Lasse Myhr

deutscher Schauspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Lasse Myhr (* 21. Februar 1980 in Hamburg) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben

Lasse Myhr wurde am 21. Februar 1980 in Hamburg geboren. Nach dem Abitur leistete er einen „Anderen Dienst im Ausland“ an einer sonderpädagogischen Einrichtung in Frankreich. Anschließend studierte er französische Sprache an der Université Paris-Sorbonne.

Von 2002 bis 2006 absolvierte Myhr seine Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in Zürich.[1] Bereits während des Studiums trat er am Theater an der Sihl sowie an weiteren Bühnen in der Schweiz auf. 2005 erhielt er den Förderpreis der Armin-Ziegler-Stiftung sowie den Schauspiel-Studienpreis des Migros-Genossenschafts-Bundes und der Ernst Göhner Stiftung.

Zur Spielzeit 2006/2007 wurde Myhr von Frank Baumbauer an die Münchner Kammerspiele engagiert, wo er bis 2013 Ensemblemitglied war.[2] Dort arbeitete er unter anderem mit Regisseuren wie René Pollesch, Armin Petras, Stefan Pucher und Sebastian Nübling zusammen. Mit Produktionen der Münchner Kammerspiele gastierte er international, unter anderem in London, Tallinn sowie bei den Wiener Festwochen. Produktionen, an denen Myhr beteiligt war, wurden zudem am Deutschen Theater Berlin und am Thalia Theater Hamburg gezeigt sowie zum Berliner Theatertreffen eingeladen.[3]

Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler arbeitete Myhr auch als Regisseur und leitete eine Schauspielgruppe an den Münchner Kammerspielen. Seine Inszenierung von Punk Rock von Simon Stephens wurde 2013 zum Bundestreffen Jugendclubs an Theatern sowie 2014 zum Theatertreffen der Jugend der Berliner Festspiele eingeladen.[4]

Seit 2013 arbeitet Myhr als freier Schauspieler für Theater, Film und Fernsehen. Er wirkte in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen mit, darunter Tatort, Polizeiruf 110 und Kommissarin Lucas. Von 2011 bis 2019 gehörte er als Kriminalkommissar Tom Brauer zum Ermittlerteam der ZDF-Krimireihe Kommissarin Lucas.[5]

Der Fernsehfilm Das Menschenmögliche von Eva Wolf, in dem Myhr mitwirkte, wurde 2020 für den Grimme-Preis nominiert.[6] Die Ermittlung von RP Kahl erhielt 2026 ebenfalls eine Nominierung für den Grimme-Preis.[7]

Neben seiner schauspielerischen Tätigkeit arbeitet Myhr als Gastdozent für Schauspiel, unter anderem an der Zürcher Hochschule der Künste, der Universität der Künste Berlin sowie der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin.[1]

2026 war Myhr an der Semperoper Dresden in einer Neuinszenierung von Carmen von Georges Bizet zu sehen.[8]

Filmografie (Auswahl)

Theater (Auswahl)

Einzelnachweise

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