Steinbach (Burgthann)
Ortsteil von Burgthann
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Steinbach () ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Burgthann im Landkreis Nürnberger Land (Mittelfranken, Bayern).[2] Steinbach liegt in der Gemarkung Ezelsdorf.[3]
Steinbach Gemeinde Burgthann | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 19′ N, 11° 20′ O |
| Höhe: | 451 m ü. NHN |
| Einwohner: | 368 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 90559 |
| Vorwahl: | 09188 |
Steinbacher Straße | |
Lage
Das Dorf bildet mit Ezelsdorf im Osten – jenseits der Bahnstrecke Regensburg–Nürnberg – eine geschlossene Siedlung. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Ezelsdorf (0,6 km östlich) bzw. zur Bundesstraße 8 (0,6 km südwestlich).[4]
Geschichte
Bei Steinbach handelt es sich ursprünglich um „ein aus Steinen errichtetes Schlösslein“, der Edelsitz der Steinlbacher (auch Steinelbecken genannt). Auf den ersten nachweisbare Vertreter dieser Familie, „Conradus de Steinelbeck von Thann“, ist auch die urkundliche Ersterwähnung des Ortes im Jahre 1265 zurückzuführen.[5]
Mit Urkunde vom 3. Oktober 1297 veräußerten „Cunrad von Steinlbach“ und seine Gattin Gertrud ihre Hofstätten und einen Platz in Ezelsdorf an den Deutschen Orden zu Nürnberg. Eine Urkunde vom 12. März 1302 besagt, dass Herdegen von Grindelbach, Landrichter zu Nürnberg, den Steinelbecken Ansprüche auf das Kloster Engelthal abgesprochen hat. Im Jahre 1329 verkauft Ludwig von Steinelpach aus seinem Besitz zwei Güter zu Ezelsdorf an das Kloster St. Klara in Nürnberg.[5]
Die Familie der Steinelbecken / Steinelbacher im Überblick:[5]
| Konrad II. (1274–1313) ∞ Gertrud von Entenberg | Heinrich I. (1274) | Rudolf (1274) | Konrad III. (1280) |
| Heinrich II. (1300–1339) | Ludwig (1297–1341) | Elisabeth (1333) → Nonne | Werner (1326) |
| Hans (1345–1369) ∞ Gertrud | |||
| Hermann (1386–1416) | |||
Um das Jahr 1350 wurde der Ort dem Oberamt Burgthann zugeordnet. 1366 diente das „Pflegamt Thann“ – und damit auch Steinbach – als Hochzeitsgabe, als die Tochter des Burggrafen Friedrich V., Elisabeth von Hohenzollern, den Pfalzgrafen Ruprecht heiratete. Bis zur Zahlung der restlichen Mitgift im Jahre 1404 war das Amt Burgthann daraufhin Teil der Pfalzgrafschaft bei Rhein. Danach wurde Steinbach von den Ansbacher Markgrafen wieder in Besitz genommen.[5]
Im Jahre 1797 bestand der Weiler aus 8 Anwesen. Diese bestanden aus (in Klammern die grundherrschaftliche Zugehörigkeit):[5]
- 2 Halbhöfen, 2 Gütern und einem Gemeindehirtenhaus (Kastenamt Burgthann)
- 1 Hof (Deutschordens-Pflegamt Postbauer)
- 1 Hof und 1 Gut (Pflegamt Altdorf)
Mit Besitzergreifungspatent vom 20. Mai 1806 wurde die Markgrafschaft Ansbach und damit auch Steinbach dem Königreich Bayern angegliedert. Durch die Gemeindeedikte von 1808 und 1818 wurde Steinbach dem Steuerdistrikt Ezelsdorf und der Ruralgemeinde Ezelsdorf zugewiesen.[6]
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Ezelsdorf – und hierüber auch Steinbach – am 1. Januar 1972 nach Burgthann eingemeindet.[7]
Einwohnerentwicklung
Ehemaliges Baudenkmal
- Haus Nr. 4 (=Steinbacher Straße 36): Breit gelagertes, erdgeschossiges Wohnstallhaus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Sandsteinquader, rückseitig Fachwerkgiebel, Aufzugdächlein. Stichbogentüre, aufgedoppelter Türflügel.[9] – Das Denkmal wurde 2022 bis auf die Grundmauern abgerissen.
- Bauernhaus im Jahr 2018
- Bauernhaus im Jahr 2023
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Steinbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 429 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Steindelbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 430 (Digitalisat).
- August Gebeßler: Landkreis Nürnberg (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 11). Deutscher Kunstverlag, München 1961, DNB 451450981, S. 69.
- Georg Paul Hönn: Steinbach. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 374 (Digitalisat).
- Eckhardt Pfeiffer (Hrsg.): Nürnberger Land. 3. Auflage. Karl Pfeiffer’s Buchdruckerei und Verlag, Hersbruck 1993, ISBN 3-9800386-5-3.
Weblinks
- Steinbach in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 10. November 2022.
- Steinbach in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 4. November 2024.
