Weiten (Niederösterreich)

Marktgemeinde im Bezirk Melk, Niederösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Weiten ist seit dem Jahr 1313 eine Marktgemeinde mit 1092 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Melk in Niederösterreich.

Schnelle Fakten Marktgemeinde, Wappen ...
Marktgemeinde
Weiten
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Weiten
Weiten (Niederösterreich) (Österreich)
Weiten (Niederösterreich) (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Niederösterreich Niederösterreich
Politischer Bezirk: Melk
Kfz-Kennzeichen: ME
Fläche: 28,54 km²
Koordinaten: 48° 18′ N, 15° 16′ O
Höhe: 349 m ü. A.
Einwohner: 1.092 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 38 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3653
Vorwahl: 02758
Gemeindekennziffer: 3 15 46
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Kirchenplatz 1
3653 Weiten
Website: weiten.gv.at
Politik
Bürgermeisterin: Ramona Fletzberger (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(19 Mitglieder)
15
4
15 4 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Weiten im Bezirk Melk
Lage der Gemeinde Weiten (Niederösterreich) im Bezirk Melk (anklickbare Karte)BerglandDunkelsteinerwaldErlaufSt. OswaldWeiten
Lage der Gemeinde Weiten (Niederösterreich) im Bezirk Melk (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Südostansicht von Weiten
Südostansicht von Weiten
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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Geografie

Weiten liegt im südlichen Waldviertel an der Einmündung des Nastinger Baches in den Weitenbach. Dieser fließt in etwa 300 Meter Meereshöhe. Von seinen Ufern steigt das Land großteils steil an. Die höchsten Hügel liegen mit Mandlgupf (662 m), Hofkogel (687 m) und Hinterberg (763 m) im Nordwesten, Wachtberg (720 m) im Norden und Kulm (746 m) im Osten. Im Süden fällt das Gelände zur Donau hin ab.

Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 28,54 km², davon sind 56 Prozent bewaldet und 39 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche.[1]

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst 15 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[2]):

  • Am Schuß (152)
  • Eibetsberg (9)
  • Eitental (75)
  • Filsendorf (39)
  • Jasenegg (49)
  • Mollenburg (4)
  • Mollendorf (55)
  • Mörenz (23)
  • Nasting (4)
  • Rafles (36)
  • Seiterndorf (132)
  • Streitwiesen (54)
  • Tottendorf (47)
  • Weiten (393)
  • Weiterndorf (20)

Die Gemeinde besteht aus 13 Katastralgemeinden Eibetsberg bei Weiten, Eitenthal, Filsendorf, Jasenegg, Mollendorf, Mörenz, Nasting, Rafles, Seiterndorf, Streitwiesen, Tottendorf, Weiten und Weiterndorf.

Eingemeindungen

Die Gemeinde entstand am 1. Jänner 1969 aus dem Zusammenschluss der Gemeinden Weiten, Mollendorf, Seiterndorf und Filsendorf.[3]

Nachbargemeinden

Raxendorf
Pöggstall Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Maria Laach (Bezirk Krems)
Leiben,
Artstetten-Pöbring
Emmersdorf an der Donau

Geschichte

Die Mollenburg wurde in der Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet, aber bereits am Ende desselben Jahrhunderts zerstört, da sich der Burgherr am Aufstand der Kuenringer gegen Herzog Albrecht I. beteiligt hatte. Schon 1303 wird Konrad den Werder als neuer Burgherr urkundlich genannt. Über seine Schwester Johanna gelangte das Gut in den Besitz der Familie Ebersdorfer, die den Wiederaufbau abschloss. Am Ende des 16. Jahrhunderts kam die Burg in den Besitz der Familie Geyer, die sie in ein Renaissanceschloss umbaute. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel wurden 1860 der Dachstuhl abgetragen und alles Brauchbare als Baumaterial verkauft, um die Steuerlast zu reduzieren. 1975 kaufte der Wiener Stadtrat Jörg Mauthe die Ruine, restauriert Teile, sodass diese wieder bewohnbar sind.[4]

Die erste urkundliche Erwähnung von Weiten erfolgte 1096 als Wäten (später Witin, Weiten). Die Pfarre wurde um 1050 vom Bistum Passau eingerichtet und war Mutterpfarre für das ganze Waldviertel.[5]

Erste_Urkunde_mit_Erwähnung_der_Pfarre_Weiten_damals_parroch(iam)_Witin
Markturkunde Weiten

Der Ort erhielt 1313 das Marktrecht.[6]

Bevölkerungsentwicklung

Weiten: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2024
Jahr  Einwohner
1869
 
1.478
1880
 
1.518
1890
 
1.525
1900
 
1.470
1910
 
1.407
1923
 
1.275
1934
 
1.330
1939
 
1.285
1951
 
1.214
1961
 
1.150
1971
 
1.185
1981
 
1.180
1991
 
1.125
2001
 
1.153
2011
 
1.120
2021
 
1.130
2024
 
1.109
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche hl. Stephanus mit dem freistehenden Glockenturm
Burgruine Mollenburg mit der revitalisierten Vorburg
Millenniumssonnenuhr in Weiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftssektoren

Von den 93 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 20 im Haupt-, 67 im Nebenerwerb, 1 von einer Personengemeinschaft und 5 von juristischen Personen geführt. Im Produktionssektor arbeiteten 28 Erwerbstätige im Bereich Herstellung von Waren und 10 in der Bauwirtschaft. Die wichtigsten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche Verkehr (68), Handel (41) und soziale und öffentliche Dienste (31 Mitarbeiter).[7][8][9]

Weitere Informationen Wirtschaftssektor, Anzahl Betriebe ...
Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 93 109 70 58
Produktion 11 11 38 90
Dienstleistung 49 36 154 112
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1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Öffentliche Einrichtungen

In Weiten befindet sich ein Kindergarten[10] und eine Volksschule.[11]

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

Bürgermeister

  • 1995–2005 Johann Jindra (ÖVP)
  • 2005–2015 Johann Habegger (ÖVP)
  • 2015–2022 Franz Höfinger (ÖVP)[18][19]
  • seit 2022 Ramona Fletzberger (ÖVP)

Gemeindepartnerschaften

In den 1990er Jahren wurde von österreichischer Seite eine inoffizielle Partnerschaft mit der saarländischen Ortschaft Weiten, einem Ortsteil der Gemeinde Mettlach an der Saar aufgenommen. Diese Partnerschaft wurde im Jahr 2000 offiziell besiegelt.[6][20]

Persönlichkeiten

Commons: Weiten, Lower Austria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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