Liste deutscher Dokumentarfilme
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Deutschland 1895–1932
1895–1914
Seit 1895 wurden Dokumentarfilme im Deutschen Kaiserreich gedreht[1]
- 1895: Wintergartenprogramm (mit Das boxende Känguruh), von Max Skladanowsky, erste öffentliche Aufführung von Filmen im Deutschen Reich
- 1896: Ankunft eines Eisenbahnzuges, Leben und Treiben am Alexanderplatz in Berlin, Unter den Linden, Die Wache tritt ans Gewehr, Alarm bei der Berliner Feuerwehr, Ausfahrt nach dem Alarm, von Max Skladanowsky
- 1908: Der Räuberhauptmann von Köpenick und seine Begnadigung
- 1909: Besuch des englischen Königspaares in Berlin am 9.2.1909
- 1909: Zeppelin III in Berlin am 29.8.1909
- 1911 Das verkehrte Berlin, von Guido Seeber, mit rückwärts gezeigten Aufnahmen
- 1913: Mit der Kamera im ewigen Eis. Die Tragödie der Schröder-Stranz-Expedition
1914–1918
Während des Ersten Weltkrieges wurden zahlreiche Propagandafilme vom Bild- und Filmamt (BUFA) produziert
- 1917: Der Kaiser bei unseren türkischen Verbündeten
- 1917: Graf Dohna und seine Möwe
- 1917: Der magische Gürtel, aus dem Mittelmeer
- 1917: Bei unseren Helden an der Somme,
- 1917: Luftkämpfe. Ein Tag bei einer Jagdstaffel im Westen
- 1918: S.M. Hilfskreuzer „Wolf“, aus Kiel
1919–1932
In der Weimarer Republik entstanden viele Dokumentarfilme, die meist als Kulturfilme bezeichnet wurden. Zu den bekanntesten gehören[2][3]
- 1920/1921: Das Wunder des Schneeschuhs, von Arnold Fanck, 66 min., Skilehr- und Naturfilm, erster Dokumentarfilm in Spielfilmlänge weltweit
- 1922: Die Grundlagen der Einsteinschen Relativitätstheorie
- 1922–1925: Das Blumenwunder, Zeitrafferaufnahmen von Pflanzen
- 1922–1930: Schaffende Hände, von Hans Cürlis, über 60 Kurzfilme von bildenden Künstlern bei der Entstehung eines Werkes
- 1924: Das Wolkenphänomen von Maloja, von Arnold Fanck, Kurzfilm
- 1925: Wunder der Schöpfung, Lehrfilm über das Universum
- 1925: Wege zu Kraft und Schönheit von Wilhelm Prager, Plädoyer für mehr gesunde Bewegung, einer der wichtigsten Dokumentarfilme dieser Zeit
- 1925: Die Stadt der Millionen. Ein Lebensbild Berlins, von Adolf Trotz, experimenteller Film
- 1927: Berlin. Die Sinfonie der Großstadt, von Walter Ruttmann, gilt als einer der bedeutendsten deutschen Dokumentarfilme überhaupt
- 1927/1928: Der Weltkrieg, von Leo Lasko, zweiteiliger Kompilationsfilm
- 1927–1930: Im Auto durch zwei Welten, von Carl Axel Söderström, Roadmovie mit Clärenore Stinnes einmal um die Erde
- 1928: Mit der Kamera durch Alt-Berlin, von Franz Engel, Kurzfilm
- 1928: Im Schatten der Maschine, von Albert Viktor Blum und Leo Lania, kritischer Kurzkompilationsfilm über die neue Technik
- 1928: Weltwende. Zehn Jahre Republik. Zehn Jahre Sowjetunion, von Carl Junghans, längerer Kompilationsfilm
- 1929: Blutmai 1929, von Phil Jutzi (?) und mehreren Kameramännern, Kurzfilm über gewaltsame Ausschreitungen der Berliner Polizei gegen Demonstranten am 1. Mai 1929
- 1929: Markt in Berlin von Wilfried Basse, Kurzfilm über einen Markttag am Wittenbergplatz, mit versteckter Kamera
- 1929: Melodie der Welt, von Walter Ruttmann, Kompilationsfilm
- 1930: Zeitprobleme: Wie der Arbeiter wohnt, von Slatan Dudow, Kurzfilm
- 1930: Im Schatten der Weltstadt, von Albert Viktor Blum, Kurzfilm über Gegensätze von reich und arm in Berlin
- 1931: Flegeljahre einer Weltstadt, von Heinrich Hauser, Kurzfilm über Chicago
- 1931: Bunte Tierwelt, von Ulrich K. T. Schulz, erster deutscher Farbfilm
- 1932: Verkannte Menschen, von Alfred Kell, über Gehörlose
- 1932: Erwerbslose kochen für Erwerbslose, von Ella Bergmann-Michel, Kurzfilm, erster Dokumentarfilm einer Filmemacherin mit häufigeren Aufführungen
- 1932: Fliegende Händler in Frankfurt am Main, von Ella Bergmann-Michel, Kurzfilm über illegalen Markt mit versteckter Kamera
- 1932: Großstadt-Zigeuner, von László Moholy-Nagy, Kurzfilm über Romasiedlungen am Rande von Berlin, nur eine geschlossene Vorführung 1933, danach erst wieder seit 1971
- 1932–1934 Alexanderplatz überrumpelt, von Peter Pewas, unvollendeter Kurzfilm, über Alltagsleben in Berlin
Dokumentarfilme mit kurzer Spielfilmhandlung
Zu den bekanntesten Dokumentarfilmen mit einer kurzen Spielfilmhandlung aus dieser Zeit gehörten (keine Dokudramas)
- 1926: Milak, der Grönlandjäger, über eine Expedition
- 1926: Die Biene Maja und ihre Abenteuer, von Waldemar Bonsels, Naturfilm mit Handlung
- 1927: Natur und Liebe. Vom Urtier zum Menschen, von Ulrich K. T. Schulz, über die Entwicklung des Lebens von den Anfängen bis zur Gegenwart
- 1929: Menschen am Sonntag, von Edgar G. Ulmer und Robert Siodmak, Drehbuch Billy Wilder, mit vielen Dokumentaraufnahmen des Alltags in Berlin
- 1929: Um’s tägliche Brot (Hunger in Waldenburg) von Piel Jutzi
- 1929: Brüder, von Werner Hochbaum
- 1929: Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt?, von Söatan Dudow, bekanntester proletarischer Film aus dieser Zeit
Deutschland 1933–1945
Die bedeutendste Dokumentarfilmerin dieser Zeit war Leni Riefenstahl, besonders ihre Filme Olympia und Triumph des Willens gelten als künstlerisch anspruchsvoll trotz der politischen Ausrichtung.[4] Die meisten anderen deutschen Dokumentarfilme dieser Ära waren stark propagandistisch beeimflusst.[5]
Ostdeutschland 1946–1990
DEFA-Dokumentarfilme
Im DEFA-Studio für Dokumentarfilme entstanden etwa 10.000 Produktionen zwischen 1946 und 1993, die meisten davon Kurzfilme. Zu den bedeutendsten gehören[6][7]
- 1960–2006 Die Kinder von Golzow, von Winfried und Barbara Junge, Langzeitdokumentation über Bewohner eines Dorfes
- 1985–1988 Flüstern und Schreien von Dieter Schumann, über unangepasste Jugendbands in der DDR
- 1988 Winter adé, von Helke Misselwitz, kritischer Film über die Situation von Frauen in der DDR
Weitere wichtige Dokumentarfilmer waren Jürgen Böttcher, Volker Koepp und weitere.
Fernsehdokumentationen
Im Fernsehen der DDR (zeitweise Deutscher Fernsehfunk) wurden zahlreiche Reportagen und Dokumentationen gezeigt. Diese waren aber meist staatsnaher als einige DEFA-Dokumentarfilme, da sie ein breiteres Publikum erreichten und stärker kontrolliert wurden. Einige wurden speziell vom DEFA-Studio für Dokumentarfilme für das Fernsehen hergestellt und nur dort gezeigt (siehe DEFA-Dokumentarfilme, bei Bemerkungen zu den einzelnen Filmen).
Einige Dokumentarfilme, die vom DDR-Fernsehen produziert wurden, waren (kleine Auswahl)
- 1970 Sonntag, den ..., von Bernd Scharioth, mit Texten von Brigitte Reimann und Liedern mit Manfred Krug, 1977 verboten, 1984 vernichtet, 2023 Kopie entdeckt
- 1973 Ändere die Welt, sie braucht es, von Günter und Jutta Lippmann, über den Komponisten Hanns Eisler
- 1977 Berliner in Pankow, von Ulrich Teschner
- 1980 Ein Haus in Berlin Prenzlauer Berg, von Rainer Pavel, mit Gesprächen mit Hausbewohnern, zum Buch Berliner Mietshaus von Irina Liebmann
- 1983 Gundi Gundermann, von Richard Engel, über den populären Sänger
- 1986 Offiziere (1986), über zwei NVA-Offiziere
- 1986 Chef des Generalstabes oder Tod auf dem Schafott, von Ulrich Teschner, über Henning von Treskow
- 1989 Ist Leipzig noch zu retten?, von Gerlinde Marquardt, für neues Politikmagazin Klartext, über verfallende Altbausubstanz
- 1990 Inside – Outside, von Lilly Grote, für Klartext, über Wohnheim für moçambiquanische und angolanische Kinder
Staatliche Filmdokumentation
Beim Filmarchiv der DDR gab es eine Arbeitsgruppe Staatliche Filmdokumentation, die Filme über Personen, historische Straßen in Berlin-Mitte und weitere Sachthemen anfertigte, die aber in der Regel nicht öffentlich gezeigt wurden. Diese unterlagen keiner formalen Zensur und boten so ein authentischeres Bild des DDR-Alltags als die meisten öffentlich gezeigten Filme. Über 300 sind erhalten und einsehbar, zu den bemerkenswertesten gehören
- 1973 Ackerstraße, von Veronika Otten, mit Ansichten der Grenzanlagen in Berlin
- 1979 Almstadtstraße, von Veronika Otten, mit Gesprächen zur jüdischen Geschichte der Straße
- 1984 Das Haus, von Thomas Heise, mit Aufnahmen aus dem Berolinahaus am Alexanderplatz bei verschiedenen Behörden
- 1985 Volkspolizei, von Thomas Heise, aus einem Polizeirevier mit authentischen Aufnahmen des Berufsalltags
Studentenfilme
An der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg drehten die Studierenden jeweils mehrere Filme, darunter auch Dokumentarfilme. Einige waren recht innovativ. Diese werden in der Gegenwart gelegentlich bei Retrospektiven auf Filmfestivals und in Programmkinos gezeigt.
Weitere Filmdokumentationen
Daneben ließen viele Einrichtungen und Organisationen Lehrfilme und Dokumentationen anfertigen, darunter Betriebe (wie die Deutsche Reichsbahn[8]), Massenorganisationen, die Nationale Volksarmee und Ministerien. Erhalten sind auch einige Lehrfilme des Ministeriums für Staatssicherheit.
Filme von kleineren Filmstudios waren
- 1946 Befreite Musik, von Peter Pewas, Demo-Film, über die Wiedereröffnung der Staatsoper in Berlin, erster deutscher Dokumentarfilm der Nachkriegszeit
- 1981 Hilfe, ich bin eine Frau! von Edith und Joachim Schneider, Betriebsfilmstudio des VEB Braunkohleschachtbohrungen Welzow, Satire über die angebliche Gleichberechtigung in der DDR
Westdeutschland 1946–1990
Zu den wichtigsten westdeutschen Dokumentarfilmern dieser Zeit gehörten Bernhard und Michael Grzimek, Peter Nestler, Klaus Wildenhahn, Erika Runge, Helmut Herbst, Eberhard Fechner, Werner Herzog, Theo Gallehr, Rolf Schübel, Peter Schamoni, Peter Krieg, Jutta Brückner, Helke Sander, Peter Heller, Harun Farocki und Wim Wenders. Es sind einige bekanntere Dokumentarfilme aufgeführt, weitere sind in den Artikeln zu den Regisseuren angegeben[9]
1951
- Abenteuer im Roten Meer, von Hans Hass, Taucherfilm
1952
- Der gehorsame Rebell, von Curt Oertel, erster Lutherfilm nach 1945, mit Aufnahmen in Ost- und Westdeutschland
- Portugal, unbekanntes Land am Meer, von Alfred Ehrhardt
1953
- Nanga Parbat, von Hans Ertl, über die Erstbesteigung des Nanga Parbat
- Bis fünf nach zwölf – Adolf Hitler und das 3. Reich
1954
- Schicksal und Vermächtnis, von Alfred Ehrhardt, Soldatengräber vom Nordkap bis Nordafrika
- Unternehmen Xarifa, von Hans Hass, Taucherfilm
1955
- Im Schatten des Karakorum, von Eugen Schuhmacher, über Expedition in der Wuste
1956
- Kein Platz für wilde Tiere, von Michael und Bernhard Grzimek
- Stählerne Adern, von Hugo Niebeling, Film über die Produktion nahtloser Stahlrohre
- Gold aus Gletschern, von Luis Trenker
- Schöpfung ohne Ende, von Karl G’schrey, Film über die Chemieindustrie
1958
- Im Zauber der Kordilleren – Das Reich der Inkas und Indios, von Martin Schliessler
- Er ging an meiner Seite, von Peter Pewas, über den Zweiten Weltkrieg
- Traumstraße der Welt, 1. Teil, von Hans Domnick, Reisefilm von Alaska bis Mexiko
1959
- Serengeti darf nicht sterben, von Michael und Bernhard Grzimek, erster Oscar für einen deutschen Dokumentarfilm
- Paradies und Feuerofen, von Herbert Viktor, Film über Israel
- Impuls unserer Zeit, von Otto Martini, Film über Elektrotechnik
1960
- Mein Kampf, von Erwin Leiser, über Hitler, die Nazi-Diktatur und den 2. Weltkrieg
1961
- Brutalität in Stein, von Alexander Kluge und Peter Schamoni, über das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg
- Eichmann und das 3. Reich, von Erwin Leiser
- Kahl, von Haro Senft, über das Kernkraftwerk Kahl, Oscar-Nominierung
- Moshi-Moshi (Hallo Japan), von Hans H. Hermann und Walter Knoop
1962
- Vom Zaren bis zu Stalin, von Raphael Nussbaum und Peter Rosinski
- Galápagos – Trauminsel im Pazifik, von Heinz Sielmann
- Alvorada – Aufbruch in Brasilien, von Hugo Niebeling
- Traumstraße der Welt, 2. Teil, von Hans Domnick, Reisefilm über Südamerika
- Notabene Mezzogiorno, von Hans Rolf Strobel und Heinrich Tichawsky, über Bodenreform und Industrialisierung in Süditalien
- Flying Clipper – Traumreise unter weißen Segeln, von Hermann Leitner und Rudolf Nussgruber, über schwedisches Segelschulschiff im Mittelmeer
1963
- Am Siel, von Peter Nestler, über ein Dorf an der Nordsee
1964
- Nisshin Geppo – Großes Sportland Japan, von Gert Abelbeck
- Aus der Geschichte der Menschheit, von Hans-Joachim Hossfeld, über archäologische Entdeckungen im Irak, Iran und der Türkei
- Ödenwaldstetten, von Peter Nestler, über ein Dorf in Baden-Württemberg
- Bagnolo – Dorf zwischen schwarz und rot, von Bruno Jori, über ein Dorf in Italien
1965
- Der vorletzte Akt, von Walter Krüttner, über das KZ Theresienstadt
1966
- Von Griechenland, von Peter Nestler
- Alaska – Wildnis am Rande der Welt, von Eugen Schuhmacher und Freimut Kalden
- Das Wunder von Mailand, von Hans Rolf Strobel und Heinrich Tichawsky, über die Vorstädte von Mailand
- Ski-Faszination, von Willy Bogner junior
1967
- Romy – Portrait eines Gesichts, von Hans-Jürgen Syberberg, über Romy Schneider
- Die letzten Paradiese, von Eugen Schuhmacher , über gefährdete Tierarten
- Die widerrechtliche Ausübung der Astronomie, von Peter Schamoni, über den Astronomen Ernst Wilhelm Leberecht Tempel
- Zum Beispiel Bresson, von Theodor Kotulla, über den französischen Regisseur Robert Bresson
- Der Polizeistaatsbesuch – Beobachtungen unter deutschen Gastgebern, von Roman Brodmann, NDR, über den Schahbesuch in West-Berlin und die Folgen, einer der wichtigsten deutschen Dokumentarfilme dieser Zeit mit mehreren Filmpreisen
- Herbst der Gammler, von Peter Fleischmann
- Helga – Vom Werden des menschlichen Lebens
1968
- Warum ist Frau B. glücklich?, von Erika Runge, mehrere Preise
- Heiligabend auf St. Pauli, von Klaus Wildenhahn
1969
- Nachrede auf Klara Heydebreck, von Eberhard Fechner, über eine West-Berliner Rentnerin, die sich das Leben nahm, mit drei Filmpreisen
- Der deutsche Kleinstädter, von Theo Gallehr und Rolf Schübel
1970
- Sex-Business – Made in Pasing, von Hans-Jürgen Syberberg, über den Filmproduzenten Alois Brummer
- Erinnerungen an die Zukunft, von Harald Reinl, Verfilmung von Erich von Dänikens Bestseller
- Zigeuner sein, von Peter Nestler, über die Geschichte und Situation von Sinti und Roma
1971
- Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt, von Rosa von Praunheim
- Rote Fahnen sieht man besser, von Theo Gallehr und Rolf Schübel, über entlassene Arbeiter, mehrere Preise
- Land des Schweigens und der Dunkelheit, von Werner Herzog, über taubblinde Frau
1972
- Hundertwassers Regentag, von Peter Schamoni
- Richtung 2000 – Vorschau auf die Welt von morgen, von Arno Schmuckler und Peter Kerstan
1973
- Macht die Pille frei?, von Helke Sander, einer der wichtigsten westdeutschen Frauendokumentarfilme dieser Zeit
- Es kommt drauf an, sie zu verändern, von Claudia von Alemann, über die Ausbeutung von Fabrikarbeiterinnen, wichtiger Frauendokumentarfilm
- Schlacht um Berlin, von Franz Baake und Jost van Moor, über Kämpfe von 1945
1974
- Flaschenkinder, von Peter Krieg, über Kindernahrung eines Schweizer Konzerns in Afrika
- 5 Bemerkungen zum Dokumentarfilm, von Gisela Tuchtenhagen
- Die große Ekstase des Bildschnitzers Steiner, von Werner Herzog, über Skispringer, Grimme-Preis
- Analphabeten in zwei Sprachen, von Mehrangis Montazami-Dabui, über türkische Kinder in West-Berlin
- Allein machen sie dich ein, von Rauch-Haus-Kollektiv, über junge Bewohner eines besetzten Hauses in Berlin-Kreuzberg
1975
- Die Stationen der Lore Diener, von Ulrich Leinweber und Friedhelm Fett, über KZ-Überlebende, die in West-Berlin keine Anerkennung erhielt
- Tue recht und scheue niemand. Das Leben der Gerda Siepebrink, von Jutta Brückner
1976
- Ich bin ein Antistar – Das skandalöse Leben der Evelyn Künneke, von Rosa von Praunheim
1977
- Wer will krank sein auf der Welt?, von Maximiliane Mainka, über das Universitätsklinikum Ulm
- Wachsam Tag und Nacht, über erfolgreiche Proteste gegen eine geplante Betriebsstillegung in Speyer
- Hitler – Eine Karriere, von Joachim Fest und Christian Herrendoerfer
- Fluchtweg nach Marseille, von Ingemo Engström und Gerhard Theuring, über den Fluchtweg der deutschen Emigration in Frankreich 1940/41
- Der Garten Eden, von Lutz Mommartz, über Landschaft und Leute am Niederrhein
1978
- Ich denke oft an Hawaii, von Elfi Mikesch, über eine 16jährige Berlinerin und ihre Mutter
- Deutschland im Herbst, von Alf Brustellin, Hans Peter Cloos, Rainer Werner Fassbinder, Alexander Kluge, Beate Mainka-Jellinghaus, Maximiliane Mainka, Edgar Reitz, Katja Rupé, Volker Schlöndorff, Peter Schubert, Bernhard Sinkel, über die RAF, mit Filmpreisen
- Was denken Sie von mir?, von Cornelia Schlingmann
- Zwischen zwei Kriegen, von Harun Farocki
1979
- Tally Brown, New York, von Rosa von Praunheim
- Von wegen „Schicksal“, von Helga Reidemeister, über eine geschiedene Mutter in West-Berlin
- Derby Fever USA, von Roland Klick, über das Kentucky Derby
- Lebens-Geschichte des Bergarbeiters Alphons S., von Gabriele Voss und Christoph Hübner
- Unversöhnliche Erinnerungen, von Klaus Volkenborn, Johann Feindt und Karl Siebig, über zwei deutsche Kämpfer im Spanischen Bürgerkrieg auf den beiden gegensätzlichen Seiten
- Monarch, von Manfred Stelzer und Johannes Flütsch, über einen Glücksspielautomatenausräumer
- Begegnung mit der alten Heimat, von Thomas Hartwig, über ein Besuchsprogramm für ehemalige jüdische Berliner in Israel in ihre alte Heimatstadt zu kommen
1980
- Der Kandidat, von Stefan Aust, Volker Schlöndorff, Alexander Kluge und Alexander von Eschwege, über den Kanzlerkandidaten Franz Josef Strauß
- Nick’s Film – Lightning Over Water, von Wim Wenders und Nicholas Ray
- Septemberweizen, von Peter Krieg, über weltweite Nahrungsmittelverteilung
- Das höchste Gut einer Frau ist ihr Schweigen, von Gertrud Pinkus
- Die Generalprobe, von Werner Schroeter, über das Theaterfestival von Nancy
- Schamanen im Blinden Land, von Michael Oppitz, ethnographischer Film aus Nepal
- Mbogos Ernte oder Die Teilung der Welt, von Peter Heller, über tansanische Baumwollbauern und ihre Abhängigkeit vom Weltmarkt
1981
- Zeugen – Aussagen zum Mord an einem Volk, von Karl Fruchtmann, erste Fernsehdokumentation über die Schoah, mit Berichten von 60 Überlebenden in Israel und Polen
1982
- Berliner Stadtbahnbilder, von Alfred Behrens
- Von Richtern und anderen Sympathisanten, von Axel Engstfeld, über die Nazivergangenheit deutscher Richter und Staatsanwälte
- Menschen wie aus Glas, von Lienhard Wawrzyn, über den Alltag einer Berliner Rentnerin
1983
- Mit starrem Blick aufs Geld, von Helga Reidemeister, über das Fotomodell Hilde Kulbach
- Sydney an der Wupper – Dreamtime, von Bettina Woernle, über die australische Tänzerin Meryl Tankard am Tanztheater Wuppertal Pina Bausch
- Der Versuch zu leben, von Johann Feindt, über ein Krankenhaus in Berlin
- Die nackten Füße Nicaraguas, von Rolf Neddermann und Manfred Vosz, über eine Fähre aus Bremen als Geschenk nach Nicaragua
1984
- Marlene, von Maximilian Schell
- Der Prozeß. Eine Darstellung des Majdanek-Verfahrens in Düsseldorf, von Eberhard Fechner, 3 Teile, über den Gerichtsprozess 1975–1981[10]
1985
- Die Kümmeltürkin geht, von Jeanine Meerapfel
- Dschungelburger – Hackfleischordnung. international, von Peter Heller, über Lieferketten von Rindfleisch, mehrere Preise
1986
- Ganz unten, von Jörg Gfrörer, Film zu Günter Wallraffs Buch Ganz unten
1987

- Rendezvous unterm Nierentisch, über Werbefilme in den 50er Jahren
- Spaltprozesse, von Bertram Verhaag und Claus Strigel
1988
- Der Indianer, von Rolf Schübel, über einen an Kehlkopfkrebs erkrankten Mann
- Als die Liebe laufen lernte. Die Aufklärungsrolle, von Michael Strauven, über Aufklärungsfilme in der Bundesrepublik
1989
- Restrisiko, von Bertram Verhaag und Claus Strigel, Trilogie über das AKW Wackersdorf
- American Beauty Ltd., von Dieter Marcello, über die Entwicklung von Detroit und der amerikanischen Autoindustrie im 20. Jahrhundert
- Die Spur des Vaters – Nachforschungen über einen unbeendeten Krieg, von Christoph Boekel, Rekonstruktion der Route seines Vaters als Soldat in der Sowjetunion
- Aufzeichnungen zu Kleidern und Städten, von Wim Wenders, über den japanischen Modeschöpfer Yōji Yamamoto, nominiert für den Dokumentarfilm-Oscar
1989/1990
- Step Across the Border, von Nicolas Humbert und Werner Penzel, über einen Multiinstrumentalisten
- Novembertage. Stimmen und Wege, von Marcel Ophüls, über Ereignisse in der DDR
Deutschland seit 1991
Siehe auch
Literatur
- Lexikon des internationalen Films, seit 1975, mit vielen deutschen Dokumentarfilmen
- Thomas Bräutigam: Klassiker des deutschsprachigen Dokumentarfilms. Marburg, 2019 Auszüge, mit den wichtigsten deutschen Dokumentarfilmen
- Peter Zimmermann: Dokumentarfilm in Deutschland. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Bonn 2022 Buchanfang Rezension
- Peter Zimmermann (Hrsg.): Geschichte des dokumentarischen Films in Deutschland. 3 Bände. 2005, für die Jahre 1895–1945
Weblinks
Category:German documentary films (Q6841168)
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