Spędy
Dorf in der Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen
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Spędy (deutsch Spanden) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Wilczęta im Powiat Braniewski.

| Spędy | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |
| Powiat: | Braniewo | |
| Gmina: | Wilczęta | |
| Geographische Lage: | 54° 8′ N, 19° 57′ O | |
| Einwohner: | 169 (2021[1]) | |
| Postleitzahl: | 14-405 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 55 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NBR | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | DW 509: Elbląg–Młynary–Wilczęta ↔ Bazyny–Klusajny/DW 513 (–Orneta) | |
| Dobry → Spędy | ||
| Osetnik → Spędy | ||
| Eisenbahn: | kein Bahnanschluss | |
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |
Geographische Lage
Spędy liegt an der Pasłęka im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 21 Kilometer nordöstlich der Stadt Pasłęk bzw. 27 Kilometer südöstlich der heutigen Kreismetropole Braniewo.
Geschichte
Das seinerzeitige Spanden wurde 1357 gegründet.[2] Es handelte sich um ein großes Gut, umgeben von einem weitflächigen Park. Eine Ziegelei sorgte für überregionale Bedeutung.
Im Juni 1807 wurde das Dorf im Rahmen der Schlacht bei Guttstadt der Austragungsort eines Kampfes zwischen russisch-preußischen und französischen Truppen.[3] Schauplatz der Auseinandersetzung war die Pasłęka-Brücke.
Im Jahre 1874 wurde Spanden Amtsdorf und damit namensgebend für einen Amtsbezirk im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg.[4] Eingegliedert war lediglich der Gutsbezirk Spanden.
Das Gutsdorf hatte im Jahre 1885 insgesamt 239 Einwohner, im Jahre 1905 waren es noch 205.[5]
Am 30. September 1928 verlor Spanden seine Eigenständigkeit und wurde in die Nachbarlandgemeinde Döbern (polnisch Dobry) eingegliedert.[4] Der Amtsbezirk Spanden wurde aufgelöst.
In Kriegsfolge kam Spanden mit dem gesamten südlichen Ostpreußen zu Polen. Spanden erhielt die polnische Namensform „Spędy“ und ist heute ein Dorf innerhalb der Gmina Wilczęta im Powiat Braniewski, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 zählte Spędy 169 Einwohner.[1]
Religion
Bis 1945 war Spanden in die evangelische Kirche in Döbern (polnisch Dobry) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,[6] außerdem in die römisch-katholische Pfarrei Wusen (polnisch Osetnik) eingepfarrt.[5]
Heute gehört Spędy katholischerseits zur Pfarrei in Chwalęcin im Bistum Elbląg, evangelischerseits zur Diözses Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr
Spędy liegt an der verkehrsreichen Woiwodschaftsstraße 509, die die Städte Elbląg und Młynary verbindet und über die Woiwodschaftsstraße 513 bis nach Orneta führt.
Von 1925 bis 1945 war Döbern die nächste Bahnstation. Sie lag an der Bahnstrecke von Allenstein über Schlobitten nach Elbing. Die Strecke war bis 1945 in Betrieb, wurde dann aber 1954 endgültig geschlossen.
