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Neohesperidose

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Neohesperidose (2-O-α-L-rhamnopyranosyl-D-glucosid) ist ein Disaccharid, das aus je einer Einheit Rhamnose und Glucose besteht. Sie ist strukturell eng verwandt mit Rutinose (6-O-α-L-rhamnopyranosyl-D-glucosid).[2]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Neohesperidose
Allgemeines
Name Neohesperidose
Andere Namen

2-O-α-L-rhamnopyranosyl-D-glucosid

Summenformel C12H22O10
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 17074-02-1
EG-Nummer 241-133-6
ECHA-InfoCard 100.037.379
PubChem 441426
ChemSpider 390159
Wikidata Q3347120
Eigenschaften
Molare Masse 326,29 g·mol−1
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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SNFG-Darstellung von Neohesperidose

Vorkommen

Grapefruit-Schale enthält Glycoside der Neohesperidose

Neohesperidose ist das Glycon verschiedener Glycoside, die in Zitrusfrüchten (insbesondere in der Schale) vorkommen.[2] Dazu gehören Naringin aus Grapefruit und Pomelo[2][3][4], Poncirin aus Grapefruit und Poncirus trifoliata, sowie  Neohesperidin aus Citrus aurantium.[2][4] Neohesperidose ist mitverantwortlich für den bitteren Geschmack dieser Verbindungen, da Hesperidin, das sich nur durch sein Glycon (Rutinose) von Neohesperidin unterscheidet, keinen bitteren Geschmack aufweist.[2]

Im Farn Aleuritopteris pteridioides (unter dem synonymen Namen Cheilanthes fragrans) kommen zwei weitere Glycoside vor, die sich aus Quercetin und Neohesperidose, sowie Glucose oder Galactose zusammensetzen.[5] Mehrere Arten der Gattung Podocarpus (darunter P. totara und P. nivalis) enthalten Anthocyanidine der Neohesperidose mit Cyanidin bzw. Delphinidin als Aglycon.[6]

Synthese

Eine Synthese ist möglich ausgehend von 1,3,4,6-Tetra-O-acetyl-α-D-glucopyranose und 2,3,4-Tri-O-acetyl-α-L-rhamnopyranosylbromid,[7] welche zu Neohesperidose-Heptaacetat kondensiert werden. Dieses kann mit Natriummethanolat deacetyliert werden.[8] Neohesperidose kann auch durch Acetolyse von Naringin mit Acetanhydrid und Schwefelsäure gewonnen werden.[3]

Eigenschaften

Während diverse Glycoside der Neohesperidose stark süß oder bitter schmecken[2], ist freie Neohesperidose geschmacklos.[8]

Einzelnachweise

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