Steinbach (Burgthann)

Ortsteil von Burgthann From Wikipedia, the free encyclopedia

Steinbach ([ˈʃtaɪ̯nˌbax] ) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Burgthann im Landkreis Nürnberger Land (Mittelfranken, Bayern).[2] Steinbach liegt in der Gemarkung Ezelsdorf.[3]

Schnelle Fakten Gemeinde Burgthann ...
Steinbach
Gemeinde Burgthann
Koordinaten: 49° 19′ N, 11° 20′ O
Höhe: 451 m ü. NHN
Einwohner: 368 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 90559
Vorwahl: 09188
Steinbacher Straße
Steinbacher Straße
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Lage

Das Dorf bildet mit Ezelsdorf im Osten – jenseits der Bahnstrecke Regensburg–Nürnberg – eine geschlossene Siedlung. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Ezelsdorf (0,6 km östlich) bzw. zur Bundesstraße 8 (0,6 km südwestlich).[4]

Geschichte

Bei Steinbach handelt es sich ursprünglich um „ein aus Steinen errichtetes Schlösslein“, der Edelsitz der Steinlbacher (auch Steinelbecken genannt). Auf den ersten nachweisbare Vertreter dieser Familie, „Conradus de Steinelbeck von Thann“, ist auch die urkundliche Ersterwähnung des Ortes im Jahre 1265 zurückzuführen.[5]

Mit Urkunde vom 3. Oktober 1297 veräußerten „Cunrad von Steinlbach“ und seine Gattin Gertrud ihre Hofstätten und einen Platz in Ezelsdorf an den Deutschen Orden zu Nürnberg. Eine Urkunde vom 12. März 1302 besagt, dass Herdegen von Grindelbach, Landrichter zu Nürnberg, den Steinelbecken Ansprüche auf das Kloster Engelthal abgesprochen hat. Im Jahre 1329 verkauft Ludwig von Steinelpach aus seinem Besitz zwei Güter zu Ezelsdorf an das Kloster St. Klara in Nürnberg.[5]

Die Familie der Steinelbecken / Steinelbacher im Überblick:[5]

Konrad I. (1265)
Konrad II. (1274–1313) ∞ Gertrud von Entenberg Heinrich I. (1274) Rudolf (1274) Konrad III. (1280)
Heinrich II. (1300–1339) Ludwig (1297–1341) Elisabeth (1333) → Nonne Werner (1326)
Hans (1345–1369) ∞ Gertrud
Hermann (1386–1416)

Um das Jahr 1350 wurde der Ort dem Oberamt Burgthann zugeordnet. 1366 diente das „Pflegamt Thann“ – und damit auch Steinbach – als Hochzeitsgabe, als die Tochter des Burggrafen Friedrich V., Elisabeth von Hohenzollern, den Pfalzgrafen Ruprecht heiratete. Bis zur Zahlung der restlichen Mitgift im Jahre 1404 war das Amt Burgthann daraufhin Teil der Pfalzgrafschaft bei Rhein. Danach wurde Steinbach von den Ansbacher Markgrafen wieder in Besitz genommen.[5]

Im Jahre 1797 bestand der Weiler aus 8 Anwesen. Diese bestanden aus (in Klammern die grundherrschaftliche Zugehörigkeit):[5]

Mit Besitzergreifungspatent vom 20. Mai 1806 wurde die Markgrafschaft Ansbach und damit auch Steinbach dem Königreich Bayern angegliedert. Durch die Gemeindeedikte von 1808 und 1818 wurde Steinbach dem Steuerdistrikt Ezelsdorf und der Ruralgemeinde Ezelsdorf zugewiesen.[6]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Ezelsdorf – und hierüber auch Steinbach – am 1. Januar 1972 nach Burgthann eingemeindet.[7]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohnerzahl ...
Jahr 1824 1845 1850 1871 1925 1950 1970 1987
Einwohnerzahl 35 51 40 49 44 113 1 368
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Quellen: 1824–1850[5] / 1871–1987[8]

Ehemaliges Baudenkmal

  • Haus Nr. 4 (=Steinbacher Straße 36): Breit gelagertes, erdgeschossiges Wohnstallhaus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Sandsteinquader, rückseitig Fachwerkgiebel, Aufzugdächlein. Stichbogentüre, aufgedoppelter Türflügel.[9] – Das Denkmal wurde 2022 bis auf die Grundmauern abgerissen.

Literatur

Commons: Steinbach (Burgthann) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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