Gladenbach (Gemeinde)

Stadt im Landkreis Marburg-Biedenkopf in Hessen From Wikipedia, the free encyclopedia

Gladenbach ist eine verwaltungspolitische Gemeinde im Westen des mittelhessischen Landkreises Marburg-Biedenkopf. Sie besteht aus 15 Ortsteilen, ist nach ihrem zentralen Ortsteil und Verwaltungssitz Gladenbach, in dessen Tradition sie die Bezeichnung „Stadt“ führt, benannt und entstand in ihrer heutigen Form als Großgemeinde in den 1970er-Jahren im Zuge der Hessischen Gebietsreform (siehe dazu Abschnitt „Gemeindebildung“). Die Gemeinde Gladenbach liegt im Westen des Hessischen Hinterlandes und wird gemeinhin als eine von sieben „Hinterlandkommunen“ bezeichnet.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Gladenbach (Gemeinde)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Gladenbach hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 46′ N,  35′ O
Bundesland:Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Marburg-Biedenkopf
Höhe: 262 m ü. NHN
Fläche: 72,28 km²
Einwohner: 12.415 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 172 Einwohner je km²
Postleitzahl: 35075
Vorwahl: 06462
Kfz-Kennzeichen: MR, BID
Gemeindeschlüssel: 06 5 34 010
Stadtgliederung: 15 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Karl-Waldschmidt-Straße 3
35075 Gladenbach
Website: www.gladenbach.de
Bürgermeister: Peter Kremer (parteilos)
Lage der Stadt Gladenbach im Landkreis Marburg-Biedenkopf
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Gladenbach ist als Luftkurort und Kneippheilbad ausgezeichnet[2] und ist die nach Einwohnerzahl zweitgrößte Gemeinde des Hessischen Hinterlandes.

Geographie

Geographische Lage

Die Stadtgemeinde Gladenbach liegt an einem östlichen Ausläufer des (naturräumlichen) Westerwaldes, der nach seiner zentralen Stadt Gladenbacher Bergland genannt wird, im Naturpark Lahn-Dill-Bergland. Das heutige Stadtgebiet stimmt weitgehend mit dem Gebiet des „Untergerichtes“ des historischen Amtes Blankenstein überein. Das Untergericht umfasste den ostsüdöstlichen Teil des ehemaligen Landkreises Biedenkopf.

In den Gemarkungen der südlichen Stadtteile Weidenhausen, Erdhausen, Gladenbach und Mornshausen fließt von Westen die auf dem Gebiet der Gemeinde Bad Endbach entspringende Salzböde durch das Stadtgebiet und dann östlich weiter in die Gemeinden Lohra, Fronhausen und Lollar, wo sie bei Odenhausen in die Lahn mündet. Die Gemarkungen der weiter nördlich gelegenen Stadtteile Runzhausen, Bellnhausen, Sinkershausen, Frohnhausen und Friebertshausen durchquert ebenfalls weitgehend west-östlich die Allna, die im weiteren Verlauf im Gebiet der Gemeinde Weimar (Lahn) dann bereits oberhalb der Salzböde in die Lahn mündet. Weitershausen liegt am wichtigsten Allna-Zufluss Ohe. Beide Flussläufe sind durch Höhenrücken auch in ihrem jeweiligen Einzugsgebiet für kleinere Zuflüsse deutlich voneinander getrennt.

Naturräumliche Zuordnung

Das Stadtgebiet liegt ganz in Naturräumen der Haupteinheit 320 – Gladenbacher Bergland. Alle Ortsteile, die im Einzugsgebiet der Salzböde liegen, werden, inklusive der Kernstadt, zum Naturraum Salzbödetal gerechnet, wobei Rachelshausen bereits an der Nahtstelle zum Hochplateau der Bottenhorner Hochflächen liegt.

Demgegenüber werden die nördlichen Ortsteile an der Allna zum Naturraum Damshäuser Kuppen gezählt. Die ganz im Osten, am Unterlauf der Allna bzw. deren Einzugsgebiet gelegenen Friebertshausen und Rüchenbach werden zur Elnhausen-Michelbacher Senke gerechnet. Im Süden trifft die Gemarkung der Stadt auf den Höhenzug der Zollbuche, wo auf Gladenbacher Gemarkung über 450 m über NN erreicht werden.

Höchste Erhebung des Stadtgebiets ist der 552 m hohe Berg Daubhaus nordwestlich von Rachelshausen am Ostrand der Bottenhorner Hochflächen.

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet von Gladenbach ist in 15 Stadtteile gegliedert:

Weiterhin gibt es einige wüst gefallene Orte, darunter Idenshausen und Seibertshausen.

Nachbargemeinden

Gladenbach grenzt im Norden an die Gemeinde Dautphetal, im Nordosten an die Stadt Marburg, im Osten an die Gemeinde Weimar (Lahn), im Südosten an die Gemeinde Lohra (alle im Landkreis Marburg-Biedenkopf), im Südwesten an die Gemeinde Bischoffen (Lahn-Dill-Kreis), sowie im Westen an die Gemeinde Bad Endbach (Landkreis Marburg-Biedenkopf).

Geschichte

Gemeindebildung

Am 1. April 1972 wurde im Zuge der Gebietsreform in Hessen die bis dahin eigenständige Nachbargemeinde Runzhausen als Ortsteil zum heutigen Hauptort eingegliedert. Am 1. Juli 1974 folgte durch Landesgesetz der Zusammenschluss der bisherigen Gemeinde Gladenbach mit den Gemeinden Bellnhausen, Diedenshausen, Erdhausen, Friebertshausen, Frohnhausen b. Gladenbach, Kehlnbach, Mornshausen a. S., Rachelshausen, Römershausen, Rüchenbach, Sinkershausen, Weidenhausen und Weitershausen zu heutigen Gemeinde Gladenbach.[3][4] Für alle ehemals eigenständigen Gemeinden und die Kerngemeinde Gladenbach wurden Ortsbezirke nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Gladenbach 12.227 Einwohner. Darunter waren 699 (5,7 %) Ausländer, von denen 165 aus dem EU-Ausland, 440 aus anderen europäischen Ländern und 94 aus anderen Staaten kamen.[5] Von den deutschen Einwohnern hatten 14,0 % einen Migrationshintergrund.[6] Nach dem Lebensalter waren 2043 Einwohner unter 18 Jahren, 5067 zwischen 18 und 49, 2508 zwischen 50 und 64 und 2610 Einwohner waren älter. In 1113 Haushalten lebten ausschließlich Senioren/-innen und in 3273 Haushaltungen leben keine Senioren/-innen.[7] Die Einwohner lebten in 5045 Haushalten. Davon waren 1468 Singlehaushalte, 1424 Paare ohne Kinder und 1600 Paare mit Kindern, sowie 421 Alleinerziehende und 102 Wohngemeinschaften.[7]

Einwohnerentwicklung

Gladenbach: Einwohnerzahlen von 1972 bis 2020
Jahr  Einwohner
1972
 
4.315
1975
 
11.087
1980
 
11.157
1985
 
11.030
1990
 
11.341
1995
 
12.151
2000
 
12.674
2005
 
12.543
2010
 
12.190
2011
 
12.227
2015
 
12.166
2020
 
12.285
Quellen: LAGIS[8]; 1972:[9]; ab 1975:[10]; Zensus 2011[5]
Zwischen 1972 und 1974 nur einschließlich Runzhausen, ab 1974 dann mit allen heutigen Ortsteilen.

Religionszugehörigkeit

Quelle:Historisches Ortslexikon[8]
 2011:7620 evangelische (= 63,0 %), 1540 katholische (= 12,7 %), 680 freikirchliche (= 5,7 %), 120 orthodoxe (= 1,0 %), 320 andersgläubig (= 2,7 %), 1810 sonstige (= 14,9 %) Einwohner[11]

Politik

Stadtverordnetenversammlung

Die Kommunalwahl am 14. März 2021 lieferte folgendes Ergebnis,[12] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[13][14][15]

Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung 2021
    
Insgesamt 37 Sitze
Weitere Informationen Parteien und Wählergemeinschaften, % ...
Parteien und Wählergemeinschaften 2021 2016 2011 2006 2001
% Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 32,7 12 31,3 12 45,7 17 50,9 19 43,8 16
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 29,4 11 36,5 13 37,8 14 34,8 13 34,6 13
FW Freie Wähler Gladenbach 27,0 10 25,0 9 6,3 2 6,5 2 7,5 3
JL/Grüne Junge Liste/Bündnis 90/Die Grünen 10,9 4 7,3 3 10,2 4 4,4 2 5,6 2
ÜPL Überparteiliche Liste 3,4 1 8,5 3
Gesamt 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37
Ungültige Stimmen in % 1,9 3,6 3,4 3,3 1,9
Wahlbeteiligung in % 48,1 47,8 47,5 49,6 59,9
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Bürgermeister

Bürgermeisterwahl 2020
in Prozent
 %
60
50
40
30
20
10
0
13,59
48,54
14,05
23,82
Hof-
meyer
(Grüne)
Kremer
(parteilos)
Enes
(parteilos, unterstützt durch FW)
Wolfgram
(parteilos)
Bürgermeisterstichwahl 2020
in Prozent
 %
60
50
40
30
20
10
0
51,69
48,31
Kremer
(parteilos)
Wolfgram
(parteilos)
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang

Nach der hessischen Kommunalverfassung wird der Bürgermeister für eine sechsjährige Amtszeit gewählt, seit dem Jahr 1993 in einer Direktwahl, und ist Vorsitzender des Magistrats, dem in der Stadt Gladenbach neben dem Bürgermeister ehrenamtlich ein Erster Stadtrat und neun weitere Stadträte angehören.[16] Bürgermeister ist seit dem 1. Oktober 2014 der parteiunabhängige Peter Kremer.[17] Er wurde als Nachfolger von Klaus-Dieter Knierim (CDU), der nach zwei Amtszeiten nicht wieder kandidiert hatte, am 25. Mai 2014 im ersten Wahlgang bei 53,7 Prozent Wahlbeteiligung mit 59,3 Prozent der Stimmen gewählt. Eine Wiederwahl folgte, pandemiebedingt verschoben, im November 2020.[18] Durch die verschobene Wahl verschob sich der Beginn der Amtszeit auf den 1. März 2021.[17]

Amtszeiten der Bürgermeister[19]
  • 2014–2027 Peter Kremer[17]
  • 2002–2014 Klaus-Dieter Knierim (CDU)
  • 1990–2002 Klaus Bartnik (SPD)
  • 1978–1990 Siegfried Dellnitz (CDU)
  • 1951–1978 Karl Waldschmidt (CDU)

Am Ende des Zweiten Weltkriegs zogen am 28. März 1945 amerikanische Truppen in Gladenbach ein, verhafteten den amtierenden Bürgermeister Jäger und setzten den Deutsch-Amerikaner Schmitz kommissarisch ein. Am 16. August 1945 ersetzten sie diesen durch Ernst Leinbach I, der nach den Kommunalwahlen in Hessen 1946 am 11. März 1946 zum Bürgermeister gewählt wurde und dieses Amt bis zu seinem Tod im Mai 1951 innehatte.

Wappen und Flagge

Durch den erfolgten Zusammenschluss der „alten“ Stadt mit 13 weiteren Gemeinden zur neuen Stadtgemeinde Gladenbach im Zuge der Hessischen Gebietsreform machte die Kommune von der Möglichkeit Gebrauch und bekam am 19. Juli 1974 durch das Hessische Ministerium des Innern die Weiterführung des Wappens der alten Stadt genehmigt (für Details zum Wappen siehe im Ortsartikel).[20]

Gleiches gilt für die Bannerflagge der Stadt, deren Weiterführung am 4. September 1975 genehmigt wurde.[21] Eine amtliche Hissflagge führt die Stadt nicht.

Städtepartnerschaften

Gladenbach unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:

Gerichtszuständigkeiten

Für Gladenbach sind das Amtsgericht Biedenkopf und das Landgericht Marburg zuständig. Bis 1968 bestand ein eigenes Amtsgericht, das Amtsgericht Gladenbach.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Koppeturm bei Erdhausen
  • Evangelische Pfarrkirche (ehemals St. Martin) ursprünglich romanische flachgedeckte Pfeilerbasilika aus fünf schmalen Langhausjochen mit einem Chorquadrat.
  • Altes Pfarrhaus am Bornrain, stattlicher Fachwerkbau von 1607
  • Am westlichen Stadtrand von Gladenbach befindet sich die Ruine der Burg Blankenstein. Eine ehemalige Hügelburg die vermutlich im 12. Jahrhundert erstmals errichtet wurde.
  • Im Ortsteil Rachelshausen befindet sich eine 1617 erbaute Fachwerkkapelle. Die Kapelle wurde in zweigeschossiger Rähmbauweise auf einem Steinsockel errichtet. Sie trägt einen achteckigen Dachreiter. Die Kapelle dient heute der evangelischen Gemeinde als Kirche.
  • Südlich von Erdhausen befindet sich auf dem 454,1 m ü. NHN[22] hohen Berg Koppe eine Schutzhütte sowie der 1987 errichtete „Koppeturm“.

Regelmäßige Veranstaltungen

Filmkunst

Im Gemeindegebiet, südlich von Mornshausen, fand 1822 der Postraub in der Subach statt, der die Grundlage des Fernsehfilms Der plötzliche Reichtum der armen Leute von Kombach von Volker Schlöndorff darstellt. Die bewusst dialektgefärbte Sprache der Schauspieler hat jedoch wenig Ähnlichkeit mit dem örtlich gesprochenen Dialekt (Hinterländer Platt).

Wirtschaft und Infrastruktur

Flächennutzung

Das Gemeindegebiet umfasst 2015 eine Gesamtfläche von 7228 Hektar, davon entfallen in ha auf:[10]

Weitere Informationen Nutzungsart ...
Nutzungsart20112015
Gebäude- und Freifläche447462
davonWohnen272274
Gewerbe3751
Betriebsfläche2310
davonAbbauland00
Erholungsfläche4343
davonGrünanlage2324
Verkehrsfläche480483
Landwirtschaftsfläche30823072
davonMoor00
Heide00
Waldfläche30813089
Wasserfläche4039
Sonstige Nutzung3324
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Industrie

Ein wichtiger Industriebetrieb Gladenbachs ist die WESO-Aurorahütte im Stadtteil Erdhausen. Im Jahr 2023 beschäftigte sie über 470 Mitarbeiter.

Gegründet 1324 als Nickelschmelze, wurde sie 1887 in eine Eisengießerei umgewandelt. Hergestellt wurden vor allem Herde, Öfen und andere Gegenstände aus Gusseisen. In diesem Jahr übernahm sie Johann Dietrich Wehrenbold zusammen mit seinem Sohn Johannes. Seitdem firmiert sie als WESO-Aurorahütte.

In den beiden Weltkriegen musste die Aurorahütte ihre Produktion wegen unzureichender Materialzuteilung und dem Fronteinsatz von Fachkräften stark drosseln.

Einen großen Aufschwung nahm die Hütte in der Nachkriegszeit. In den 60er Jahren setzte sich allerdings die Zentralheizung durch und einzelne Öfen waren nicht mehr gefragt. Seit dieser Zeit fungiert die Aurorahütte als Zulieferer für die Bahnindustrie, die Landmaschinenindustrie und den Kesselhersteller Viessmann, der zwischen 1978 und 2018 die Anteilsmehrheit besaß[23].

Erdhausen ist auch Standort des überregional bekannmten Formenbauunternehmens Zimmermann.

Verkehr

Straßenverkehr

Eine wichtige durchgehende Verkehrsachse in ost-westlicher Orientierung ist die Bundesstraße 255, die das Stadtgebiet aus Richtung Marburg durch die Gemeinden Weimar und Lohra kommend quert, um in Weidenhausen im Bereich der Zollbuche das Stadtgebiet in südwestlicher Richtung auf das Gebiet der Gemeinde Bischoffen im Lahn-Dill-Kreis zu verlassen. Hier führt sie zunächst entlang des Aartalsees weiter nach Herborn und letztlich Montabaur. In der Gemarkung Gladenbach mündet die Bundesstraße 453 von Norden aus Richtung Biedenkopf kommend ein, nachdem sie das Gebiet der Gemeinde Dautphetal und die Gemarkung Runzhausen durchquert hat.

Marburg-Dillenbuger Amtsweg

Durch die Gemarkung verlief nachweislich seit dem Hochmittelalter ein regional bedeutender Handelsweg. Er war Teil eines Handels- und Botenweges, der Marburg mit dem Raum Herborn/Dillenburg verband, genannt „Marburg-Dillenburger Amtsweg“. Der Weg kam von Marburg, verlief über den Amtssitz Burg Blankenstein (Gladenbach) und Kehlnbach weiter nördlich an Weidenhausen vorbei zum Schloog (Fln.) (ehemaliger Wegdurchlass mit Zollschlagbaum) in der Innenheege (siehe Mittelhessische Landheegen) beim Himerich (Fln.), dort stand einst ein Galgen (ein Halbgalgen, der dortige Flurname ohm Halbgalje deutet darauf hin), nördlich vorbei an Wommelshausen-Hütte und hangparallel zur Woarde (Fln.) nördlich an Endbach vorbei, durch Hartenrod und weiter westlich über den Salzbödesattel durch Eisemroth und verzweigte sich ab da in eine südliche Trasse Richtung Herborn und eind nördliche im Richtung Dillenburg.

Diesen Weg, den Marburg-Dillenburger Amtsweg, benutzte auch Arnoldus Buchelius (Humanist und Altertumsforscher) 1591, als er aus Richtung Treysa kommend nach Köln reiste. Er nennt die einzelnen Reisestationen (Tagesabschnitte) und erwähnt dabei u. a. Kirchhain, Marburg, Gladenbach, Dillenburg und Siegen auf seinem Weg nach Köln. Demnach war der Marburg-Dillenbuger Amtsweg zu dieser Zeit Teilstück/Variante des ehemals bedeutenden Fernhandelsweges/Messe-Straße Brabanter Straße.

Persönlichkeiten

  • Walter Reschny (1931–2011), Unternehmer, erster Ehrenbürger der Stadt Gladenbach, verstorben in Gladenbach

Literatur

Commons: Gladenbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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