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Liste der Kulturdenkmale in Allensbach

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In der Liste der Kulturdenkmale in Allensbach sind die Kulturdenkmale der Gemeinde Allensbach im Landkreis Konstanz in Baden-Württemberg aufgelistet.

Legende

Die ab Oktober 2025 erstellten Tabellen basieren auf den vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im September 2025 veröffentlichten Geodaten. Lizenzhinweis: dl-de/by-2-0 (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0): Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, www.denkmalpflege-bw.de. Die Adressangaben und Bezeichnungen sind in der dargestellten Form nicht Teil der Ausgangsdaten. Die Adressen wurden automatisch aus den Koordinaten berechnet und können von den korrekten Adressen abweichen. Die Bezeichnungen wurden zunächst automatisiert dem Anfang der vom Landesamt für Denkmalpflege bereitgestellten Objektbeschreibungen entnommen.

  • Bild: Zeigt ein ausgewähltes Bild des Objekts, „Weitere Bilder“ verweist auf die zugehörige Kategorie im Medienarchiv Wikimedia Commons. In der Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Bild an einem blauen Marker erkennbar. Auf das Kamerasymbol klicken, um weitere Fotos für diese Liste hochzuladen: Datei hochladen
  • Bezeichnung: Nennt den Namen, die Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals.
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  • Datierung: Baubeginn, Fertigstellung, Datum der Erstnennung oder grobe zeitliche Einordnung entsprechend dem Eintrag in der zugrundeliegenden Denkmaldatenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg.
  • Beschreibung: Kurzcharakteristik des Kulturdenkmals, Nennung der geschützten Bestandteile und Begründung der Denkmaleigenschaft. Die Paragraphen § 2, § 12, § 19 oder § 28 verweisen auf die Art der Einstufung gemäß baden-württembergischem Denkmalschutzgesetz.
  • ID: Identifikator des Objekts in der zugrundeliegenden Datenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg

Abkürzungen

Kulturdenkmale nach Ortsteilen

Allensbach

Weitere Informationen Bild, Bezeichnung ...
Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Gefallenendenkmal Brunnengasse 3
(Karte)
Für die Toten des Ersten Weltkriegs in Form einer Säule, die ein rechtwinkliges Gebälkstück mit einer Figur trägt. 108268436BW
An der Uferpromenade hölzerner Landungssteg mit Kreuzstreben Brunnengasse 3 b
(Karte)
Auch wenn diese Konstruktion im Laufe von Jahrzehnten sukzessive erneuert werden muß (Stahlverschraubungen), ist hier einer der ganz wenigen Konstruktionen am See erhalten, wie sie zu Beginn der Dampfschifffahrt um 1870 errichtet wurden. Charakteristisch ist auch, dass für den beginnenden Tourismus am See eine kleine Parkanlage am Dampfersteg geschaffen wurde. Diese Anlagen wurden in den See (Gemarkungsatlas 1852 „Vorland“) hinein aufgeschüttet, um die 1863 entlang des Seeufers geführte Bahnlinie wieder zu kompensieren. In Allensbach ist diese Anlage samt kleinen Holzhäuschen (Kartenhäuschen, Toilette?) erhalten. 103051755BW
Bahnwärterhaus Brunnengasse 4
(Karte)
An der Bahnstrecke der Badischen Staatsbahn von Waldshut - Schaffhausen - Singen - Radolfzell - Konstanz, die in diesem Abschnitt 1863 eröffnet wurde. 104811746BW
Wohn- und Wirtschaftsgebäude Brunnengasse 6, 8
(Karte)
Heute zweigeteilt, ursprünglich zweigeschossiger Wohn-Stall-Speicher-Bau. Setzt sich baugeschichtlich aus drei Teilen zusammen: Ältester Bauteil, im nördlichen Bereich liegend, ein eingeschossiger Massivbau mit Rundbogenportal und Wackenmauerwerk, datiert 12./14. Jahrhundert. Hier Eichengebälkdecke (1565/66 (d)) mit Unterzug und Mittelstütze. An der Südseite des massiven Kernbaus Erweiterung und Überbauung durch einen Fachwerkbau mit Satteldach und vermutlich urspr. beidseitigem Krüppelwalm, stehender Stuhl mit Verblattungen der Steig- und Kopfbänder (1385 (d)). Um 1650 (d) erfolgten Reparatur- und Sicherungsmaßnahmen des Traggerüstes mit teilweiser Aufmauerung der Fachwerkwände. In einem aus dieser Zeit stammenden Ständer Ritzung eines Kirchengebäudes, möglicherweise St. Peter und Paul in Niederzell (Reichenau).

Im späten 18. Jahrhundert Um- und Anbauten: Anbau im Nordosten mit Satteldach als Wiederkehr am Hauptdach, Errichtung der massiven Umfassungswände anstelle der Fachwerkwände. Im 20. Jahrhundert Garagenanbau. Im Inneren im OG (Brunnengasse 8) Türen des 19./20. Jahrhunderts, im südöstlichen Eckraum im OG Wandtäfer, Stuckdecke mit Hohlkehle und Stuckfertigteilen mit floralen Motiven des 20. Jahrhunderts.

107746807BW
1-2 Vollgeschosse Kaltbrunner Straße 43
(Karte)
Nicht unterkellert, Satteldach, alter liegender Dachstuhl mit Sparrengesims. Südgiebel verschalt, Nordgiebel angebaut in neuerer Zeit. Erdgeschoss massiv, Obergeschoss Fachwerk. Fenstergewände im Erdgeschoss aus Sandstein (gestrichen) und z. T. durch Kunststein ersetzt. (Michaelis 1987) 107748389BW
Reste eines Wohnturms Kirchgasse 1
(Karte)
Es handelt sich um die Reste eines mittelalterlichen Wohnturmes(durch roten Verputz markiert), die im 18. Jh. zu einem Wohn- und Ökonomiegebäude ausgebaut wurden.

Der Sitz der Ministerialen der Reichenau, erwähnt 1351, 1482, 1502, 1578 als „Schloß“, „Turm“, „Vesty“. Nach den Rittern von Allenspach war ein späterer Bewohner der Amann Federlin, der 1450 in dem Gebäude starb, daher der Name „Federlinsturm“. (Schreiben von Günter Wandel, 1973, Ortsakte LAD Freiburg). Es brannte im 30-jährigen Krieg. Im Inneren erhalten soll ein quadratischer Raum mit Wackenmauerwerk von 1,20 m samt Schießscharte sein. Nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg zum Bauernhaus umgenutzt.

Das Bauernhaus des 18. Jhs. besitzt (Wichmann 05/2015 ergänzt) zwei Vollgeschosse, nicht unterkellert, Massivbau, Satteldach mit Schleppgaupe neuerer Bauart, Kastengesims, Ortgang verschalt, Kehlbalkendreieck im Osten verschalt. Fenster und Türen sind in neuerer Zeit eingebaut worden (Kunststeingewände, Fensterflügel neu mit Sprossen zwischen den Scheiben). Dachdeckung: im Süden Biberschwanz, im Norden Flachdachpfannen. In der Gebäudeecke Radolfzeller Straße / Kirchgasse steckt der Rest des alten Wohnturms. Der Umbau und die Erweiterung des Wohnturmes zu einem Wohn- und Ökonomiegebäude erfolgte ca. 1758. (Michaelis 1987)

107748180BW
Zierfachwerkbau Konstanzer Straße 3
(Karte)
Spätes 17./frühes 18. Jh., ehemals firstparallel ein Teil landwirtschaftlich genutzt. (vgl. Gemarkungsatlas von 1870/72). Das Erdgeschoss massiv, darüber ein für die Region bemerkenswert reicher Zierfachwerkbau. Fenstererker einer Eckstube ablesbar sowie spiralförmig beschnitzte Eckständer. 108268498BW
Wohnhaus Konstanzer Straße 9
(Karte)
Zwei Vollgeschosse. Satteldach mit kleinem Krüppelwalm im Süden. Massivbau, verputzt, Putzquader an den südlichen Gebäudeecken. Fenster mit profilierten Putzfaschen, im Erdgeschoss Segmentbögen, Fensterflügel neu, Rollläden, Rundfenster im Giebeldreieck. Traufe: Kastengesims, Ortgang: Sparrengesims auf Kragpfetten, Giebelbekrönung aus Metall, plastisch behandelt ca. 1,5 m hoch. 105985211BW

Bahnhof und Nebengebäude des Bahnhofs Konstanzer Straße 12, 14, 21
(Karte)
2. H. 19. Jh., spätklassizistische Bauformen mit Details wie dem Holzverkleideten Kniestock und Laubsägezierformen. (Sachgesamtheit) 104811760
Wochenendhaus Lohorn 10
(Karte)
Von Prof. Ernst Wagner Stuttgart, über der Türe datiert 1919. Angeblich originale Innenausstattung. Der bekannte Stuttgarter Architekt, der dort zusammen mit Döcker vor allem im Siedlungsbau tätig war und in Allensbach u.a. das benachbarte Sommerhaus Lohorn 10, 11 erbaut hatte, hat sich hier mit der neuen Bauaufgabe Wochenendhaus/Sommerhaus beschäftigt. Einige Jahre später sollten hierfür im Zusammenhang mit der Kochenhofsiedlung Prototypen erstellt werden. Bei Haus Wagner sind wohl die Fenster im Dach verändert. (Das geplante zugehörige Bootshaus ist nur im Sockelbereich realisiert und wurde nach dem Kriegstod des Sohnes nicht weiter ausgebaut. Dieser Teil am Seeufer ist nicht Teil des KD.) 103051793BW
Sommerhaus mit Bootshaus Lohorn 11 a, 11, 12 b
(Karte)
Hafen, Park mit Seeufermauer sowie Flugzeughalle.

1910/11 ließ sich der Stuttgarter Ingenieur Gustav Klein vom Stuttgarter Architekten Ernst Wagner auf einem Seeufergrundstück in Allensbach ein großbürgerliches Ferienhaus mit entsprechenden Nebengebäuden erbauen.

Das Haupthaus ist eine kleinere, reich ausgestattete Villa in Formen des barockisierenden Heimatstils. Prägend für den Außenbau sind vor allem das Mansard-Halbwalmdach und ein Säulenporticus am seeseitigen Giebel. Das Innere umfaßt im Erdgeschoß den großen Wohnraum, im Obergeschoß mehrere Schlafräume. Die Räume besitzen Rahmenstuck, sind mit Wandtäfer, z.T. Einbauschränken ausgestattet. Das Täfer ist in den einzelnen Räumen in unterschiedlichen Holzarten ausgeführt. Türen, Treppengeländer, Waschbecken mit Fliesen, selbst Beleuchtungskörper sind aus der Erbauungszeit überliefert. An der Rückseite ist ein kleines Walmdachhäuschen für das Dienstmädchen angebaut.

Am Seeufer ist das Bootshaus mit vorgelagertem Hafen errichtet (Lohorn 11a); in ungewöhnlicher Kombination sind seitlich angebaut die Autogarage und die Wohnung für den Chauffeur. Das Gebäude präsentiert sich als eingeschossiges, uferparalleles Walmdachhaus in Formen des Heimatstils, wobei das im Zentrum befindliche, den Einfahrtskanal überspannende, eigentliche Bootshaus sich mit seinem höheren Querhaus zum Wasser hin öffnet und auch um eine Fensterachse vorspringt. Das Hafenbecken, zu dem beidseitig Treppen führen, hat nach Westen eine weiter vorspringende Schutzmauer und öffnet sich nach Südosten.

Die Wasserflugzeug-Garage im Westteil (heute Lohnorn 12b) ist eine Fachwerkkonstruktion mit Holzverlattung und seeseitig zwei großen, geschoßhohen Schiebetüren, so daß die Längsseite zur Hälfte zu öffnen ist. Dieser ingenieurmäßig konstruierte Holzbau ist jedoch mit einfachen Mitteln als Vollwalmdachhaus, mit senkrechter Holzverlattung und durch die symmetrische Anordnung von Schiebetüren Dreiecksgaupen im Dach und der kleinen, mit Sprossengliederung versehenen Fenster sorgfältig architektonisch gestaltet als schlichter, nobler Bau. Er paßt sich gut in die Landschaft ein. Die technische Ausstattung für die Beförderung des Flugzeugs und die Slipanlage sind zugehörig.

Der Landschaftspark im Stil eines Englischen Parks ist durch eine zurückgesetzte, bogenförmig geschwungene, von der Landseite z.T. bodengleiche, Hochwassermauer von der Flachwasserzone getrennt. Das gesamte Parkgrundstück samt Ufermauer gehört zum Erstbestand. (Sachgesamtheit)

103051816BW
Ehem. Kaplanei Radolfzeller Straße 1
(Karte)
Um 1788. (Wichmann 05/2015 ergänzt)

Zwei Vollgeschosse, unterkellert. Satteldach mit knappem Sparrgesims. Massivbau, verputzt. Fenster: An der Südseite im Obergeschoss Futter und Bekleidung aus Holz, im restlichen Obergeschoss und Erdgeschoss Kunststeingewände, alle Fenster haben Holzklappläden. Haustüre: Holzfutter, Türblatt gestemmt, im oberen Bereich verglast mit Schmiedegitter. Eingangstreppe einläufig. (Michaelis 1987)

107741156BW
Zwei Vollgeschosse Radolfzeller Straße 3
(Karte)
Nicht unterkellert. Satteldach. Erdgeschoss massiv, Wohnteil im Obergeschoss verputztes Fachwerk, an der westlichen Umfassungswand ist nur der Sockel massiv, darüber Fachwerk. Der gesamte Ökonomiebereich besteht aus verputztem Fachwerk. Fenster: Holzgewände, die Fensterbänke bestehen überwiegend aus Holz. Haustüre und Toreingang zur Ökonomie: Holzgewände und Holzsturz mit Stich. Beidseitig der Haustür sind kleine Fenster mit Segmentbogenstürzen. Hölzernes Kastengesims mit Kassetten und hölzerner Ortgang. (Michaelis 1987) 104811838BW

Wohnteil eines Eindachhofs Radolfzeller Straße 8
(Karte)
Aus dem 18. Jh., Sitz des 1947 gegründeten Instituts für Demoskopie. Straßenbildprägender Sichtfachwerkbau auf massivem Untergeschoss. Im Gebäude soll ein mittelalterlicher Kern erhalten sein, ein ursprünglich bis 2 m starkes Mauerstück an der Westseite, das zusammen mit dem wohl in den 1960er Jahren abgebrochenen Vorbau des westlichen Nachbargebäudes Radolfzeller Straße mit Armbrustschießschießscharte genannt wird.( Schreiben von Günter Wandel, 1973, Ortsakte LAD Freiburg). (Wichmann 05/2015 ergänzt)

Zwei Vollgeschosse, nicht unterkellert. Satteldach, im Westen neue überlange Schleppgaube. Südseite: Zwei Vollgeschosse massiv, Südgiebel: mit Bohlen aufgedoppeltes Fachwerk (ca. 5 cm stark). West- und Ostseite: Erdgeschoss massiv, östliches Obergeschoss: sichtbares altes Fachwerk, westliches Obergeschoss: neu aufgedoppeltes Fachwerk. Fenster: Im Fachwerkbereich sind die Fenstergewände und Fensterbänke aus Holz. Die restlichen Fenster haben Sandsteingewände und Holzklappläden. Die Haustür ist alt, aber wohl in zweiter Verwendung. Die Aussentreppe besteht aus rotem Sandstein. Traufe: Hölzernes Kastengesims. Ortgang Kragpfetten mit Verstrebung (noch alt) am südlichen Ortgang mit Flugsparren. (Michaelis 1987)

107743827
Wohnhaus Radolfzeller Straße 9
(Karte)
Schmales, hohes, städtisch wirkendes Wohnhaus, angeblich 18. Jh., das steile Dach könnte auf eine Entstehungszeit im Spätmittelalter hinweisen. (Wichmann 05/2015 ergänzt)

Zwei Vollgeschosse, nicht unterkellert. Satteldach. Erdgeschoss massiv, Obergeschoss und Giebel verputztes Fachwerk, Fenster- und Türgewände im Erdgeschoss aus Sand- und Kunststein, Fenster im Obergeschoss Gewände und Bänke aus Holz. Haustür neu mit Aufdoppelung. Hölzernes Kastengesims und hölzerner Ortgang. (Michaelis 1987)

107743922BW
Zwei Vollgeschosse Radolfzeller Straße 11
(Karte)
Nicht unterkellert. Satteldach, die Dachdeckung besteht überwiegend aus alten Bieberschwanzziegeln. Erdgeschoss massiv, am Süd- und Nordgiebel verputztes Fachwerk, an der westlichen Längswand sichtbares Fachwerk (in schlechtem Zustand). Fenster: Futter, Bekleidung und Fensterbänke aus Holz, die Fensterflügel, Türen und Tore sind neu. Das sichtbare Sparrengesims ist teilweise in einem schlechten Zustand, hölzernes Ortganggesims. (Michaelis 1987) 107706161BW
Ehem. Spital bzw. Armenhaus. (Wichmann 05/2015 ergänzt) Radolfzeller Straße 25
(Karte)
Zwei Vollgeschosse unterkellert. Satteldach mit kastenförmiger Gaupe (neuerer Bauart), die mit Asbestzement verschalt ist. Die zwei Vollgeschosse sind massiv mit freigelegter Eckquaderung, am Westgiebel ist verputztes, am Ostgiebel freigelegtes Fachwerk, Sockel vorspringend. Fenster: Futter, Bekleidung und Bänke aus Holz, hölzerne Klappläden, über den Fensterstürzen sind Entlastungsbögen aufgemalt. Traufe: Hölzernes Kastengesims mit Kassetten und Ausmalung, hölzerner Ortgang mit Zahnleiste. Neue Eingangstreppe aus Granit und neues Vordach (Holzkonstruktion mit Biberschwanzdeckung), neue Haustür mit Aufdoppelung. (Michaelis 1987) 107745078BW
Ehem. gestelzter kleiner Eindachhof Radolfzeller Straße 29
(Karte)
Mit der Ökonomie im Erdgeschoss und im rückwärtigen Gebäudeteil dem Wohnen im ersten Obergeschoss. (Wichmann 05/2015 ergänzt)

Zwei Vollgeschosse, nicht unterkellert. Satteldach mit stehender Gaupe an der Nordseite mit Balkonaustritt. Erdgeschoss massiv, Obergeschoss und Giebel aus verputztem Fachwerk. Der Ostgiebel ist mit einer älteren Dekorationsmalerei versehen. Fenster, Türgewände und Fensterbänke sind aus Holz, die Flügel sind neu, an der Nordseite befinden sich hölzerne Klappläden mit älterer Bemalung. Traufe: Schräges Kastengesims in Kassettenform mit älterer Bemalung, hölzerne Ortgänge. (Michaelis 1987)

107745211BW
2 Vollgeschosse Radolfzeller Straße 32
(Karte)
Nicht unterkellert. Satteldach, nach Süden Zwerchhaus, nach Norden 2 Wiederkehren. Wohnteil: Erdgeschoss massiv, Obergeschoss verputztes Fachwerk, der südliche Ökonomieteil ist zur Hälfte massiv der Rest Fachwerk. Wiederkehren: massiv und verputztes Fachwerk, 1 Wiederkehrgiebel besteht aus sichtbarem Fachwerk in neuerer Bauart. Haustür mit Sandsteingewände, neues Garagentor. Fenster: Futter, Bekleidung und Bänke aus Holz, an der Südseite mit hölzernen Fensterläden. (Michaelis 1987) 107756253BW
2 Vollgeschosse Radolfzeller Straße 34
(Karte)
Nicht unterkellert. Satteldach. Erdgeschoss massiv, Obergeschoss verputztes Fachwerk. Fenster: Futter, Bekleidung und Bänke aus Holz, hölzerne Klappläden, Türen und Tore erneuert. Traufe: hölzernes Kastengesims, hölzerner Ortgang mit Zahnleiste, Biberschwanzdeckung. (Michaelis 1987) 107745507BW

Rathaus Rathausplatz 1
(Karte)
Datiert 1751, Erdgeschoss um 1800 umgebaut. (Wichmann 05/2015 ergänzt)

Rathaus; Massivbau, um 1750, EG um 1800 umgebaut. 2-geschossiges Gebäude mit Walmdach, Dachreiter mit Glocke. Aus der Mitte der Traufseite gerückte Biedermeierhaustür mit profiliertem Gewände und Dreiecksgiebel. (§2) Im Ratschreiberzimmer Glasmalereien: Konstanzer Bischofswappen, dat. 1504, Scheibe mit Zunftwappen, dat. 1668, ferner zwei stark beschädigte Wappenscheiben; Stuckdecke mit Wappen der Gemeinde von 1751. Glasmalerei von 1504, Wappen des Bischofs Hugo von Hohenladenburg §28 Rathaus von 1751, Stuckdecke des Ratsschreiberzimmers §28

104811865

1838 zum Schulhaus umgebautes ehem. Torkelgebäude. Rathausplatz 2
(Karte)
104812320

Kath. Pfarrkirche St. Nikolaus Rathausplatz 3
(Karte)
Datiert 1698. (Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung nach §28) (Wichmann 05/2015 ergänzt)

(Altliste 1966) Kath. Pfarrkirche St. Nikolaus; Saalkirche mit eingezogenem Chor von 1698 (Dat. über der Tür); N-Turm mit spätgot. Unterbau und achteckigem Barockaufbau mit Zwiebelhaube. Vorzeichen und Dekor der Westwand von 1857. Innen Flachdecke mit Bandelwerkstuck und Fresken; Régence-Kanzel; Seitenaltäre um 1750, Hauptaltar von Alois Dürr, 1804; Barockplastik: Kreuzigungsgruppe, bekleidetes Vesperbild und Madonna; Schmerzensmann im Kerker, Madonna auf Vortragestange, Kruzifix im Vorzeichen. 4 Gemälde (Thöne S. 29), zahlreiche Epitaphien der früheren Ortsgeistlichen, darunter gute Rokokokartusche des Fr. Reinr. Andr. Enroth († 1763). Am Chor Wappen des Bischofs J. F. von Stauffnberg. (Kraus, S. 58)

§28: Außen am Chor: Wappen des Bischofs Joh. Franz. von Staufenberg, 1704–40. Kirchturm, 1696, 3 untere Geschosse spätgotisch. Zwei Rokoko-Seitenaltäre.

104811899

Pfarrhaus. Rathausplatz 4
(Karte)
Barocker Walmdachbau von zwei zu fünf Achsen. Gemalte Eckquaderung. Wappen des Bauherrn, Bischof Franz Schenk von Stauffenberg. Im Obergeschoss eine Stuckdecke mit Architekturveduten, bez. 1712 FAK (Franz Anton Kuen). 104811921
(Altliste 1966):

Wappen; Über der Haustür eingemauerte Steintafel mit unbekanntem Doppelwappen

Rathausplatz 9
(Karte)
Dat. 1696; gute Oberwappen.

Text §28:

Doppelwappen von 1696

104822789BW
Wohnhaus bzw. Ferienhaus mit kleinem Hafen Seeweg 6
(Karte)
Heimatstil 1923 für einen Offizier erbaut. Loggien an Eingangsseite und Seeseite (dort mit Fenstern geschlossen) zeichnen den neuen Typus Ferienhaus, Erholung, Wohnen am See aus. Teile der wandfesten Innenaussattung erhalten. Die Freitreppe leider verändert. (Sachgesamtheit) 101911860BW
Kleines Wohn- bzw. Ferienhaus Seeweg 8
(Karte)
Stuttgarter Schule, 1936. Im Inneren mit Grundriß und der bauzeitlichen wandfesten Ausstattung erhalten. 101911876BW
Urspr. Wohnhaus mit Fremdenpension des Malers und Pazifisten Otto Marquardt Seeweg 11
(Karte)
1925 für den Kunstmaler Otto Marquard (1881–69) nach einem Plan des Baumeisters und Architekten Max Müller aus Konstanz errichtet. Über talseitigem Kellersockelgeschoß errichteter eingeschossiger Heimatstil- bzw. Reformarchitekturbau mit seitlicher Außentreppe und im Dachgeschoß zur rückwärtigen Nordostseite dem Atelier mit großem Fenster. Trotz wenig sensibler Renovierung heimatgeschichtlich wichtig als historischer Ort des auch im politischen Widerstand tätigen Künstlers. 101911891BW
Kleines Wohnhaus mit Mansardgiebeldach Seeweg 14
(Karte)
Befestigtem Ufer, Gartenanlage Heimatstil, 1920/30er Jahre. Seit 1946 das Wohnhaus von Elisabeth Noelle-Naumann. Das Haus ist mit Grundriß und wandfester Ausstattung erhalten. (Sachgesamtheit)

(Die Zugehörigkeit des beweglichen Inventars und eine mögliche Einstufung nach §12 ist zu prüfen).

101912334BW
Ferienhaus Seeweg 17
(Karte)
1936, vom bekannten Stuttgarter Architekten Heinrich Mehlin für den Eigenbedarf. erbaut. Der kleine qualitätvolle Bau im Inneren mit Grundriß und wandfester Ausstattung vollständig erhalten. Zugehörig die bauzeitliche Gartenanlage. (Sachgesamtheit) 101912370BW
Feldkreuz aus Eichenholz Holzgasse
(Karte)
Kreuz (erneuert) und Christus Eichenholz, 16./17. Jh., Über dem Christus ein Blechdach. 104812176BW
Ehem. Sanatorium des Allensbacher Arztes Dr. Rees Steig 3, 7
(Karte)
Kleine Scheune und ehem. Stadtgraben. 1817 wegen der hier befindlichen Schwefel- und eisenhaltigen Quelle erbaut und bis um 1850 betrieben. Spätbarocker Walmdachbau, über sehr hohem Kellersockel zweigeschossige, 5 zu 3 Achsen, Freitreppe. Zugehörig eine freistehende kleine Fachwerkscheune. Südlich parallel von der kleinen Scheune verläuft der ehem. Stadtgraben.(Auf dieser Höhe stand eines der drei Stadttore, das sog. Restelinstor). (Wichmann 05/2015 ergänzt)

Wohnhaus und Post; Massivbau, E. 18. Jh. 2-geschossiges Gebäude auf hohem Kellersockel mit Walmdach (Dachgaupen); profilierte Trauf- und Fenstergesimse; an S-Seite rundbogiges Kellertorgewände aus gerahmten Steinen mit Eckornamentik (die Türflügel von einer Reichenauer Kirche stammend, jetzt in Konstanz, Katzgasse 6a); rückseitig neuer Anbau; s kleine Fachwerkscheune (jetzt Garage). (Michaelis 1987)

104811970BW
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Hegne

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Wohn- und Ökonomiegebäude. 2 Vollgeschosse auf hohem Kellersockel abgedeckt mit einem Satteldach (über der Ökonomie etwas niedriger als über dem Wohnteil). Sockelgeschoss massiv Adelheiden 1
(Karte)
Darüber verputztes Fachwerk. Dachdeckung aus Flachdachpfannen. Im Keller noch alte Holzstütze und hölzerner Unterzug vorhanden. Da es sich bei dem Anwesen um ein Kulturdenkmal handelt, beruht überwiegend auf heimatgeschichtlichen Gründen. (Michaelis 1987) 107755981BW
Kulturdenkmal (Information im Aufbau) Galgenacker 1
(Karte)
110869895BW

Weitere Bilder
(Altliste 1966) Provinzhaus Konradistraße 2, 6, 10, 12, 14
(Karte)
Ehem. Schloss des Konstanzer Hochstifts; Massivbau, 1595 (Dat. nach Kraus an den Stuckaturen der Schlosskapelle), neben und auf älteren, der Überlieferung nach vielleicht sogar römischen Fundamenten, auf die man bei den Restaurierungen 1965/66 gestoßen ist; 2-gesch. Gebäude mit Satteldach, zwei Ecktürmen an der S-Seite und einem Treppenturm an der N-Seite. Laut Inschrift über dem reichen Renaissance-Portal wurde das Schloss 1689 restauriert; entscheidende Umgestaltungen um 1880. Innen Gang mit ornamentiertem Kreuzrippengewölbe, Stuckdecke im Refektorium, Teile der Täferung aus der zerstörten Kapelle (das Chorgestühl jetzt im Mariae-End-Chor des Konstanzer Münsters), alte Türen und zwei wertvolle Schränke; im Treppenturm Wendeltreppe mit abschließendem stuckierten Kreuzrippengewölbe. Im Garten zwei Säulenreste aus der Kapelle. An der Seeseite zur Straße Umfassungsmauer mit zwei runden Ecktürmchen. Im W das Exerzitienhaus St. Elisabeth, ein E. 19. Jh. umgebauter Massivbau mit Staffelgiebeln. (Kraus, S. 68; Hegau 1962, S. 177)

Konradistraße 2: Wohnhaus, ehem. Gasthaus zum Hirsch, ca. 1904 erbaut.

(Sachgesamtheit)

104812251
An den Hang gesetzter Rechteckbau Zum Schwarzenberg 10
(Karte)
Massiv mit Satteldach. Dachreiter, offen, mit geschweiftem Pyramidendach auf der Firstmitte. Sparrengesims mit profilierten Sparrenköpfen. Ostgiebel: Flugsparren auf auskragenden Pfetten mit zimmermannsmäßig bearbeiteten Knotenpunkten die gegen Steinkonsolen abgestützt sind. Über dem Eingang Vordach (Pult auf Konsolen). Eingangstür in gestrichenen Sandsteingewänden. An der Längsseite Rundbogenfenster mit Putzfaschen. Im Giebel über dem Eingang Rundfenster. Innenraum: bis zum Kehlbalken sichtbarer Dachstuhl, farbig gefasstes Holzkruzifix aus dem Kloster Hegne um 1900, beidseits des Kreuzes befand sich ein Fresko als Kriegehrenmal des Allensbacher Malers Marquard (jetzt überputzt!). (Michaelis 1987) 107755658BW
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Kaltbrunn

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID

2 Vollgeschosse Allensbacher Straße 2
(Karte)
Nicht unterkellert, Satteldach. Erdgeschoss massiv, Obergeschoss sichtbares Fachwerk, teilweise erneuert. Fenster und Türen: Futter und Bekleidung aus Holz, z. T. hölzerne Klappläden, Türen, Tore und Fensterflügel erneuert. Die Südseite ist stark durch Anbauten beeinträchtigt. An der Nordseite befindet sich ein hölzernes Kastengesims. Der Ortgang besteht aus Holz, das Dach ist mit Biberschwänzen eingedeckt. Anbau mit Schleppdach nach Westen für die Unterbringung von landwirtschaftlichen Geräten. (Michaelis 1987) 107748426
(Altliste 1966)

Landw. Anwesen

Fischerhaus 1
(Karte)
„Fischerhaus“; Fachwerkhaus, außer dem Ostgiebel verp., EG massiv, um 1750 reizvolles, kurzes 2-gesch. Wohnhaus mit steilem Krüppelwalmdach zu einem freiliegenden Gehöft gehörend. Fenster, Läden und Türen unverändert. Schopfanbau an der Ostseite. Im EG holzgetäferte Stube. Nach Norden, quer zum Haus, stattliche Fachwerkscheune aus der gleichen Zeit. 104812469BW
(Altliste 1966)

Landw. Anwesen

Gemeinmärk 5
(Karte)
„Gemeinmärkerhof“; Massivbau, um 1720; schönes 2-gesch. Wohnhaus mit Walmdach (Schleppgaupen, alte Biberschwänze), zu einem freiliegenden Gehöft gehörend. 7 zu 3 Achsen, ursprüngliche profilierte hölzerne Fenstergewände. Im OG einfache Stuckdecke mit Wappen eines Bischofs in der Mittelkartusche und Monogramm I.F.E.C.E.A. (Bischof Joh. Franz Stauffenberg von Konstanz?), Wappen von Palmwedeln gerahmt. Schräg vor dem Haus niedriger massiver Waschküchen-/Backhausbau mit Walmdach aus der gleichen Zeit.

(Wichmann, 4/2008)

Kulturdenkmal ist der Gemeinmerkerhof mit barockem Hauptgebäude, Scheune, und als Prüffall dem Holzschopf sowie einem Nebengebäude, das möglicherweise eine Backhaus war.

104813499BW

2 Vollgeschosse Kapellenplatz 1
(Karte)
Nicht unterkellert, Satteldach mit Schleppgaupe. Erdgeschoss massiv, darüber freigelegtes Fachwerk, welches an der Nordseite und am Ostgiebel mit Bohlen aufgedoppelt ist. Neue Fensterflügel mit alter Teilung, Fenstergewände im Erdgeschoss aus Sandstein, darüber aus Holz, hölzerne Klappläden. Eingangstür aus Holz mit neuem Türblatt. Dachgesims und Ortgang aus Holz, Zahnleiste, Biberschwanzdeckung. (Michaelis 1987) 107748582
Ostseite: 2-3 Vollgeschosse (Hanglage) Kapellenplatz 3
(Karte)
Davon 2 Vollgeschosse massiv, darüber Fachwerk. Südseite: 3 Vollgeschosse, davon 2 Vollgeschosse massiv, darüber Fachwerk. Westseite: 2-3 Vollgeschosse massiv (Hanglage). Nordseite: 2 Vollgeschosse. Satteldach, im Süden 3 stehende Dachgaupen. Fenstergewände und Bänke aus Holz, Fensterflügel und Türen erneuert (in alter Teilung). Im Süden einläufige massive Aussentreppe, im Norden hölzerner Anbau mit Aussentreppe aus Holz. Hölzernes Kastengesims, hölzerner Ortgang. (Michaelis 1987) 104812451BW

(Altliste 1966)

Filialkapelle St. Jacob; schlichter Rechteckbau mit dreiseitigem Chorschluss und Dachreiter von 1759 (dat. am Scheitelstein der rundbogigen Tür). Vor der Tür kleine Treppe mit einfachem Geländer. Am Altar kleine barocke Kreuzigungsgruppe

Kapellenplatz 4
(Karte)
Seitlich zwei barocke Heilige. 104812405
2 Vollgeschosse Markelfinger Straße 3, 3 a
(Karte)
Nicht unterkellert. Satteldach, nach Süden mit Wiederkehr und anschließendem Geräteraumanbau mit Flachdach, sowie ein weiteres Nebengebäude mit sichtbarem Fachwerk (früher wohl freistehend). Dieses Nebengebäude wird zu Wohnzwecken genutzt. Erdgeschoss massiv, Obergeschoss verputztes Fachwerk. Fenster: Futter, Bekleidung und Bänke aus Holz, hölzerne Klappläden. Das Kastengesims und der Ortgang sind aus Holz gefertigt. (Michaelis 1987) 107748469BW

Wohnhaus: 2 Vollgeschosse Markelfinger Straße 6
(Karte)
Hoher Kellersockel, Satteldach. Kellergeschoss massiv, darüber sichtbares Fachwerk, Fenster und Türen noch in Originalform (Futter, Bekleidung und Fensterbänke aus Holz, hölzerne Klappläden). Ortgang: Flugsparren und Büge mit Schnitzdekor. Traufe: Sparrengesims. Im Osten Eingangsvorbau mit Aussentreppe über dem das Dach vorgezogen ist, die Aussentreppe ist in alter Form und aus Holz hergestellt. An der Westseite normaler Dachüberstand. Doppelflügige Kellertür im Süden, mit Holzgewände, der Sturz wird durch Knaggen abgestützt. Auf dem Grundstück steht eine Scheune, die die gleichen Merkmale aufweist wie das Wohnhaus. (Michaelis 1987) 107748502
2 Vollgeschosse Markelfinger Straße 9
(Karte)
Nicht unterkellert, Satteldach. Wohnteil: Erdgeschoss und Obergeschoss massiv, der Ökonomieteil besteht überwiegend aus verputztem Fachwerk. Fenster: Futter und Bekleidung aus Holz, die Fensterbänke sind überwiegend aus Kunststein. An den Türen sind Sandsteingewände, die Fensterflügel und Türblätter neu. Traufe: Hölzernes Kastengesims mit Kassettenuntersicht. Hölzerner Ortgang. An der Südseite befindet sich ein Anbau (Holzkonstruktion) und das Obergeschoss des Wohnteils ist teilweise aus Fachwerk hergestellt. (Michaelis 1987) 107748556BW
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Langenrain

Weitere Informationen Bild, Bezeichnung ...
Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
(Altliste 1966)

Hofgut „Kargeck“; Fachwerkhaus

Kargegg 1
(Karte)
EG aufgemauert, z.T. verp., Fachwerkscheune; zweigeschossiges Wohnhaus mit schönem, breit ausspringenden Walmdach; einige Fenster noch im alten Breitformat. Im OG 5 barocke Stuckdecken, alte hölzerne Türrahmen. Stattliche, freistehende Scheune mit Krüppelwalmdach.

3/2011, Wichmann:

Hofgut Kargegg, Wirtschaftshof der gleichnamigen Burg, heute Golfklub (westlich des Ortes). Zierfachwerkbau unter Walmdach, 17./A. 18. Jh. Im Obergeschoß Decken mit Bandelwerkstuck und barocke Türen. - Freistehende Fachwerkscheune unter Krüppelwalmdach, 18. Jh.

104815142BW
(Altliste 1966):

Burgruine „Kargeck“; Reste einer geschickt auf den Ausläufer eines gegen den See verlaufenden Bergrückens gesetzten Burganlage mit guterhaltenem Halsgraben

Kargegg
(Karte)
Wohl 14. Jh; erhalten ein stark verwitternder Turmstumpf und niedrige Mauerläufe überwiegend in Bruchstein, z.T. in Buckelquadern.

3/2011, Wichmann:

Burgruine Kargegg. Am Steilabfall zum Bodensee auf einem Sporn errichtete ehem. Höhenburg; seit dem 19. Jh. über die Marienschlucht erreichbar. Besitzer bei der Erstnennung 1278 die Herren von Möggingen, im 15. Jh. verschiedene Patrizierfamilien, seit 1502 die Herren von und zu Bodman. Während des Bauernaufstandes 1525 verbrannt, spätestens im Dreißigjährigen Krieg endgültig zerstört. - Anlage mit gut erhaltenem Halsgraben und dem Turmstumpf des wehrhaften Palas, dieser aus Bruchsteinmauerwerk, teils auch Buckelquadern gemauert.

104815246BW
(Altliste 1966)

Fachwerkhaus

Langenrainer Straße 3
(Karte)
Um 1770; ausgezeichnetes 2-geschossiges Wohnhaus auf Kellersockel mit Satteldach; im Norden rechtwinklig Ökonomieteil mit Walmdach als Wiederkehr angesetzt. Nach Süden Flugsparrengiebel mit geschnitzten Bügen und Flughölzern. Das Obergeschoss kragt in Breitseite leicht vor. Unveränderte Fenster, geschweiften Brettdocken; im Obergeschoss gute Stubentüren mit Beschlägen; im Eckzimmer Stuckdecke mit reicher Rokoko-Ornamentik, in der Ecke ausdrucksvolles Kruzifix, um 1790; Kachelofen 1. Hälfte 19. Jahrhunderts; im Nebenzimmer Barockschrank. An der Rückseite neuere Nebengebäude. 104814401BW
(Altliste 1966)

Landw. Anwesen. Fachwerkhaus

Liggeringer Straße 1
(Karte)
Um 1770; ausgezeichnetes 2-gesch. Wohnhaus auf Kellersockel mit Satteldach; im N rechtwinklig Ökonomieteil mit Walmdach als wiederkehr angesetzt. Nach S Flugsparrengiebel mit geschnitzten Bügen und Flughölzern. Das OG kragt in Breitseite leicht vor. Unveränderte Fenster darunter Andreaskreuze; aufgedoppelte Haustür. Im Innern Treppe mit geschweiften Brettdocken; im OG gute Stubentüren mit Beschlägen; im Eckzimmer Stuckdecke mit reicher Rokoko-Ornamentik, in der Ecke ausdrucksvolles Kruzifix, um 1790; Kachelofen 1. H. 19. Jh; im Nebenzimmer Barockschrank. An der Rückseite neuere Nebengebäude.

3/2011, Wichmann:

Lehenhof Mok, um 1750. Zweigeschossiges Einhaus mit Flugsparrendach, barocker Stubenausstattung, ungewöhnlich der hier quer zum Wohnhaus stehende Ökonomieteil.

104814571BW
Untergeschoss: massiv Liggeringer Straße
(Karte)
Verputzt, Kapellennische mit Oktogonabschluss. Obergeschoss: Fachwerk auskragend, die Holzverschalung mit Deckleisten versehen, wurde erneuert. Zeltdach über Sechseckgrundriss nur mit 4 Graten ausgeführt, d. h. die Dachfläche wurde z. T. verzogen. Kleines Schleppdach für Treppenpodest an der Eingangstür, die aussenliegende Holztreppe wurde erneuert. Dachdeckung: alt. Kapellennische: schmiedeeisernes Gitter um 1900, Wandfresko aus jüngster Zeit, Fenster neu. (Michaelis 1987) 104814758BW

Weitere Bilder
Schloß Schloßstraße 1
(Karte)
Heute Humboldt-Institut e.V. Auf einer Hangterrasse über dem Dorf, 1698-1700 von Michael Wiedenmann für Franz Dominik von Praßberg Vogt von Alten-Summerau und seiner Frau Maria Clara von Hallweil erbaut. 1865 purifizierend restauriert, 1987 die Giebelzier nach alten Vorlagen rekonstruiert. - Frühbarock mit noch wesentlichen Einflüssen der Spätrenaissance, v.a. am Außenbau. So die geohrten Fensterrahmungen mit wechselnd segmentbogigen und giebelförmigen Bedachungen, die Volutengiebel mit Zieraufsätzen und die untektonische Verwendung der Pilastergliederung. - Innen mit querliegendem, nach rückwärts als Risalit vortretendem Barocktreppenhaus großzügig erschlossen. Im Erdgeschoß das Allianzwappen der Bauherren, dat. 1700. Qualitätvolle weitgend originale Ausstattung. Der schwere Stuck mit Rahmenwerk, antikisierender Ornamentik, krautigen Akanthusranken, Muschelornamentik in jedem Raum anders gestaltet. In kranzgerahmten Felderungen Ölgemälde eingelassen, in einem Raum religiösen Inhalts (wohl ehem. Kapelle), sonst griechisch-mythologische Themen. Hervorzuheben besonders der Festsaal im ersten Obergeschoß, dort auch der originale in graphitglasierte Kachelofen vorhanden. Der Stuck Wessobrunner Schule, Georg Brix zugeschrieben; für die Gemälde Johann Glyckher vorgeschlagen. - Das barocke Gartenparterre ist als Grünfläche mit Pavillon erhalten. 1189636
(Altliste 1966)

Wohnhaus

Stöckenmühle 1
(Karte)
Ehem. Mühle, sog. „Stöckemühle“; Fachwerkhaus, EG massiv, W-Seite verp., 1748 (Dat. in Wappentafel); reizvolles Gebäude mit annähernd quadratischem Grundriss; talseitig 2-gesch. auf Kellersockel, am Hang 1-gesch., unter Walmdach. Alte Fenstergewände mit geschweiften Setzhölzern an der S-Seite, darunter geschwungene Streben. An der W-Wand Stichbogentür, links darüber Wappenstein mit stark verwittertem Allianzwappen. Im EG Mahlraum mit Mühlradschacht und Mahlgang. Im OG Stube mit holzgefäferten Wänden und alten Stubentüren.

3/2011, Wichmann:

Ehem. Stöckenmühle, jetzt Wohnhaus (südwestlich des Ortes). Erbaut 1748. Hoher Massivsockel, Zierfachwerkobergeschoß unter Walmdach. Talseitig alte Fenstergewände mit gekerbten Setzhölzern. Wappenstein von Ulm/Bodman mit Rocailledekor und Baudatum.

104819619BW

Weitere Bilder
Text §28: Schloss Zum Mindelsee 1
(Karte)
Barockbau, gute Ausführung, mit Wappen üb. Eingang derer von Bodman, 1686. Im 1. Stock Ofen mit mehrfarbig. Kacheln.

1952, Schlippe:

Schloß Langenrain mit umgebendem Park. Reiches Sandsteineingangstor in der Mitte der Längsseite des Gebäudes mit 2 Doppelwappen (Bodman - Ulm) und den Daten 1665 und 68. Langgestreckter zweistöckiger Bau mit hohem Dach.

Altliste, 1966:

Schloss, Wohnungen. Massivbau, 1684 (Dat. im Türsturz); stattliches 2-gesch. Gebäude mit Satteldach; mit der Breitseite (8 Achsen) zum baumbestandenen Schlosshof, Schmalseite (3 Achsen) zum Dorf. Über zweiarmiger Treppe (19. Jh) Portal mit Rustikagewände und Oberlicht zwischen seitlichen Kugelaufsätzen, darüber und im Sturz Doppelwappen Bodman-Ulm. Reich profiliertes Dachgesims. Teile der Schlossmauer mit Korbbogentor erhalten. Zwei monumentale Scheunen runden die Anlage gegen das Dorf zu ab. (DB S. 32; Kraus, S. 298)

3/2011, Wichmann:

Schloß, heute Fachhochschule Konstanz. 1684 - 86 am Ort des alten Pfarrwidumhofes als Sitz der Ortsherrschaft durch Marx Anton von Ulm erbaut. Längsrechteckiges Gebäude unter Satteldach. Mittig ein durch eine Freitreppe erschlossenes rustiziertes, doch deutlich in der Tradition der Spätrenaissance stehendes Portal. Darüber das Allianzwappen des Bauherren mit seiner Gemahlin Maria Theresia von Freyberg-Ronau, dat. 1683 und 1684. Im Inneren der einzelnen Räume Stuck mit Akanthusranken um 1700 erhalten (im Erdgeschoß bei der letzten Renovierung versetzt). Frühklassizistischer Kachelofen. - Seitlich zwei, heute zusammengebaute Fachwerkscheunen, 18. Jh.

104814696
Kath. Pfarrkirche St. Josef in ummauertem Kirchhof Zum Mindelsee 3
(Karte)
Als Patronatskirche der auf dem nordöstlich anschließenden Schloss Langenrain residierenden Herren von Bodmann.

Eine Kapelle 1370 (a) genannt. 1463 Pfarrkirche. Der gotische Kernbau 1699/1700 durch Schweizer Handwerker zu einer größeren Saalkirche mit eingezogenem Chor erweitert, dabei die alte Süd- und Westmauer des gotischen Vorgängerbaus einbezogen.

Prägend die Barockausstattung: Im Chor Rahmenstuck mit Eierstabmotiv um 1700; im Schiff Bandelwerkstuck, M. 18. Jh. Am Chorbogen das Wappen der Patronatsherren Joseph Anton Christoph von Ulm und Maria Theresia von Bodman. Haupt- und Seitenaltäre aus marmoriertem Holz mit signierten Gemälden von Jakob Lenz, dat. 1750 bzw. 1752. Dargestellt: Kreuzigung; Mariae Himmelfahrt mit Medaillons der Kindheits- und Leidensgeschichte Christi; Josef mit Kind. Die barocken Altarfiguren z.T. nach Diebstahl nachgeschnitzt. - Taufbecken von 1673. - Nußbaumkanzel 1700 vom Appenzeller Schreinermeister Josef Matzenauer und dem Konstanzer Bildhauer Hans Kaspar Metzler. - Weihnachtsbild von Johann Anton Wezel, M. 18. Jh. - Am Chorbogen gutes Kruzifix um 1660. - Im Langhaus Schutzengelgruppe, M. 18. Jh.

104814652BW
(Altliste 1966)

Kinderheim

Zum Mindelsee 5
(Karte)
Ehem. Pfarrhaus. Massivbau, um 1700; 2-geschossiges Wohnhaus mit Walmdach, 3 zu 4 Achsen. Fenster und Tür mit Oberlicht erhalten. Innen schöne Treppe mit geschweiften Brettdocken und einige Stuckprofildecken.

3/2011, Wichmann:

Pfarrhaus. Ausgewogen proportionierter barocker Walmdachbau, drei zu drei Achsen, erste Hälfte 18. Jh.

104814679BW
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Einzelnachweise

Kulturdenkmale der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg. Geoportal Baden-Württemberg, abgerufen am 10. September 2025.

Commons: Kulturdenkmale in Allensbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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