Liste von Luftfahrt-Zwischenfällen ab 2020
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Dies ist eine Teilliste von Luftfahrt-Zwischenfällen seit dem Jahr 2020 beim Betrieb von Verkehrsluftfahrzeugen. Für übrige Zeitspannen siehe Listen von Luftfahrt-Zwischenfällen.
Für militärische Zwischenfälle siehe Liste von Zwischenfällen (Militärluftfahrt) ab 1981.
Für Zwischenfälle von Luftfahrzeugen der Allgemeinen Luftfahrt siehe Liste von Zwischenfällen (Allgemeine Luftfahrt).
In diese Liste sollen nur Unfälle eingetragen werden, die den Relevanzkriterien für Zwischenfälle genügen.
Einträge mit eigenem Artikel in Wikipedia sind mit (A) gekennzeichnet.
| Auflistung nach Jahr |
| 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026 |
Liste
2020
- (A) 8. Januar – Eine Boeing 737-800 der Ukraine International Airlines (Luftfahrzeugkennzeichen UR-PSR) verunglückte kurz nach dem Start vom Flughafen Teheran-Imam Chomeini nach Raketenbeschuss durch das iranische Militär. An Bord befanden sich 176 Personen (167 Passagiere und 9 Crew-Mitglieder). Es gab keine Überlebenden (siehe auch Ukraine-International-Airlines-Flug 752).[1][2]
- (A) 23. Januar – Ein US-amerikanisches Löschflugzeug des Typs Lockheed EC-130Q Hercules der US-amerikanischen Coulson Aviation (N134CG) stürzte über dem Gebiet Peak View nordöstlich von Cooma, New South Wales, Australien bei Löscharbeiten ab. Die 3 Besatzungsmitglieder starben (siehe auch Coulson-Aviation-Flug B134).[3][4]
- (A) 5. Februar – Eine Boeing 737-800 der türkischen Pegasus Airlines (TC-IZK) setzte bei der Landung am Flughafen Istanbul-Sabiha Gökçen bei starkem Regen erst sehr spät auf der Landebahn auf und rutschte über deren Ende hinaus in eine Begrenzungsmauer des Flughafengeländes. Dabei brach der Rumpf an zwei Stellen und ein Triebwerk geriet in Brand. Bei dem Unfall wurden drei Personen getötet und 179 verletzt (siehe auch Pegasus-Airlines-Flug 2193).[5]
- (A) 4. Mai – Eine Embraer EMB 120 der kenianischen African Express Airways (5Y-AXO) stürzte auf einem Flug mit 4 Passagieren und zwei Besatzungsmitgliedern an Bord im Anflug auf Berdale (Somalia) ab, nachdem sie von äthiopischen Truppen beschossen worden war. Keiner der an Bord befindlichen Menschen überlebte den Absturz (siehe auch African-Express-Airways-Flug 711).[6][7]
- (A) 22. Mai – Ein Airbus A320-214 der Pakistan International Airlines (Luftfahrzeugkennzeichen AP-BLD) verunglückte kurz vor der Landung am Flughafen Karatschi. Die Piloten flogen beim ersten Anflug viel zu hoch und zu schnell an, worauf der Fluglotse sie mehrfach hinwies. Trotzdem setzten sie den Anflug fort. Beim ersten Landeversuch schlug das Flugzeug mit eingefahrenem Fahrwerk etwa 1300 Meter, 1650 Meter und 2100 Meter hinter der Schwelle der Landebahn mehrfach mit den Triebwerken auf selbiger auf, wobei die Triebwerke beschädigt wurden. Trotzdem wurde das auf dem Bauch rutschende Flugzeug durchgestartet und die Piloten zwangen ihre schwer beschädigte Maschine wieder in die Luft. Aufnahmen von Augenzeugen zeigen, dass die Triebwerke an der Unterseite Schleifspuren aufwiesen. Während einer Platzrunde fielen dann auf 1800 Fuß Höhe beide Triebwerke aus. Aufgrund der geringen Höhe gelang es den Piloten nicht mehr, zum Flughafen zurückzukehren. Das aus Lahore kommende Flugzeug stürzte mit hochgezogener Nase 1400 Meter östlich der Landebahn in ein dicht besiedeltes Wohngebiet, wobei 89 der 91 Passagiere und alle acht Besatzungsmitglieder ums Leben kamen. Am Boden gab es ein Todesopfer und sieben Verletzte, während 19 Gebäude beschädigt und etwa ein Dutzend Fahrzeuge zerstört wurden. Der Absturz wurde von mindestens zwei Überwachungskameras aufgenommen (siehe auch Pakistan-International-Airlines-Flug 8303).[8][9]
- (A) 7. August – Eine Boeing 737-800 der Air India Express (VT-AXH) überrollte bei der Landung am Flughafen Calicut bei Kozhikode das Landebahnende und zerbrach hinter dem Cockpit, wobei der vordere Rumpfabschnitt zerstört wurde. Dabei wurden beide Piloten und 19 Passagiere getötet und über 100 weitere verletzt. An Bord der aus Dubai kommenden Maschine befanden sich 184 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder. Laut ersten Erkenntnissen landete die Maschine mit etwa 12 Knoten Rückenwind und bei starkem Monsunregen erst 100 Meter hinter dem Ende der Aufsetzzone (siehe auch Air-India-Express-Flug 1344).[10][11]
- 22. August – Eine Antonow An-26B der südsudanesischen South West Aviation (EX-126) stürzte kurz nach dem Start vom Flughafen Juba (Südsudan) ab. Das Flugzeug war auf dem Weg nach Wau und Aweil. Die in Kirgisistan registrierte Maschine war mit 8 Tonnen Fracht um 2,5 Tonnen überladen. Von der russischen Besatzung und 8 Passagieren an Bord überlebte nur eine Person schwer verletzt. Außerdem gab es 9 Todesopfer am Boden (siehe auch Flugunfall einer Antonow An-26 bei Juba 2020).[12][13]
2021
- (A) 9. Januar – Eine Boeing 737-500 der indonesischen Sriwijaya Air (Luftfahrzeugkennzeichen PK-CLC) stürzte vier Minuten nach dem Start vom Flughafen Soekarno-Hatta (Indonesien) durch einen Strömungsabriss in die Javasee. Das Flugzeug befand sich auf dem Weg zum Flughafen Supadio in Pontianak. Alle 62 Insassen, 56 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder, kamen ums Leben (siehe auch Sriwijaya-Air-Flug 182).[14][15]
- 2. März – Eine Let L-410 der südsudanesischen South Supreme Airlines mit dem gefälschten kolumbianischen Luftfahrzeugkennzeichen HK-4274 stürzte kurz nach dem Start von einer unbefestigten Piste in Pieri (Südsudan) ab, wobei alle 10 Insassen, die beiden Piloten und acht Passagiere, ums Leben kamen.[16] Die Betreibergesellschaft South Supreme Airlines hatte dasselbe Flugzeug schon vorher mit dem ebenfalls gefälschten gabunischen Kennzeichen TR-KSS betrieben.[17][18]
- 12. Mai – Ein Frachtflugzeug des Typs Swearingen SA226-TC Metro II der US-amerikanischen Key Lime Air (N280KL), mit welcher ein Charterfrachtflug durchgeführt wurde, kollidierte im Anflug auf den Flughafen Centennial (nahe Denver, Colorado, USA) mit einer privaten Cirrus SR22 (N416DJ). Obwohl infolge der Kollision die Rumpfoberseite der Metro im hinteren Bereich großflächig auf- bzw. abgerissen wurde, gelang es den Piloten, das Flugzeug unter Kontrolle zu behalten und diese sicher zu landen. Der Pilot der Cirrus aktivierte das Gesamtrettungssystem, sodass die Maschine an einem Fallschirm zu Boden glitt. Bei dem Unfall gab es unter den insgesamt drei Insassen der beiden Maschinen keine Todesopfer.[19]
- (A) 2. Juli – Ein Frachtflugzeug des Typs Boeing 737-200 der US-amerikanischen Trans Executive Airlines (Transair Cargo) (N810TA) wurde 12 Minuten nach dem Start vom Flughafen Honolulu drei Kilometer vor der Küste der Hawaii-Insel Oʻahu notgewassert. Das Flugzeug befand sich auf einem Nachtflug[20] nach Kahului, als das Triebwerk Nr. 2 (rechts) ausfiel. Kurz darauf wurden auch Probleme mit dem Triebwerk Nr. 1 gemeldet, was aber daran lag, dass der Kapitän auf Zuruf des Kopiloten den Schubhebel Nr. 1 kritiklos[21] auf Null zurückgezogen und damit das falsche Triebwerk lahmgelegt hatte.[22] Die Piloten versuchten, zum Flughafen zurückzukehren, mussten aber 9 Kilometer westsüdwestlich davon notwassern. Der Kopilot wurde nach Eintreffen der Rettungskräfte auf treibender Fracht liegend gerettet, der Kapitän stand auf dem gerade noch herausragenden Heck des versinkenden Flugzeugs. Wenige Sekunden danach versank es vollständig und er konnte schwimmend gerettet werden. Beide wurden verletzt (siehe auch Transair-Flug 810).[23][24][25][26][27]
- (A) 6. Juli – Ein Passagierflugzeug des Typs Antonow An-26B-100 der russischen Regionalfluggesellschaft Petropavlovsk-Kamchatsky Air Enterprise (RA-26085) kollidierte bei schlechten Sichtbedingungen mit einer Klippe. Es befand sich im Landeanflug auf den Flughafen von Palana. Das Flugzeug kam von Petropawlowsk-Kamtschatski in Russlands fernem Osten. Die Bürgermeisterin von Palana, Olga Mokhirewa, war an Bord der Maschine. Alle 28 Insassen (sechs Besatzungsmitglieder und 22 Passagiere) wurden bei diesem CFIT (Controlled flight into terrain) während eines Sichtanfluges getötet (siehe auch Kamchatka Aviation Enterprise Flug PTK-251).[28][29]
- (A) 17. August – Einer der Prototypen des neuen Transportflugzeugs Iljuschin Il-112 (RF-41400) stürzte bei einem Testflug ab, nachdem das Triebwerk Nr. 2 (rechts) Feuer gefangen hatte. Die Maschine war vier Minuten vorher vom Militärflugplatz Kubinka westlich von Moskau gestartet. Alle drei Insassen, die beiden Piloten und ein Ingenieur, überlebten den Unfall nicht (siehe auch Flugunfall einer Iljuschin Il-112 bei Kubinka 2021).[30][31]
- 15. September – Eine De Havilland Canada DHC-6 Twin Otter 300 der Rimbun Air (PK-OTW) verunglückte auf einem Frachtflug an einem bewaldeten Berghang im Regierungsbezirk Intan Jaya (Indonesien). Dabei kamen alle 3 Besatzungsmitglieder ums Leben. Die Maschine war ursprünglich auf dem Weg vom Flugplatz Nabire zum Flugplatz Bilogai-Sugapa.[32]
- 2. November – Eine Antonow An-26 der Optimum Aviation aus Benin (TR-NGT) stürzte kurz nach dem Start 2500 Meter nördlich des Flughafens Juba (Südsudan) ab. Das Flugzeug wurde für die südsudanesische Euro Airlines betrieben und war in Gabun registriert. Das Frachtflugzeug war mit 5,4 Tonnen Diesel in 28 Fässern auf dem Weg nach Maban und war nach dem Abheben nur sehr langsam gestiegen. Alle 5 Besatzungsmitglieder kamen bei dem Unfall ums Leben.[33]
- 23. Dezember – Eine Short 360-300 der kongolesischen Malu Aviation (9S-GPS) stürzte 15 Kilometer nordwestlich des Zielflughafens der Stadt Shabunda (Provinz Sud-Kivu, Demokratische Republik Kongo) in den Urwald. Alle 5 Insassen, drei Besatzungsmitglieder und 2 Passagiere, wurden getötet.[34]
2022
- 26. Februar – Eine Cessna 208B Grand Caravan der AB Aviation (Luftfahrzeugkennzeichen 5H-MZA) stürzte vor der Insel Mohéli (Komoren) ins Meer. Die Maschine war ursprünglich auf dem Weg vom Prince Said Ibrahim International Airport zum Flughafen Mohéli Bandar Es Eslam. Von den 14 Personen an Bord überlebte niemand.[35]
- 27. Februar – Die einzige flugfähige Antonow An-225 der ukrainischen Antonov Airlines (UR-82060) wurde beim russischen Überfall auf die Ukraine auf ihrer Heimatbasis Hostomel in der Ukraine zerstört.[36]
- (A) 21. März – Eine Boeing 737-800 der Fluggesellschaft China Eastern Airlines (B-1791) stürzte mit 132 Menschen (123 Passagiere und 9 Besatzungsmitglieder) an Bord in der Nähe der Stadt Wuzhou in der südchinesischen Region Guangxi ab. Ab etwa dem Punkt, wo der Flug üblicherweise vom horizontalen Reiseflug in den Sinkflug übergeht, ging die Maschine ab 14:19 Uhr Ortszeit in einer Höhe von 8800 m in einen, nur einmal kurz unterbrochenen, sehr raschen Sinkflug. Sie kollidierte mit dem Boden und löste einen Waldbrand aus. Alle 132 Insassen kamen ums Leben (siehe auch China-Eastern-Airlines-Flug 5735).[37]
- 7. April – Eine Boeing 757-200PF der DHL Aero Expreso (HP-2010DAE) verunglückte bei der Landung auf dem Juan Santamaría International Airport (Costa Rica), von dem die Maschine vorher auch gestartet war. Kurz nach dem Start musste die Besatzung wegen hydraulischer Probleme einen Notruf absetzen und zum Flughafen zurückfliegen, um dort eine Notlandung durchzuführen. Bei dieser Landung zerbrach die Maschine in 2 Teile, jedoch blieben die beiden Besatzungsmitglieder unverletzt.[38]
- 11. Mai – Eine de Havilland Canada DHC-6-400 Twin Otter der kamerunischen Caverton Helicopters (TJ-TIM) stürzte in ein Waldgebiet bei Nanga-Eboko (Kamerun). Nähere Einzelheiten sind derzeit nicht verfügbar. Alle 11 Insassen, zwei Besatzungsmitglieder und 9 Passagiere, kamen ums Leben.[39]
- (A) 29. Mai – Eine de Havilland Canada DHC-6-300 Twin Otter der nepalesischen Fluggesellschaft Tara Air (9N-AET) kollidierte mit 19 Passagieren und 3 Besatzungsmitgliedern an Bord im Distrikt Mustang (Nepal) mit einem Vorgebirge des Himalaya. Es gab keine Überlebenden (siehe auch Tara-Air-Flug 197).[40][41]
- 21. Juni – Eine McDonnell Douglas MD-82 (HI-1064) der dominikanischen Fluggesellschaft Red Air kam auf dem Flug von Santo Domingo bei der Landung auf dem Flughafen Miami von der Landebahn ab, nachdem das linke Hauptfahrwerk kollabiert war. Die rechte Tragfläche kollidierte mit einem Radarmast und geriet in Brand. Alle 130 Passagiere und zehn Besatzungsmitglieder überlebten den Unfall, drei von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Das Flugzeug musste abgeschrieben werden.[42][43]
- 16. Juli, 22:47 Uhr Ortszeit (UTC+3) – Ein Frachtflugzeug des Typs Antonow An-12 der ukrainischen Fluggesellschaft Meridian (UR-CIC)[44] stürzte 40 km entfernt von dem für eine Notlandung angepeilten Flughafen Kavala in Nordgriechenland brennend ab. Alle 8 Besatzungsmitglieder starben dabei. Die Maschine war auf dem Weg von Niš, Serbien nach Amman, Jordanien. Geladen waren 11,5 t Waffen und Munition für Bangladesch. Vor dem Absturz hatte einer der Piloten wegen Problemen mit einem Triebwerk eine Notlandung auf dem Flughafen Kavala angekündigt.[45][46][47][48][49]
- 18. Juli – Eine 30 Jahre alte Fokker 50 der Jubba Airways (Somalia) (5Y-JXN) befand sich auf einem Inlandsflug vom Flughafen Baidoa aus. Bei der Landung auf dem Flughafen Mogadischu schlug die Maschine hart auf, wobei die linke Tragfläche an der Flügelwurzel abbrach. Daraufhin überschlug sich das Flugzeug. Alle 36 Insassen überlebten den Totalschaden.[50]
- (A) 4. September – Eine De Havilland Canada DHC-3T Turbine Otter der Friday Harbor Seaplane Tours (N725TH) verunglückte auf einem Charterflug auf dem Weg von Friday Harbor nach Renton im Mutiny Bay (Washington). Alle 10 Personen an Bord kamen bei dem Unfall ums Leben. (siehe auch Unfall einer de Havilland Canada DHC-3 Otter in der Mutiny Bay).[51]
- 20. September – Eine Handley Page Jetstream der SAETA Peru (OB-2152) verunglückte auf dem Flughafen El Estrecho (Peru), nachdem die Piloten der Maschine den Startvorgang zu spät abbrachen und das Flugzeug daraufhin gegen einen Erdwall raste. Von den 17 Personen an Bord verstarb eine später im Krankenhaus an ihren Verletzungen.[52]
- 24. September – Eine Boeing 737-400 der spanischen Swiftair (EC-NLS), betrieben für West Atlantic Sweden, schoss während der Landung auf dem Flughafen Montpellier (Frankreich) über das Landebahnende hinaus und rutschte mit dem Bugfahrwerk und dem Rumpfbug in einen angrenzenden See. Alle drei Insassen überlebten. Die Maschine musste abgeschrieben werden.[53]
- 23. Oktober – Ein Airbus A330-300 der Korean Air (HL7525) verunglückte bei der Landung auf dem internationalen Flughafen Mactan-Cebu (Philippinen). Nach zweimaligem Durchstarten rollte die Maschine hierbei 360 Meter über das Ende der 3310 Meter langen Landebahn hinaus. Mehrere Passagiere erlitten dabei leichte Verletzungen. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt.[54][55][56]
- 27. Oktober – Ein Löschflugzeug des Typs Canadair CL-415 (I-DPCN) der italienischen Feuerwehr wurde während eines Löscheinsatzes bei Linguaglossa auf Sizilien in den Monte Calcinera (unweit des Ätna) geflogen. Die beiden Piloten, einzige Personen an Bord der Maschine, kamen ums Leben.[57]
- (A) 6. November – Der Flug einer ATR 42 der tansanischen Precision Air (5H-PWF), die am Flughafen Daressalam gestartet war, endete etwa 100 Meter vom Zielort Flughafen Bukoba entfernt im Victoriasee. Von 43 Menschen an Bord wurden 19 getötet (siehe auch Precision-Air-Flug 494).[58][59][60]
- 18. November, 15:11 Uhr Ortszeit – Ein Airbus A320neo der chilenischen Fluggesellschaft LATAM Airlines (CC-BHB) kollidierte während des Startvorgangs auf dem Flughafen Lima mit einem Feuerwehrfahrzeug, mit dem im Rahmen einer Übung versucht wurde, die Startbahn zu überqueren. Das Flugzeug fing Feuer und wurde abgeschrieben. Zwei Feuerwehrleute wurden getötet, mehrere Flugzeuginsassen teilweise schwer verletzt.[61][62][63][64]
2023
- (A) 15. Januar, gegen 11:00 Ortszeit UTC+5:45 – Eine ATR 72 der nepalesischen Fluggesellschaft Yeti Airlines (Luftfahrzeugkennzeichen 9N-ANC) stürzte vollbesetzt mit 72 Menschen (68 Passagiere, 4 Besatzungsmitglieder) an Bord beim Landeanflug auf den Flughafen Pokhara in Nepal ab und geriet in Brand. Es gab keine Überlebenden. Die Maschine kam mit Abflug um 10:30 Uhr Ortszeit aus Kathmandu (siehe auch Yeti-Airlines-Flug 691).[65]
- 28. Februar – Eine Cessna 208B Grand Caravan der kanadischen Wilderness North Air (C-GMVB) verunglückte auf einem Frachtflug vom Flughafen Nakina zum Fort Hope Airport (Kanada). Erst nach 4 Tagen Suche wurde das Wrack der Maschine in unwegsamen Gelände lokalisiert. Beide Piloten an Bord kamen bei dem Unfall ums Leben.[66]
- 23. Juni – Eine Cessna 208 Caravan 675 der indonesischen Regionalfluggesellschaft Sam Air (PK-SMW) schlug auf dem Weg vom Flugplatz Elelim zum Poik Airfield (Indonesien) auf einem bewaldeten Bergkamm etwa 12 Kilometer vom Startflughafen entfernt auf und brannte dort aus. Von den 6 Personen an Bord kamen alle 4 Passagiere sowie beide Besatzungsmitglieder ums Leben.[67]
- (A) 16. September – Eine auf dem Flughafen Manaus gestartete Embraer EMB 110 Bandeirante der Manaus Aerotáxi mit 12 Passagieren und 2 Besatzungsmitgliedern an Bord verunfallte während eines Fehlanfluges unter schwierigen Wetterverhältnissen beim Flughafen Barcelos. Alle 14 Insassen starben dabei (siehe auch Flugunfall der Manaus Aerotáxi 2023).[68]
- (A) 22. Oktober – Auf dem Flug einer Embraer 175 LR vom Flughafen Everett (Paine Field) nach San Francisco, welcher von Horizon Air im Auftrag von Alaska Airlines durchgeführt wurde, versuchte ein Deadheading-Pilot durch Abschalten der Triebwerke das Flugzeug zum Absturz zu bringen, dabei wurde niemand verletzt (siehe auch Alaska-Airlines-Flug 2059).[69]
- (A) 29. Oktober – Eine Cessna 208B Caravan der brasilianischen Regionalfluggesellschaft ART Táxi Aéreo (Luftfahrzeugkennzeichen PT-MEE), welche auf dem Weg vom Flughafen Rio Branco zum Flugplatz Envira war, stürzte kurz nach dem Start am Flughafen Rio Branco ab. Von den 12 Personen an Bord überlebte niemand den Unfall (siehe auch Flugunfall bei Rio Branco 2023).[70]
- 1. November – Ein Learjet 35A der Jet Rescue Air Ambulance (Luftfahrzeugkennzeichen XA-IRE) verunglückte bei der Landung auf dem Flughafen Cuernavaca. Nachdem die Maschine über das Ende der Landebahn hinaus schoss, streifte sie einige Bäume und Büsche und geriet daraufhin in Brand. Von den 4 Personen an Bord überlebte niemand.[71]
2024
- (A) 2. Januar – Ein Airbus A350 der Japan Airlines (Luftfahrzeugkennzeichen JA13XJ) kollidierte bei der Landung auf dem Flughafen Tokio-Haneda mit einer De Havilland DHC-8 (JA722A) der japanischen Küstenwache. Alle Insassen des Airbus A350 überlebten, wohingegen 5 der 6 Insassen der DHC-8 verstarben (siehe auch Flugzeugkollision von Tokio-Haneda 2024).[72]
- (A) 5. Januar – Bei einer zwei Monate alten Boeing 737 Max 9 (N704AL)[73] kam es zu einem schlagartigen Druckabfall im Flugzeug, als sich kurz nach dem Abflug vom Flughafen Portland auf dem Weg zum Flughafen Ontario während des Steigfluges auf ca. 15.000 Fuß ein durch ein Kabinenpanel verschlossener Notausstieg aufgrund von Baufehlern vom Rumpf löste. Das Flugzeug landete sicher wieder in Portland. Alaska Airlines ließ aufgrund dieses Vorfalls alle 737 MAX 9 am Boden und ordnete eine Überprüfung an. Es gab keine Toten (siehe auch Alaska-Airlines-Flug 1282).[74]
- 23. Januar – Eine BAe Jetstream 32 der kanadischen Northwestern Air (C-FNAA) stürzte kurz nach dem Start vom Flughafen Fort Smith (Nordwest-Territorien, Kanada) etwa 500 bis 1000 Meter hinter der Startbahn ab. Beim Start herrschte leichter Schneefall bei einer Temperatur von −19 Grad. Von den sieben Insassen kamen 6 ums Leben. Nähere Einzelheiten sind derzeit noch nicht verfügbar.[75]
- 26. Januar – Eine Beechcraft C99 der US-amerikanischen Wiggins Airways (N53RP) stürzte kurz nach dem Start vom Flughafen Manchester-Boston Regional (New Hampshire, USA) in ein Wohngebiet von Londonderry (New Hampshire). Der Pilot, der einzige Insasse, überlebte den Unfall und wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt. Nähere Einzelheiten über die Unfallursache sind derzeit noch nicht verfügbar.[76]
- 31. März – Eine Boeing 727-200(F) der kenianischen Fluggesellschaft Safe Air Company (5Y-IRE) kam bei der Landung auf dem Flughafen Malakal von der Landebahn ab und kollidierte mit einer zuvor dort verunglückten MD-80 (5Y-AXL). Die Maschine brach in zwei Teile. Die sieben an Bord befindlichen Crew-Mitglieder erlitten leichte Verletzungen.[77]
- 23. April – An einer Douglas DC-4/C-54D-DC Skymaster der Alaska Air Fuel (N3054V) brach im Triebwerk Nr. 1 (links außen) etwa drei Minuten nach dem Start vom Flughafen Fairbanks (Alaska, USA) ein Brand aus. Sekunden nach dem Auftreten der ersten Flammen war eine helle weiße Explosion hinter dem Motor Nr. 1 zu sehen. Das Flugzeug geriet daraufhin in eine unkontrolliert werdende, absteigende Linkskurve ins Gelände und schlug nahe dem Tanana River außerhalb von Fairbanks auf. Die beiden Piloten, die einzigen Insassen auf dem Frachtflug, kamen ums Leben. Als Ursachen wurde ein Leistungsverlust des Triebwerks Nr. 1 sowie der fehlerhafte Einbau einer Mutter im Propellerverstellsystem festgestellt, durch den Motoröl auf die Auspuffanlage gespritzt wurde, als der Propeller nach dem Verlust der Triebwerksleistung verstellt wurde. Außerdem trug ein nicht ordnungsgemäß repariertes Kraftstoffleck zum Unfall bei, das zu einer Explosion führte, durch welche die Querruderrolle abgetrennt wurde, was zu einem Verlust der Kontrolle über das Flugzeug und dem anschließenden Aufprall auf das Gelände führte. Mit dem Stand vom Juni 2025 war dies der letzte Totalverlust einer DC-4 seit dem Erstflug am 14. Februar 1942.[78]
- 9. Mai – Eine von Air Sénégal (2016) gecharterte Boeing 737-300 (6V-AJE) der Transair kam nach einem Startabbruch am Flughafen Dakar-Blaise Diagne von der Piste ab und fing Feuer. In der Maschine, die planmäßig um 1:14 Uhr Ortszeit zum Flughafen Bamako abheben sollte, befanden sich 76 Passagiere und 9 Crewmitglieder. Von diesen erlitten 11 Verletzungen, wovon 4 lebensbedrohlich waren. Die Ursache des Unfalls war ein Hydraulikfehler. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt.[79][80][81][82]
- (A) 21. Mai – Eine Boeing 777-300ER (9V-SWM) der Singapore Airlines geriet nach Start vom Flughafen London Heathrow auf dem Weg zum Flughafen Singapur kurz vor Thailand in schwere Turbulenzen, in deren Folge es zu einem Todesfall aufgrund eines Herzanfalls kam. Außerdem wurden 85 Insassen in Krankenhäuser eingeliefert. Es waren 211 Passagiere und 18 Besatzungsmitglieder an Bord. Das Flugzeug landete außerplanmäßig um 15:45 Uhr Ortszeit am Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi (siehe auch Singapore-Airlines-Flug 321).[83][84]
- 9. Juni – Ein Airbus A320 (OE-LBM) der Austrian Airlines flog auf der Strecke vom Flughafen Palma de Mallorca nach Wien beim Sinkflug über Hartberg, Steiermark um etwa 17:30 Uhr MESZ in eine Gewitterzelle und passierte wenige Sekunden lang Hagel. Die äußere Schicht der beiden vorderen Cockpitfenster wurde zerstört, sodass die Sicht nach vorne stark reduziert war. Vom Radom an der Rumpfnase brachen zwei Drittel weg. Außerdem wurden Verkleidungen an Rumpf und Triebwerksaufhängung beschädigt. Das Flugzeug landete um 17:55 Uhr instrumentengeführt am Flughafen Wien-Schwechat. Es wurde niemand verletzt.[85][86][87][88] Laut Aussage des Meteorologen Jörg Kachelmann sei entweder das Bugradar kaputt gewesen, „oder die Piloten haben nicht geschaut oder nicht verstanden“.[89]
- 12. Juli – Ein Suchoi Superjet 100 der russischen Fluggesellschaft Gazpromavia (RA-89049) stürzte in der Nähe der Stadt Kolomna in ein Waldgebiet. Es handelte sich bei dem Flug um einen Überführungsflug nach einer Wartung der Maschine, der von Lukhovitsy zum Flughafen Moskau-Wnukowo führen sollte. Von den drei Besatzungsmitgliedern überlebte niemand den Absturz (siehe auch Gazpromavia-Flug 9608).
- (A) 24. Juli – Eine Canadair CRJ200 (9N-AME) der nepalesischen Saurya Airlines geriet beim Start vom Flughafen Kathmandu zu einem Test- oder Wartungsflug ohne Passagiere nach Pokhara um 11:15 Ortszeit (UTC+5:45) (5:30 UTC) noch auf der Start- und Landebahn ins Schleudern, fing Feuer und brannte aus. Nur der Kapitän konnte aus der brennenden Maschine gerettet werden, alle anderen Insassen, Crew und ein Techniker, darunter ein Ausländer, starben (siehe auch Flugunfall einer Bombardier CRJ200 der Saurya Airlines in Kathmandu).[90][91]
- (A) 9. August – Eine ATR 72 (PS-VPB) der brasilianischen VoePass Linhas Aéreas verunglückte auf dem Weg von der brasilianischen Stadt Cascavel zum Flughafen São Paulo–Guarulhos in der Metropolregion São Paulo. Sie stürzte in einem Wohngebiet in Vinhedo circa 75 Kilometer nordwestlich von São Paulo ab. Alle Passagiere (58) und die Besatzung (4) starben in der Unfallmaschine, auf dem Boden gab es keine weiteren Opfer. Nach einem ersten Zwischenbericht zur Unfallursache deutet einiges auf Probleme mit Flugzeugvereisung hin, welche zum Strömungsabriss und Flachtrudeln führten (siehe auch VoePass-Linhas-Aéreas-Flug 2283).[92][93][94]
- 23. August – Eine Cessna 208B Grand Caravan der thailändischen Regionalfluggesellschaft Thai Flying Service (HS-SKR), welche auf dem Weg vom Flughafen Bangkok/Suvarnabhumi zum Flughafen Ko Samui war, stürzte kurz nach dem Start aus bisher unbekanntem Grund im Gebiet Amphoe Bang Pakong ab. Von den 9 Personen an Bord überlebte niemand den Absturz.[95]
- 9. September – Eine ATR 42-300 der indonesischen Trigana Air Service (PK-YSP) gierte bei einem Startabbruch auf dem Flughafen Serui (Papua, Indonesien) nach links und kam von der Startbahn 28 ab. Die Maschine rollte etwa 20 Meter auf unwegsamem Gelände weiter, wobei das linke Hauptfahrwerk zusammenbrach. Sie kam etwa 1200 Meter hinter dem Startbahnanfang zum Stillstand. Alle 48 Insassen, sechs Besatzungsmitglieder und 42 Passagiere, überlebten den Unfall. Ob das 26 Jahre alte Flugzeug zum Totalschaden wurde, ist noch nicht bekannt.[96][97]
- 20. Oktober – Eine De Havilland Canada DHC-6-300 Twin Otter der indonesischen Regionalfluggesellschaft SAM Air mit dem Luftfahrzeugkennzeichen PK-SMH stürzte am Ende des 116 Kilometer langen Fluges vom Flughafen Jalaluddin auf der Insel Sulawesi ab. Im Anflug auf den Flugplatz Panua Pohuwato (Provinz Gorontalo, Indonesien) kam es zu einem Strömungsabriss und dadurch Absturz der Maschine. Von den 4 Personen an Bord überlebte niemand den Absturz.[98]
- (A) 25. November – Ein durch die spanische Swiftair betriebenes DHL-Frachtflugzeug des Typs Boeing 737-400 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen EC-MFE verunglückte auf dem Weg von Leipzig zum Flughafen Vilnius (VNO) im Landeanflug. Die Maschine schlug 1,6 Kilometer vor der Landebahn in einem Wohngebiet auf. Von den vier Besatzungsmitgliedern starb eines am Unfallort (siehe auch: European-Air-Transport-Leipzig-Flug 5960).[99][100]
- 22. Dezember – Eine Brittain Norman BN-2B-26 Islander der North Coast Aviation (P2-SAM) flog in der Provinz Morobe (Papua-Neuguinea) in bewaldetes Gebiet. Bei diesem Controlled flight into terrain (CFIT) starben alle 5 Personen an Bord. Die Maschine war ursprünglich auf dem Weg vom Wasu Airport zum Flughafen Lae Nadzab.[101]
- (A) 23. Dezember – Ein Airbus A220-300 der Swiss (HB-JCD) musste auf dem Flug von Bukarest nach Zürich aufgrund von Rauchentwicklung im Flugzeug auf dem Flughafen Graz notgelandet werden. 17 Passagiere und fünf Crewmitglieder mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Ein Flugbegleiter verstarb dort eine Woche später. Dies war der erste tödliche Zwischenfall mit einem Airbus A220 (siehe auch Swiss-Flug 1885).[102]
- (A) 25. Dezember – Eine Embraer 190AR der Azerbaijan Airlines (4K-AZ65) verunglückte in der Nähe des Flughafens Aqtau, nachdem das Flugzeug beim Anflug auf den Flughafen Grosny von russischen Luftabwehrraketen beschädigt worden war.[103] Bei der versuchten Notlandung wurden 38 der 67 Personen an Bord der Maschine getötet (siehe auch Azerbaijan-Airlines-Flug 8243).[104]
- (A) 29. Dezember – Eine Boeing 737-8AS der südkoreanischen Fluglinie Jeju Air (HL-8088), gestartet vom Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi (Thailand), verunglückte bei der Landung auf dem Flughafen Muan (Südkorea). 2 der 181 Insassen überlebten den Unfall (siehe auch Jeju-Air-Flug 2216).[105]
2025
- 7. Januar – Eine mit Schwimmern ausgestattete Cessna 208 Caravan 675 der Swan River Seaplanes (Luftfahrzeugkennzeichen VH-WTY) verunglückte bei einem Startversuch aus dem Wasser bei Rottnest Island (Australien). Von den 7 Personen an Bord starben 3 bei dem Unfall, 3 weitere wurden verletzt, darunter der Pilot. Eine Person blieb unverletzt. Das Flugzeug wurde zerstört.[106]
- 28. Januar – Ein Airbus A321 der südkoreanischen Fluggesellschaft Air Busan (HL-7763), der vom Flughafen Gimhae bei Busan nach Hongkong fliegen sollte, fing noch vor dem Start Feuer und ein Großteil der Passagierkabine brannte aus. Alle 176 Insassen konnten das Flugzeug lebend verlassen.[107][108]
- 29. Januar – Eine Beechcraft 1900 der Eagle Air (Uganda) (5X-RHB), welche im Auftrag des Light Air Services unterwegs war, stürzte kurz nach dem Start in Südsudan ab. Die Maschine war auf dem Weg vom Unity Oil Field zum Flughafen Juba. Laut Augenzeugenberichten brach eine Tragfläche der Maschine ab, was zum Absturz führte. Von den 21 Personen an Bord kamen 20 bei dem Absturz ums Leben.[109]
- (A) 29. Januar – Eine Bombardier CRJ700 (N709PS) auf einem von der PSA Airlines durchgeführter Linienflug der American Airlines kollidierte beim Landeanflug auf den Flughafen Ronald Reagan Washington National (DCA) mit einem Hubschrauber der United States Army des Typs Sikorsky UH-60 Black Hawk (00-26860) und stürzte mit diesem in den Potomac River. Alle 64 Insassen der CRJ700 und alle 3 Insassen der UH-60 kamen dabei ums Leben (siehe auch American-Airlines-Flug 5342).[110][111][112]
- (A) 31. Januar – Ein Learjet 55 der „Jet Rescue Air Ambulance“ stürzte 30 Sekunden nach dem Start vom Flughafen Northeast Philadelphia aus 500 Metern Höhe in ein Wohngebiet. Alle sechs Insassen und zwei Person am Boden starben, 23 weitere Menschen am Boden wurden verletzt. An Bord befanden sich zwei Piloten, ein Arzt, ein Sanitäter, eine Mutter aus Mexiko und ihre kranke Tochter (siehe auch Med-Jets-Flug 056).[113][114]
- 6. Februar – Eine Cessna 208B Grand Caravan (N321BA) der US-amerikanischen Bering Air verunfallte auf dem Flug von Unalakleet nach Nome (beide in Alaska) ca. 55 Kilometer vor dem Ziel mit zehn Insassen über dem Norton Sound (Alaska, USA). Es gab keine Überlebenden.[115]
- (A) 17. Februar – Ein aus Minneapolis kommender Jet Bombardier CRJ900LR der US-amerikanischen Endeavor Air auf einem für Delta Air Lines (N932XJ) durchgeführten Flug mit 76 Passagieren und vier Besatzungsmitgliedern an Bord setzte auf der Landebahn 23 des Flughafens Toronto-Pearson auf. Die rechte Tragfläche brach ab, der Rumpf (samt linkem Flügel) rollte bodennah um 180° nach rechts und kam auf dem Dach (Rücken) liegend zum Stillstand. Es gab 15 Verletzte, jedoch keine Todesopfer. Das Flugzeug wurde zerstört (siehe auch Delta-Connection-Flug 4819).[116][117]
- (A) 17. März – Eine BAe Jetstream 32 der Línea Aérea Nacional de Honduras (LANHSA) (HR-AYW) stürzte auf dem Weg vom Flughafen Roatán nach La Ceiba nur einen Kilometer nach dem Start in den Atlantik. Von den 18 Personen an Bord kamen 13 bei dem Absturz ums Leben. Die Polizei ging unmittelbar nach dem Unfall von einem mechanischen Defekt als Ursache aus (siehe auch Línea-Aérea-Nacional-de-Honduras-Flug 018).[118][119]
- 16. Mai – Eine Fokker 50 der Air Panamá (HP-1899PST) verunglückte bei einer Landung auf dem Flughafen Bocas del Toro (Panama). Die zuvor vom Flughafen Panama–Albrook gestartete Maschine landete bei schlechtem Wetter auf der nassen Landebahn des Zielflughafens und kam schließlich rechts von der Landebahn ab und überquerte einen Graben. Dabei brachen die rechte Tragfläche sowie das Heck der Maschine ab. Die linke Tragfläche wurde stark beschädigt. Von den 38 Personen an Bord wurden mehrere verletzt, es gab jedoch keine Todesopfer. Das Flugzeug musste als Totalverlust abgeschrieben werden.[120]
- (A) 12. Juni – Eine Boeing 787-8 der Air India (VT-ANB) stürzte kurz nach dem Abheben vom Flughafen Ahmedabad in ein Wohngebiet. Das Flugzeug war mit 242 Insassen an Bord (12 Besatzungsmitglieder, 230 Passagiere) auf dem Weg nach London-Gatwick. Von den 242 Personen an Bord kamen 241 ums Leben. Auch am Boden starben 19 Menschen. Es handelt sich hierbei um den ersten Totalverlust einer Boeing 787 (siehe auch Air-India-Flug 171).[121]
- (A) 24. Juli – Eine Antonow An-24 der russischen Fluggesellschaft Angara Airlines (RA-47315) wurde im Osten Russlands während des Anflugs ins Gelände geflogen. Die Passagiermaschine war in Chabarowsk gestartet; nach einer Zwischenlandung in Blagoweschtschensk sollte sie in Tynda landen. Bei diesem CFIT (Controlled flight into terrain) wurden alle 48 Insassen getötet (siehe auch Angara-Airlines-Flug 2311).[122][123][124]
- (A) 20. Oktober – Eine Boeing 747-400BDSF (TC-ACF) der türkischen Frachtfluggesellschaft ACT Airlines kam bei der Landung am Hong Kong International Airport von der Landebahn ab und rutschte ins angrenzende Meer. Dabei wurde ein Bodenfahrzeug getroffen, dessen zwei Insassen starben. Die vier Besatzungsmitglieder des Frachtflugzeuges überlebten unverletzt. Das Flugzeug selbst wurde zerstört. Es war vom Flughafen Dubai-World Central aus gestartet und im Auftrag von Emirates SkyCargo im Einsatz (siehe auch Emirates-SkyCargo-Flug 9788).[125][126]
- 28. Oktober – Eine Cessna 208B Grand Caravan der Mombasa Air Safari (Luftfahrzeugkennzeichen 5Y-CCA) verunglückte während eines Fluges zum kenianischen Flughafen Kichwa Tembo bei Kwale ab. Alle 11 Insassen kamen ums Leben.[127]
- (A) 4. November – Eine McDonnell Douglas MD-11F (N259UP) der UPS Airlines stürzte kurz nach dem Start vom Flughafen Louisville in ein Gewerbegebiet, nachdem sich das linke Triebwerk von der Tragfläche gelöst hatte. Die Frachtmaschine war ursprünglich auf dem Weg nach Honolulu.[128][129] Die drei Piloten und zwölf Menschen am Boden kamen ums Leben (siehe auch UPS-Airlines-Flug 2976).[130]
- 17. November – Eine Embraer ERJ-145LR der AirJet Angola (Luftfahrzeugkennzeichen D2-AJB) verunglückte bei der Landung auf dem kongolischen Flugplatz Kolwezi. Das Flugzeug soll nach dem Aufsetzen auf der Landbahn 29 in einen Baustellenbereich gerollt sein und wurde dabei irreparabel beschädigt. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder konnten sicher evakuiert werden. Das Flugzeug wurde stark durch Feuer zerstört und musste als Totalverlust abgeschrieben werden.[131]
- 25. November – Eine Let L-410UVP der Nari Air (Luftfahrzeugkennzeichen 4L-LAS) stürzt beim Landeanflug auf dem Flugplatz Leer County im Südsudan ab. Das Flugzeug sollte Hilfsgüter transportieren. Alle 3 Insassen kamen ums Leben.[132]
- 12. Dezember – Eine Boeing 727-200 der kolumbianischen Frachtfluggesellschaft Aerosucre (Luftfahrzeugkennzeichen HK-5216) wurde bei einer Notlandung am Flughafen Barranquilla beschädigt. Nach dem Start musste das Flugzeug aufgrund eines Problems am linken Hauptfahrwerk umkehren. Nach einem Fehlanflug setzte die Maschine bei Dunkelheit auf der Landebahn 05 auf, wobei der linke Flügel die Piste berührte und wurde dabei irreparabel beschädigt. Die Besatzung blieb unverletzt. Die kolumbianische Luftfahrtbehörde leitete eine Untersuchung ein.[133][134][135]
2026
- 10. Januar – Mit einer Cessna 208B Grand Caravan EX der indischen Regionalfluggesellschaft IndiaOne Air (Luftfahrzeugkennzeichen VT-KSS), welche auf dem Weg zum Flughafen Rourkela war, wurde kurz vor der Landung eine Notlandung auf einem Feld durchgeführt, nachdem kurz vorher bereits ein Mayday-Signal abgegeben wurde. Von den 6 Passagieren an Bord überlebten alle den Unfall, jedoch verstarb eine Person wenig später an ihren Verletzungen.[136]
- (A) 17. Januar – Eine ATR 42-500 (PK-THT), die von dem indonesischen Ministerium für Meeres- und Fischereiangelegenheiten gechartert war, verunglückte auf dem Flug von Yogyakarta nach Makassar (Sulawesi) bei einem Patrouillenflug gegen unerlaubten Fischfang. Das etwa 25 Jahre alte Flugzeug, das zuvor bei Air Dolomiti und bei Indonesia Air im Einsatz war, kollidierte beim Anflug auf den Flughafen von Makassar mit einem Berghang. Der Ablauf deutet auf einen CFIT hin. Das Flugzeug wich vom Standardanflug ab, der Funkkontakt ging 20 Kilometer östlich vom Flughafen verloren.[137] Das Wetter zum Unfallzeitpunkt war gut, jedoch wurde das Wrack in den Bergen mit tiefhängender Bewölkung gefunden. Zehn Personen befanden sich an Bord. Überlebende konnten nicht geborgen werden (siehe auch Flugunfall einer ATR 42 der Indonesia Air Transport 2026).[138]
- 27. Januar – Die Piloten einer Cessna 208B Grand Caravan der indonesischen Smart Air (PK-SNS) führten eine Notwasserung vor der Küste der Stadt Nabire (Indonesien) durch, nachdem kurz nach dem Start auf dem Flughafen Nabire ein Leistungsverlust des Triebwerks aufgetreten war. Die Maschine war ursprünglich auf dem Weg zum Flughafen Kaimana. Alle 13 Personen an Bord überlebten die Notwasserung. Die Maschine wurde beschädigt.[139]
- (A) 28. Januar – Eine Beechcraft 1900D der kolumbianischen Regionalfluggesellschaft SATENA (HK-4709) verunglückte auf dem Weg vom Flugplatz Cúcuta zu einem Flugplatz in Ocaña (Kolumbien) im westlichen Norte de Santander, Kolumbien. Bei dem Unfall kamen alle 15 Insassen ums Leben, die zweiköpfige Cockpitbesatzung sowie 13 Passagiere (siehe auch SATENA-Flug 8849).[140]
- 10. Februar – Eine Fokker 50 der StarSky Aviation (60-YAS) verunglückte bei einer versuchten Notlandung auf dem Flughafen Mogadischu (Somalia). Die Maschine war auf dem Weg vom Flughafen Mogadischu zum Gualaco Airport, als die Piloten kurz nach dem Start technische Schwierigkeiten meldeten. Daraufhin entschieden sich die Piloten, zum Startflughafen zurückzukehren, um dort notzulanden. Bei dieser Notlandung schoss die Maschine über das Landebahnende des Flughafens hinaus und kam erst auf einem Strand hinter dem Flughafengelände zum Stehen. Unter den 55 Personen an Bord gab es einige Leichtverletzte, jedoch keine Todesopfer. Das Flugzeug wurde bei dem Unfall stark beschädigt, da unter anderem die rechte Tragfläche abknickte. Das Flugzeug wurde dabei irreparabel beschädigt.[141]
- 11. Februar – Eine Embraer EMB 110P1 Bandeirante der Agape Flights Inc. (N316AF) verunglückte kurz nach dem Start vom Flughafen Jeremie (Haiti) in bewaldetem Gebiet. Vermutlich handelt es sich bei diesem Unfall um einen Controlled flight into terrain (CFIT). Beide Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.[142]
- 23. März – Eine Bombardier Canadair Regional Jet CRJ-900 (C-GNJZ) der Jazz Aviation (Tochter der Air Canada) stieß bei der Landung auf dem Flughafen LaGuardia (USA) mit einem Feuerwehrauto zusammen. Dieses hatte kurz zuvor die Freigabe zur Überquerung erhalten. Die beiden Piloten wurden tödlich verletzt. Von den 78 Fluggästen wurden 39 Personen verletzt, zum Teil schwer.[143]
- 27. April – Eine Cessna 208B Grand Caravan der CityLink Africa Airways (5Y-NOK) auf dem Weg vom Flughafen Yei zum Flughafen Juba verunglückte rund 20 Kilometer entfernt vom Zielflughafen. Die Maschine verunglückte bei schlechten Sichtbedingungen an einem Hang. Bei diesem vermutlichen Controlled flight into terrain (CFIT) starben alle 14 Personen an Bord.[144]
- 4. Juni – Eine Boeing 787-9 Dreamliner der Lufthansa (D-ABPQ) wurde beschädigt, nachdem das Bugfahrwerk der Maschine eingeklappt ist, während die Maschine am Flughafen Frankfurt Main am Terminal 1 stand. Dadurch schlugen die Rumpfnase und die Triebwerksverkleidung aus circa 1,85 Metern Höhe auf den Beton auf. Dabei wurde der Rumpf und Teile der Treibwerke beschädigt. Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich keine Passagiere an Bord, jedoch wurden insgesamt 23 Personen verletzt, darunter Flughafenmitarbeiter und Mitglieder der Kabinencrew des Flugzeuges. Der Zwischenbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) nannte als Ursache einen Wartungsfehler. Zwei Techniker führten im Cockpit einen Wartungstest durch, um eine Beanstandung an der Steuerung der Hauptfahrwerkstüren zu überprüfen. Dabei bewegten sie den Hebel, mit dem das Fahrwerk normalerweise nach dem Start eingefahren wird. Unmittelbar danach fuhr das Bugfahrwerk ein. Der Verriegelungsstift des Bugfahrwerks war nicht eingesetzt. Er wurde später in einer Aufbewahrungskiste gefunden.[145][146]
- (A) 7. Juli – Eine zu einem Frachtflugzeug umgebaute Boeing 737-400 der pakistanischen Frachtfluggesellschaft K2 Airways mit dem Luftfahrzeugkennzeichen AP-BOI, gestartet vom Flughafen Schardscha (Vereinigte Arabische Emirate) auf dem Weg zum Karachi/Jinnah (Pakistan), verunglückte im Arabischen Meer (siehe auch K2-Airways-Flug 1732).[147][148]
- 10. Juli – Eine Cessna 402C Utiliner III der Regionalfluggesellschaft Flamingo Air (Bahamas) (C6-FLX) verunglückte während des Landeanfluges auf dem San Andros Airport (Bahamas). Die Maschine war zuvor am Flughafen Nassau Lynden Pindling gestartet. Alle 10 Personen an Bord starben bei dem Unfall. Es war der bisher schwerste Flugzeugunfall auf den Bahamas.[149]
- 23. Juli – Eine De Havilland DHC-3T Vazar Turbine Otter der amerikanischen Kenmore Air (N709KA) verunglückte bei einer versuchten Notlandung der Piloten an der Küste der Sucia Island, welche Teil der Inselgruppe San Juan Islands (Washington, USA) ist. Dabei kollidierte die Maschine mit einer Felswand und ging in Flammen auf. Von den 11 Personen an Bord überlebten alle, jedoch zum Teil schwer verletzt.[150]
- 24. Juli – Eine Let L-410UVP-E der TRACEP Congo Aviation (7Q-GMR) verlor auf einem Frachtflug rund 10 Minuten nach dem Start am Beni Airport (Demokratische Republik Kongo) den Kontakt, nachdem die Crew einen Triebwerksverlust an einem Triebwerk meldete und daraufhin in bewaldetem Gebiet im Territorium Walikale verunglückte. Dabei kam der Co-Pilot ums Leben, während der Pilot und der Mechaniker an Bord verletzt überlebten.[151]
- 1. August – Eine Cessna 208B Grand Caravan der peruanischen Fluggesellschaft Aerodiana (OB-2001-P) verunglückte in der Nähe der Nazca-Linien (Peru), kurz nachdem die Piloten ein Notsignal abgegeben hatten. Das Flugzeug war auf einem Besichtigungsflug vom Flughafen Pisco aus gestartet und sollte dort später auch wieder landen. Alle 11 Touristen und 2 Piloten an Bord kamen bei dem Unfall ums Leben. Die Maschine wurde durch Feuer zerstört.[152]
- (A) 6. September – Eine Boeing 767-300ERBDSF (N1997A) der 21 Air schoss auf dem für Amazon Air durchgeführten Frachtflug bei der Landung am Miami International Airport (Florida, USA) über die Landebahn 30 hinaus, kollidierte auf der angrenzenden Northwest 67th Avenue mit mehreren Fahrzeugen, bevor sie etwa 400 Meter hinter dem Ende der Landebahn nahe eines Parkplatzes zum Stehen kam und in Brand geriet.[153] Insgesamt starben bei dem Zwischenfall fünf Menschen, fünf weitere wurden verletzt, drei davon schwer. Die zweiköpfige Besatzung musste von Rettungskräften aus dem Cockpit befreit werden. Das Flugzeug musste durch das Feuer und die Beschädigungen größtenteils an der rechten Tragfläche abgeschrieben werden (siehe auch 21-Air-Flug 7598).[154]
Siehe auch
- Liste von Luftfahrt-Zwischenfällen bis 1949
- Liste von Luftfahrt-Zwischenfällen 1950 bis 1959
- Liste von Luftfahrt-Zwischenfällen 1960 bis 1969
- Liste von Luftfahrt-Zwischenfällen 1970 bis 1979
- Liste von Luftfahrt-Zwischenfällen 1980 bis 1989
- Liste von Luftfahrt-Zwischenfällen 1990 bis 1999
- Liste von Luftfahrt-Zwischenfällen 2000 bis 2009
- Liste von Luftfahrt-Zwischenfällen 2010 bis 2019
- Liste abgeschossener Flugzeuge in der Zivilluftfahrt
- Liste von Zwischenfällen (Militärluftfahrt) bis 1980
- Liste von Zwischenfällen (Militärluftfahrt) ab 1981
- Liste von Zwischenfällen (Allgemeine Luftfahrt)
- Liste von Katastrophen der Raumfahrt
- Liste schwerer Unfälle im Schienenverkehr
- Liste von Katastrophen der Schifffahrt
- Liste von Katastrophen
Weblinks
- Aviation Safety Network, umfassende Informationen über Flugzeughavarien (englisch)
- Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (Deutschland)
- Sicherheitsunfalluntersuchungsstelle des Bundes (Österreich)
- Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) (Schweiz)
- National Transportation Safety Board (USA) (englisch)
- Flugzeugabsturz: Videos, neueste Unfälle, Geschichte der Katastrophe von Teneriffa