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Liste der Kulturdenkmale in Auggen

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In der Liste der Kulturdenkmale in Auggen sind die Kulturdenkmale der Gemeinde Auggen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg aufgelistet.

Legende

Die ab Oktober 2025 erstellten Tabellen basieren auf den vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im September 2025 veröffentlichten Geodaten. Lizenzhinweis: dl-de/by-2-0 (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0): Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, www.denkmalpflege-bw.de. Die Adressangaben und Bezeichnungen sind in der dargestellten Form nicht Teil der Ausgangsdaten. Die Adressen wurden automatisch aus den Koordinaten berechnet und können von den korrekten Adressen abweichen. Die Bezeichnungen wurden zunächst automatisiert dem Anfang der vom Landesamt für Denkmalpflege bereitgestellten Objektbeschreibungen entnommen.

  • Bild: Zeigt ein ausgewähltes Bild des Objekts, „Weitere Bilder“ verweist auf die zugehörige Kategorie im Medienarchiv Wikimedia Commons. In der Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Bild an einem blauen Marker erkennbar. Auf das Kamerasymbol klicken, um weitere Fotos für diese Liste hochzuladen: Datei hochladen
  • Bezeichnung: Nennt den Namen, die Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals.
  • Lage: Straßenname und Hausnummer oder Flurstücknummer des Kulturdenkmals, gegebenenfalls auch Gemarkung oder Ortsteil. Die Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link (Karte) führt zu verschiedenen Kartendiensten mit der Position des Kulturdenkmals. In einem Tool mit Kartenansicht können die Koordinaten durch Verschieben korrigiert werden.
  • Datierung: Baubeginn, Fertigstellung, Datum der Erstnennung oder grobe zeitliche Einordnung entsprechend dem Eintrag in der zugrundeliegenden Denkmaldatenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg.
  • Beschreibung: Kurzcharakteristik des Kulturdenkmals, Nennung der geschützten Bestandteile und Begründung der Denkmaleigenschaft. Die Paragraphen § 2, § 12, § 19 oder § 28 verweisen auf die Art der Einstufung gemäß baden-württembergischem Denkmalschutzgesetz.
  • ID: Identifikator des Objekts in der zugrundeliegenden Datenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg

Abkürzungen

Kulturdenkmale in Auggen

Weitere Informationen Bild, Bezeichnung ...
Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Wohnhaus Am Brunnenbuck 1
(Karte)
18. Jh., ursprünglich Leibgeding des Vierseitgehöfts Am Brunnenbuck 12. Hochkeller, heute Garage durch Rundbogentor zugänglich. In den Wohnräumen bauzeitliche Stuckdecke und Kachelöfen des frühen und des späten 19. Jh. Zugang zum rückwärtigen, von einer Mauer umschlossenen Garten durch ein 1789 datiertes Portal. Als Leibgeding einer der größten Hofanlagen des Ortes ist das Gebäude als reines Wohnhaus ohne Ökonomie konzipiert. Seine Ausstattung belegt den hohen Grad an Wohnkultur, die sich im Markgräflerland im 18. Jh. entwickelte. (Sachgesamtheit) 100456661BW
Sogenanntes Tanzhäuschen Am Brunnenbuck 2
(Karte)
Erbaut im 18. Jh. durch den späteren Vogt Josias Muser. Keller mit darüberliegendem Tanzboden, früher zum Gasthaus Engel gehörend. Über dem tonnengewölbten Keller kleiner Saal mit geschwungener Rundstütze aus Holz. Tanzböden gehörten in vergangenen Jahrhunderten zu den wichtigen kulturellen Einrichtungen in einem Dorf. 100456720BW

Dreiseitgehöft aus Wohnhaus Am Brunnenbuck 3
(Karte)
Schopf und Scheune, erbaut 1780(i). Wohnhaus mit hofseitigem Eingang, im Treppenhaus eine über zwei Stockwerke reichende Uhr. Schopf mit Laubengang zur Erschließung der ehemaligen Knechtskammern. An der Scheune 1780 datiertes Rundbogentor. Die formale Großzügigkeit der Anlage ist charakteristisch für die nach den Wirren vergangener Kriege im 18. Jh. entstandenen Gehöfte. (Sachgesamtheit) 100457067
Vierseitgehöft Am Brunnenbuck 12
(Karte)
Aus Wohnhaus mit Toreinfahrt, Schopf, und Ökonomiebauten, das sich um einen gepflasterten Hof gruppiert. Erbaut nach dem großen Dorfbrand von 1727 unter Verwendung erhaltener Keller des Vorgängerbaus. Im Wohnhaus aufwändige Treppe mit Balustergeländer, Türen und Wandschränke der Erbauungszeit. Über der 1759 datierten Toreinfahrt Wappen des „Johan Ulrich Kraft und der Anna Maria Schantzlerin“, datiert 1789. Nur durch den Ritterpfad getrennt ummauerter Garten. Ursprünglich landwirtschaftlicher Betrieb mit Ackerbau, Viehzucht und Reben, später ein bedeutendes Weingut mit überregionalem Weinhandel. Anspruch und Selbstverständnis einer markgräfler Winzer-, Weinhändler- und Bauernfamilie kommt in dieser geradezu herrschaftlich wirkenden Anlage zum Ausdruck. (Sachgesamtheit) 1189656BW
Brunnen Am Brunnenbuck 5
(Karte)
mit rechteckigem Trog und geschwungenem Aufsatz. 20. Jh. 100473801BW
Wohnhaus und Scheune Am Brunnenbuck 8
(Karte)
des ausgehenden 18. Jh., ursprünglich zum gegenüberliegenden Vierseitgehöft (Am Brunnenbuck 12) gehörig. Wie das ehem. Leibgeding Am Brunnenbuck 1 waren diese Bauten einst Teil einer der großzügigsten Hofanlagen des Ortes. (Sachgesamtheit) 100457122BW
Brunnen Am Brunnenbuck
(Karte)
mit längsrechteckigem, 1858 datiertem Steintrog. 100457210BW

Gasthaus zum Bären Bahnhofstraße 1
(Karte)
Außerhalb des Ortsetters an der wichtigen Landstraße Freiburg - Basel errichtete Straßenwirtschaft. Die Bauphasen des Wirts- und Wohnhauses 1705/6 und 1720 zeigen sich an den unterschiedlichen Kellern (Gewölbekeller bzw. Keller mit Balkendecke und Holzstütze). Die Ausstattung der Gaststube aus der Mitte des 20. Jh. belegt den Aufschwung, den der Bären durch das zunehmende Verkehrsaufkommen auf der Bundesstraße in der Nachkriegszeit nahm. 1849 Scheune nach Blitzschlag neu erbaut. Im Hof Brunnen mit gefeldertem Trog und quadratischem Stock aus rotem Sandstein. (Sachgesamtheit) 100457237

Denkmal (Deutsch-Französischer Krieg) Nähe Bahnhofstraße 1
(Karte)
in kettenbegrenzter Grünfläche zur Erinnerung an den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. Eine Granate als Symbol des Krieges krönt das 1872 aus Pfalzburger Sandstein durch den Brombacher Bildhauer Eckerlin am ehem. Ortseingang an der alten Überlandstraße errichtete Denkmal. 100464261
Pumpwerk Beim Bahnhöfle
(Karte)
1931 nach Plänen des Müllheimer Architekten Emil Frey errichtet. In der 1. Hälfte des 20. Jh. ist der Zentralbau eine für Pumpwerke charakteristische Architekturform. 100463550BW
Winkelgehöft des 18. Jh. Ellengurt 3
(Karte)
bestehend aus Wohnhaus, Schopf und Scheune. Unter dem Wohnhaus Gewölbekeller. Eines der stattlichen Gehöfte, wie sie für das nach dem Brand wieder aufgebaute Unterdorf charakteristisch sind. (Sachgesamtheit) 100464326BW
Vierseitgehöft Ellengurt 9
(Karte)
Wohnhaus mit hofseitiger Laube und Tordurchfahrt; erbaut im 18. Jh. Am Türsturz und am ehem. Eingang zum tonnengewölbten Keller die Datierung 1752. Grundlegender Umbau 1795 (i) im Zusammenhang mit der Errichtung der Tordurchfahrt, aus dieser Zeit in den Wohnräumen Türen und Wandschränke, neu gefasst durch Julius Kiebiger 1947. Bau der rückwärtigen Scheune 1858. (Sachgesamtheit) 100464397BW
Dreiseitgehöft Ellengurt 11
(Karte)
Das im Wesentlichen im 18. und 19. Jh. entstanden ist und sich aus einem straßenseitigen Wohnhaus mit Gewölbekeller, einem Schopf mit Laube und einer Scheune zusammensetzt. Das aufwendig gestaltete Portalgewände mit der Datierung 1769 und die zeitgleiche qualitätvolle Innenausstattung des Wohnhauses belegen den hohen wirtschaftlichen und sozialen Status der Erbauer dieser Hofanlage. Dass zur Bewirtschaftung des Betriebes Knechte und Mägde notwendig waren, belegen die Kammern im Obergeschoss des Schopfes, die durch einen Laubengang erschlossen wurden. (Sachgesamtheit) 100464493BW
Laufbrunnen Ellengurt 20
(Karte)
1889 errichtet mit Trog aus Jurakalkstein und Stock aus Buntsandstein. Teil der öffentlichen Wasserversorgung von Auggen, die vor Einrichtung der privaten Hausanschlüsse die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser gewährleistete. 100464304BW
Villenanwesen Hauptstraße 2
(Karte)
Bestehend aus Villa und Kutscherhaus; mit Garten und Einfriedung. Erbaut um 1860. Dem Klassizismus verpflichtete Architektur mit zurückhaltendem Mittelrisalit an der Eingangsseite, dort Medaillons mit Büsten von Friedrich Schiller und Johann Wolfgang von Goethe. Zwei parallele Keller mit sehr flacher Wölbung. In den Wohngeschossen Reste wandfester figürlicher und floraler Malerei. Dem Eingang vorgelagert Brunnen mit männlicher Figur. Das ehem. Kutscherhaus ein Fachwerkwerkbau mit Backsteinausfachung. 100467178BW
Vierseitgehöft aus Wohnhaus Hauptstraße 8
(Karte)
Schopf, Scheune, Brennhaus und Hoftorpfosten. Unter dem Wohnhaus Keller eines Vorgängerbaus dessen bis zu 4 Meter starke Umfassungsmauern auf ein hohes Alter hinweisen und damit ein wichtiges Zeugnis der Ortsbaugeschichte darstellen. Heutiger Baukörper 2. Hälfte 18. Jh. Das ungewöhnlich hohe Erdgeschoss bis 1932 nicht zu Wohnzwecken genutzt. Von 1933 bis 1978 lebte hier der Heimatdichter Fritz Gugelmeier. (Sachgesamtheit) 100467217BW

Gasthaus Krone Hauptstraße 12
(Karte)
Vom 1727 errichteten Vorgängerbau Gewölbekeller mit Holzfasslager parallel zur Hauptstraße erhalten. Heutige, einen Innenhof umschließende Anlage mit rückwärtigem Saalbau, Scheune und Hoftoren, nach einem Brand 1930 im Sinne der konservativen, dem Heimatstil verpflichteten Architektur durch den Müllheimer Architekten Emil Frey erbaut. In der Wirtsstube gut überlieferte bauzeitliche Ausstattung, z. B. Kachelofen, Täfer und ein, die Lüftung verbergender Wandfries in der Kiebigerstube. Bühnensaal mit Wandvorlagen, dort expressionistische Ornamentik. Im vollständig von Julius Kiebiger in den 40er Jahren des 20. Jh. ausgemalten Kiebigerstüble Szenen aus der Auggener Dorfgeschichte. (Sachgesamtheit) 100467677
Dreiseitgehöft aus Wohnhaus Hauptstraße 17
(Karte)
Schopf, Scheune und Hoftor mit Pfosten. Die gekehlten Fenstergewände im Giebel des Wohnhauses lassen auf eine Erbauung im 17. Jh. schließen. Es ist ein Zeugnis der Bebauung von Auggen vor den großen Ortsbränden. Scheune in Bruchsteinmauerwerk, am gartenseitigen Giebel hohe, schmale Lüftungsschlitze. In den Prellsteinen am Hoftor Nuten zum Einschieben von Brettern zum Schutz gegen die in früherer Zeit häufig auftretenden Hochwasser. (Sachgesamtheit) 100468062BW

Dreiseitgehöft Hauptstraße 22
(Karte)
aus Wohnhaus mit Tordurchfahrt und Scheune. Ehem. Gasthaus zum Löwen, 1641 erstmals urkundlich genannt. Unter dem Wohnhaus Kellerumfassungsmauern eines Vorgängerbaus; rundbogiges Kellertor datiert 1758. Aufgabe der Gastwirtschaft in der zweiten Hälfte des 18. Jh. Grundlegender Umbau 1794 (i) mit Einwölbung der Keller und Anbau der Tordurchfahrt und rückwärtigen Laube mit Balustergeländer. Einheitliche Abzimmerung des Dachstuhls mit liegender, verzapfter Konstruktion. Die Überbauung der Hofeinfahrt ist eine charakteristische Erweiterung des Wohnhauses in der Zeit um 1800, dadurch wurde auch der Hauseingang vor Witterungseinflüssen geschützt. Scheune nach Kriegsschäden 1945 stark erneuert. (Sachgesamtheit) 100468237
Wohnhaus Hauptstraße 24
(Karte)
eines ehemaligen Vierseithofs mit seitlicher Tordurchfahrt und rückwärtiger Laube, erbaut im 18. Jh. Das Gebäude entstand nach dem großen Brand von 1727, dies veranschaulichen die großzügig bemessenen Dimensionen und Proportionen des Hauses. 100468301BW
Wohnhaus und Schopf eines früheren Gehöfts Hauptstraße 25
(Karte)
Die bis zu 4 m dicken Umfassungsmauern im Kellerbereich des Wohnhauses geben einen Hinweis auf das hohe Alter der Kernsubstanz. Grundlegender Umbau 1749 (i) mit giebelständiger Ausrichtung des Wohnhauses und Abzimmerung eines liegenden Dachstuhls. Umbau und straßenseitiger Anbau im letzten Viertel des 19. Jh., was sich an der Form der Fassadendekoration und an Details wie der Haustüre und Resten wandfester Innenausstattung zeigt. Kalksteinbrunnen des 19. Jh. mit kleiner ovaler Brunnenschale. (Sachgesamtheit) 100468346BW

Rathaus Hauptstraße 28
(Karte)
Anstelle des Rathauses stand hier die 1378 erstmals genannte Nikolaus-Kapelle. Sie wurde 1727 bei einem Großbrand beschädigt und 1728/29 wieder aufgebaut. Nach der Säkularisierung diente sie in den Freiheitskriegen als Militärmagazin und nach einem Umbau ab 1820 als Gemeindeschulhaus. Beim Bau des Rathauses wurden Teile des Chores freigelegt. Rathaus von 1871, nach Entwürfen des Architekten Hertel / Badenweiler. Wie bei vielen Rathäusern dieser Zeit war der Raum für die Feuerspritze integriert, erkennbar an den großen Rundbogentoren an der Ostfassade. Die Architektur des Rathauses verbindet traditionell klassizistische Elemente mit historisierenden Motiven der Formensprache Friedrich Eisenlohrs. 1189660

Weingut Bolanz Hauptstraße 32
(Karte)
Dreiseitgehöft aus Wohnhaus, Schopf, Scheune, kleinem Brennhaus und Tor mit Eingangspforte. Am Wohnhaus die Datierung 1771. Die einzelnen Baukörper machen deutlich, wie Funktion und Nutzung für formale Gestaltung und Bauweise in einer markgräfler Hofanlage ausschlaggebend waren. (Sachgesamtheit) 100469073

Brunnensäule mit kugelbekrönter Deckplatte Hauptstraße 33
(Karte)
Am Säulenschaft Relief des badischen Wappens, datiert 1741. Eine der ältesten überlieferten Brunnensäulen des Markgräflerlandes. 100469022

Gasthaus zum Erbprinzen Hauptstraße 33
(Karte)
Angeblich eines der wenigen, vom Brand 1727 nicht zerstörten Gebäude, ursprünglich nicht unterkellert. Zunächst Schmiede, seit den 90er Jahren des 18. Jh. Gastwirtschaft, das Schankrecht ein Geschenk des Erbprinzen Karl Ludwig an seine Amme. Umbau zur heutigen Form im frühen 19. Jh. Am Scheunentor die Jahreszahl 1808, der Türsturz datiert 1832. In der Gaststube kleines Wandbild mit einer Ansicht Auggens von Julius Kiebiger aus dem Jahre 1949. (Sachgesamtheit) 100469124
Scheune und Brennhaus eines Gehöfts (19. Jh.) Hauptstraße
(Karte)
Die Scheune mit Rundbogentor und kleeblattförmigen, für das ausgehende 19. Jh. charakteristische Lüftungsöffnungen. Rechtwinklig anschließend ein Brennhaus, ein für die Hauslandschaft der Gegend typisches Nebengebäude, in der die Veredelung von Obst und Beerenfrüchten zu hochwertigen alkoholischen Bränden eine lange Tradition hat. (Sachgesamtheit) 100469357BW
Gasthaus Rebstock Hauptstraße 41
(Karte)
Dreiseitgehöft bestehend aus Gasthaus, Toreinfahrt und Scheune, das durch seine Einzelbauten das bis in jüngste Zeit gängige Nebeneinander von Landwirtschaft und Gastronomie veranschaulicht. Kernbau Mitte 18. Jh. mit liegender Dachkonstruktion. Seit 1835 Wirtshaus und Bierbrauerei. 1842 Erwerb des Schankrechts, in dessen Folge Anbau im ehem. Garten. Unter dem Haupthaus gewölbter, am Torbogen 1860 datierter Keller. Gaststube mit Kachelofen von 1925, wandfeste Ausstattung aus dem Jahre 1946. Im Anbau seit 1958 Heimatstube mit Veduten von Julius Kiebiger. Rückwärtige Scheune von 1870. Die Gebäude veranschaulichen das Nebeneinander von Land- und Gastwirtschaft. (Sachgesamtheit) 100469592BW
Wohnhäuser der Weingroßhandlung Krafft Hauptstraße 47 a, 47
(Karte)
Einer ursprünglich vierseitigen Hofanlage, von der noch das Wohnhaus und das Verwaltergebäude stehen. Erbaut im 18. Jh.; das Hauptgebäude zeigt die Datierungen 1759 und 1787. Eingangstür des späten 18. Jh. Die formale Gestaltung und Größe der Bauten veranschaulichen die Bedeutung der einstigen Weingroßhandlung, was sich auch im Vorhandensein eines Verwalterhauses widerspiegelt. (Sachgesamtheit) 100469631BW
Vierseitgehöft aus Wohnhaus und rückwärtigen Ökonomiegebäuden Hauptstraße 49
(Karte)
Erbaut 1820/23 durch Georg Franz Krafft, dem durch das Domstift Basel und die Johanniter eingesetzten Verwalter. Wohnhaus mit zeittypischen, dem Klassizismus entlehnten Dekorationsmerkmalen: Walmdach, horizontale Gliederung durch Gesimsband, vertikale Gliederung durch Eckpilaster. Unter dem winkelförmigen Haupthaus Gewölbekeller mit mächtiger Mittelstütze, einer Säule des ehemaligen Hacher Galgens. Erschließung der Wohngeschosse durch eine im Rechteck geführte Eichentreppe, Datierung am reich profilierten Geländer. In dem durch Scheune und Schopf umgrenzten Hof Brunnen mit längsrechteckigem Trog und quadratischem Stock. (Sachgesamtheit) 1189664BW

Schulhaus Hauptstraße 50
(Karte)
Errichtet 1847/48 auf dem „Schlößleacker“ nach Entwürfen von Baumeister Frinz aus Lörrach. Der Vorgängerbau stand bei der alten Kirche und war 1835 abgerissen worden. Umbau 1875, dabei Errichtung des Zwerchhauses über dem Mittelrisalit. Mit seinem kubischen Baukörper und der feingliedrigen Dekoration mit Konsolgesimsen und flachen Lisenen charakteristischer Schulbau der Mitte des 19. Jh. 100461075
Gasse Nähe Hauptstraße 53
(Karte)
Gepflasterte und mehrfach getreppte Gasse zur Verbindung des Unterdorfs mit der 1832 bis 35 erbauten Kirche. Die Gasse geht auf einen schon im 18. Jh. vorhandenen Weg zurück und ist mit ihrem Verlauf ein Zeugnis der Ortsbaugeschichte. 100500729BW

Weitere Bilder
Evangelische Kreuzkirche Hauptstraße 61
(Karte)
Der Neubau 1832 bis 35 durch Landbaumeister Meerwein errichtet. Die im klassizistischen Stil erbaute Saalkirche mit Flachdecke besitzt an den seitlichen Wänden des Langhauses Emporen zwischen hohen schlanken Stützen. Beschädigungen im zweiten Weltkrieg führten zu einer grundlegenden Umgestaltung im Innern, bei der die Ausrichtung des Innenraums geändert wurde. Über dem Altar barockes Kruzifix, das aus der Vorgängerkirche übernommen wurde. 100461026
( Wikidata)
Laufbrunnen Jeremias-Gmelin-Straße 2 a
(Karte)
des 19. Jh. mit Trog aus Jurakalkstein und Stock aus Buntsandstein. Teil der öffentlichen Wasserversorgung von Auggen, die die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser, vor Einrichtung der privaten Hausanschlüsse, gewährleistete. 100482969BW
Wohnhaus Jeremias-Gmelin-Straße 4
(Karte)
1803(i) in seine heutige Form gebracht. Dies zeigt sich an Architekturformen, die charakteristisch für das späte 18. / frühe 19. Jh. sind, beispielsweise am flach gewölbten Keller, der die ganze Grundfläche einnimmt und an der Konstruktion des Fachwerkoberbaus. 100481361BW
Gehöft Jeremias-Gmelin-Straße 5
(Karte)
bestehend aus Wohnhaus, Scheune und Brennhaus. Urspr. Dinghof der Grafen von Lenzberg (10. Jh.). Ab 1289 in Besitz des Stiftes Beromünster. Von 1421 bis 1842 Pfarrhof. Zwischen 1651 und 1698 lebte hier Pfarrer Jeremias Gmelin, der für die Geschichte von Auggen hohe Bedeutung erlangte. Details wie Grundrissdisposition, Stuck, Gruppenfenster verdeutlichen den Stellenwert des Gebäudes. Das Brennhaus mit gewölbtem Keller (18. Jh.) und die 1949 wiederaufgebaute Scheune dokumentieren die wirtschaftliche Basis der Pfarrer von Auggen. (Sachgesamtheit) 100481734BW

Ehem. St.-Pankratiuskirche Jeremias-Gmelin-Straße 6
(Karte)
Abgegangen, Friedhof mit Kapelle, Epitaphien und Friedhofmauer. Innerhalb des Friedhofs lag die ehemalige St.-Pankratiuskirche, die wohl im 10. Jh. durch die Herren von Lenzburg errichtet wurde. Im 13. Jh. entstand ein Steinbau, den man mehrfach umbaute und erweiterte. Den letzten Bauzustand gibt eine Zeichnung von 1824 wieder. Um die 1840 abgerissene Pfarrkirche liegt seit dem Mittelalter der Ortsfriedhof. Friedhofkapelle von 1901, gestiftet von Christian Klor aus Zizingen. Pläne vom ausführenden Bauunternehmer Morath, Schliengen. An der Nordwand der Friedhofkapelle Grabtafeln von Jeremias Gmelin, Pfarrer von Auggen, gestorben 1698 und seiner Ehefrau Catharina, gestorben 1658. Westlich vom Eingang Grabmal des Dietrich Koger, Vogt von Auggen 1688 gestorben; daneben Grabtafel des Parrers Adam Wild, gestorben 1719. Weitere Grabtafeln in der Friedhofmauer. (Sachgesamtheit) 100482060
Station Auggen Bahnhofstraße 20; Bahnwärterhaus 1, 2
(Karte)
bei Km 239 an der Badischen Hauptbahn Mannheim Hbf - Basel Bad Bf (Rheintalbahn, VzG-Streckennummer 4000), bestehend aus:
  • Haltestellengebäude Auggen/ehem. Bahnwartshaus (Bahnhofstraße 20),
  • südliches Bahnwartshaus (Bahnwärterhaus 1),
  • nördliches Bahnwartshaus Wartstation 352 (Bahnwärterhaus 2);

Haltestellengebäude Auggen giebelständig zum Gleis ausgerichtetes Bahnwartshaus (1. Bauphase) das auf der Gleisseite mit einem zweigeschossigen Anbau (2. und 3. Bauphase) zum Haltestellengebäude erweitert worden ist, Kernbau eingeschossiger verputzter Massivbau mit Satteldach und Flachrisalit an der östlichen Schmalseite, rechteckige Wandöffnungen sowie charakteristische Schlitzfenster aus der 1. Bauphase, an der Westseite schmaler zweigeschossiger Anbau mit rundbogigem Portal und Satteldach (enthielt Wartesaal und Dienstraum), an der nördlichen Schmalseite des Anbaus niedriger Büro-Anbau mit flachem Dach (4. Bauphase); aufwendige Gliederung des Anbaus wie bei einem typischen badischen Empfangsgebäude durch Ecklisenen, Gesims, Rechteckfenster mit Konsolen und Kreisfenster in den Giebelwänden; südliches Bahnwärterhaus mehrgeschossiger, verputzter Massivbau mit überstehendem Satteldach und Risalit; nördliches Bahnwärterhaus eingeschossiger verputzter Massivbau mit bretterverschaltem Aufsatz aus Fachwerk und überstehendem Satteldach, Sockelgeschoss und gewinkelter Grundriss; Eröffnung des Streckenabschnitts Müllheim (Baden) - Schliengen der Badischen Hauptbahn durch die Großherzoglich Badischen Staatseisenbahnen 1847; Kernbau der Haltestelle Auggen vermutlich nach einem Entwurf von Friedrich Eisenlohr als Bahnwartshaus III. Klasse (größter Typ für Bedienstete mit Familie) erbaut um 1847, Umwandlung zur Haltestelle 1853, Erweiterung 1869, Aufstockung 1893, Anbau an der Nordseite 1896 (a), nördliches und südliches Bahnwärterhaus 2. H. 19. Jh.

100463482BW
Gartenmauer mit Inschriftstein Nähe Metzgergässle 1
(Karte)
Die Mauer begrenzt den sog. Schlösslegarten, in dem im Mittelalter ein kleines Wasserschloss stand. 100473777BW
Scheune Oberdorfstraße
(Karte)
Der in seinen historischen Formen gut erhaltene Bau ist am Rundbogentor 1852 datiert. 100473660BW
Gehöft bestehend aus Wohnhaus Oberdorfstraße 3
(Karte)
Anschließendem Bau mit Tordurchfahrt, Scheune und Schopf. Erbaut 1787 (i) am westlichen Rand des Oberdorfs. Umbau 1800 (i). Gut überlieferte kleine Hofanlage mit wandfester Innenausstattung wie Kachelofen und Wandtäfer des 19. Jh. (Sachgesamtheit)

Zustimmung zum Abbruch am 04.06.2006 (UDSchB).

100473674BW
Winkelgehöft Oberdorfstraße 5, 5 b
(Karte)
Bestehend aus Wohnhaus, Schopf und Scheune Die Kernsubstanz des 17. Jh. zeigt sich an Detailformen wie Türgewände mit Rundstabprofil und Voluten sowie am abgefasten Gewände des Kellertors. Umbau 1759 (i). Eines der wenigen Gebäude, das in seiner Kernsubstanz die zahlreichen Kriege und Ortsbrände überdauert hat. (Sachgesamtheit) 100473721BW

Gehöft des 18. Jh. Oberdorfstraße 6
(Karte)
Das sich aus Wohnhaus, Schopf, und Scheune zusammensetzt und in seinen bescheidenen Ausmaßen typisch für die Hofanlagen des Oberdorfes ist. (Sachgesamtheit) 100473747
Spritzenhaus Oberdorfstraße 14
(Karte)
mit Handfeuerspritze und Löschwasserbecken, 19. Jh. Die 1845(a) angeschaffte Feuerspritze belegt zusammen mit der zugehörigen Infrastruktur den großen Fortschritt, den die Feuerbekämpfung im 19. Jh. nahm. (Sachgesamtheit) 100483312BW
Gehöft des frühen 19. Jh Ochsengasse 8
(Karte)
bestehend aus Wohnhaus, rückwärtiger Scheune mit vorgelagertem Schopf und rundbogigem Hoftor. Der Entstehungszeit entsprechend ist das Wohnhaus mit symmetrisch ausgebildeten Hauptfassaden versehen. Details wie die Eingangstüre sind vom Klassizismus beeinflusst. (Sachgesamtheit)

Schweinestall nach Umbau kein KD mehr (7. 9. 1996, Treppe)

100483666BW
Gehöft Ochsengasse 10
(Karte)
1732(i). Wohnhaus auf winkelförmigem Grundriss. Im Ökonomiebereich Umbau im späten 19. Jh., damals Bau einer Schmiede. Kurz nach dem großen Dorfbrand 1727 entstanden Anwesen, die noch nicht die Großzügigkeit späterer Wiederaufbauten aufwiesen. (Sachgesamtheit) 100483754BW
Wohnhaus eines Parallelgehöfts Ochsengasse 12
(Karte)
Erbaut 1764 laut einer Inschrifttafel von Johann Conrad Pfunter und Anna Barbara Mayer. 1798 (i) Umbau. Der große, für die Weinlagerung notwendige Gewölbekeller, Einbauschränke, Türen und die Treppe im Obergeschoss veranschaulichen Wohn- und Wirtschaftsweise im 18./19. Jh. 100483796BW
Scheune Ortsstraße
(Karte)
des ehem. Zehnthofs der Johanniter, erbaut im 18. Jh. Die Scheune ist in besonderem Maße gut überliefert, wie beispielsweise die Stallöffnungen mit Holzgewänden zeigen. 100484141BW
Spritzenhaus Ortsstraße 5
(Karte)
von 1875(a) mit fahrbarer Handfeuerspritze von 1845(a). Ebenso wie in Auggen brachte die Einführung der fahrbaren Feuerspritze einen großen Fortschritt bei der Brandbekämpfung. (Sachgesamtheit) 100484339BW
Brunnen Ortsstraße 5
(Karte)
Länglicher Kastentrog, Stock mit Obeliskaufsatz von Kugel bekrönt, am Überlauf 1839 datiert. Teil der öffentlichen Wasserversorgung von Hach, die vor Einrichtung der privaten Hausanschlüsse die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser, gewährleistete. 100484515BW
Rebhaus
(Karte)
1774(a) am steilen Abhang des Lettenbuck erbaut. Am Türgewände Graffiti. Die Steinbauweise mit Zeltdach ist im Markgräflerland verbreitet. 100483187BW

Weitere Bilder
Säge- und Imprägnierwerk Richtbergstraße 1, 1 a, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 10
(Karte)
Richtberg mit Werkssiedlung. Ab 1921 nach Plänen des Karlsruher Architekten Karl Caesar für die Freiburger Firma Gebrüder Himmelsbach errichtet. Axialsymmetrisch angelegte Siedlung mit Werkleiterhaus, Wohnhäusern und Ställen, Waschküchen sowie einem Kantinen- und Bürogebäude.

Bei der Siedlung ist die Gestaltung der Baukörper im Einzelnen, wie auch ihre Gruppierung zueinander barocken Gestaltungsprinzipien verpflichtet.

Charakteristisch das Nebeneinander von Wohnen und Arbeiten sowie die Möglichkeiten zur Selbstversorgung, gegeben durch Schweineställe und Gartengelände. Säge und Imprägnierwerk bestehend aus: Pförtnerhaus mit Fahrradunterständen, Sägehalle, ehem. Zeppelinhalle, mit anschließendem Maschinenhaus und Sägemehlturm, etwas abgesetzt die Imprägnierhalle, Waagehaus und ein Gebäude für die Kappmaschine.

Die Sägehalle ist ein verkleinerter Wiederaufbau einer zwischen 1909 und 1913 von der Firma M. A. N. Gustavsburg ursprünglich in Baden-Oos errichteten Luftschiffhalle.

Das Tragwerk besteht aus einer sehr filigranen Eisenkonstruktion mit sechs weitmaschigen Fachwerkbindern. Die Luftschiffhalle zeigt den hohen Stand der Metallkonstruktionstechnik der Zeit vor dem ersten Weltkrieg und ist zudem ein der äußerst selten erhaltener Vertreter dieses Bautyps. (Sachgesamtheit)

100493789
Laufbrunnen Sonnbergstraße
(Karte)
1866(i) mit Stock und langgestrecktem Trog aus Jurakalkstein. Teil der öffentlichen Wasserversorgung von Auggen, die die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser, vor Einrichtung der privaten Hausanschlüsse, gewährleistete. 100484550BW
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Commons: Kulturdenkmale in Auggen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Kulturdenkmale der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg. Geoportal Baden-Württemberg, abgerufen am 10. September 2025.

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