Scherenschnitt
kunsthandwerkliches Verfahren
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Ein Scherenschnitt ist ein figuratives, meist aus Tonpapier oder -karton herausgeschnittenes, gegenständliches oder ornamentales Bild, und wird auch Schattenbild oder Silhouette genannt.

Der Fachbegriff für die kunsthandwerkliche Technik der Herstellung von Scherenschnitten lautet Psaligraphie (vom griechischen ψαλίδι [psalídi] = Schere und γράφειν [gráphein] = schreiben, zeichnen), sinngemäß also das Zeichnen mit einer Schere. Manchmal wird fälschlicherweise auch das Verfahren selbst, also die Tätigkeit, als Scherenschnitt bezeichnet; korrekte Bezeichnungen dafür lauten Scherenschnittkunst oder Silhouettenschnitt. International werden statt Begriffen, die vergleichbar mit Silhouettenschneider oder Scherenschnittkünstler sind, auch oft vereinfachend die Bezeichnungen Silhouetteur und Silhouettist für die Ausübenden dieser Kunst verwendet.
Dabei werden mit geeigneten Scheren und Klingen entweder freihändig oder entlang von vorgezeichneten Umrisslinien, normalerweise aus einem einzigen Blatt, teilweise sehr filigrane und komplizierte Motive ausgeschnitten. Das kann z. B. auch die mit Hilfe eines Pantografen übertragene und verkleinerte Kontur von einem Schattenriss sein.
Als Material wurde und wird traditionell hauptsächlich schwarzes Papier verwendet, welches üblicherweise nach Fertigstellung der Silhouette zwecks Fixierung für eine Rahmung auf einen kontrastierenden weißen Trägerkarton geklebt wird.
Allgemeines
Nachdem Papier durch neue Herstellungsverfahren entsprechend billiger geworden war, wurde begonnen die Anwendungsbereiche über die ursprünglichen Einsatzzwecke hinaus, wie Schreiben, Zeichnen, Malen und Drucken, auf weitere Anwendungsbereiche auszudehnen. Als eines dieser Gebiete entstand dann die Papierkunst. Neben dem künstlerischen Einfärben, Bemalen und Bedrucken können das kunstvolle Zerschneiden von Papier – also die zweidimensionale Schnittkunst – und die dreidimensionale Faltkunst unterschieden werden. Diese Techniken können miteinander kombiniert oder zusammen mit weiteren, wie dem kunstvollen Zerreißen oder Zerknittern, vorkommen.
Weitere Richtungen der Papierschnittkunst beziehungsweise verwandte Anwendungen sind die Collage, viele nationale und regionale Varianten des Schattenspiels oder Schattentheaters, handgefertigte Formen des Papiertheaters, frühe Formen der kinematographischen Animation, eher triviale Anwendungen wie Puzzlespiele, Tangram u. dgl., sowie die vielfältigen Ausprägungen, meist ornamentaler und dekorativer Art, in der Volkskunst. Außerdem verwandt, da vom Prinzip her identisch, ist auch das Laubsägen, bei dem mit einer Spezialsäge aus dünnen Holzplatten Motive herausgearbeitet werden.

Das Papierschneiden als künstlerische Betätigung kann von jedem mehr oder weniger sofort ausgeübt werden und führt recht einfach, schnell und preiswert zu ansprechenden ästhetischen Ergebnissen, zum Beispiel mittels der Falttechnik (s. dort). Daher ist das Basteln mit Papier und Schere auch ein wichtiges Element der Früherziehung und auch bei den Kindern sehr beliebt. Durch die eigentlich unbegrenzte Vielfalt von Farben und Formen und der Möglichkeit der Kombination mit anderen Techniken wie Kleben und Malen die Fantasie regt es die Kreativitätan. Es kann zu vielfältigen, ganz unterschiedlichen Ergebnissen führen, wie Girlanden, Mobiles oder Lampions. Es werden dadurch die Feinmotorik, die Auge-Hand-Koordination, die Konzentrationsfähigkeit gefördert, sowie das Sozialverhalten, beispielsweise durch das gemeinsame Anfertigen von Collagen, verbessert.[1][2]
Geschichte
Der Scherenschnitt, ursprünglich in Nordchina beheimatet, ist eine der ältesten Volkskünste Chinas und seit der Zeit der Nördlichen Dynastie (4. bis 6. Jahrhundert) belegt. Scherenschnitte wurden zwischen Papier- oder Textillagen am Fenster oder vor Lichtquellen postiert. Stil und Farbgebung hatten je nach Provinz und Zeit eine eigene Spezifik.[3]
Varianten
Die Unterteilung in unterschiedliche Varianten richtet sich im Wesentlichen nach dem verwendeten Material und der angewendeten Technik.
- Weißschnitt ist die Bezeichnung für Silhouetten, die, so wie die frühen europäischen Scherenschnitte, aus weißem Papier angefertigt werden. Des Weiteren wird aber auch bei der Buchherstellung ein ungefärbter Buchschnitt als Natur- oder Weißschnitt bezeichnet.
- Schwarzschnitt ist als Begriff wenig gebräuchlich, da da mit Scherenschnitt inzwischen meistens die schwarze (Porträt-)Silhouette assoziiert wird. So wird das Silhouettenschneiden gelegentlich auch als „Schwarze Kunst“ bezeichnet. Die Begriffe Weiß- und Schwarzschnitt werden manchmal auch vereinfachend für die Techniken Weißlinien- beziehungsweise Schwarzlinienschnitt beim Holzschnitt verwendet.
- Buntschnitt wird selten als Bezeichnung für die aus farbigem Papier hergestellten Scherenschnitte benutzt, die praktisch nur in der Volkskunst vorkommen. Der Begriff Farbschnitt sollte für diese nicht verwendet werden, da er eine Variante der Schnittverzierung bei der Buchherstellung bezeichnet. Aufgrund der Art der Herstellung aus einem einzigen Blatt sind Scherenschnitte allerdings nie bunt, sondern immer einfarbig. Eine Ausnahme würde bei der Verwendung von Batikpapier, Marmorpapier oder auch bunt bedrucktem Papier auftreten; diese werden aber kaum verwendet, da unruhige Farbverläufe die Konturen und Details der Silhouette verwischen, und auch die Muster und Farben unter Umständen nicht mit der Form und der Natur des Motivs harmonieren würden.
- „Einlinienschnitt“, hier gibt es nur eine einzige Schnittkante an der Außenseite. Darunter fällt die klassische Porträtsilhouette. Aber auch sehr detaillierte Motive können auf diese Weise hergestellt werden und manche Puristen arbeiten ausschließlich auf diese Art. Sehr geübte Silhouettisten können so ohne Vorzeichnung zum Beispiel eine einfache Porträtsilhouette freihändig in einem einzigen Arbeitsschritt anfertigen, das heißt ohne die Schere einmal abzusetzen.
- „Viellinienschnitt“, bei ihm werden sogenannte Innen- oder Binnenschnitte eingesetzt, das heißt aus der Fläche werden Bereiche herausgeschnitten, was es ermöglicht, viel mehr Details in die Darstellung einzubringen. Bei der freihändigen Technik werden dafür sehr spitze Scheren verwendet oder auch vorher Nadelstiche gesetzt, um eine saubere Perforation für den Anfang des Schnittes zu gewährleisten.
- Hohlschnitt oder Negativschnitt ist eine selten vorkommende Sonderform, bei der zum Beispiel eine einfache Porträt-Silhouette statt aus dem Blatt heraus-, in das Blatt hineingeschnitten wird, das heißt. es gibt dann nur eine innere Schnittkante. Bei Benutzung eines weißen Blattes und eines schwarzen Hintergrunds ist dies dann nur durch genaues Hinsehen von der Standardversion zu unterscheiden.
Daneben existieren weitere seltene Varianten wie die der Collage, bei der mehrere einzeln ausgeschnittene Elemente zu einem Gesamtbild zusammengesetzt werden, oder auch die Kombination mit anderen Techniken wie dem Kolorieren und dem Applizieren von andersartigen und/oder -farbigen Papieren oder auch Textilien und anderer Materialien um einen räumlichen, natürlicheren oder lebhafteren Eindruck hervorzurufen.[4][5][6]
Material

Grundsätzlich kann für die Herstellung von Scherenschnitten jedes dünne Material verwendet werden, welches sich mit Schere, Messer oder ähnlichen Werkzeugen zerteilen lässt. Auch wenn in China bereits vor der Erfindung des Papiers Gold- und Silberfolien zerschnitten, und Möbel mit den einzelnen Elementen verziert wurden, oder Figuren für das Schattentheater auch aus Leder geschnitten waren, eignen sich derartige Materialien nur bedingt für das künstlerische Silhouettenschneiden.
Die meistbenutzte schwarze Papiervariante ist ein Tonpapier, bei dem das Papier nicht erst nach seiner Herstellung, sondern bereits der Papierbrei eingefärbt wurde. Durch das komplette Durchfärben werden helle Schnittkanten vermieden. Es ist bei gleicher Grammatur etwas stabiler als vergleichbare Sorten, lässt sich aber dennoch gut mit Messern und Scheren schneiden. Es sollte mattschwarz sein, um störende Lichtreflexionen zu verhindern, die sich sonst die Konturen auflösen und die Illusion eines Schattens beeinträchtigen könnten.[7]
Das für Anfänger und Kinder zum Basteln besser geeignete normale Buntpapier kann ein Flächengewicht von über 200 g/m² aufweisen. Damit befindet es schon im Bereich von Karton und ist recht stabil und einfach handhabbar. Das typische Scherenschnittpapier wiegt nur zwischen 40 und 60 g/m² und ermöglicht so sehr feine und genaue Schnitte. (zum Vergleich: das Gewicht von normalem Drucker- bzw. Kopierpapier liegt bei 80–100 g/m²)
Eine besondere Variante ist Papier, das sowohl eine schwarze als auch eine weiße Seite aufweist. Auf letztere können Vorzeichnungen aufgebracht werden, anhand derer dann das entsprechende Motiv ausgeschnitten wird. Darüber hinaus ist im Fachhandel gummiertes Scherenschnittpapier erhältlich, das nach dem Befeuchten mit einem Schwamms selbstklebend ist und so leicht auf einem kontrastierenden Hintergrund fixiert werden kann.[8]
Werkzeug
Es kann grundsätzlich jeder Gegenstand benutzt werden, mit dem man dünne Materialien zerteilen kann und so wurden in der Volkskunst zum Beispiel auch Bügelscheren in Form von Schafscheren benutzt.
Der künstlerische Silhouettenschnitt stellt allerdings einige besondere Ansprüche an die verwendeten Werkzeuge:
Schere

Für das freihändige Arbeiten sind nur Scheren geeignet und die Wahl der richtigen richtet sich nach den vorhandenen Fähigkeiten, der Art des Projekts und auch nach persönlichen Vorlieben. So werden beispielsweise auch Scheren mit abgewinkelten Klingen aus medizinischen Operationsbestecken und dergleichen verwendet.
Normale Papier- und Haushaltsscheren können durchaus für Schnitte im Randbereich verwendet werden; für Binnenschnitte und feinere Arbeiten kommen diese aber nicht mehr in Frage. Dafür sind am besten sogenannte Stickscheren aus dem Handarbeitsbereich geeignet, da die Schneiden normalerweise recht scharf, und die Klingen oft auch sehr spitz sind.[9]
Im Fachhandel sind auch Spezialscheren erhältlich, die fast ausschließlich für feine Arbeiten beim Silhouettenschnitt eingesetzt werden. Die Länge der Klingen beträgt bei diesen nur ungefähr 1 cm.[10]
Messer

Für Arbeiten bei denen das Blatt aufliegt, kommen nur skalpellartige Werkzeuge mit sehr scharfen und spitzen Klingen in Betracht.
Das können Japan- oder Stanley-Messer, aber auch sogenannte Cutter aus dem handwerklichen Bereich sein, bei denen sich die Klingen an Sollbruchstellen abbrechen und dann herausschieben lassen, wenn sie abgenutzt sind. Unabhängig von der verwendeten Variante sollten die Klingen grundsätzlich immer auswechselbar sein.
Die am häufigsten benutzten Ausführungen werden auch Federmesser genannt und werden unter anderem von der Werbebranche beim Folienschneiden, oder auch beim Modellbau eingesetzt. Diese ermöglichen bei einfacher Handhabung sehr genaue Schnitte sowie präzises Arbeiten bei feinen Details.[11]
Technik

Beim Scherenschnitt wird Papier oder ein anderes flaches Material mittels einer Schere oder anderer spezieller Schnittinstrumente (z. B. für Ausschnitte) so bearbeitet, dass entweder der verbleibende Umriss oder die Ausschnitte oder beides ein anschauliches Bild ergeben, das realistisch oder schematisch (Ornamente) sein kann. Dabei gibt es
- die klassische Silhouette, bei der ein ungefaltetes Blatt (oder mehrere übereinanderliegende) zerschnitten wird. Diese Scherenschnitte sind meist schwarz und werden vor einem kontrastierenden hellen Untergrund gezeigt. Sind sie hell, werden sie vor einem kontrastierenden dunklen Grund gezeigt. Benannt ist sie nach dem französischen Finanzminister Étienne de Silhouette (1709–1767), einem Liebhaber von Scherenschnitten.
- die Faltschnitttechnik, bei der ein zu Hälften, Vierteln oder noch kleineren Teilen zusammengefaltetes Blatt beschnitten wird. Nach dem Auseinanderfalten der bearbeiteten Papiervorlage ergibt sich ein ein- oder mehrfach axialsymmetrisches Bild.
Trivia

Weltmeister als schnellster Scherenschnittkünstler ist, laut dem Guinness-Buch der Rekorde, seit 1982 der gebürtige Franzose Jacques Maté (eigentlich Jacques Matéos; * 1937). In den 1980er Jahren trat er in vielen Fernsehshows auf und porträtierte diverse prominente Persönlichkeiten wie z. B. Willy Brandt und Helmut Kohl. Zuletzt arbeitete er auf Jahrmärkten und Weihnachtsmärkten und hatte für 2010 angekündigt, zum Ende des Dortmunder Weihnachtsmarktes sein Geschäft zu verkaufen. Nach dem Verkauf zog er mit seiner Ehefrau von seinem bisherigen Wohnsitz in Düsseldorf in das mecklenburgische Warin.[12]
Länder
Belarus

Das Ergebnis der traditionellen Papierschneidekunst in Belarus wird Wyzinanka (belarussisch выцінанка) genannt und wurde ursprünglich für die Innendekoration von Kirchen und für Ikonen benutzt. Heutzutage werden mit den Wyzinanki Wohnungen, Cafés und Büros dekoriert. Ihr Design wird für Druckerzeugnisse wie Kalender und Postkarten verwendet. 2024 wurde diese lokale Variante der slawischen Volkskunst des Papierschneidens von der UNESCO in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.[13]
China

2009 wurde der Chinesische Scherenschnitt von der UNESCO in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.[14]
Christliche Tradition

Um das Jahr 1700 gelangte die Technik des Papierschnitts aus den wohlhabenden Kreisen auch in die Frauenklöster der Niederlande und des deutschsprachigen Raums. Seit dem 14. Jahrhundert kannte man dort die Herstellung von Andachtsbilder, auf denen meist Heilige oder biblische Szenen abgebildet sind. Die auf Papier oder Pergament gemalten kleinen Bilder wurden jetzt von den Nonnen mittels sehr scharfer und spitzer Klingen verziert. Dabei wurde das zentrale Motiv üblicherweise mit einem sehr filigranen, ornamentalen Rankenwerk umgeben. Da auf diese Art bearbeitetes Papier sehr stark durchbrochener weißer Spitze ähnelt, wird es als Papierspitze bezeichnet, die derart verzierten Bildchen werden Spitzenbilder genannt. Mit ihrem Verkauf wurden wohltätige Zwecke finanziert. Aufbewahrt wurden sie meist in Bibeln und Gebetsbüchern.
Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts verschwand dieses Volkskunsthandwerk wieder. Die Spitzenmuster konnten mittlerweile auch mit grafischen Methoden hergestellt werden. Die Andachtsbildchen wurden nun maschinell ausgestanzt und zusätzlich mit Prägemustern versehen.[15][16]
Dänemark

Außerhalb Dänemarks ist es kaum bekannt, dass Hans Christian Andersen neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit gemalt, gezeichnet und auch Scherenschnitte angefertigt hat, häufig als Bunt- oder Weißschnitte.[17] Viele seiner Werke befinden sich in dem nach ihm benannten Museum in seiner Geburtsstadt Odense.
In der Tradition Andersens steht die zeitgenössische Künstlerin Karen Bit Vejle, die für ihre großformatigen, teilweise mehrere Meter langen, ornamental durchbrochenen Arbeiten aus weißem Papier bekannt ist.[18]
Deutschland
17. Jahrhundert
In Deutschland war der 1677 in Regensburg verstorbene österreichische Emigrant Rudolf Wilhelm von Stubenberg ein früher Künstler des Scherenschnitts. Einige seiner Werke sind noch im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg erhalten.

18. Jahrhundert
Während der Goethezeit und im 19. Jahrhundert war der Scherenschnitt sehr beliebt.
19. Jahrhundert
Im norddeutschen Raum hat der Silhouetteur Johann Caspar Dilly mit einer einzigartigen Kombination aus Scherenschnitt und Malerei besondere Bedeutung erlangt. Seine Werke zeigen Familientafeln, Verlobungs- und Hochzeitspaare, Kinderporträts sowie Stuben- und Gartenszenen. Sie bilden „detailgetreu und profilscharf“ die Wohn- und Kleidungskultur der Bauernfamilien und ländlichen Oberschichten Nordwestdeutschlands zwischen 1800 und 1840 ab und sind daher ein wichtiges Hilfsmittel bei der Erforschung der Epoche des Biedermeier.

Einer der auf die Anfertigung von Scherenschnitten spezialisierten Künstler war Paul Konewka. Er gilt nach allgemeiner Meinung wegen seiner äußerst phantasievollen und auch recht humoristischen Werke als der bedeutendste deutsche Scherenschnittkünstler dieses Jahrhunderts.
20. Jahrhundert
Ein bedeutender Vertreter des Scherenschnitts im Jugendstil war der Illustrator Marcus Behmer, der einen Teil seiner Arbeiten als Vorlage für ornamentale Gestaltungen herangezogen hat.
21. Jahrhundert
Der Deutsche Scherenschnittverein e. V. widmete sich bis zu seiner Auflösung im Jahr 2020 der Pflege dieser Kunst und der Archivierung von Künstlerbiographien und Werkbeispielen.
Das deutsche Scherenschnittmuseum befindet sich in Vreden.[20]
Frankreich

Als der bedeutendste französische Vertreter gilt Henri Matisse. Im hohen Alter gegen Ende der 1940er Jahre, als er krankheitsbedingt kaum noch malen konnte, begann er mit dem Anfertigen von Papiers découpés. Er schuf mehr als 250, mit Hilfe von Assistenten manchmal überdimensionale Werke, die auch ganze Wände bedecken konnten. Sie wurden von den Kritikern zu dieser Zeit allerdings teilweise spöttisch bis ablehnend beurteilt.[21]
Als Künstler der Klassischen Moderne experimentierte Matisse mit Farben und Formen und setzte sich so vom klassischen, meist einfarbig schwarzen oder weißen Typus des Scherenschnitts ab. Eines seiner bekanntesten Werke, das Künstlerbuch Jazz, gehört zu den erfolgreichsten limitierten Editionen von Künstlern des 20. Jahrhunderts, diverse „Klassiker“ daraus werden heute noch als Poster reproduziert.
Islamische Tradition

In der islamischen Tradition wurde die Scherenschnitttechnik hauptsächlich in der Buchkunst eingesetzt.
Japan

Kirigami (von kiri = schneiden und kami = Papier) bezeichnet eine spezielle Variante des Origami (von ori = falten und kami = Papier) und ist eine Kombination von Schnitt- und Falttechnik. Dabei wird ein einziges Blatt oder ein Bogen Papier geschickt so eingeschnitten und gefaltet, dass daraus, ohne dass dabei Klebstoff benutzt wird, ein dreidimensionales Objekt entsteht.[22]
Der Begriff wurde von Florence Temko im Titel ihres Buches Kirigami, the Creative Art of Paper Cutting von 1962 verwendet, und gilt seitdem als Bezeichnung für diese Kombination von Techniken, obwohl nur eine davon darin genannt wird.[23]
Wie beim originalen Origami gibt es auch hier einige Varianten sowie spezielle Techniken um architektonische, geometrische, fraktale oder z. B. auch bewegliche Tierfiguren herzustellen.[24]

Über die ästhetischen, spielerischen und künstlerischen Komponenten hinaus wird dieses Verfahren auch in der Werkstofftechnik untersucht und angewendet, um sehr stabile und dabei sehr leichte Materialien zu entwickeln und herzustellen.[25][26]
Namhafte Künstler sind z. B. Masayo Fukuda, Seiji Fujishiro, Nahoko Kojima, Hina Aoyama, Monika Cilmi und Giovanni Russo.
Jüdische Tradition

Reisele kommt vom jiddischen Wort רייזעלע, das „kleine Rose“ bedeutet und deren Herstellung entwickelte sich in den aschkenasischen Gemeinden Osteuropas parallel zur slawischen Tradition. Die jüdische und die slawische Scherenschnitttradition beeinflusste sich im Laufe der Zeit gegenseitig.[27]
Reisele dienten ursprünglich der Dekoration von Synagogen und Häusern zu Feiertagen, insbesondere Schawuot,[28] sowie der Anfertigung zeremonieller Gegenständen wie Ketubba oder Chuppa.[27]
Reisele wurden oft mit religiösen Symbolen, Tora-Zitaten und floralen Motiven verziert. Die Tiere, deren Abbildung nach jüdischem Gesetz erlaubt ist, sind ebenfalls oft auf Scherenschnitten zu finden. Die Technik ist zwar nicht mehr so verbreitet wir früher, aber es finden weiterhin weltweit Workshops in aschkenasischen Gemeinden statt. Außerdem gibt es einige moderne aschkenasische Künstler und Künstlerinnen, die in dieser Technik arbeiten wir z. B. Pinchas Fischel und Deborah Ugoretz.
Mexiko

Mittels einer besonderen Technik entsteht in Mexiko das sogenannte Papel picado (soviel wie gepicktes, gehacktes oder gestochenes, also perforiertes Papier), welches auch in anderen Ländern Lateinamerikas zur Dekoration von nahezu allen kirchlichen und weltlichen Feiertagen und Festen hergestellt und benutzt wird. Dieses traditionelle, kunsthandwerkliche Brauchtum stammt bereits aus vorspanischer Zeit, als die Azteken dafür noch Amatl-Papier verwendet haben, welches dann in der Mitte des 19. Jahrhunderts durch modernes Papier verdrängt wurde, aber heute hauptsächlich bei Künstlern wieder sehr beliebt ist.
Seitdem wird dafür normalerweise leichtes und weiches Tissue-Papier verwendet, welches nun auch mit rund einem Dutzend verschiedener Farben gefärbt wird, die in Kombination zwar sehr bunt, aber selten grell, sondern durch das Ausbleichen der Farben im Sonnenlicht oft eher gedeckt, und manchmal schon fast pastellartig wirken. Jede dieser Farben hat eine besondere, ihr zugehörige Bedeutung und so wird beispielsweise zu Hochzeiten hauptsächlich Papier in Weiß, das traditionell Reinheit symbolisiert, verwendet, welches dann durchbrochener weißer Spitze ähnelt.
Die Besonderheit der Herstellung besteht darin, dass immer 40–50 identische Blätter gleichzeitig produziert werden. Diese werden übereinander gestapelt und mit einem Bogen bedeckt, auf den das Motiv bzw. Muster mit Hilfe von Schablonen aufgezeichnet wird. Dann werden mit Klopfholz und verschiedenen speziellen Meißeln, deren Spitzen diverse unterschiedliche Profile aufweisen, die zu entfernenden Bereiche „herausgearbeitet“.
Danach werden die Blätter, häufig farblich bunt gemischt, aber auch in identisch wiederkehrender Reihenfolge nebeneinander an Leinen befestigt, die dann oft parallel zueinander aufgehängt werden und so teilweise ganze Straßenzüge und Plätze überspannen.[29]
Heutzutage wird das Papel picado aus Kosten- und Haltbarkeitsgründen auch maschinell sowie auch aus Kunststoff hergestellt, aber da Ausgangs- und Endprodukte der traditionellen Herstellungsweise denen beim Silhouettenschnitt sehr ähnlich sind, sowie ein Meißel wie die Klingen von Messer oder Schere auch eine Schneide hat, ist dies als ein sehr nahe verwandtes Verfahren anzusehen, auch wenn es mehr dem Stanzen als dem Schneiden ähnelt.
Genau wie die traditionelle Papierherstellung hat es sich völlig unabhängig entwickelt und zahlreiche Künstler haben es angewendet, weiterentwickelt, es dabei zur Meisterschaft gebracht, und ihre Werke werden heute in vielen Museen ausgestellt.
Niederlande

Die ersten europäischen künstlerischen Scherenschnitte entstanden in den Niederlanden vermutlich bereits am Anfang des 17. Jahrhunderts. Dieses Kunsthandwerk entwickelte sich dann, aufgrund der zur Verfügung stehenden Freizeit und der seinerzeit hohen Papierpreise, zu einer sehr beliebten Beschäftigung der sogenannten „höheren Töchter“. Die Arbeiten wurden, und werden traditionell auch immer noch, fast ausschließlich aus weißem Papier und auch aus Pergament als sogenannte Weißschnitte angefertigt.[30]
Diese Untergattung des Kunsthandwerks trat dann gleichberechtigt neben die bereits existierenden anderen sogenannten „weiblichen Künste“, wie Nähen, Sticken usw., und verbreitete sich binnen kurzer Zeit über das ganze Land und auch weiter nach Europa, wo dann z. B. in süddeutschen, österreichischen und Schweizer Klöstern Nonnen damit begannen, die Umrandungen von gemalten Andachtsbildern damit zu verzieren.[31]
Eines der frühesten bekannten Talente war die 1607 geborene Universalgelehrte Anna Maria von Schürmann, die eine der ersten, wenn nicht sogar die allererste an einer europäischen Universität zugelassenen Frau war; letzteres war sie zumindest in den Niederlanden. Sie sprach und schrieb mindestens zehn Sprachen, beschäftigte sich mit sehr vielen Künsten und Wissenschaften und galt 1636 als die gelehrteste Frau Europas.
Nicht wenige Andere brachten es dann in diesem Metier zu großer Meisterschaft, so dass auch bald die europäischen Herrscher darauf aufmerksam wurden und viele Werke in ihre Sammlungen aufnahmen. So besuchte beispielsweise Peter der Große die Ausnahmekünstlerin Joanna Koerten 1697 in ihrem Atelier in Amsterdam, kaufte allerdings bei dieser Gelegenheit dort nichts,[32] und bereits 1668 entdeckte Prinz Cosimo III. de’ Medici auf einer Reise durch die damalige Republik den ca. 35 Jahre alten und äußerst talentierten Bäckerssohn Joannes van Achelom, den er aufgrund seiner extrem filigranen und detailreichen Arbeiten mit an seinen Hof nach Florenz nahm, wo dieser als Hofkünstler und Kammerherr den Rest seines Lebens verbrachte.[33][34]
Die Preise für bedeutende Werke erreichten, und erreichen immer noch, teilweise erstaunliche Höhen: so erhielt z. B. Johanna Koerten von Kaiser Leopold I. 4000 Gulden für eine ihrer Arbeiten, während zum Vergleich Rembrandt für sein Gemälde „Die Nachtwache“ 1600 Gulden erhielt.[35]
Etliche andere bedeutende Künstler wie z. B. Elisabeth Rijberg, beschäftigten sich auch mit dieser Kunstform, und es folgten viele weitere großartige Silhouettenschneider wie Agneta Block, Matthias van Geuns, Casparis Haanen und seine Tochter Elisabeth, Jannes Grootenhuis, Elisabeth Koning und Hans Beers, um stellvertretend nur einige der Bedeutendsten zu nennen.
Das Museum für Papierschnittkunst[36] befindet sich in Westerbork und viele weitere Kollektionen befinden sich in diversen anderen Museen, wobei das Niederländische Freiluftmuseum[37] wohl die größte Anzahl von Werken in einer Sammlung beherbergt.
Österreich
Ein früher Vertreter im 17. Jahrhundert war Rudolf Wilhelm von Stubenberg, der mit 21 Jahren nach Regensburg auswanderte, dort bereits im Alter von 34 Jahren starb, und hauptsächlich Weißschnitte anfertigte.

Bedeutende Silhouetteure des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts waren der Maler Friedrich Kaskeline, sowie der im Deutschen Reich geboren Otto Böhler, der ca. 1870 nach Wien übersiedelte und der fast alle bedeutenden Komponisten, Dirigenten und Pianisten aus dieser Zeit porträtiert hat.
Die bekannteste Silhouetten-Künstlerin des 20. Jahrhunderts war die Gebrauchsgrafikerin Josefine Allmayer, die im Alter von 25 Jahren zu den bedeutendsten Silhouetteuren im deutschsprachigen Raum gezählt wurde[38] und die durch das Einfügen von Transparentpapier und buntem Seidenpapier zwischen Vorder- und Hintergrund ein dreidimensionales Erscheinungsbild bewirkte.
Des Weiteren wären auch noch Therese Bernhardt und ihre Tochter Rosemarie Hebenstreit[39], sowie der Künstler Jo Kuehn zu nennen, der mit verschiedenen Techniken und auch der Übertragung auf andere Materialien experimentierte, u. a. mittels Laser, Sandstrahlen und Siebdruck. Zu den bekannten zeitgenössischen Vertretern zählt die Papier-Künstlerin Brigitte Prommegger, die auch Objekte aus Papier anfertigt.[40][41]
Durch den Ankauf der nachgelassenen Scherenschnitte von Hans Allmayer und seiner Tochter wurde die Sammlung des Heimatmuseums in Josefines Geburtsort Kierling mit fast 2000 Exemplaren zur größten Österreichs. Allerdings ist ein Teil eines Gebäudes, der unter anderem das Museum beherbergt, wegen Statikproblemen bereits im Jahr 2023 von der Gemeinde bis auf Weiteres für den Zutritt gesperrt worden.[42]
Polen
Die farbenfrohen, sogenannten Łowiczer Scherenschnitte (polnisch Wycinanki łowickie) sind technisch gesehen Collagen, da sie nicht wie üblich aus einem Blatt geschnitten, sondern aus vielen Einzelteilen zusammengesetzt werden und zum Arbeitsschritt des Ausschneidens noch weitere, wie das Anordnen der Teile und das Verkleben, hinzukommen.
Die Anfertigung dieser Bilder begann in der Mitte des 19. Jahrhunderts, wobei am Beginn dieser Tradition wohl zuerst durchbrochene weiße Papiervorhänge für die Fenster hergestellt wurden und später ausgeschnittene Einzelteile direkt auf Ofenkacheln und Wände geklebt wurden und so vielfältige Motive entstanden.
Gegen Ende des Jahrhunderts begann man dann die Teile auf Papierblätter zu kleben und die so entstandenen Bilder zur Verschönerung der Räume zu verwenden. Vor wichtigen Familien- und Kirchenfesten wurden vor allem die Zimmerdecken der Bauernhäuser damit geschmückt und einmal im Jahr wurden die Bilder als eine Art von Frühlings- und Erneuerungsritual ausgetauscht; die alten wanderten dann zur Dekoration in die Wirtschaftsräume und auch in die Ställe.
Die sogenannten Wycinankarki, die Herstellerinnen dieser speziellen Art von Scherenschnitten, benutzten anfänglich Schafscheren zum Ausschneiden aus mit bis zu 30 verschiedenen Farben gefärbtem Papier; später wurden auch Teile aus Glanzpapier verwendet. Diese wurden dann mit einem aus Roggenmehl gekochten Kleister zusammengeklebt, und daher werden die daraus entstandenen Bilder auch oft als Wyklejanki (Klebebilder) bezeichnet.[43]
Neben den im Lauf der Jahrzehnte entstandenen verschiedenen Stilrichtungen von symmetrisch-geometrischen Motiven, werden auch Pflanzen, Tiere und Menschen dargestellt. Eine Besonderheit bilden dabei die Genrebilder, die als eine Art Chronik des Dorfes Łowicz Szenen der Feldarbeit, der ländlichen Volksfeste und Hochzeiten, sowie handwerkliche Tätigkeiten wie Spinnen und Weben abbilden.[44][45]
Schweiz
In der Schweiz gibt es eine sehr aktive Scherenschnittszene. Das vom Schweizerischen Verein Freunde des Scherenschnitts dreimal im Jahr herausgegebene Bulletin „Schnittpunkt“[46][47] publiziert regelmäßig Künstlerinnen und Künstler und ihre unterschiedlichen Techniken, unter anderem mit regelmäßigen Ausstellungen.
Bekannte Vertreter der Gegenwart sind zum Beispiel Stefan Bächler sowie Ernst Oppliger[48], der sich seit Jahrzehnten dem Papierschnitt widmet.
Die Schweizerische Post hat im Herbst 2007 vier Briefmarken mit Motiven von Schweizer Scherenschnitt-Künstlern herausgegeben.
Das Schweizer Zentrum für Scherenschnitt befindet sich im Musée du Vieux Pays-d’Enhaut in Château-d’Oex.[49]
Ukraine

Die volkstümliche slawische Variante des Scherenschnitts wird Wytynanka (ukrainisch витина́нка) genannt und erschien zuerst in der Mitte des 19. Jahrhunderts in den Dörfern als Wohnungsdekoration. Die traditionelle Herstellung der meist farbigen, ornamentalen und dekorativen Wytynanky hatte sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts in vielfältiger Form, z. B. auch als Tapeten, Teppiche und Vorhänge, über die ganze Ukraine ausgebreitet. Auch für Festlichkeiten wurden sie als Dekoration, u. a. in Form von Schneeflocken-Sternen, Kreuzen und Engeln, extra angefertigt.[50]
Eine bekannte zeitgenössische Vertreterin dieser Tradition ist die Bildhauerin Darija Aljoschkina, die auch überdimensionale Wytynanky als Vorhänge und Wandschmuck herstellt.
Scherenschnittkünstler
Deutschland
- Bettina von Arnim (1785–1859), deutsche Schriftstellerin, Zeichnerin und Komponistin
- Rosa Maria Assing (1783–1840), deutsche Lyrikerin, Erzählerin, Übersetzerin und Erzieherin
- Georg Friedrich Ayrer (1744–1804), deutscher Silhouetteur, Sammler von Autographen und Jurist
- Christa Bachmann (ca. 1930–2011), deutsche Zeichnerin, Malerin, Grafikerin und Silhouettistin
- Hildegard von Baeyer (1882–1958), deutsche Silhouettenschneiderin
- Gabriele Basch (* 1964), deutsche Malerin und Hochschullehrerin
- Johanna Beckmann (1868–1941), deutsche Porzellanmalerin und Schriftstellerin
- Marcus Behmer (1879–1958), deutscher Schrift- und Buchkünstler, Illustrator, Graphiker und Maler
- Marie Margarete Behrens (1883–1958), deutsche Illustratorin und Bilderbuch-Autorin
- Otto Blümel (1881–1973), deutscher Designer, Buchschmuck- und Exlibris-Künstler
- Helmuth Bögel (1927–2019), deutscher Geologe, Mineraloge und Scherenschnittkünstler
- Otto Böhler (1847–1913), deutsch-österreichischer Silhouettenkünstler und Industrieller
- Bruno J. Böttge (1925–1981), deutscher Filmregisseur
- Fritz Boldt (1902–?), deutscher Maler und Grafiker
- Dora Brandenburg-Polster (1884–1958), deutsche Illustratorin, Malerin und Grafikerin
- Hans Brasch (1882–1973), deutscher Maler
- Dorothea Brockmann (1899–1983), deutsche Benediktinerin
- Edith Carstensen (1926–2018), deutsche Scherenschnittkünstlerin
- Anna Corsep (1862–1943), deutsche Schriftstellerin, Dichterin und Silhouetten-Künstlerin
- Lotte Cracknell (1898–1951), deutsche Scherenschnittkünstlerin und Autorin
- Karl Wilhelm Diefenbach (1851–1913), deutscher Maler und Sozialreformer
- Johann Caspar Dilly (1767–1841), deutscher Wanderkünstler, Maler und Silhouetteur
- Anne Dittmer (1906–1964), deutsche Malerin, Grafikerin, Zeichnerin und Illustratorin
- Annette von Droste-Hülshoff (1797–1848), deutsche Schriftstellerin und Komponistin
- Luise Duttenhofer (1776–1829), deutsche Scherenschnittkünstlerin
- Johann August Eckert (1807–1868), deutscher Silhouettenschneider
- Wilhelm Eckstein (1863–1936), deutscher Maler und Zeichner
- Emma Eggel (1843–1890), deutsche Malerin, Illustratorin und Silhouettistin
- Theo Eggink (1901–1965), deutscher Holzbildhauer und Scherenschnittkünstler
- Elisabeth Emmler (1921–1998), deutsche Scherenschnitt-Künstlerin
- Edeltraud Engelhardt (1917–1999), deutsche Regisseurin
- Ernst Moritz Engert (1892–1986), deutscher Silhouettenkünstler, Grafiker und Maler
- Elsbeth Forck, deutsche Illustratorin und Zeichnerin
- Irmingard von Freyberg (1907–1985), deutsche Grafikerin und Silhouettenschneiderin
- Paul Friedrichsen (1893–1969), deutscher Maler und Silhouettenschneider
- Gustav Adolf Friedrichson (1882–?), deutscher Maler
- Karl Fröhlich (1821–1898), deutscher Dichter und Silhouettenschneider
- Hermann Gehri (1879–1944), deutscher Maler, Lithograf und Scherenschnittkünstler
- Franz Xaver Geiger (1749–1841), deutscher Schriftsteller und Geistlicher
- Margarethe von Glehn (1909–2001), deutschbaltische Scherenschnitt-Künstlerin
- Hedwig Goller (1920–2015), deutsche Malerin, Grafikerin und Kunsterzieherin
- Marte Graf, deutsche Silhouettenkünstlerin
- Clara von Greyerz (1789–1839), deutsche Scherenschnittkünstlerin
- Fritz Griebel (1899–1976), deutscher Maler und Grafiker
- Melchior Grossek (1889–1967), deutscher Priester und Künstler
- Manni Grosze (fl. 1910–35), deutsche Silhouettenkünstlerin
- Wilhelm Groß (1883–1974), deutscher Bildhauer, Grafiker und Prediger
- Elisabeth Grünwaldt (1871–1961), deutsche Erzieherin, Puppengestalterin und Kostümbildnerin
- Lotte Gützlaff, deutsche Silhouettistin
- Hertha Schwanhilde von Gumppenberg-List (1897–1954), deutsche Grafikerin und Illustratorin
- Philipp Harth (1885–1968), deutscher Bildhauer
- Wilhelm von Helmersen (1873–1937), deutschbaltischer Illustrator und Silhouetteur
- Georg Hempel (1894–1969), deutscher Silhouettenschneider, Maler und Kunsthandwerker
- Carl Ernst Hinkefuß (1881–1970), deutscher Reklamekünstler, Graphiker und Verleger
- Rose Hölscher (1897–1965), deutsch-amerikanische Medizinerin und Scherenschnittkünstlerin
- Greta von Hoerner (1880–1945), deutschbaltische Malerin und Silhouettenkünstlerin
- Rolf von Hoerschelmann (1885–1947), deutschbaltischer Illustrator, Sammler, Schriftsteller und Bohemien
- Hasso Holm (1893–1931), Tänzer, Opernsänger und Silhouettenschneider
- Otto Hupp (1859–1949), deutscher Heraldiker, Schriftgrafiker, Kunstmaler, Sammler und Ziseleur
- R. W. Hus (fl. 1653/54), deutscher Scherenschnittkünstler
- Karl Lindegren, deutscher Maler, Grafiker und Silhouettist
- Max Marek (* 1957), deutscher Maler und Illustrator
- Josy Meidinger (1899–1971), deutsche Malerin und Illustratorin
- Bernhard Albrecht Moll (1743–1788), wissenschaftlicher Illustrator, Botaniker, Zeichenlehrer und Silhouetteur
- Wolfgang Niesner (1925–1994), deutscher Zeichner und Grafiker
- Alexander Olbricht (1876–1942), deutscher Maler
- Käthe Reine (1894–1976), deutsche Malerin, Illustratorin und Textilkünstlerin
- Lotte Reiniger (1899–1981), deutsche Silhouetten-Animationsfilmerin und Buchillustratorin
- Wilhelm Repsold (1885–1969), deutscher Bildhauer, Keramiker und Illustrator
- Paula Roesler (1875–1941), deutsche Malerin, Zeichnerin, Grafikerin, Scherenschnitt- und Papierkünstlerin und Lyrikerin.
- Philipp Otto Runge (1777–1810), deutscher Maler
- Erika Schirmer (* 1926), deutsche Schriftstellerin, Kindergärtnerin und Sonderpädagogin
- Adele Schopenhauer (1797–1849), deutsche Schriftstellerin
- Eva Schönberg (1899–1979), deutsch-englische Illustratorin und Grafikerin
- Annette Schröter (* 1956), deutsche Malerin
- Uta Schulz-Matan (* 1930), deutsche Malerin, Zeichnerin und Grafikerin
- Reinhold Stier, deutscher Scherenschnittkünstler
- Adolf Tannert (1839–1913), Künstler und Schriftsetzer
- Karl August Varnhagen von Ense (1785–1858), deutscher Chronist, Erzähler, Biograph, Tagebuchschreiber und Diplomat
- Curt Voigt (1889–1961), deutscher Silhouettenschneider und -maler
- Luise Walther (1833–1917), deutsche Porträtmalerin und Scherenschnittkünstlerin
Frankreich
- August Édouart (1789–1861), französischer Silhouettenkünstler
- Jacques Maté (* 1937), französisch-deutscher Scherenschnittkünstler und Weltmeister (1982)
- Henri Matisse (1869–1954), französischer Maler, Grafiker, Zeichner und Bildhauer
- Auguste Rodin (1840–1917), französischer Bildhauer und Zeichner
Niederlande
- Matthias van Geuns (1758–1839), niederländischer Geistlicher, Lehrer und Silhouettist
- Casparis Haanen (1778–1849), niederländischer Maler, Zeichner, Silhouettenschneider und Kunsthändler
- Elisabeth Haanen (1809–1845), niederländische Malerin
- Joanna Koerten (1650–1715), niederländische Künstlerin
Österreich
- Hildegard Adamowicz (1922–2013), östereichische Malerin, Grafikerin und Silhouettistin
- Josefine Allmayer (1904–1977), österreichische Grafikerin und Scherenschnittkünstlerin
- Obristin Bitterlich, österreichische Silhouettistin
- Dora Hauser (1877–1946), österreichische Malerin und Scherenschnittkünstlerin
- Lisl Hummel (1892–1990), österreichisch-amerikanische Silhouettistin
- Friedrich Kaskeline (1863–1938), österreichischer Maler, Illustrator und Grafiker
- Jo Kuehn (1945–2023), österreichischer Maler, Grafiker und Scherenschnittkünstler
- Liane Presich-Petuelli (1925–2020), österreichische Pädagogin, Autorin, Musikerin, Grafikerin und Silhouettistin
- Moritz von Schwind (1804–1871), österreichischer Maler und Zeichner
- Veva Tončić (1912–1992), österreichische Bildhauerin, Malerin, Grafikerin und Silhouettistin
Schweiz
- René Acht (1920–1998), Schweizer Maler, Bildhauer, Kunstpädagoge und Autor
- Jacques-Laurent Agasse (1767–1849), Schweizer Maler
- Stefan Bächler (* 1967), Schweizer Maler, Kinderbuchautor und -illustrator, sowie Scherenschnitt- und Performancekünstler
- Johann Jakob Hauswirth (1809–1871), Schweizer Tagelöhner, Holzfäller und Köhler
- Jean Huber (1721-1786), Schweizer Silhouettenschneider, Zeichner, Kupferstecher und Maler
- Adam Keel (1924–2018), Schweizer Maler, Papierschnitt- und Objektkünstler
- Louis Saugy (1871–1953), Schweizer Silhouettenschneider
- Christian Schwizgebel (1914–1993), Schweizer Silhouetteur
Vereinigtes Königreich
- Isabella Beetham (1750/54–1825), englische Silhouettenmalerin und -schneiderin
- Molly Brett (1902–1990), englische Autorin und Illustratorin
- Mary Delany (1700–1788), englische Malerin, Gartenkünstlerin und Briefschreiberin
- Archie Granot (* 1946), englisch-israelischer Scherenschnitt-Künstler
- Sarah Harrington (fl. 1772−1787), englische Schriftstellerin, Malerin und Silhouettenkünstlerin
- William James Hubard (1807–1862), englisch-amerikanischer Maler und Silhouettenschneider
Vereinigte Staaten
- Merton Clivette (1868–1931), US-amerikanischer Maler, Schriftsteller, Zauberkünstler und Silhouettist
- Mary Jean Dorcy (1914–1988), US-amerikanische Dominikanerin
- Helen Fisher (1909–1993), US-amerikanische Malerin, Bildhauerin und Silhouettistin
- Peggy Gleason (1933–2012), US-amerikanische Silhouettistin
- Mary Louise Harris (1934–2019), US-amerikanische Pädagogin, Grafikerin und Silhouettistin
- Martha Ann Honeywell (1786–1856), US-amerikanische Scherenschnittkünstlerin
- Kara Walker (* 1969), US-amerikanische Künstlerin
Weitere
- Darija Aljoschkina (* 1982), ukrainische Scherenschnittkünstlerin
- Hans Christian Andersen (1805–1875), dänischer Dichter und Schriftsteller
- Emil Cedercreutz (1879–1949), finnischer Bildhauer, Maler und Silhouettenkünstler
- Eduardo Chillida (1924–2002), spanisch-baskischer Bildhauer und Zeichner
- Henriette Hahn-Brinckmann (1862-1934), dänisch-deutsche Malerin und Grafikerin
- Ernest Potuczek-Lindenthal (1917–2008), mährisch-deutscher Architekt und Scherenschnittkünstler
- Zipora Rafaelov (* 1954), israelische Künstlerin
- Rudolf Wilhelm von Stubenberg (1643–1677), ungarisch-deutscher Privatgelehrter und Scherenschnittkünstler
- Wlado Tudic (1945–2012), kroatisch-deutscher Silhouetteur und Weltmeister (1984)
- Karen Bit Vejle (* 1958), dänische Scherenschnitt-Künstlerin
Zitat
„Lemgo (Detmold). Silhouetteur Friedrich macht seinem hochzuverehrenden Publikum bekannt, daß er eines Jedes Silhouette, sowohl in Brustbild, in persönlicher Größe, als auch in anderer Positur, in Zeit von 3 bis 4 Minuten, auf das allergnaueste und in der größten Aehnlichkeit auszuschneiden verspricht. Er bittet um geneigten Zuspruch. Sein Logis ist bey den Herrn Wippermann (Brüggemeyer im Weißen Roß) hieselbst.“
Galerie
- Georg Melchior Kraus: Goethe mit Scherenschnitt, 1775/1776 (Goethe-Museum, Frankfurt am Main)
- Otto Piltz: Mädchen beim Stricken und Scherenschnitt (um 1894)
- Propaganda im Ersten Weltkrieg: Die deutschen Frauen in der Kriegszeit (1916)
- Szene aus dem Scherenschnitt-Animationsfilm Zwerg Nase von Edeltraud Engelhardt
- Pancraz Körle: Ein junger Mann schneidet die Silhouette einer Dame (neobarockes Gemälde von 1857)
Literatur
Allgemein
- Anna Corsep: Die Silhouette. Ihre Geschichte, Bedeutung und Verwendung. Ernst Haberland, Leipzig 1898 (Digitalisat via HathiTrust).
- Richard Härtel: Verzeichnis einer Sammlung von Silhouetten und Büchern mit Silhouetten und Schwarzbildern aller Art. (Katalog-Nr. 44) Härtel, Dresden 1905. (Digitalisat via Universitätsbibliothek Heidelberg).
- Leo Grünstein (Hrsg.): Silhouetten aus der Goethezeit. Aus dem Nachlasse Johann Heinrich Merck’s. Hof-Kunstanstalt J. Löwy, Wien 1909 (Digitalisat via Internet Archive).
- Johanna Beckmann: Die schwarze Kunst. Arthur Glaue, Charlottenburg 1911.
- Georg Buß: Aus der Blütezeit der Silhouette. Eine kunst- und kulturgeschichtliche Studie. (Xenien-Bücher, Nr. 34) Xenien-Verlag, Leipzig 1913 (Digitalisat via Klassik Stiftung Weimar, Digitale Sammlungen der Herzogin Anna Amalia Bibliothek).
- Georg Jacob: Die Herkunft der Silhouettenkunst (ojmadschylyk) aus Persien. Mayer & Müller, Berlin 1913 (Digitalisat via Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg).
- Martin Knapp (Hrsg.): Deutsche Schatten- und Scherenbilder aus drei Jahrhunderten. Der Gelbe Verlag, Dachau [1916] (Digitalisat via Digitale Sammlungen der Bauhaus-Universität Weimar).
- Max Bucherer (Hrsg.), unter Mitwirkung von Adolf Spamer, J. Leisching, H. T. Kroeber, Martin Knapp: Spitzenbilder, Papierschnitte, Porträtsilhouetten. Einhorn, Dachau [1920].
- Lothar Brieger: Die Silhouette. Holbein-Verlag, München 1921.
- Erhart Kästner: Scherenschnitt-Illustration. Wolfgang Jeß Verlag, Dresden 1936 (Digitalisat via Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden).
- Johanne Müller: Schattenbilder und Scherenschnitte: aus der gleichnamigen Ausstellung im Schlossberg-Museum Karl-Marx-Stadt. 1954 (Digitalisat via Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden).
- Johanne Müller: Schattenbilder und Scherenschnitte. Verlag der Kunst, Dresden 1959.
- Johanne Müller: Der Scherenschnitt: praktische Anleitung. VEB E. A. Seemann Verlag, Leipzig 1962 (Digitalisat via Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden).
- Christa Pieske: Schattenrisse und Silhouetteure. (Wohnkunst und Hausrat – einst und jetzt, Band 39) Franz Schneekluth Verlag, Darmstadt 1963.
- Ernst Biesalski: Scherenschnitt und Schattenrisse. Kleine Geschichte der Silhouettenkunst. Callwey, München 1964, OCLC 2475294.
- Christian Rubi: Papierschnitt, Scherenschnitt, Schablonenschnitt: ein Anleitungsbuch. Büchler, Wabern 1970.
- Marianne Bernhard (Hrsg.): Schattenrisse, Silhouetten und Scherenschnitte in Deutschland im 18. und 19. Jahrhundert. Staackmann, München 1977, ISBN 3-920897-91-9.
- Sigrid Metken: Geschnittenes Papier. Eine Geschichte des Ausschneidens in Europa von 1500 bis heute. Callwey, München 1978, ISBN 3-7667-0425-7.
- Lotte Reiniger: Schattentheater. Schattenpuppen. Schattenfilm. Eine Anleitung. Texte Verlag, Tübingen 1981.
- Angela Hopf & Andreas Hopf (Hrsg.): Schattenbilder: Scherenschnitte, Silhouetten, Weissschnitte, Schattenrisse = Silhouettes. Bruckmann, München 1986, ISBN 3-7654-2080-8.
- Susanne Schläpfer-Geiser, Sabina Nüssli Baltensweiler (Ill.), Heinz Studer (Fotogr.): Scherenschnitte: Material, Techniken und Geschichte. Bern, Stuttgart, Wien: Paul Haupt, 1994, ISBN 978-3-258-04923-6.
- Christa Weber, Claus Weber (Hrsg.): Schwarze Kunst im Buch: Scherenschnitt u. Schattenriss als Buchillustration. (Katalog zur gleichnamigen Ausstellung) Weber, Nürnberg, 1994, ISBN 978-3-930213-08-5.
- Christoph Bodmer: Literatur und Scherenschnitt. 1999 ((PDF; 6,9 MB) auf christophbodmer.com).
- Marie-Hélène Chevillon-Graber, Karin Boden (Übers.): Grundlagen des Scherenschnitts: Spitzenbilder und andere Techniken. [Frech], [Stuttgart] 2007, ISBN 978-3-7724-7210-7.
- Bingshan Sun (Hrsg.), Wolfgang Schaub (Übers.): Chinesische Scherenschnitte. China Intercontinental Press, Beijing 2007, ISBN 978-7-5085-1555-7.
- Ursula Kirchner, Otto Kirchner (Hrsg.): Unterwegs Wie und Wohin? Das Motiv der Fortbewegung im Scherenschnitt. August Dreesbach, München 2010, ISBN 978-3-940061-40-9.
- Judith Steinheider: Schattenbild und Scherenschnitt als Gestaltungsmittel der Buchillustration: Geschichte und Bibliografie. (= Kontext Kunst – Vermittlung – kulturelle Bildung, Band 11). Tectum, Marburg 2013, ISBN 978-3-8288-3251-0 (Dissertation Universität Paderborn, 2012, 311 Seiten).
- Julia Sedda: Geschichte des Scherenschnitts. In: Schnittpunkt. Zeitschrift des Schweizerischen Scherenschnittvereins. Nr. 61 (PDF; 5 MB), Nr. 62 (PDF; 3,1 MB), Nr. 63 (PDF; 3,3 MB), 2017.
- Natalja Mischenin-Blaschke: Umrissene Schatten, geschnittene Flächen: Scherenschnitte und Schattenrisse seit dem 17. Jahrhundert. (Dissertation Universität Hamburg, 2020 via Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg).
Künstler
- Martin Knapp: Die Scherenkünstlerin Emma Eggel. 1910.
- Joseph Barta (Hrsg.): Neuerscheinungen in geschnittenen Silhouetten-Kunstblättern: nach Originalen von Hans Brasch, Hermann Geisler, Manni Grosze, Lotte Gützlaff, Fränze Lewin, Else Michael, Margarethe Neisser, Lotte Nicklaß, Martha Sachse-Schubert, Eva Schönberg und Otto Wiedemann. J. Barta, Berlin 1919.
- Axel Lübbe: Der Becher der Phantasie. Ein groteskes Schattenspiel mit Scherenschnitten von Hermann Gehri. (Zweifäusterdruck, Nr. 34) Erich Matthes, Leipzig und Hartenstein 1919.
- Otto Güntter (Hrsg.), Eduard Mörike: Die Scherenschnitte von Luise von Breitschwert zu Mörikes Stuttgarter Hutzelmännlein. Mit dem Text des Märchens. J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachf., Stuttgart und Berlin 1932.
- Otto Güntter (Hrsg.): Aus klassischer Zeit. Scherenschnitte von Luise Duttenhofer. (Veröffentlichungen des Schwäbischen Schillervereins, Band 16) O. Güntter, Stuttgart 1937.
- Christian Rubi: Scherenschnitte aus hundert Jahren. Johann Jakob Hauswirth, Louis Saugy und Christian Schwizgebel. Huber, Bern 1959.
- Werner Hofmann (Hrsg.): Philipp Otto Runge: Scherenschnitte. (Insel-Bücherei, Nr. 986) Insel Verlag, Frankfurt 1977.
- Hans Rühl (Hrsg.), Gertrud Fiege: Scherenschnitte von Luise Duttenhofer. (Aus Goethes Zeit). AT-Verlag, Aarau und Stuttgart 1978.
- Naomi Feuchtwanger, Wilfried Knauer: Jüdische Scherenschnitte von Archie Granot. (= Veröffentlichungen des Braunschweigischen Landesmuseums, Band 51). Braunschweigisches Landesmuseum, Braunschweig 1988, DNB 891275738.
- Julia Sedda: Antikenrezeption und christliche Tradition im Scherenschnittwerk der Luise Duttenhofer (1776–1829). (uni-tuebingen.de) 2010.
Weblinks
Geschichte
- Scherenschnitt heute – Zur Geschichte und der aktuellen Auseinandersetzung mit dem Medium Scherenschnitt
- Die Geschichte des Scherenschnittes ( vom 26. Oktober 2003 im Internet Archive)
- Chinesische Scherenschnitte ( vom 11. März 2016 im Internet Archive)
Vereine
Museen
- Scherenschnittmuseum, Yangzhou, China (en)
- Museum für Papierkunst, Blokhus, Dänemark (en)
- Scherenschnittmuseum, Vreden, Deutschland
- Haus des Papiers, Berlin, Deutschland
- Museum für Papierschnittkunst, Westerbork, Niederlande (nl)
- Heimatmuseum, Kierling, Österreich (zur Zeit geschlossen)
- Wycinanki-Museum, Konstancin-Jeziorna, Polen (pl)
- Zentrum für Scherenschnitt, Château-d’Œx, Schweiz
- Nationales Papierschnittmuseum, Somerset, PA, USA (en)
Ausstellungen
- Schloss Britz: Zwischen Schwarz und Weiß, Scherenschnittkunst in Berlin von der Aufklärung bis zur Moderne, Ausstellung 2004 ( vom 16. Dezember 2016 im Internet Archive)
- Sonderausstellung im Schloss Klippenstein: Bärtiger Mann – Historische und zeitgenössische Schattenrisse. Ausstellung vom 30. November 2019 bis 1. März 2020
- Online-Ausstellung des Scherenschnittmuseums im Schloss Lichtenwalde via museum-digital sachsen
Künstler
- Franz Vischer: Biblia Hieroglyphica. […]. [Kemnat], 1725 (Digitalisat via Digitale Bibliothek der Württembergischen Landesbibliothek).
- Karl Fröhlich: Neue Silhouetten-Fibel für artige Kinder. Im Original mit der Scheere geschnitzt. Schroeder, Berlin, 1859 (Digitalisat via Digitale Sammlungen der Staatsbibliothek zu Berlin).
- Gustav Edmund Pazaurek: Die Scherenkünstlerin Luise Duttenhofer (1776–1829). Hermann Pfisterer, Stuttgart, 1924 ((PDF; 36 MB) via Wikimedia Commons).
- 8 Bücher von Johanna Beckmann in den Digitalen Sammlungen der Lippischen Landesbibliothek Detmold
- Werner Lachmann (Hrsg.): Emil Lohse. Scherenschnitte. VEB E. A. Seemann Verlag, Leipzig, 1958 (Digitalisat via Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden).