Liste der Kulturdenkmale in Breitnau
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In der Liste der Kulturdenkmale in Breitnau sind Kulturdenkmale der Gemeinde Breitnau im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg aufgelistet.
Legende
Die ab Oktober 2025 erstellten Tabellen basieren auf den vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im September 2025 veröffentlichten Geodaten. Lizenzhinweis: dl-de/by-2-0 (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0): Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, www.denkmalpflege-bw.de. Die Adressangaben und Bezeichnungen sind in der dargestellten Form nicht Teil der Ausgangsdaten. Die Adressen wurden automatisch aus den Koordinaten berechnet und können von den korrekten Adressen abweichen. Die Bezeichnungen wurden zunächst automatisiert dem Anfang der vom Landesamt für Denkmalpflege bereitgestellten Objektbeschreibungen entnommen.
- Bild: Zeigt ein ausgewähltes Bild des Objekts, „Weitere Bilder“ verweist auf die zugehörige Kategorie im Medienarchiv Wikimedia Commons. In der Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Bild an einem blauen Marker erkennbar. Auf das Kamerasymbol klicken, um weitere Fotos für diese Liste hochzuladen:

- Bezeichnung: Nennt den Namen, die Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals.
- Lage: Straßenname und Hausnummer oder Flurstücknummer des Kulturdenkmals, gegebenenfalls auch Gemarkung oder Ortsteil. Die Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link (Karte) führt zu verschiedenen Kartendiensten mit der Position des Kulturdenkmals. In einem Tool mit Kartenansicht können die Koordinaten durch Verschieben korrigiert werden.
- Datierung: Baubeginn, Fertigstellung, Datum der Erstnennung oder grobe zeitliche Einordnung entsprechend dem Eintrag in der zugrundeliegenden Denkmaldatenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg.
- Beschreibung: Kurzcharakteristik des Kulturdenkmals, Nennung der geschützten Bestandteile und Begründung der Denkmaleigenschaft. Die Paragraphen § 2, § 12, § 19 oder § 28 verweisen auf die Art der Einstufung gemäß baden-württembergischem Denkmalschutzgesetz.
- ID: Identifikator des Objekts in der zugrundeliegenden Datenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Abkürzungen
- Bei Datierungen: a = archivalisch, d = dendrochronologische Untersuchung, gk = gefügekundlich, i = inschriftlich, s = stilistisch
- P = Denkmaleigenschaft wird geprüft
Kulturdenkmale der Bau- und Kunstdenkmalpflege
Breitnau
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Pfarrhof | Am Roßberg 1 (Karte) |
Heute Gemeindehaus der katholischen Pfarrgemeinde. Bei dem nach Schilli 1695 errichteten Pfarrhof von Breitnau handelt es sich um ein Höhenhaus mit senkrecht zum Hang verlaufender Firstlinie und einem zum Tal gerichteten Wohnteil. Nach der bei Schilli wiedergegebenen Bauinschrift soll der Hof 1695 durch einen Josephus Egger, Zimmermeister von Breitnau aufgerichtet worden sein. “ERECTA ANNO SALUTIS DOMINI NOSTRI JESU CHRISTI 1695 JOSEPHS EGGER ZIMMERMEISTER VON BREITNAU”. Konstruktive Merkmale lassen darauf schließen, dass es sich bei dem Hofgebäude ursprünglich um ein Gebäude mit bergseitigem Wohnteil gehandelt hat, das um die Wende vom späten 18. zum frühen 19. Jahrhundert durch Anfügen eines neuen Wohnteils an der Talseite umgebaut wurde.
(Stand 04/1985) |
99369189 | ||
| Fruchtspeicher des Baierleshofs | Am Roßberg 23 (Karte) |
Zum neu errichteten Baierleshof gehört ein zweigeschossiger Fruchtspeicher, dessen verschindelte Holzkonstruktion von einem Satteldach überdeckt wird. An der hofzugewandten Giebelseite befindet sich ein Kruzifix.
(Stand 04/1985) |
102236095 | ||
| Fruchtspeicher und Mühle des Lenzhofs mit wasserbaulichen Anlagen. | Am Rössleberg (Karte) |
Zum Lenzhof gehören ein Fruchtspeicher sowie eine etwas abseits unterhalb des Hofs gelegene Mühle. Der Fruchtspeicher, eine eingeschossige Konstruktion aus Flecklingen mit Satteldach. Eine Tür mit segmentbogigem Türsturz führt zum Innern des kleinen Gebäudes, in dem sich die Fruchtkästen erhalten haben. Die Mühle mit einseitigem Walmdach hat ihre Ständerbohlenkonstruktion sowie die Mechanik bewahrt. (Sachgesamtheit)
(Stand 04/1985) |
102209506 | ||
| Birkleshäusle | Am Rössleberg 61 (Karte) |
Zweigeschossiger Bau in Mischbauweise mit überstehendem Halbwalmdach, Erdgeschoss teilweise verputzt und massiv, Obergeschoss in Holzbauweise, vermutlich erbaut 1739(i)
Das ausweislich eines Türsturzes 1739 erbaute Birkleshäusle ist ein Vertreter jener kleinen Anwesen, die verbreitet im oberen Höllental und im Löffeltal bzw. zwischen Hinterzarten und Breitnau vorkommen. Neben einer bescheidenen Landwirtschaft diente den Bewohnern solcher Anwesen meist eine Heimarbeit wie z.B. die Uhrmacherei, die Uhrschildmacherei oder die Strohflechterei zum Lebensunterhalt. Das Gebäude hat wesentliche Teile seiner Ständer-Bohlen-Konstruktion bewahrt. Konstruktionsmerkmale wie Bugformen, Verblattungen und die Verbindung von Fußpfette und Deckenbalken sind am Dachansatz gut zu erkennen. Sehr gut erhalten haben sich auch die balusterförmigen Geländerpfosten des Balkons. |
102206521 | ||
| Abrahamenhof | Am Wirbstein 15 (Karte) |
Bei dem Abrahamenhof handelt es sich um eine Sachgesamtheit, bestehend aus dem Hofgebäude und einer Kapelle, die wohl aus dem späten 19. Jahrhundert stammt. Höhenhaus mit senkrecht zum Hang verlaufender Firstlinie und einem bergseitigen Wohnteil, das ausweislich eines Türsturzbalkens 1602 erbaut wurde. Außenbau mit mächtigem Dach und Krüppelwalmen. Die Ständerbohlenkonstruktion ist teilweise erhalten geblieben. Zu beachten sind darüber hinaus die halbsteil ansteigenden Büge. Die Grundrissdisposition entspricht der bei diesen Höfen üblichen Form mit zweiteiligem Wohnteil, bestehend aus Stube, Küche, dann durchgehendem Flur mit Treppe zum Obergeschoss und der Kammer sowie schließlich der durchgehend erhaltenen Dreschtenne. Firstständerkonstruktion mit liegenden Bünden und Restfirstständern über dem Wohnteil sowie stehendem Stuhl über dem Stall. Alle Firstständer sind erhalten, lediglich ein Ständer wurde gekappt. Die zum Hof gehörende, etwas oberhalb liegende Kapelle, deren Bausubstanz aus dem späten 19. Jahrhundert stammen dürfte, enthält einen bäuerlichen Barockaltar. Der profilierte und aufschwingende Altaraufsatz ist mit einem Altarbild und Säulen ausgestattet. (Sachgesamtheit)
(Stand 04/1985) |
99369562 | ||
| Konradenhof | Am Wirbstein 17 (Karte) |
Der Konradenhof setzte sich zusammen aus dem Hofgebäude und einem Fruchtspeicher. Das Hofgebäude, ein Höhenhaus mit senkrecht zum Hang verlaufender Firstlinie und einem bergseitigen Wohnteil wurde ausweislich eines Bugbalkens bei der Stube 1607 erbaut. Den Außenbau bestimmt ein großes Dach mit bergseitigem Halbwalm, das den Hof bedeckt. In weitgehend ursprünglichen Proportionen erhaltene Fenster im Bereich der Stube bzw. der darüberliegenden Kammern, die das Fensterband noch gut erahnen lassen. Grundrißdisposition mit zweiteiligem Wohnteil, dann Flur mit Treppe zum Obergeschoß mit den Kammern und schließlich Dreschtenne. Sie trennt zusammen mit dem Flur den an den Berg gleichsam hingeduckten Wohnteil vom erneuerten Stallbereich an der Talseite ab. Der Dachraum des Hofgebäudes wurde durch den Einbau einer Krananlage stark verändert. Dennoch lassen die erhaltenen historischen Teile im Bereich des liegenden Stuhls über dem Wohnteil noch heute die für das späte 16. bzw. frühe 17. Jahrhundert bezeichnende Konstruktionsform erkennen. Der ursprünglich zum Hof gehörende Fruchtspeicher wurde nach Ödenbach 16 versetzt.
(Stand 04/1985) |
102180021 | ||
| Kapelle des Sägermartinshäusle | Bächleweg (Karte) |
Kleiner kapellenartiger Bau aus Stein mit Satteldach, in dem sich ein Kreuz mit Korpus und Leidenswerkzeugen befindet. Das Kreuz sowie die lose daran befestigten Leidenswerkzeuge sind aus Holz gefertigt. Der Überlieferung nach soll die Kapelle im Zusammenhang mit einem infolge eines Augenleidens ausgesprochenen Gelübdes errichtet worden sein.
(Stand 04/1985) |
102226804 | ||
Weitere Bilder |
Schule Birklehof | Birklehof 1, 2, 3, 12 (Karte) |
Der Schulkomplex Birklehof setzt sich aus dem alten historischen Birklehof von 1550 (Birklehof 12), einem Höhenhaus und einem repräsentativen Landhaus (Birklehof 1, 2, 3) der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts zusammen, umgeben von einer Park- bzw. Gartenanlage. Der Komplex beherbergt seit 1932 ein Internat (damals Zweigschule von Salem). Seit 1933 selbstständige Privatschule.(Sachgesamtheit)
(Stand 04/1985) |
1203984 ( | |
| Schmelzhäusle | Bisten 10; Schmelzhäusle (Karte) |
Bei dem Schmelzhäusle handelt es sich um ein Kleinbauern- bzw. Heimarbeiter- oder Taglöhnerhaus. Seiner Form und Konstruktion nach zu urteilen im 18. Jahrhundert erbaut. Die Ständer-Bohlen-Konstruktion ist weitgehend teils unter einem Schindelmantel verdeckt, teils noch freiliegend erhalten. Am ehemaligen Stallteil frei sichtbare Ständer-Bohlen-Konstruktion mit Verblattungen. Das Balkongeländer zeigt charakteristische, balusterförmig profililierte Pfosten.
(Stand 04/1985) |
102184630 | ||
| Kapelle
(Stand 04/1985) |
Bruckbach (Karte) |
Die vergleichsweise große Kapelle des Holzhofs dürfte aus dem späten 19. bzw. frühen 20. Jahrhundert stammen. Der verputzte Bruchsteinbau mit polygonalem Chorschluß ist an der Wetterseite verschindelt und wird durch einen oktogonalen Dachreiter mit spitzem Helm bekrönt. | 102184642 | ||
| Rutscherhäusle | Bruckbach 23 (Karte) |
Beim sogenannten Rutscherhäusle handelt es sich um ein ehemals zum Rutscherhof gehörendes Berghaus, das im 18. Jahrhundert errichtet und im späten 19. oder frühen 20. Jahrhundert mit einer großen Wiederkehr versehen wurde.
(Stand 04/1985) |
102184830 | ||
| Fruchtspeicher des Rutscherhofs | Bruckbach (Karte) |
Zum Rutscherhof, einem Hof, der in unserem Jahrhundert abgebrannt ist und durch einen Neubau ersetzt wurde, gehört ein Fruchtspeicher, eine zweigeschossige Konstruktion aus verzahnten Flecklingen. Der Fruchtspeicher wird von einem Dachreiter mit Glocke bekrönt. Im Inneren haben sich die Fruchtkästen erhalten. 18./19. Jahrhundert.
Die Mechanik der einst zum Hof gehörenden Säge wurde ins Löffeltal (Löffeltalweg Flstnr. 76/1) versetzt. (Stand 11/2010) |
102229310 | ||
| Dominikhof | Bruckbach 27 (Karte) |
Bestehend aus dem Hofgebäude und einer Kapelle. Ein ursprünglich wohl dazugehöriges Berghaus ist heute selbstständig. Das Hofgebäude vom Bautyp des Höhenhauses ist senkrecht zum Hang gebaut und dürfte aus dem späten 18. bzw. frühen 19. Jahrhundert stammen. Außenbau mit großem Dach. In weitgehend ursprünglichen Proportionen erhaltene Fenster im Bereich der Stube bzw. der darüberliegenden Kammern. Hier ist das frühere Fensterband noch gut ablesbar. Grundrißdisposition mit dreiteiligem Wohnteil, bestehend aus Stube, Küche und dann Leibgedingstube, durchgehendem Flur mit Treppe zum Obergeschoß und schließlich der heute mit Einbauten versehenen Dreschtenne.
Kapelle aus Bruchsteinmauerwerk mit Dachreiter und einfachem, barockisierendem Altar, erbaut im frühen 19. Jahrhundert. (Sachgesamtheit) (Stand 04/1985) |
102184930 | ||
| Berghaus des Dominikhofs | Bruckbach 28 (Karte) |
Das ehemals zum Dominikhof gehörige Leibgeding bzw. Berghaus dürfte im späten 18. bzw. frühen 19. Jahrhundert erbaut worden sein. Verschindelte Ständerbohlenkonstruktion auf Bruchsteinsockel, der als Keller dient und gleichzeitig das abfallende Geländeniveau ausgleicht. Wohnteil an der Talseite mit breitem, den ganzen Giebel überspannendem Balkon. Bergseitiger Stall.
(Stand 04/1985) |
102184993 | ||
| Danielshof | Bruckbach 30 (Karte) |
Das Hofgebäude ist senkrecht zum Hang errichtet und weist einen bergseitigen Wohnteil auf. Die Feuerversicherungsakten nennen als Baudatum das Jahr 1704. Außenbau mit großem Krüppelwalmdach. In weitgehend ursprünglichen Proportionen erhaltene Fenster im Bereich der Stube bzw. der darüberliegenden Kammern. Die Ständer-Bohlen-Konstruktion ist ab Unterkannte Stubenfenster erhalten geblieben. Grundrißdisposition mit der bei diesen Gebäuden üblichen Form mit bergseitigem Wohnteil, bestehend aus Stube und Küche, dann durchgehendem Flur mit Treppe zum Obergeschoß mit den Kammern und schließlich der durchgehend erhaltenen, heute aber mit eigenen Einbauten versehenen Dreschtenne. An der Bergseite Verlängerung des Gebäudes um zwei Achsen. Dachkonstruktion mit liegenden Bünden und Restfirstständern über dem Wohnteil und stehender Konstruktion mit Firstständern über dem Stall. Bedingt durch diese Konstruktion erfolgt die Hocheinfahrt außermittig.
(Stand 04/1985) |
102185162 | ||
| Gedenkstein | Freiburg/Donaueschingen (Karte) |
Obelisk auf blockförmigem Sockel aus Granit, frontseitig Relief das einen abstürzenden Vogel darstellt, seitlich Inschriften auf Deutsch und Französisch: „12. SEPTEMBER 1925. HIER STARB ROBERT THIERY DER BEGLEITET VON COSTES DIEUDONNE VON ETAMPES AUS EINEN WELTREKORD ERRINGEN WOLLTE. EIN UNGLÜCK HAT IHREN FLUG IN DIESEM TAL BEENDET. SEINEM ANDENKEN GEWIDMET VON EINEM BETRÜBTEN KAMERADEN.“ / „12 SEPTEMBRE 1925 C'EST ICI QUE MOURUT ROBERT THIERY PARTI D' ETAMPES POUR CONQUÉRIR UN RECORD DU MONDE ACCOMPAGNÉ DE DIEUDONNÉ COSTES LA FATALITÉ ARRETA LEUR VOL DANS CETTE VALLÉ A SA MÉMOIRE, SON CAMERADE ÉMU.“, geschaffen von Bildhauer Messerschmidt in Freiburg für den am 13. September 1925 bei einem Rekordflugversuch von Étampes nach Bagdad mit Dieudonné Costes (1892 bis 1973) verunglückten Piloten Robert Thiéry (1885 bis 1925), eingeweiht am 19. Februar 1933 | 102214468 | ||
| Barthleshof | Dorfstraße 28 (Karte) |
Höhenhaus mit senkrecht zum Hang verlaufender Firstlinie und bergseitigen Wohnteil. Seinen Konstruktionsmerkmalen nach zu schließen im späten 17. bzw. frühen 18. Jahrhundert errichtet. Außenbau mit großem Dach und talseitigem Vollwalm. In ursprünglichen Proportionen erhaltene Fenster im Bereich der Kammern. Große Öffnung zur Dreschtenne. Die Ständerbohlenkonstruktion ist ab Oberkante Stube erhalten. An der Eingangsseite neben einem Kammerfenster ein Kruzifix. Grundrissdisposition mit zweiteiligem Wohnteil, bestehend aus Stube und Küche, sodann dem durchgehenden Flur mit Treppe zum Obergeschoß und den Kammern. Dreschtenne mit Einbauten versehen. An der Bergseite Verlängerung um eine Achse. Firstständerkonstruktion erhalten.
(Stand 04/1985) |
102185286 | ||
| Klausenhof | Dorfstraße 34 (Karte) |
Höhenhaus mit senkrecht zum Hang verlaufender Firstlinie und bergseitigem Wohnteil Das Hofgebäude soll neben dem “Neuhof” das einzige Haus sein, das die Kriegszerstörungen in Folge durchziehender französischer Soldaten im Jahre 1698 überstanden hat. Außenbau mit großem Dach und talseitigem Vollwalm. Bergseitig Krüppelwalm. In weitgehend ursprünglichen Proportionen erhaltene Fenster im Bereich der Stube bzw. der darüberliegenden Kammern. Eine Dreschtenne ist bei diesem Hof nicht vorhanden. Die Ständerbohlenkonstruktion dürfte unter dem Schindelmantel weitgehend erhalten geblieben sein. Gundrißdisposition mit Wohnteil am Berg, bestehend aus Stube und Küche, dann durchgehendem Flur mit Treppe zum Obergeschoß und den Kammern, der den an den Berg gleichsam hingeduckten Wohnteil vom Stallbereich an der Talseite abtrennt. An der Bergseite jenseits der Stube eine Remise. Im Dach liegende Bünde und Restfirstständer über dem Wohnteil sowie ein stehender Stuhl über dem Stall. Bedingt durch diese Konstruktion muß die Hocheinfahrt außenmittig erfolgen.
Neben dem Hofgebäude befindet sich ein Fruchtspeicher. (Stand 04/1985) |
102185371 | ||
| Wegkreuz mit lanzenförmigen Kreuzbalken und Metallkorpus | Dorfstraße (Karte) |
Das vermutlich im späten 19. Jahrhundert errichtet wurde.
(Stand 04/1985) |
102177919 | ||
| Fruchtspeicher des Haldenmichelhof | Dorfstraße (Karte) |
Stattlicher Fruchtspeicher mit Remise. Eine Holzkonstruktion auf Bruchsteinsockelgeschoß, der in dieser voluminösen Form ein typischer Vertreter des späten 19. Jahrhunderts ist. | 102185838 | ||
| Trescherhof | Eckbach 11 (Karte) |
Der Trescherhof setzt sich aus dem Hofgebäude, einer Kapelle und einem Fruchtspeicher zusammen. Bei dem Hofgebäude des Trescherhofs, das der Literatur nach 1606 erbaut wurde, handelt es sich um ein Höhenhaus mit bergseitigem Wohnteil und zum Tal hin gerichtetem Stall. Obwohl die Eingangsfassade des Wohnteils verändert wurde, dürfte das Hausgerüst, insbesondere die Dachkonstruktion weitgehend erhalten geblieben sein. Die kleine Hofkapelle dürfte noch aus dem 18. Jahrhundert stammen. Ihre Holzkonstruktion ruht auf einem Bergsteinsockel. Zum Schutz gegen Witterungseinflüsse ist der Konstruktion ein geböschter Schindelmantel vorgelegt. Etwas oberhalb der Kapelle befindet sich der Fruchtspeicher. Der zweigeschossige Holzbau wird von einem Satteldach bedeckt. An der Giebelseite verschafft eine Treppe Zugang zum Obergeschoß.
(Sachgesamtheit) (Stand 04/1985 / 12/2010) |
102188413 | ||
| Mühle und Berghaus des Lippenhof | Eckbach 14 (Karte) |
Bei der zum Lippenhof gehörenden Mühle handelt es sich um eine Holzkonstruktion mit Satteldach, die auf einem Bruchsteinsockel steht. Die technische Einrichtung mit u.a. Wasserrad, Wellbaum, Kammrad, Mühlstuhl, Schütte und Stein, die wohl noch aus dem späten 18. bzw. frühen 19. Jahrhundert stammen, ist vollständig erhalten. Zusammen mit der Mühle hat sich auch der zugehörige Mühlteich erhalten. Oberhalb des Lippenhofs befindet sich das zugehörige Berghaus, das sog. “Lippenhisli”, ein im Türsturz 1681 datiertes Gebäude. Der Bau mit Vollwalm hat nahezu seine gesamte Ständerbohlenkonstruktion, die nur zum Teil unter einem Schindelmantel verdeckt ist, bewahrt. Bemerkenswert sind die alten, teilweise noch mit Schiebemechanismus versehenen Fenster. (Sachgesamtheit)
(Stand 04/1985) |
102191069 | ||
| Lickertenhof | Eckbach 15 (Karte) |
Höhenhaus mit bergseitigem Wohnteil und senkrecht zum Hang verlaufender Firstlinie. Nach den Feuerversicherungsakten wurde das Hofgebäude 1756 erbaut. Den Außenbau bestimmt ein großes Dach. In weitgehend ursprünglichen Proportionen erhaltene Fenster im Bereich der Stube bzw. der darüberliegenden Kammern. Die Lage der Dreschtenne ist noch gut ablesbar. Die Ständerbohlenkonstruktion ist ab Oberkante Stube erhalten geblieben. Die Grundrissdisposition entspricht der bei diesen Höfen üblichen Form mit zweiteiligem Wohnteil, bestehend aus Stube und Küche, dann durchgehendem Flur mit Treppe zum Obergeschoß mit den Kammern sowie schließlich der heute mit Einbauten (Milchkammer) versehenen Dreschtenne. 1926 Verlängerung des Hofgebäudes an der Bergseite. Im Dachbereich liegende Konstruktion mit Restfirstständern über dem Wohnteil und stehender Konstruktion über dem Stall. Von den ursprünglich drei Knechtskammern sind zwei noch vorhanden. An der Galerie, die die Knechtskammern zugänglich macht, Geländer mit balusterförmigen Pfosten, die sich in abgefasten Stützen fortsetzen.
(Stand 04/1985) |
102196101 | ||
| Mühle des Reinhofs | Einsiedel (Karte) |
Die zum Reinhof gehörige Hofmühle weist einen verbretterten Holzbau auf, der auf einem hohen Bruchsteinsockel ruht. Wasserrad und Mechanik haben sich ohne Störungen erhalten.
(Stand 04/1985) |
102198922 | ||
| Mühle des Bläsibauernhofs | Fahrenberg (Karte) |
Unterhalb des Hofgebäudes befindet sich eine Mühle mit noch funktionsfähiger Mechanik und wasserbaulichen Anlagen wie Mühlteich und Wasserzuleitung. Hervorzuheben ist die sehr gut bewahrte technische Einrichtung mit Schütte, Mühlstein, Mühlstuhl und Holzwerk, das sich durch barockgeformte Holzpfosten auszeichnet.
(Stand 04/1985) |
102219475 | ||
| Beckenhof | Fahrenberg (Karte) |
Bestehend aus dem Hofgebäude, einer Kapelle und einem Fruchtspeicher. Beim Hofgebäude handelt es sich um ein Höhenhaus mit senkrecht zum Hang verlaufender Firstlinie und bergseitigem Wohnteil. Der Türsturzbalken dürfte die Datierung 1519 aufweisen. Außenbau mit großem Dach. Weitgehend erhaltenes Fensterband im Bereich der Stube. Gut bewahrt Größe und Proportion der Eingangstür mit dem darüberliegenden, zur Hälfte verdeckten Türsturzbalken. Die Ständerbohlenkonstruktion ist weitgehend erhalten geblieben. Vergleichsweise steil ansteigende Büge. Grundrissdisposition mit zweiteiligem Wohnteil, bestehend aus Stube und Küche, dann durchgehendem Flur mit Treppe zum Obergeschoß und den Kammern. An der Bergseite Verlängerung um einige Meter. Firstständerkonstruktion mit liegenden Bünden über dem Wohnteil und stehende Konstruktion über dem Stall.
Zum Beckenhof gehört eine kleine Kapelle mit spitzem Dachreiter, deren Steinbau wohl aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen dürfte. Die Kapelle weist im Innern einen Altar auf, eine bäuerliche Arbeit, die noch aus dem 18. Jahrhundert stammt. Der zum Beckenhof gehörende Fruchtspeicher ist 1829 datiert. Die nachträglich mit Anbauten versehene Holzkonstruktion ruht auf einem Steinsockel. Die verkämmten Flecklinge wurden nachträglich mit einem Schindelmantel versehen. (Sachgesamtheit) (Stand 04/1985) |
102219543 | ||
| Bildstock | Fahrenberg (Karte) |
Der Bildstock aus Stein - eine abgefaste Stütze mit Tabernakelaufsatz - ist am Fuß mit den Datierungen 1543 und 1770 versehen. Dabei dürfte die erstere Zahl auf das eigentliche Stiftungsdatum hinweisen, während die zweite Zahl auf den Zeitpunkt einer Erneuerung aufmerksam macht. Im Tabernakel befindet sich ein vergittertes Kreuzigungsrelief. Der Legende nach soll der Bildstock zur Erinnerung an hier in einem Schneesturm erfrorene Kinder errichtet worden sein.
(Stand 04/1985) |
102219515 | ||
| Hugenhof | Fahrenberg 6 (Karte) |
Bei dem Hofgebäude handelt es sich um ein Höhenhaus mit bergseitigem Wohnteil. Es dürfte im 17. oder 18. Jahrhundert errichtet worden sein. Außenbau mit großem Dach. In weitgehend ursprünglichen Proportionen erhaltene Fenster im Bereich der Stube bzw. der darüberliegenden Kammern, die das ursprüngliche Fensterband noch erahnen lassen. Die Ständerbohlenkonstruktion ist weitgehend erhalten geblieben. Steil ansteigender Bug mit abgefasten Kanten. Hofgebäude an der Bergseite verlängert, an der Talseite nachträglich mit einer hohen Giebelwand versehen. Die Firstständerkonstruktion des Gebäudes ist gut erhalten.
(Stand 04/1985) |
102219572 | ||
| Fruchtspeicher des Kernenhofs
(Stand 04/1985) |
Fahrenberg (Karte) |
Der zum Kernenhof gehörige Fruchtspeicher ist zweigeschossig. Die Holzkonstruktion aus verkämmten Flecklingen ist mit einem Schindel- bzw. Asbestplattenmantel verkleidet worden. Im Obergeschoss Kielbogen mit Datierung 1865. | 102219593 | ||
| Fruchtspeicher des Wanglerhofs | Fahrenberg (Karte) |
Gegenüber dem Wohnteil des Wanglerhofs befindet sich ein zweigeschossiger Fruchtspeicher des 18. Jahrhunderts, dessen Holzkonstruktion aus Flecklingen mit einem Schindelmantel versehen ist. Zum oberen Geschoß führt eine Tür mit Eselsrückensturz. An diesem Sturz befinden sich auch die Datierung 1727 sowie die Initialen I O W A, die wohl auf den Bauherrn des Speichers hinweisen. Die Fruchtkästen sind erhalten geblieben.
(Stand 04/1985) |
102198980 | ||
| Jockenhäusle | Fahrenberg 23 (Karte) |
Beim Jockenhäusle handelt es sich um ein wohl im 18. Jahrhundert errichtetes Berghaus, dessen Erbauung vom Jockelshof in Breitnau ausging. Das mit seiner Firstlinie quer zum Hang errichtete Gebäude hat an der Giebelseite des Wohnteils einen Fassadenvorsprung. Die Ständer-Bohlen-Konstruktion mit Verblattungen sowie die Fenstergliederung mit Fensterbändern ist weitgehend bewahrt geblieben.
(04/1985) |
102199068 | ||
| Wegekreuz | Fahrenberg (Karte) |
Schlankes Wegekreuz des späten 19. Jahrhunderts mit lanzenartigen Kreuzbalken aus Metall; am Kreuzungspunkt geschwungene Streben.
(Stand 04/1985) |
102232894 | ||
| Eckershäusle | Fahrenberg 32 (Karte) |
Das Eckershäusle, dessen Errichtung auf den Eckershof zurückgeht, dürfte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut worden sein. Auf seinem teils gemauerten Sockel erhebt sich eine Holzkonstruktion, die von einem Walmdach überdeckt wird. Dachkonstruktion mit ausladenden Deckenbalken, in die die Fußpfette mit der Flachseite eingelassen ist und an die die Sparren angeblattet sind.
(04/1985) |
102199939 | ||
| Wegekreuz
(Stand 04/1985) |
Fahrenberg 34/1 (Karte) |
Oberhalb des Beckenbaschishofs befindet sich ein Wegkreuz aus Metall mit lanzenförmigen Kreuzbalken und Metallkorpus. Über dem Korpus eine geschwungene Verdachung. | 102200059 | ||
| Weißtannenhof | Fahrenberg 35 (Karte) |
Der Weißtannenhof setzt sich aus dem aus dem 16. Jahrhundert stammenden Hofgebäude, einer Kapelle des 19. Jahrhunderts, einem Fruchtspeicher, einer stattlichen Säge und einem Wegkreuz zusammen. Höhenhaus mit senkrecht zum Hang verlaufender Firstlinie und bergseitigem Wohnteil. Nach Schilli 1598 erbaut, der Datierungsbalken ist heute verloren. Außenbau mit großem Dach, heute mit Krüppelwalm. Fensterband im Bereich der Stube bzw. der darüber liegenden Kammer. Große Öffnung zur Dreschtenne. Die Ständer-Bohlen-Konstruktion ist weitgehend erhalten geblieben. Grundrissdisposition mit zweiteiligem Wohnteil, bestehend aus Stube, Küche, dann dem durchgehenden Flur mit der Treppe zum Obergeschoss mit dem Kammern und schließlich der Dreschtenne. An der Bergseite Erweiterung wohl noch im 18. Jahrhundert. Dachkonstruktion mit liegenden Bünden und Restfirstständern über dem Wohnteil und einer stehenden Konstruktion über dem Stall.
Neben dem Hofgebäude befindet sich eine kleine aus Stein gemauerte Hofkapelle des späten 19. Jahrhunderts mit spitzem Dachreiter. Zum Hof gehört darüber hinaus ein kleiner Speicher, eine verschindelte Holzkonstruktion, die von der Stube aus gut sichtbar neben dem Hofgebäude liegt. Unmittelbar neben dem Speicher ist ein schlankes Metallwegekreuz aufgestellt. Etwas abseits, im Talgrund, befindet sich die Weißtannensäge, eine Säge, die ihre Mechanik (u.a. Wasserrad, Gatter) weitgehend bewahrt hat. (Sachgesamtheit) (Stand 04/1985) |
99369299 | ||
| Mühle des Beckenbaschishofs | Fahrenberg 39 (Karte) |
Bei dem Gebäude soll es sich ehemals um die Mühle des Beckenbaschishofs gehandelt haben. Das heist, das Berghaus war zusätzlich mit der Funktion einer Mühle ausgestattet. Der Bau mit charakteristischem Vollwalm dürfte aus dem 18. Jahrhundert stammen. Der heute weitgehend verschindelte Bau scheint seine Ständerbohlenkonstruktion weitgehend bewahrt zu haben, während die Mühlenmechanik entfernt wurde.
(Stand 04/1985) |
102205775 | ||
| Seiltrieb | Föhrwald-Jungholz 9/1 (Karte) |
Auf dem Gelände des Anwesens Föhrwald-Jungholz 9 befindet sich einer der letzten funktionsfähigen Seiltriebe der Gegend. Im Talgrund an der Ravenna steht ein Gebäude mit Satteldach etwa von der Größe einer Bauernmühle. Das Wasser der Ravenna wird hier über einen Einlaufkähner auf ein Metallwasserrad geleitet, welches sodann Transmissionsräder antreibt. Die Räder setzen ein Stahlseil in Bewegung, über welches Maschinen einer Schreinerwerkstatt in dem etwa 100 m oberhalb gelegenen Haus betrieben werden.
(Stand 05/1989) |
102205848 | ||
| Wegekreuz
(Stand 04/1985) |
Föhrwald-Jungholz (Karte) |
Schlankes Wegekreuz des späten 19. Jahrhunderts; Kreuzbalken lanzenförmig mit kleinem Korpus unter segmentbogiger Verdachung. | 102236074 | ||
| Paulihof mit angebauter Mühle
(Stand 04/1985) |
Hinterdorf 8 (Karte) |
Beim Hofgebäude mit senkrecht zum Hang verlaufender Firstlinie und bergseitigen Wohnteil handelt es sich um ein Höhenhaus. Das Hofgebäude dürfte nach den Kriegszerstörungen durch französische Truppen 1690 im frühen 18. Jahrhundert errichtet worden sein. Außenbau mit mächtigem Dach mit Krüppelwalmen. Fensterband im Bereich der Stube bzw. der darüberliegenden Kammern. In voller Höhe noch existierende Dreschtenne. Die Ständerbohlenkonstruktion ist weitgehend erhalten geblieben. Firstständerkonstruktion mit liegenden Bünden über dem Wohnteil und stehender Konstruktion über dem Stall. An das Hofgebäudes des Paulihofs ist unmittelbar eine Mühle angebaut. | 102205905 | ||
| Fruchtspeicher und Mühle des Lorenzenhofs | Hinterdorf 10/2 (Karte) |
Gegenüber dem Wohnteil des Hofgebäudes steht ein Fruchtspeicher, der sich aus einem Bruchsteinsockelgeschoss mit Gewölbe und einem Obergeschoss aus verzahnten Flecklingen zusammensetzt. Das Obergeschoß mit Eselsrückentürsturz hat die Fruchtkästen bewahrt. Unterhalb des Lorenzenhofs befindet sich im Talgrund eine Mühle (Hinterdorf 10/2), die heute als Wochenendhaus benutzt wird. Die Mühle hat ihre Form und ihre Konstruktionsmerkmale bewahrt. Die Mechanik wurde, abgesehen vom Wasserrad, entfernt. Etwas oberhalb Reste des ehemaligen Mühlteichs (Sachgesamtheit). | 102206011 | ||
| Kapelle und Fruchtspeicher des Hohwarthofs | Nessellachenweg (Karte) |
Beim erneuerten Hohwarthof befinden sich ein eingeschossiger Fruchtspeicher sowie eine kleine Hofkapelle. Der Fruchtspeicher mit Satteldach auf einem Bruchsteinsockel (19. Jahrhundert); die Konstruktion aus verkämmten Flecklingen ist durch einen Schindelmantel geschützt. Die am Türsturz 1904 datierte Kapelle ist aus Bruchsteinmauerwerk gebaut. Kleiner Bau mit Eckquaderung, spitzbogigen Fenstern und polygonal geschlossenem Chor. Hochaufragender Dachreiter mit Glocke. Am Giebel über dem Eingang ein Kruzifix (Sachgesamtheit) | 102206091 | ||
| Mühle des Eckershof | Hinterdorf (Karte) |
Unterhalb des Eckershof befindet sich eine Mühle, die sich zusammen mit dem zugehörigen Teich und der Wasserzuleitung erhalten hat.
(Stand 04/1985) |
102206161 | ||
| Wegekreuz aus Metall
(Stand 04/1985) |
Hinterdorf 18/1 (Karte) |
Mit lanzenförmig endenden schlanken Kreuzbalken und Metallkorpus sowie kleiner Inschriftentafel. | 102206426 | ||
| Spiegelhaltershof | Hinterdorf 18 (Karte) |
Der Spiegelhaltershof setzt sich aus dem nach Aussage des Besitzers 1791 datierten Hofgebäude und einem Fruchtspeicher zusammen. Ein datierter Türsturzbalken soll sich unter der Verschindelung des Hofgebäudes befinden. Beim Hofgebäude handelt es sich um ein Höhenhaus mit talseitigem Wohnteil. Es steht auf einem an der Talseite das abfallende Geländeniveau ausgleichenden hohen Kellergeschoss aus Bruchstein. In weitgehend ursprünglicher Form erhaltene Fenstergliederung im Bereich der Stube bzw. der darüberliegenden Kammern. Die Grundrißdisposition entspricht der bei diesen Höfen üblichen Form mit dreiteiligem Wohnteil, bestehend aus Stube, Küche, Leibgedingkammer, dann durchgehendem Flur mit Treppe zum Obergeschoß und den Kammern sowie schließlich der durchgehend erhaltenen, heute aber mit einer Zwischendecke versehenen Dreschtenne. Stehende Dachkonstruktion mit Firstständern über dem Stall und liegender Konstruktion über dem Wohnteil.
Zum Hof gehört ein zweistöckiger Fruchtspeicher mit Satteldach, der wohl aus dem späten 18. oder frühen 19. Jahrhundert stammt. Der Holzoberbau aus verkämmten Flecklingen ruht auf einem Bergsteinsockel. Segmentbogiger Türsturz im Erdgeschoß. Bemerkenswerte Schlösser sowie Fruchtkästen im Inneren. (Sachgesamtheit) (Stand 04/1985) |
102206193 | ||
| Berghaus mit talseitigem Wohnteil | Hintereck 6 (Karte) |
Errichtet im 18. Jahrhundert. Die Holzkonstruktion des Hauses mit verschindelten Ständer-Bohlen-Wänden ist gut erhalten geblieben. Fassadenvorsprung an der Giebelseite, auf den ein kleiner Holzbalkon unter dem weit vorspringenden Giebeldach aufläuft. Am Dachansatz sind die Deckenbalken, in die die Fußpfette gekantet eingelassen ist, gut sichtbar.
(Stand 04/1985) |
102206473 | ||
| Mühle des Doldenseppenhäusle | Doldenseppenhäusle; Hohlengraben 50 (Karte) |
Zum Doldenseppenhäusle gehört eine kleine Hofmühle, die neben dem Baukörper auch mechanische Teile wie z.B. das Wasserrad und die Zuleitung sowie den Mühlteich bewahrt hat.
(Stand 04/1985) |
102209574 | ||
| Hirschsprung-Denkmal | Freiburg/Donaueschingen (Karte) |
Hirsch-Skulptur aus Bronze, in Erinnerung an eine Sage aufgestellt auf dem als „Hirschsprung“ bezeichneten Fels über dem Höllenbach/Rotbach an der Engstelle im Höllental, Entwurf Bildhauer Günther, hergestellt von der Heidelberger Zinkornamenten Fabrik, aufgestellt 1907, Restaurierung 2010 | 102236044 | ||
| Alte Straßenverläufe der Höllentalstraße am Höllsteig | Höllsteig 70, 72/2, 75, 79; Oberhöllsteig (Karte) |
Älterer Abschnitt Alte Steige vom Gasthaus „Zum Sternen“ bis zum „Finsteren Rank“ vor 1857; jüngerer Abschnitt der Fernstraße durch das Höllental von der Sankt Oswaldskapelle bis zur Löffeltalkurve von 1856/57; Straßenbrücke über den Rotbach am jüngeren Abschnitt von 1856/57. Einbogige Gewölbebrücke aus Natursteinmauerwerk, Gewölbe wegen der schrägen Querung des Baches aus versetzt gestaffelten Bogen, rustizierte Bogensteine, Abschlussgesims auf Konsolen, Pfeiler der Brückenbrüstung bez. 1857; der ältere Abschnitt Alte Steige kennzeichnet den Straßenverlauf vor 1857, Ausbau des jüngeren Abschnitts vom Gasthaus „Zum Sternen“ bis zum „Finsteren Rank“ im Zuge der Straßenkorrektion 1856/1857, dem Verkehr übergeben am 22. November 1857 | 102229936 | ||
| Fruchtspeicher | Höllsteig 72/3 (Karte) |
Ursprünglich vom Eckershof (Breitnau Fahrenberg 28)an den Heimatpfad Höllsteig transloziert. Ausweislich einer Datierung am Türsturz 1787 erbaut. Der Speicher, eine Flecklingskonstruktion, hat seine Inneneinrichtung mit Fruchtkästen bewahrt. Den Innenraum verschließt eine Tür in einem Eselsrückengewände. Ihr vorgelegt ist eine weitere Tür mit feinen Stabgittern zum Zweck der guten Durchlüftung des Ernteguts.
(Stand 11/2010) |
102199885 | ||
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Gasthof zum Sternen | Höllsteig 73, 75 (Karte) |
Beim Gasthof zum “Sternen” handelt es sich um eine Sachgesamtheit, bestehend aus dem 1859 erbauten Gasthaus und einem Badhaus. Zum Anwesen gehört auch ein großer Brunnen aus Granit. Beim Gasthaus (Höllsteig 73) handelt es sich um eines jener typischen Steinhäuser, die im Dreisamtal östlich von Freiburg seit dem 19. Jahrhundert die hölzernen Schwarzwaldhäuser ersetzten. Das von einem Satteldach überdeckte Haus zeigt zurückhaltend ruhige Gliederungsformen, die für das frühe 19. Jahrhundert bezeichnend sind.
Das zum Gasthof Sternen gehörige sog. Badhaus (Höllsteig 75) wurde 1873 erbaut. Das zweigeschossige Gebäude weist einen symmetrisch konzipierten Baukörper auf, dessen Fassaden durch Holzwerk reich gestaltet sind. So täuscht im Erdgeschoss eine horizontale Verbretterung Bandrustika vor, während das Obergeschoss eine horizontale Verbretterung mit kunstvoll gesägtem unteren Abschluss aufweist. Die Mitte der Eingangsseite wird durch einen Balkon mit filigranem Holzgeländer unter ausladendem Giebel besonders hervorgehoben. Das Innere weist neben dem Treppenhaus der Erbauungszeit auch einzelne Stuckrahmendecken auf. (Sachgesamtheit) (Stand12/2009) |
102218733 | |
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St. Oswald-Kapelle | Höllsteig 80; Sankt Oswaldkapelle (Karte) |
Mit Kirchhof und Kirchhofmauer etwas erhöht oberhalb der Talsohle. Die Kapelle wurde 1148 durch den Bischof von Konstanz geweiht. Das Weihedatum der Kapelle - damals handelte es sich allerdings um eine Pfarrkirche und keine Kapelle - fällt somit in das 12. Jahrhundert, das für die Besiedlung des Hochschwarzwaldes, insbesondere den Bereich des oberen Höllentals, von großer Bedeutung war. Vermutlich schon im 13. Jahrhundert dürfte die Pfarrei in das günstiger gelegene Breitnau verlegt worden sein. St. Oswald wurde ebenso wie die Kirche in Hinterzarten bis 1799 Filiale von Breitnau. Bei St. Oswald handelt es sich um einen Saalbau mit einem aus der Achse gerückten Triumphbogen. Im Laufe der Jahrhunderte Umbauten und Erweiterungen. Im Innern spätgotischer Flügelaltar.
Bis zum 18. Jahrhundert diente auch der kleine Kirchhof bei St. Oswald als Friedhof der Hinterzartener Einwohner. Beseitigung von Kriegsschäden um 1951(i). (Stand 09/2010) Wenige hundert Meter, ehe sich das Höllental zu dem schluchtartigen Löffeltal verengt und nach dem auf einer Hochfläche gelegene Hinterzarten hinaufführt, liegt die St. Oswald-Kapelle etwas erhöht oberhalb der Talsohle. Die Kapelle wurde 1148 durch den Bischof von Konstanz geweiht (“anno 1148 ecclesia in honorem s. Oswaldi regis et martyris dedicata est per Hermamnnun spiscopum Constantiensem”). Das Weihedatum der Kapelle - damals handelte es sich allerdings um eine Pfarrkirche und keine Kapelle - fällt somit in das 12. Jahrhundert, das für die Besiedlung des Hochschwarzwaldes, insbesondere im Bereich des oberen Höllentals, von großer Bedeutung war. Die St. Oswald-Kapelle war somit die älteste Pfarrkirche für die um die Mitte des 12. Jahrhunderts auf dem Schwarzwald von Breitnau bis zum Feldberg angelegten Bauernhöfe. Vermutlich schon im 13. Jahrhundert dürfte die Pfarrei in das günstigere gelegene Breitnau verlegt worden sein. St. Oswald wurde ebenso wie Hinterzarten bis 1799 Filiale von Breitnau. Allerdings fanden bis ins 18. Jahrhundert hinein noch an bestimmten Festtagen wie zu Weihnachten, Ostern oder Pfingsten Gottesdienste in St. Oswald statt. Bis zum 18. Jahrhundert diente auch der kleine Kirchhof bei St. Oswald als Friedhof der Hinterzartener Einwohner. Wenn auch die umliegenden Gemeinden später eigene Kirchen bauten, so muß doch die kleine St. Oswald-Kapelle im Höllental lange eine große Bedeutung gehabt haben, denn sie wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und erweitert. Die St. Oswald-Kapelle ist mit ihrer bis in die Romanik reichenden Baugeschichte von hoher architekturgeschichtlicher Bedeutung und mit ihrem spätgotischen Altarschrein von besonderer kunstgeschichtlicher Wertigkeit. Mit ihrem Weihedatum 1148 gilt sie als die früheste Kirche des Hochschwarzwaldes und als Mutterkirche der frühen Besiedlungsgebiete im oberen Höllental und den angrenzenden Hochflächen. Die Kapelle ist somit auch von hoher siedlungsgeschichtlicher Bedeutung. |
102144264 | |
| Verkaufsstand | Kirchweg 5/1 (Karte) |
Unmittelbar östlich vom Kirchhof befinden sich drei Hütten, von denen die mittlere - eine schlichte Holzkonstruktion mit Satteldach - als Verkaufsstand diente, der immer sonntags nach Beendigung der Messfeier geöffnet war. In dem Gebäude lebte ein alter Brauch fort, der insbesondere bei Wallfahrtsorten verbreitet war (vgl. Hinterzarten, Beuron, Einsiedeln), dass nämlich im Zusammenhang mit dem Kirchgang verschiedene Dinge - in diesem Fall Backwaren- gekauft werden konnten. 19. Jahrhundert.
(Stand 04/1985) |
102218815 | ||
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Kath. Pfarrkirche St. Johannes und Sebastian mit Kirchhofmauer | Kirchweg 9 (Karte) |
Eine der am frühesten erwähnten Pfarreien des Hochschwarzwälder Raumes (plebanus in Braitenawe in decanatu Wasenwiler 1275). Stattliche Saalkirche mit mächtigem Chorflankenturm an weithin sichtbarer Stelle im Dorf. Bemerkenswert ist die Einbindung der Kirche in die Baustruktur des Ortes, dessen Bebauung durch riemenmäßig hintereinandergereihte Hofgüter charakterisiert wird. Der sich allmählich ausbildende Dorfkern um die Kirche herum ist modernen Datums. Mittelalterlicher Chorflankenturm und Langhaussaal mit eingezogenem polygonal geschlossenem Chor des 18. Jahrhunderts. Der quadratische Turm mit Spitzenbogennische und Kreuzigungsrelief an der Westseite. Dabei dürfte es sich bei der Spitzbogennische an der Westfassade des Turms um den alten Kircheneingang des Vorgängerbaus -wohl eine Westturmkirche - gehandelt haben. Das Innere der Kirche enthält zahlreiche, qualitätvolle, meist aus der Barockzeit bzw. dem Rokoko stammende Ausstattungsstücke. So den Hochaltar, die Seitenaltäre, die Kanzel, das Chorgestühl und eine Pieta. Im Chor Tafelbild mit einer Darstellung des Gastmahls des Herodes vom Ende des 15. Jahrhunderts sowie eine Grabtafel für die 1603 verstorbene Helena Snewelin von Landeckh an der Rückseite des Chorbogens. (Sachgesamtheit)
(Stand 10/2010) |
102144340 | |
| Schulhaus | Kirchweg 11 (Karte) |
Erbaut in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg. Die Konzeption ist das Ergebnis eines Wettbewerbs, zu dem u. a. die Architekten C.A. Meckel, Freiburg und M. Reiher, Freiburg, Entwürfe lieferten (veröffentlicht in: Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen, 9. Jg., 3.Nummer, 20. Januar 1912).
Zur Ausführung gelangte der Entwurf “Neben der blühenden Linde” von M. Reiher. Zweigeschossiger Schulhausbau mit leicht winkelförmigem Grundriss auf niedrigem Kellersockel. Walmdach. Hauptgeschoss mit den Klassenräumen glatt verputzt und durch hohe Rechteckfenster betont. Im verschindelten Obergeschoss Lehrerwohnung. Die großen Dachflächen sind durch die Verteilung kleiner Dachhäuser gegliedert. Im Innern verschiedene Vertäferungen und Türen mit Gewänden der Erbauungszeit. (Stand 04/1985) |
102218868 | ||
| Wirtsmühle | Moos 16 (Karte) |
Die sogenannte Wirtsmühle wurde als Berghaus mit Mühle im 18. Jahrhundert errichtet und gehörte zum ehemaligen Kreuzhof, der neben der Breitnauer Kirche stand und gleichzeitig eine Gastwirtschaft betrieb (heute Kurhaus). Die Wirtsmühle hat wesentliche Teile ihrer originalen Bausubstanz bewahrt, wobei die ursprünglichen Ständer-Bohlen-Wände unter dem Schindelmantel erhalten sind. Ein Walmdach bedeckt das Gebäude.
(Stand 04/1985) |
102219441 | ||
| Kreuze | Nessellachenweg (Karte) |
Südlich unterhalb des Hohwart befinden sich zwei unmittelbar beieinander liegende Kreuze. Es handelt sich dabei zum einen um ein teilweise im Erdreich versunkenes Sühnekreuz aus Stein sowie ein aus dem späten 19. Jahrhundert stammendes Kreuz mit lanzenförmigen Kreuzbalken. Kreuzbalken und Korpus sind aus Metall gefertigt. (Stand 04/1985) | 102227284 | ||
| Hohwarthäusle | Nessellachenweg 5 (Karte) |
Ehemals Berghaus des Hohwartshofs im späten 17. / frühen 18. Jahrhundert errichtet. In sehr exponierter Lage am Steilhang des Höllentals gelegen.
Aufgrund des abfallenden Geländes talseitiger Wohnteil auf sehr hohem Bruchsteinsockel. Die ursprüngliche Ständerbohlenkonstruktion des Hauses unter einem Schindelmantel weitgehend bewahrt. Balkongeländer mit balusterförmigen Pfosten. (Stand 04/1985) |
102218936 | ||
| Bruderhäusle | Nessellachenweg 15 (Karte) |
Berghaus an einem steilen Abhang des Höllentals gelegen. Erbaut im 18. Jahrhundert. Zweigeschossiges Gebäude mit Vorbau an der östlichen Giebelseite. Hoher Bruchsteinsockel. Die Ständerbohlenkonstuktion des Hauses mit zahlreichen Verblattungen ist sehr gut erhalten geblieben und an der Ostseite noch frei sichtbar. Die den Witterungseinflüssen stark ausgesetzte Südwestseite ist mit einer Verschindelung versehen worden. Nur wenig steil ansteigende Büge.
(Stand 04/1985) |
102219232 | ||
| Gasthaus Hirschen | Oberhöllsteig 20 (Karte) |
Einst mit Ratsstube der ehem. Gemeinde Steig, erbaut 1837. Seit 1936 Internatsgebäude der Birklehof-Schule. Stattlicher dreigeschossiger Bau mit Satteldach und rückwärtigem Treppenanbau von 1936. Im Inneren Reste wandfester Ausstattung unterschiedlicher Zeitschichten. | 112454204 | ||
| Löffelmacherhof | Oberhöllsteig 30 (Karte) |
Beim Hofgebäude des Löffelmacherhofs handelt es sich um ein Höhenhaus mit talseitigem Wohnteil. Das Hofgebäude dürfte aus dem 18. Jahrhundert stammen. Den Außenbau beherrscht ein mächtiges Dach mit talseitigem Dreiviertelwalm. Die Fenster sind in weitgehend ursprünglichen Proportionen erhalten geblieben, wobei sich im Bereich der Stube noch das Fensterband erahnen lässt. Die Ständerbohlenkonstruktion dürfte ab Oberkante Stube weitgehend erhalten geblieben sein.
(Stand 04/1985) |
102219696 | ||
| Hofkapelle und Mühle | Oberhöllsteig (Karte) |
Des 1810 erbauten und 1998 abgebrannten Großjockenhofs. Zum Großjockenhof gehört eine unmittelbar an der Bundestrasse gelegene Kapelle. Ein Steinbau mit eingezogener Tür und spitzem Dachreiter, der wohl um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert auf die Kapelle gesetzt wurde.
In der Ravennaschlucht befindet sich die zum Hof gehörige Großjockenmühle (Oberhöllsteig 34/1), ein Ständer-Bohlen-Bau, der nach einem datierten Türsturz 1833 erbaut und 1977 einer durchgreifenden Restaurierung unterzogen wurde. Der Ständer-Bohlen-Bau mit Walmdach enthält noch alle mechanischen Teile sowie die Wasserzuführung und ist wieder voll funktionsfähig. (Sachgesamtheit) (Stand 04/1985) |
102219951 | ||
| Fruchtspeicher | Ödenbach 6 (Karte) |
Der einst zum Konradenhof (Am Wirbstein 17) gehörende Fruchtspeicher wurde nach Ödenbach 16 versetzt. Er weist eine Tür mit Eselsrückensturz auf und dürfte aus dem 18. Jahrhundert stammen. Im Inneren haben sich die charakteristischen Fruchtkästen erhalten. Ein großes Schloß verschließt die Speichertür.
(Stand 11/2010) |
102229251 | ||
| Kapelle und Fruchtspeicher des Baschishof | Ödenbach (Karte) |
Zum Baschishof gehört eine Hofkapelle mit polygonalem Chorschluss, die von einem Dachreiter mit spitzem Helm bekrönt wird. 19. Jahrhundert.
Neben dem Baschishof befindet sich ein Fruchtspeicher mit zwei Geschossen. Konstruktion aus verkämmten Flecklingen. Die Eingangstür zum Erdgeschoss mit Eselsrückensturz. 18./19. Jahrhundert.(Sachgesamtheit) (Stand 04/1985) |
102220235 | ||
| Thomalihof | Ödenbach 15 (Karte) |
Bestehend aus dem Hofgebäude und einem Fruchtspeicher. Beim Hofgebäude handelt es sich um ein Höhenhaus mit senkrecht zum Hang verlaufender Firstlinie und bergseitigem Wohnteil, das im 17. Jahrhundert erbaut worden sein dürfte. Außenbau mit mächtigem Dach, Fensterband im Bereich der Stube. Noch gut erhalten ist auch die große Öffnung zur Dreschtenne. Die Ständerbohlenkonstruktion dürfte ab Oberkante Stube vorhanden sein. Vergleichsweise steile Büge. Das Hofgebäude ist an der Bergseite lediglich im Dachbereich verlängert worden; dadurch brückenartige Verbindung zum Heubergeraum. Talseite gleichfalls erweitert.
Zum Thomalihof gehört ein kleiner, eingeschossiger Fruchtspeicher, dessen Holzkonstruktion mit einem Schindelmantel verkleidet wurde. Der Speicher dürfte im 18. Jahrhundert erbaut worden sein. (Sachgesamtheit) (Stand 04/1985) |
102224595 | ||
| Ehemaliger Postgasthof Adler | Posthalde 85, 86, 88 (Karte) |
Bestehend aus dem Hofgebäude (Posthalde 85), einer Kapelle (Posthalde 88) und einer Scheune (Posthalde 86). Der ehemalige Postgasthof zum Adler ist neben dem ”Sternen“ eines der beiden großen Hofgüter, die das obere Höllental beherrschen. Das große, aus dem späten 18. Jahrhundert stammende Hofgebäude wird durch ein Walmdach abgedeckt. In die vielachsige Hauptfassade führen zwei Eingänge, von denen der eine mit einer doppelläufigen Freitreppe und einem feingliedrigen Geländer der Jahrhundertwende der ehemalige Eingang zur Wirtsstube war, wie das darüberliegende längliche Schild mit der verwitterten Inschrift ”Gasthof zum Adler, Alte Post, Posthalde“ ausweist.
Die dazugehörige, etwas nach hinten abgesetzt stehende Scheune mit geklinkerten Fenstergewänden. Die Kapelle mit polygonal geschlossenem Chor und Dachreiter wurde im 19. Jahrhundert erbaut. Durch eine Tür mit gotisierenden Dekorationsformen betritt man ihr Inneres. (Sachgesamtheit) (Stand 04/1985) |
1189884 | ||
| Wegekreuz | Schanzbirkleshäusle (Karte) |
Mit lanzenförmigen Kreuzbalken und zierlichem Metallkorpus; errichtet im späten 19. Jahrhundert. (Stand 04/1985) | 102236089 | ||
| Schindelmacherhütte | Ravennaschlucht (Karte) |
Verschindelter Ständerbau mit Satteldach. Im Inneren historische Gerätschaften zur Herstellung von Schindeln. 19. Jahrhundert.
(Stand 05/1989) |
102236109 | ||
| Schanzenhäusle | Schanz-Freyel 1 (Karte) |
Bei dem am Türsturz 1799 datierten sog. “Schanzenhäusle” handelt es sich um ein Berghaus, das zum unterhalb gelegenen Vogtsjockeleshof gehört. Die verschindelte Ständerbohlenkonstruktion mit Krüppelwalmdach; Vorkragung an der Talseite und Vorspringen des Obergeschosses über den Stubenfenstern. Türsturz mit Eselsrücken und Datierung 1799 sowie dem Christogramm. Inschriftfeld mit dem Hinweis auf den Spannmeister.
(04/1985) |
102225022 | ||
| Fruchtspeicher des Kernenhäuslehofs | Schanz-Freyel (Karte) |
Zum Kernenhäuslehof gehört ein zweigeschossiger, auf einem gemauerten Sockelgeschoß stehender Fruchtspeicher. Der Bau, der von einem Satteldach bedeckt wird, dürfte seine ursprüngliche Holzkonstruktion aus verzahnten Flecklingen unter dem Schindelmantel bewahrt haben.19. Jahrhundert.
Oberhalb ein Wegkreuz aus Metall mit lanzenförmigen Kreuzbalken und Metallkorpus, 4. Viertel 19. Jahrhundert. (Stand 04/1985) |
102225439 | ||
| Holzschlaghof | Schanz-Freyel 24 (Karte) |
Bestehend aus dem Hofgebäude, einem Fruchtspeicher, einer Mühle und einem Backhaus. Beim Hofgebäude, das bis zum Dachansatz in jüngerer Zeit aufgemauert wurde, handelt es sich um ein Höhenhaus mit senkrecht zum Hang verlaufender Firstlinie, bergseitigem Wohnteil und Krüppelwalmdach. Das Hofgebäude ist an der Berg- und Talseite verlängert worden.
Der am segmentbogigen Türsturz 1884 datierte Fruchtspeicher steht auf einem sehr hohen Bruchsteinsockel, der als Vorratskeller dient. Neben dem Hofgebäude und dem Fruchtspeicher eine Backhaus, ein kleiner Bruchsteinbau mit Satteldach Unterhalb des Hofs, in einer Talmulde gelegen, befindet sich eine Mühle mit zugehörigem Teich. Die Mühle hat ihre technische Einrichtung weitgehend funktionsfähig bewahrt. (Sachgesamtheit) (Stand 04/1985) |
102225536 | ||
| Grenzzeichen | Fondswald Distrikt I (Karte) |
Historische Grenzzeichen der Gemarkungsgrenze Breitnau einschließlich der im Boden befindlichen Zeugen. 18./19. Jahrhundert. Die historischen Grenzzeichen der Gemarkungsgrenze bilden eine Sachgesamtheit.
(Stand 12/2010) |
102240516 | ||
| Holzschlägermühle | Schanz-Freyel 25 (Karte) |
Die in sehr abgelegener und steiler Hanglage befindliche Holzschlägermühle gehörte ursprünglich zum Holzschlaghof und dürfte im späten 18. Jahrhundert erbaut worden sein. Das Gebäude verband die Funktion eines Berghauses mit der einer Mühle. Die Holzschlägermühle hat wesentliche Teile ihrer originalen Bausubstanz. Eine Holzkonstruktion aus Ständer-Bohlen-Wänden, in diesem Fall auf einem gemauerten Sockel, bewahrt. Ein großes Walmdach mit bergseitiger Wiederkehr deckt den Bau ab.
(Stand 04/1985) |
102225761 | ||
| Mühle des Langhansenhofs | Schanz-Freyel (Karte) |
Unterhalb des Hofgebäudes liegt eine Mühle, in deren einfachem Baukörper mit einseitigem Walmdach die mechanischen und technischen Teile wie Schütte, Stein, Mühlstuhl bzw. Wasserrad und Wasserzuleitung weitgehend erhalten geblieben sind.
(Stand 04/1985) |
102225895 | ||
| Wegekreuz | Siedelbach 2 (Karte) |
Wohl aus dem späten 19. Jahrhundert stammendes Wegekreuz mit lanzenförmigen Kreuzbalken und sehr zierlichem Korpus; über dem Korpus eine segmentbogenförmige Verdachung. (Stand 04/1985) | 102240004 | ||
| Sägemühle und Wegekreuz des Bartelshofs | Siedelbach (Karte) |
Bei der Sägemühle des Bartelshofes entstand der Mühlenteil angeblich im Jahre 1761. Die Säge kam um 1840 hinzu, wobei das Holzgatter in den sechziger Jahren durch ein Bundgatter mit Gußeisengestell ersetzt wurde. Oberhalb ehemaliger Mühlteich. Wegkreuz aus Metall mit lanzenförmigen Kreuzbalken. (Sachgesamtheit)
(Stand 04/1985) |
102226101 | ||
| Dupertshof | Siedelbach 4 (Karte) |
Bestehend aus dem Hofgebäude, einer Mühle mit Teich und einem Wegekreuz. Beim Hofgebäude handelt es sich um ein Höhenhaus mit senkrecht zum Hang verlaufender Firstlinie und bergseitigem Wohnteil Das Hofgebäude dürfte im 17./18. Jahrhundert errichtet worden sein. Außenbau mit großem Dach, das heute mit Krüppelwalmen versehen ist. Grundrissdisposition mit zweiteiligem Wohnteil, bestehend aus Stube und Küche, dann durchgehendem Flur mit Treppe zum Obergeschoß und der Kammer. Eine Dreschtenne war nach Aussage der Besitzer nie vorhanden. Das Gebäude dürfte im 19. Jahrhundert an der Berg- und Talseite um einige Meter verlängert worden sein. Liegende Konstruktion über dem Wohnteil und stehende Konstruktion mit Firstständern über dem Stall.
Unterhalb des Hofs befindet sich die Mühle ein verblatteter Ständer-Bohlenbau. Die Mühlenmechanik wurde entfernt. (Sachgesamtheit) (Stand 04/1985) |
102226144 | ||
| Benitzenhof | Siedelbach 6 (Karte) |
Beim Hofgebäude handelt es sich um ein Höhenhaus mit senkrecht zum Hang verlaufender Firstlinie und einem bergseitigen Wohnteil.
Außenbau mit großem Krüppelwalmdach. Fensterband im Bereich der Stube bzw. der darüberliegenden Kammern. Die Eingangstür ist erhöht worden, so dass mit einem Türsturzbalken wohl nicht mehr zu rechnen ist. Die Ständerbohlenkonstruktion des Hofes dürfte wohl vollständig erhalten geblieben sein. Die Büge an der Fassade sind halbsteil ausgebildet. Grundrissdisposition mit zweiteiligem Wohnteil, bestehend aus Stube, Küche, dann durchgehendem Flur mit Treppe zum Obergeschoß und den Kammern. Laut einer dendrochronologischen Untersuchung wurde das Hofgebäude 1586 erbaut. (Stand 04/1985) |
102226219 | ||
| Simonsjörgenhof | Siedelbach 7, 8 (Karte) |
Bestehend aus Hofgebäude (Siedelbach 7), Kapelle und Säge (Siedelbach 8). Das 1947 errichtete Hofgebäude steht mit seiner Firstlinie senkrecht zum Hang. Der Wohnteil befindet sich in freier Lage an der Talseite über einem hohen gemauerten Kellersockel. Das Hofgebäude, das zu wesentlichen Teilen verschindelt ist, nimmt traditionelle Baumotive wie Fensterbänder bzw. breite Balkone (vgl. Kinzigtälerhaus) auf. Die große Dachfläche wird durch symmetrisch verteilte flache Schleppgauben untergliedert.
Bei der Hofkapelle handelt es sich um einen großen Steinbau mit polygonalem Chorschluss und spitzem Dachreiter mit Glocke. Unterhalb des Hofes befindet sich eine Säge. Der Ständerbau auf Bruchsteinsockel hat seine mechanischen Teile weitgehend bewahrt. (Sachgesamtheit) (Stand 04/1985) |
102226242 | ||
| Wegekreuz des späten 19. Jahrhunderts | Weißtannenweg 9 (Karte) |
Mit lanzenförmigen Kreuzbalken. Metallkorpus unter Verdachung; in den Zwickeln zwischen den Kreuzbalken geschwungene Streben.
(Stand 04/1985) |
102226867 | ||
| Wegekreuz des späten 19. Jahrhunderts | Weißtannenweg (Karte) |
mit profiliertem Inschriftensockel und gedrungenen, stämmig wirkenden Kreuzbalken mit Steinkorpus.
(Stand 04/1985) |
102239902 | ||
| Wegekreuz des späten 19. Jahrhunderts
(Stand 04/1985) |
Weißtannenweg (Karte) |
Aus Metall; reich profiliert mit ornamentalen Kreuzbalken; am Kreuzfuß Marienszene. | 102239946 |
Einzelnachweise
Kulturdenkmale der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg. Geoportal Baden-Württemberg, abgerufen am 10. September 2025.