Spöttling-Taurer
Weiler der Fraktion Buirg in der Gemeinde Kals am Großglockner (Bezirk Lienz)
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Spöttling-Taurer ist ein Weiler der Ortschaft Burg in der Gemeinde Kals am Großglockner.
| Spöttling-Taurer (Weiler) | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Lienz (LZ), Tirol | |
| Pol. Gemeinde | Kals am Großglockner | |
| Ortschaft | Lesach | |
| Koordinaten | 47° 1′ 35″ N, 12° 37′ 57″ O | |
| Einwohner der stat. Einh. | 36 (1991) | |
| Postleitzahl | 9981 Kals am Großglockner | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Zählsprengel/ -bezirk | Kals am Großglockner (70712 000) | |
Spöttling-Taurer von Süden | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; TIRIS | ||
Geographie
Spöttling-Taurer liegt im Talschluss des Kalser Tals am Zusammenfluss von Kalserbach und Teischnitzbach und ist von der südlich gelegenen Ortschaft Burg durch den Wurgerbach getrennt. Die Ortschaft umfasst auch das Kalser Dorfertal mit dem Kalser Tauernhaus.
Geschichte und Bevölkerung
Die heutige Ortschaft Burg, zu der Spöttling-Taurer gehört, wurde bis in die Zwischenkriegszeit als Taurer bezeichnet und auch der Weiler am Zusammenfluss von Kalserbach und Teischnitzbach wurde im Ortsverzeichnis der Zwischenkriegszeit nur Taurer genannt. Spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich der Name Spöttling-Taurer für den Weiler durch. Der Name Taurer leitet sich von der gleichnamigen Hofstelle (Burg 11) ab und bezieht sich auf die Lage in den Tauern. De Name Tauern hatte ursprünglich die Bedeutung „Berg“ und stammt vom vorrömisch bzw. romanischen Wort *taur- ab. Später erhielt Tauern die Bedeutung „Pass“ bzw. „für den Viehtrieb geeigneter Gebirgsübergang“. Der Hofname Spöttling entstand entweder als Übername oder auf Grund einer historischen Abgabeverpflichtung und leitet sich vom mittelhochdeutsch spetel (Sauglamm) ab.[1]
Mitte des 19. Jahrhunderts bestand Spöttling-Taurer nur aus den beiden Hofstellen Spöttling und Tauerer.[2] Für das Jahr 1923 wurden für die Ortschaft 27 Einwohner in zwei Gebäuden ausgewiesen.[3] Im Jahr 1951 umfasste Spöttling-Taurer 30 Einwohner in zwei Gebäuden,[4] im 1961 waren es 34 Einwohner in drei Gebäuden.[5] In der Folge wuchs Spöttling-Tauer bis 1971 auf sieben Gebäude mit 39 Einwohnern an.[6] Im Jahr 1981 hatte Spöttling-Tauerer sechs Gebäude und 44 Einwohner,[7] 1991, als die Einwohnerzahl das letzte Mal ausgewiesen wurde sieben Gebäude und 36 Einwohner, wobei fünf Gebäude bewohnt waren und zwei landwirtschaftliche Betriebe bestanden.[8]
2025 umfasste die Ortschaft 15 Adressen, darunter die Hofstellen Taurer (Burg 11), Spöttling (Burg 13), das Hotel Moaalm (Burg 16), das Kalser Tauernhaus (Burg 17) sowie den einzigen Campingplatz der Gemeinde Kals am Großglockner (Burg 22).
Sehenswürdigkeiten
Spöttling-Tauer ist ein wichtiger touristischer und alpinistischer Stützpunkt und dient als Ausgangsort für das vielbesuchte Kalser Dorfertal mit dem Kalser Tauernhaus und der zugehörigen Kapelle Dorferalm. Die Ortschaft beherbergt die zum gleichnamigen Hof gehörende Spöttlingkapelle aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und ein Wegkreuz beim Hotel Tauerwirt aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
