Milmersdorf (Sachsen bei Ansbach)
Ortsteil der Gemeinde Sachsen
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Milmersdorf (fränkisch: Milmasch-dorf[2]) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Sachsen bei Ansbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[3] Milmersdorf liegt in der Gemarkung Sachsen b.Ansbach.[4]
Milmersdorf Gemeinde Sachsen bei Ansbach | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 18′ N, 10° 40′ O |
| Höhe: | 442 m ü. NHN |
| Einwohner: | 39 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 91623 |
| Vorwahl: | 09827 |
Geografie
Durch das Dorf fließt der Milmersbach. Nördlich schließt sich der Milmersdorfer Forst an, westlich das Waldgebiet Urles. Östlich liegt die Flur Milmersdorfer Leiten, südlich die Bergäcker. Der Ort ist durch ein Neubaugebiet mit dem westlich gelegenen Sachsen zusammengewachsen. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt die Kreisstraße AN 12 kreuzend nach Sachsen (1,3 km südwestlich) bzw. nach Herpersdorf zur Staatsstraße 2412 (2 km östlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1450 als „Wilmannsdorff“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname „Willmann“. Eine Person dieses Namens ist als Gründer dieser Siedlung anzunehmen.[6]
Im Salbuch des nürnbergischen Pflegamtes Lichtenau von 1515 wurden für Milmersdorf 3 Untertansfamilien angegeben, die alle der Reichsstadt Nürnberg unterstanden.[7]
Laut der Amtsbeschreibung des Pflegamtes Lichtenau aus dem Jahr 1748 zählte der Ort zur Hauptmannschaft Sachsen. Es gab 3 Untertansfamilien, die alle nürnbergisch waren (Landesalmosenamt: 1, Mendelsche Zwölfbruderstiftung: 1, St.-Klara-Klosteramt: 1).[8]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Milmersdorf drei Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das Pflegamt Lichtenau aus. Die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte die Reichsstadt Nürnberg (Landesalmosenamt: 1 Hof, Mendelsche Zwölfbruderstiftung: 1 Hof, St.-Klara-Klosteramt: 1 Hof).[9]
1806 kam Milmersdorf zum Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Milmersdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Sachsen und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Sachsen zugeordnet.[10][11]
Einwohnerentwicklung
Religion
Milmersdorf ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Alban (Sachsen bei Ansbach) gepfarrt.[9] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannes (Lichtenau) gepfarrt.[22][24]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Willmersdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 254 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Miemersdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 842 (Digitalisat).
- Hermann Dallhammer: Sachsen b. Ansbach: eine Chronik. Ansbach 1999, ISBN 3-00-005060-4, S. 85.
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 132–133.
- Georg Paul Hönn: Willmersdorff. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 544 (Digitalisat).
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Georg Rusam: Geschichte der Pfarrei Sachsen und der zugehörigen Orte. C. Brügel & Sohn, Ansbach 1940, DNB 575937491, OCLC 72078529, S. 24, 312, 340–342 (Volltext [Wikisource]).
Weblinks
- Milmersdorf in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 19. November 2021.
- Milmersdorf in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 15. September 2019.
- Milmersdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 21. Februar 2025.