Fürstlich Löwensteinscher Park
gemeindefreies Gebiet im Landkreis Main-Spessart in Bayern
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Der Fürstlich Löwensteinsche Park ist ein 30,67 km² großes gemeindefreies Gebiet und eine Gemarkung im Landkreis Main-Spessart im bayerischen Spessart. 97 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Geographie
Lage
Der Fürstlich Löwensteinsche Park ist das flächenmäßig größte gemeindefreie Gebiet im Landkreis und das aktuell zwölftgrößte in Bayern. Er liegt zwischen der Gemeinde Bischbrunn und der Stadt Rothenfels. Die höchste Erhebung ist die Hintere Bauhöhe mit 533 m ü. NHN. Das Tal der Hafenlohr begrenzt den Fürstlich Löwensteinschen Park im gesamten Nordwesten. Der Fluss Hafenlohr verläuft an manchen Stellen durch das Gebiet des Parks, das sich dort bis auf die linken Talhänge zieht. Im Südwesten und Südosten wird das gemeindefreie Gebiet durch die Täler von Wachenbach und Heinrichsbach begrenzt.
Gemarkung
Die Gemarkung liegt größtenteils im gemeindefreien Gebiet Fürstlich Löwensteinischer Park, kleine Teile liegen im Gemeindegebiet von Bischbrunn, Esselbach und Hafenlohr. Sie hat eine Fläche von 31,264 km² und ist in 384 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 81417,38 m² haben.[1] In der Gemarkung liegt der Bischbrunner Gemeindeteil Sylvan im Weihersgrund, die Esselbacher Gemeindeteile Faun, Karlshöhe und Schleifthor und die Hafenlohrer Gemeindeteile Diana, Einsiedel, Hubertushöhe und Lindenfurterhof.[2]
Nachbargemeinden
| Forst Lohrerstraße (Gemeindefreies Gebiet) |
Gemeinde Neustadt am Main | |
| Gemeinde Rothenbuch und Rohrbrunner Forst (Gemeindefreies Gebiet) |
Stadt Rothenfels | |
| Gemeinde Bischbrunn |
Gemeinde Esselbach |
Gemeinde Hafenlohr |
Name
Der Fürstlich Löwensteinsche Park ist nach dessen Besitzer, dem fürstlichen Hause Löwenstein benannt. Der Begründer, Ludwig I. von Löwenstein, stammt aus dem Städtchen Löwenstein, das also indirekt Namensgeber des Parks ist.
Geschichte
Der Fürst zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg erhielt im Jahre 1803 nach der Säkularisation, im Zuge des Friedens von Lunéville, als Ausgleich für die an Frankreich verlorenen linksrheinischen Gebiete (darunter Rochefort und Virneburg), Besitzungen der Benediktinerabtei Neustadt am Main. Mit dem früheren Klostereigentum, dem Wald zwischen Bischbrunn und Rothenfels, fielen den Löwensteinern neben dem Jagdrecht auch die Rechte für den Fischfang in der Hafenlohr und im Wachenbach zu.

Der ehemalige Klosterwald wurde von 1817 bis 1819 zum großen Teil in einen eingezäunten Wildpark umgebaut. Fürst Carl zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg gab den Auftrag, über 3000 Hektar Waldgebiet mit einem etwa 34 Kilometer langen Parkzaun einzufrieden. Der Fürst ließ gleichzeitig um den Wildpark die Forsthäuser Faun, Sylvan, Aurora, Diana und Fürstenbrücke sowie die Torhäuser Breitfurt, Hubertus und Schleifthor erbauen.[3][4] Weitere Eingänge zum Wildpark waren das Neustädter Tor und das Schwarze Tor. Inmitten des Parks wurde das Forsthaus Carlshöhe mit einem Jagdschloss fertiggestellt. Das Forsthaus Neubau bestand bereits. Der Fürstlich Löwensteinsche Wildpark grenzte im Westen an den Königlich Bayerischen Wildpark.
Der Sitz des fürstlichen Forstamtes wurde 1850 von der Burg Rothenfels nach Lindenfurt verlegt. Seit 1977 befindet es sich in Einsiedel.
Schutzgebiete
Naturschutz
Der Fürstlich Löwensteinsche Park grenzt auf weiten Strecken an das FFH-Gebiet 6022-371 Hochspessart.[5] Folgende Naturschutzgebiete liegen teilweise auf dem gemeindefreien Gebiet:
- Naturwaldreservat Hoher Knuck (NSG-00596.01)
- Weihersgrund (NSG-00550.01)
Vogelschutz
Der Löwensteinsche Park ist ein Teil des Vogelschutzgebietes 6022-471 Spessart.[6]
Baudenkmäler
Verkehr
Durch den Fürstlich Löwensteinschen Park verläuft die Kreisstraße MSP 26 von Windheim nach Rothenbuch.
Siehe auch
Weblinks
- Gemeindefreies Gebiet Fürstlich Löwensteinscher Park in OpenStreetMap (Abgerufen am 27. August 2017)
- Fürstlich Löwensteinscher Park in der Ortsdatenbank von bavarikon.