Silberbach (Selb)
Ortsteil der Stadt Selb im oberfränkischen Landkreis Wunsiedel i.Fichtelgebirge
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Silberbach ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Selb im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern).[2] Die Gemarkung Silberbach hat eine Fläche von 2,026 km². Sie ist in 319 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6351,46 m² haben.[3] In ihr liegen außer dem namensgebenden Ort Blumenthal, Leupoldshammer und Wellerthal.[4]
Silberbach Große Kreisstadt Selb | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 8′ N, 12° 10′ O |
| Höhe: | 533 m ü. NHN |
| Einwohner: | 314 (25. Mai 1987)[1] |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1978 |
| Postleitzahl: | 95100 |
| Vorwahl: | 09287 |

Geographie
Das Dorf liegt in einer Rodungsinsel am Silberbach inmitten des Hohenberger Forstes, in dem sich der Hengstberg erhebt (651 m ü. NHN). Östlich des Ortes, noch in der Rodungsinsel, befindet sich die Steingruppe Kimme und Korn, die als Naturdenkmal ausgezeichnet sind. Die Staatsstraße 2178 führt nach Hohenberg an der Eger (5,5 km südöstlich) bzw. nach Selber Vorwerk (3,5 km nördlich).[5]
Geschichte
Im Landbuch der Sechsämter (1499) wurde ein „Silberbächlein“ schriftlich erwähnt. Um 1550 wurde der Ort wurde unter dem Markgrafen Albrecht Alcibiades aufgrund von Bergwerksaktivitäten am Silberbach gegründet. Er bestand aus vier kleinen Anwesen. Die Vorkommen waren allerdings wenig ergiebig. Im 18. Jahrhundert bestand Silberbach aus 15 Reutgütern und Tropfhäuser, die im Hochgericht teils dem Sechsamt Selb, teils dem Amt Hohenberg unterstanden.[6]
Von 1797 bis 1810 unterstand Silberbach dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel.[7] Mit dem Gemeindeedikt wurde Silberbach dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Längenau zugewiesen.[8] Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Silberbach. Zu dieser gehörten Blumenthal, Leupoldshammer und Wellerthal.[6] Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Selb und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Selb (1919 in Finanzamt Selb umbenannt). Wenig später wurde Buchwald der Gemeinde einverleibt. Ab 1862 gehörte Silberbach zum Bezirksamt Rehau (1939 in Landkreis Rehau umbenannt) und weiterhin zum Landgericht Selb (1879 in das Amtsgericht Selb umgewandelt, 1973 aufgehoben, seitdem Amtsgericht Wunsiedel). 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche der Gemeinde von 4,278 km².[9] Am 1. Januar 1978 wurde Silberbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Selb eingemeindet.[10][11]
Ehemaliges Baudenkmal
- Eisenschmelzofen in der Waldabteilung Egerrangen
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Silberbach
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 171 | 328 | 318 | 305 | 309 | 339 | 335 | 299 | 326 | 293 | 296 | 294 | 252 | 245 | 218 | 234 | 248 | 217 | 183 | 366 | 355 | 330 | 331 | 325 |
| Häuser[12] | 42 | 44 | 44 | 46 | 46 | 53 | 66 | |||||||||||||||||
| Quelle | [8] | [13] | [13] | [13] | [14] | [15] | [16] | [17] | [18] | [19] | [20] | [13] | [21] | [13] | [22] | [13] | [23] | [13] | [13] | [13] | [24] | [13] | [9] | [25] |
Ort Silberbach
Religion
Silberbach ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Andreas (Selb) gepfarrt.[9]
Literatur
- Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 630 f.
- Reinhard Höllerich: Rehau-Selb : ehemaliger Landkreis Rehau u. ehemals kreisfreie Stadt Selb (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberfranken. Band 3). Michael Laßleben, Kallmünz 1977, ISBN 3-7696-9909-2, S. 79 f.
- Wilhelm Malter: Oberfranken-Ost. Heroldsberg 1984. S. 418.
- Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel. 2. Auflage. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner GmbH, Hof (Saale) 1975, DNB 760334978, S. 201–202.
Weblinks
- Silberbach in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 13. November 2025.
- Silberbach in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 13. November 2025.
- Silberbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 13. November 2025.
- https://www.silberbach-selb.de
- https://www.silberbach.info