Kreuzstetten

Marktgemeinde im Bezirk Mistelbach, Niederösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Kreuzstetten ist eine Marktgemeinde mit 1696 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich.

Schnelle Fakten Marktgemeinde, Wappen ...
Marktgemeinde
Kreuzstetten
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Kreuzstetten
Kreuzstetten (Österreich)
Kreuzstetten (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Niederösterreich Niederösterreich
Politischer Bezirk: Mistelbach
Kfz-Kennzeichen: MI
Hauptort: Niederkreuzstetten
Fläche: 24,33 km²
Koordinaten: 48° 28′ N, 16° 28′ O
Höhe: 224 m ü. A.
Einwohner: 1.696 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 70 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2124
Vorwahl: 02263
Gemeindekennziffer: 3 16 28
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Kirchenplatz 5
2124 Niederkreuzstetten
Website: www.kreuzstetten.at
Politik
Bürgermeister: Peter Ullmann (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(19 Mitglieder)
12
6
1
12 6 1 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Kreuzstetten im Bezirk Mistelbach
Lage der Gemeinde Kreuzstetten im Bezirk Mistelbach (anklickbare Karte)FalkensteinMistelbach
Lage der Gemeinde Kreuzstetten im Bezirk Mistelbach (anklickbare Karte)
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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BW

Geografie

Kreuzstetten liegt im Weinviertel am nördlichen Rand des Kreuttals. Durch das Gemeindegebiet fließt der Hautzendorfer Bach, welcher östlich von Unterolberndorf in den Rußbach mündet.

Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 24,33 Quadratkilometer. Davon sind 72 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, 17 Prozent der Fläche sind bewaldet.[1]

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[2]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Niederkreuzstetten, Oberkreuzstetten und Streifing. Die Ortsteile Niederkreuzstetten und Oberkreuzstetten sind als Angerdörfer angelegt, Niederkreuzstetten mit straßendorfartigen Erweiterungen. Der Ortsteil Streifing ist ein locker verbautes Haufendorf. Kreuzstetten ist eine der neun Mitgliedsgemeinden der Region um Wolkersdorf, einer Kleinregion rund um die Stadt Wolkersdorf im Weinviertel.

Nachbargemeinden

Ladendorf
Großrußbach Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Gaweinstal
Ulrichskirchen-Schleinbach Hochleithen

Geschichte

Kreuzstetten war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt. Auf dem Steinberg fand man ein Hockergrab aus der Bronzezeit.[3]

Der Ortsname leitet sich vom slawischen Personennamen „Grizan“ her. In Urkunden des 12. und 13. Jahrhunderts finden sich verschiedene Schreibweisen, wie Grizzensteten (ca. 1155/58), de Grizansteten (um 1200), Greitschensteten (1208) und in inferiori Greitschensteten (1208).[3]

Bis zum Ende der Revolution von 1848/1849 war Kreuzstetten Teil der Grundherrschaft Kreuzstetten, zuletzt im Besitz des Adelsgeschlechts Hoyos. Die Markterhebung erfolgte im Jahr 1846, Markttage sind der 20. Jänner, der 13. Juli und der Kirchweihmontag.[3]

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Kreuzstetten zu einer Sommerfrische.

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs, am 17. April 1945, fanden in Niederkreuzstetten Kämpfe zwischen Truppen der Wehrmacht und der Roten Armee statt, wobei fünf Gebäude, darunter die Volksschule, durch Brand zerstört wurden. Dabei wurden auch sechs Zivilisten getötet und drei Brücken gesprengt. In Oberkreuzstetten kamen drei Zivilpersonen ums Leben.[4]

Seit 1965 besteht die Marktgemeinde Kreuzstetten, die aus den Katastralgemeinden Niederkreuzstetten, Oberkreuzstetten und Streifing gebildet wurde.[5]

Am 25. Jänner 2007 feierte die Pfarre St. Jakob in Niederkreuzstetten ihr 800-jähriges Bestehen.

Einwohnerentwicklung

Kreuzstetten: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
1.325
1880
 
1.336
1890
 
1.404
1900
 
1.480
1910
 
1.564
1923
 
1.583
1934
 
1.511
1939
 
1.441
1951
 
1.421
1961
 
1.269
1971
 
1.203
1981
 
1.159
1991
 
1.353
2001
 
1.499
2011
 
1.511
2021
 
1.654
2025
 
1.696
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Schloss Niederkreuzstetten
Pfarrkirche Niederkreuzstetten
Pfarrkirche Oberkreuzstetten
Filialkirche Streifing
Ziegelofen Neubau-Kreuzstetten
Kellergasse Lüßweg
Niederkreuzstetten
Neubau-Kreuzstetten
Oberkreuzstetten
Streifing

Wirtschaft und Infrastruktur

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 47, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 51. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 661. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 45,36 Prozent.

Verkehr

  • Bahn: Im Ortsteil Neubau gibt es einen Bahnhof der Laaer Ostbahn mit einem denkmalgeschützten Aufnahmsgebäude.

Sicherheit

Bildung

Das Gebäude der Volksschule in Kreuzstetten wurde 1969 eröffnet und von 2018 bis 2019 umgebaut.[7]

Politik

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Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

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BW

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder (ab 1975).

  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1965 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP, 6 SPÖ[8]
  • Mit der wegen der Zusammenlegung mit Streifing vorverlegten Gemeinderatswahl 1969 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 ÖVP, 7 SPÖ[9]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1975 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 7 SPÖ[8]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1980 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP, 5 SPÖ und 1 FPÖ[10].
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1985 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP, 5 SPÖ[10].
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP, 5 SPÖ und 1 FPÖ[11].
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 4 SPÖ, 2 Grüne und 1 FPÖ.[12]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP, 4 SPÖ, 1 Grüne und 1 FPÖ.[13]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP und 7 SPÖ.[14]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 5 SPÖ und 2 FPÖ.[15]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 7 SPÖ, 7 ÖVP, 3 Grüne und 2 FPÖ.[16]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 SPÖ, 6 ÖVP und 1 Grüne.[17]

 Mandate 
0369121518211990199520002005201020152020GRÜNESPÖÖVPFPÖ

Bürgermeister

  • 1966–1988 Franz Strobl (ÖVP)[9]
  • 1988–2007 Ernst Schiller (ÖVP)[18]
  • 2007–2015 Franz Strobl (ÖVP)
  • 2015–2024 Adolf Viktorik (SPÖ)[19]
  • seit 2024 Peter Ullmann (SPÖ)[20]

Wappen

Der Gemeinde wurde 1957 folgendes Wappen verliehen:

Blasonierung: Von Rot und Blau geteilt, oben ein wachsendes silbernes Einhorn, unten belegt mit vier goldenen Lilien, drei zu eins gestellt.

Die Farben des Wappens entsprechen den Farben des Hauses Liechtenstein, die Besitzungen in Kreuzstetten hatten. Die Lilien weisen auf die Verbindung mit dem Stift Lilienfeld hin. Das Einhorn stammt aus dem Wappen des Heinrich von Liebenberg, der neben Wernhard Struno ein Mitbegründer der Pfarre war.[21]

Partnerschaft

Partnergemeinde von Kreuzstetten ist Monostorapáti im Komitat Veszprém.[22]

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Kreuzstetten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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