Ladendorf

Marktgemeinde im Bezirk Mistelbach, Niederösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Ladendorf ist eine österreichische Marktgemeinde mit 2321 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich.

Schnelle Fakten Marktgemeinde, Wappen ...
Marktgemeinde
Ladendorf
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Ladendorf
Ladendorf (Österreich)
Ladendorf (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Niederösterreich Niederösterreich
Politischer Bezirk: Mistelbach
Kfz-Kennzeichen: MI
Fläche: 50,11 km²
Koordinaten: 48° 32′ N, 16° 29′ O
Höhe: 228 m ü. A.
Einwohner: 2.321 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 46 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2126
Vorwahl: 02575
Gemeindekennziffer: 3 16 30
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Kardinal-Franz-König-Straße 1
2126 Ladendorf
Website: www.ladendorf.at
Politik
Bürgermeister: Oskar Schmit (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(21 Mitglieder)
13
2
2
2
2
13 2 2 2 2 
Insgesamt 21 Sitze
Lage von Ladendorf im Bezirk Mistelbach
Lage der Gemeinde Ladendorf im Bezirk Mistelbach (anklickbare Karte)FalkensteinMistelbach
Lage der Gemeinde Ladendorf im Bezirk Mistelbach (anklickbare Karte)
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Schloss und Pfarrkirche (2007)
Schloss und Pfarrkirche (2007)
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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Geografie

Ladendorf liegt im Weinviertel in Niederösterreich. Die Entwässerung erfolgt durch den Taschlbach, der bei Mistelbach in die Zaya mündet. Vom Tal, das knapp über 200 Meter hoch liegt, steigt das Gemeindegebiet nach Süden zum Lienenwald und Stocketwald auf 300 Meter an. Die Grenze im Norden bilden die Leiser Berge.

Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 50,11 km². Davon sind 73 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche und 18 Prozent der Fläche sind bewaldet.[1]

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst sieben Ortschaften bzw. sieben gleichnamige Katastralgemeinden (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[2]):

Nachbargemeinden

Niederleis Asparn an der Zaya Mistelbach
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
Großrußbach Kreuzstetten Gaweinstal

Geschichte

Auf dem Gemeindegebiet gibt es Befunde für eine Besiedlung in der frühen Bronzezeit und in der Zeit der Urnenfelderkultur. Die erste urkundliche Erwähnung ist aus dem Jahr 1161 überliefert. Im 16. Jahrhundert wird Ladendorf als Markt erwähnt. 1877 wurde das Marktrecht erneuert.[3]

Die Darstellung des Erzherzogthums Oesterreich unter der Ens von 1834 beschreibt Ladendorf als Dorf mit 220 Häusern und Sitz der gleichnamigen Grundherrschaft.[4]

Im Jahr 1944 wurden ungarische Juden als Zwangsarbeiter eingesetzt.[5]

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs, zwischen 10. und 21. April 1945, wurden bei Kämpfen zwischen Truppen der Wehrmacht und der Roten Armee in Ladendorf vier Zivilisten getötet, 19 Gebäude zerstört und zehn Brücken gesprengt. In Garmanns kamen durch Kampfhandlungen ebenfalls Zivilisten ums Leben und fünf Gebäude wurden zerstört. In Pürstendorf fanden am 18. und 19. April heftige Kämpfe statt, wobei drei Zivilpersonen ums Leben kamen und acht Gebäude zerstört wurden.[6]

Religion

In Ladendorf leben rund 1200 Katholiken.[7] Nach der Auflösung des Dekanats Ernstbrunn im Jahr 2016 wurde die Pfarre Ladendorf dem Dekanat Wolkersdorf-Pillichsdorf zugeteilt.

Einwohnerentwicklung

Nach einem Höchststand von fast 3000 Einwohnern zu Beginn des 20. Jahrhunderts sank die Bevölkerungszahl bis 1981 auf unter 2000. Danach stieg die Einwohnerzahl durch eine starke Zuwanderung bis 2021.[8]

Ladendorf: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
2.504
1880
 
2.660
1890
 
2.857
1900
 
2.939
1910
 
2.964
1923
 
2.996
1934
 
2.825
1939
 
2.813
1951
 
2.689
1961
 
2.311
1971
 
2.118
1981
 
1.876
1991
 
1.936
2001
 
2.110
2011
 
2.216
2021
 
2.326
2025
 
2.321
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Schloss Ladendorf
Pfarrkirche Ladendorf und davor das Hauptportal des Schlosses
Pfarrkirche Herrnleis
Kellergasse bei Grafensulz

Wirtschaft und Infrastruktur

Im Jahr 2001 gab es 54 nicht landwirtschaftliche Arbeitsstätten, 100 land- und forstwirtschaftliche Betriebe (Erhebung 1999). Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug 930 (Volkszählung 2001). Die Erwerbsquote lag 2001 bei 45,21 Prozent.

Verkehr

Ladendorf liegt an der Laaer Ostbahn (Fahrplanbild 902, Strecken S2 und S7) und ist somit an das regionale Verkehrsnetz nördlich von Wien angeschlossen.[9]

Bildung

In Ladendorf gibt es einen Kindergarten und eine Volksschule.

Politik

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Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
BW

Gemeinderat

Seit dem Jahr 2005 hat der Gemeinderat 21 Mitglieder.

  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 4 SPÖ und 3 FPÖ. (19 Mitglieder)
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 ÖVP, 4 SPÖ, 3 FPÖ, 1 Ladendorf Aktiv und 1 Grüne.[10]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP, 4 SPÖ, 3 FPÖ und 1 Grüne.[11] (19 Mitglieder)
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP, 5 SPÖ, 1 FPÖ und 1 Grüne.[12]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP, 3 SPÖ, 2 FPÖ und 1 Grüne.[13]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 4 MUT–Miteinander-Unabhängig-Transparent, 2 SPÖ, 2 FPÖ und 1 Grüne.[14]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP, 2 MUT–Miteinander-Unabhängig-Transparent, 2 SPÖ und 2 Grüne.[15]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP, 2 MUT–Miteinander-Unabhängig-Transparent, 2 SPÖ, 2 Grüne und 2 FPÖ.[16] Die beiden FPÖ-Mandatare verzichteten jedoch noch vor der konstituierenden Sitzung auf ihre Mandate.[17]

 Mandate 
051015202519901995200020052010201520202025GRÜNESPÖÖVPFPÖMUTLadendorf aktiv

Bürgermeister

  • bis 2015 Othmar Matzinger (ÖVP)
  • 2015–2016 Manfred Hager (ÖVP)
  • 2016–2024 Thomas Ludwig (ÖVP)
  • seit 2024 Oskar Schmit (ÖVP)

Wappen

Der Gemeinde wurde 2010 folgendes Wappen verliehen:[18]

Blasonierung: Von Schwarz und Weiß gespalten, mit einer ausgerissenen, von Weiß und Grün gespaltenen Linde mit fünf Ästen, auf denen je drei gestielte Blätter stehen, belegt.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Personen mit Bezug zur Gemeinde

  • Heinz Cibulka (* 1943), Fotograf, Aktionskünstler, Objektkünstler und Schriftsteller; lebt und arbeitet in Ladendorf
  • Magdalena Frey, Fotografin und Videokünstlerin; lebt und arbeitet in Wien und Ladendorf
  • Alfred Baldia, Unternehmer in Ladendorf, Österreichischer Brieftauben Nationalmeister 1972

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 3. Band: Herzogbirbaum bis Kammersdorf. Mechitaristen, Wien 1834, S. 281 (LadendorfInternet Archive).
Commons: Ladendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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