesmal St. Matthias geweiht. Kopp gehörte bis 1788 zur Pfarrei Büdesheim, danach zur Pfarrei Mürlenbach. Die Kapelle in Kopp war deren Filialort und wurde von Hilfsgeistlichen betreut. Ab 1743 gab es in Kopp Schulunterricht und 1778/79 wird ein Schulhaus mit 10 Kindern erwähnt. Im Jahr 1784 gab es 15 schulbare Kinder. Am 1. August 1972 wurde der Schulunterricht in Kopp nach einer neuen Schulreform eingestellt. Das Schulhaus später in ein Bürgerhaus umgebaut, mit der feierlichen Einweihung Anfang Juni 1984.
1840 gab es in Kopp 25 Wohnhäuser und 170 Einwohner, im Weiler Eigelbach 2 Wohnhäuser und 15 Einwohner. Wie in der Eifel üblich bekamen die Häuser in Kopp Hausnamen. Anfang des 20. Jahrhunderts waren die meisten Bürger des Dorfes von Armut geprägt. Sie plagten und ernährten sich recht und schlecht überwiegend von karger Landwirtschaft. Damals gab es in Kopp ca. 31 viehhaltende Höfe. Zusätzliche Einnahmen für einige Bauern gab es zwischen den Kriegen durch wohlhabende Stadtbürger um hier die Jagd zu pachten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg besserten sich die Verhältnisse. Die Dorfstraßen wurden erneuert und ein großes Wochenendhaus-Gebiet entstand. Eine Flurbereinigung wurde von 1964 bis 1968 durchgeführt. Im Kreiswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ gewann Kopp 1987 den 2. Preis. Heute ist Kopp ein Dorf, was für die heutige Eifel charakteristisch ist, mit Landwirtschaft, sanftem Tourismus und Wochenendtourismus.
Die Freiwillige Feuerwehr Kopp wurde 1908 gegründet. Sie hatte seit ihrem Bestehen bis heute eine Mannschaftsstärke von ca. 18–24 Mann.[3]
Im Rahmen der rheinland-pfälzischen Funktional- und Gebietsreform wurde die Gemeinde Kopp zusammen mit 14 weiteren Gemeinden am 7. November 1970 vom gleichzeitig aufgelösten Landkreis Prüm in den Landkreis Daun (seit 2007 Landkreis Vulkaneifel) umgegliedert.[4]
- Einwohnerentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Kopp, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5]
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Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat in Kopp besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender.[6]
Bürgermeister
Melanie Stellmes wurde am 1. Juli 2019 Ortsbürgermeisterin von Kopp.[7] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war sie mit einem Stimmenanteil von 77,88 % gewählt worden.[8] Da bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 kein Wahlvorschlag eingereicht wurde, obliegt die Neuwahl des Bürgermeisters gemäß rheinland-pfälzischer Gemeindeordnung dem Rat. Da auch dieser keinen Kandidaten fand, bleibt die bisherige Ortsbürgermeisterin Melanie Stellmes geschäftsführend im Amt.[9]
Ihr Vorgänger als Ortsbürgermeister war Klaus Breuer.[7]
Wappen
| Blasonierung: „In Silber über halber grüner Spitze, darin ein vierspeichiges goldenes Mühlrad, schräg und gegenschräg gestellte rote Axt und grünes Eichenblatt.“ | |
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Landwirtschaft und Fremdenverkehr sind die Haupteinnahmequellen des Ortes. Besondere Sehenswürdigkeiten sind eine mehrere hundert Jahre alte Stelzeneiche, die Dorfkapelle und die ein Kilometer entfernten Birresborner Eishöhlen.
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Kopp
Weblinks
- Ortsgemeinde Kopp auf den Seiten der Verbandsgemeinde Gerolstein
- Zur Ortsgemeinde Kopp gibt es Einträge in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier.
- Literatur über Kopp in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie

