Thomas Bäumle

Schweizer Eishockeytorwart From Wikipedia, the free encyclopedia

Thomas Bäumle (* 25. September 1984 in Olten) ist ein ehemaliger Schweizer Eishockeytorwart und heutiger Eishockeytrainer sowie Sportfunktionär. Zuletzt stand er zwischen Dezember 2015 und März 2016 bei den ZSC Lions in der National League A unter Vertrag. Nach seiner aktiven Karriere wechselte er in den Ausbildungs- und Nationalmannschaftsbereich der Swiss Ice Hockey Federation (SIHF). Er ist als Instructor Coach Goaltending tätig und gehört zum Trainerstab der Schweizer A-Nationalmannschaft.

Schnelle Fakten Schweiz Thomas Bäumle, Karrierestationen ...
Schweiz  Thomas Bäumle

Geburtsdatum 25. September 1984
Geburtsort Olten, Schweiz
Grösse 181 cm
Gewicht 80 kg

Position Torwart
Nummer #30
Fanghand Rechts

Karrierestationen

bis 2000 SC Bern
2000–2001 EHC Rot-Blau Bern-Bümpliz
2001–2002 SC Bern
2002–2004 HC Sierre
2004–2005 HC Davos
2005–2012 HC Ambrì-Piotta
2012–2013 SCL Tigers
2013–2015 EHC Olten
2015 Kloten Flyers
2015–2016 ZSC Lions
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Spielerkarriere

Seine Karriere begann Bäumle in der Jugend des SC Bern. In der Saison 2000/01 hatte er seine ersten Einsätze in der 1. Liga für den EHC Rot-Blau Bern-Bümpliz. In der nächsten Saison war er Back-up von Marco Bührer beim SC Bern, kam aber zu keinem Einsatz in der NLA. 2002 bis 2004 war Bäumle Stammtorwart beim NLB-Club HC Sierre. In der Saison 2003/04 erreichte er mit dem HC Sierre den Playoff-Final und wurde Vize-Schweizermeister. Zur Saison 2004/05 wechselte Bäumle zum HC Davos, wo er während der Lockout-Saison zweiter Torwart hinter Jonas Hiller war. In der vom NHL-Lockout geprägten Saison gewann er mit dem Bündner Traditionsclub den Spengler Cup 2004 sowie die Schweizer Meisterschaft 2005. Zu seinen Mitspielern gehörten während dieser Saison unter anderem die NHL-Spieler Joe Thornton, Rick Nash und Niklas Hagman, die während des Lockouts in der Schweiz aktiv waren.[1]

Nach einem Jahr in Davos wurde er vom HC Ambrì-Piotta verpflichtet, wo er sich zuerst mit Simon Züger im Tor abwechselte. Von 2005 bis 2012 stand Bäumle beim HC Ambrì-Piotta unter Vertrag und gehörte während mehrerer Jahre zu den etablierten Torhütern der National League. Während dieser Zeit absolvierte er insgesamt 14 Länderspiele für die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft. Zudem nahm er in der Saison 2010/2011 ein weiteres Mal am Spengler Cup mit HC Sparta Prag teil..[1]

In der Saison 2012/13 spielte Bäumle für die SCL Tigers und anschliessend zwei Jahre für den EHC Olten. In der Saison 2015/16 stand er zunächst bei den Kloten Flyers unter Vertrag, bevor er innerhalb derselben Saison zu den ZSC Lions wechselte. Mit den Zürchern gewann er 2016 den Schweizer Cup. Nach der Saison 2015/16 beendete Bäumle seine aktive Spielerkarriere.[1]

Ausbildung

Neben seiner sportlichen Karriere absolvierte Bäumle ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaft an der Fernfachhochschule Schweiz und der PHW, das er erfolgreich abschloss.[2]

Von 2016 bis 2020 absolvierte er berufsbegleitend ein Masterstudium Spitzensport mit Vertiefung Sportwissenschaft an der Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen (EHSM).[3]

Trainer und Verbandskarriere

Nach dem Ende seiner Spielerkarriere wechselte Bäumle 2016 zur Swiss Ice Hockey Federation (SIHF), wo er verschiedene Funktionen in den Bereichen Ausbildung, Entwicklung und Torhüterförderung übernahm. Als Instructor Coach Sport & Education sowie später als Instructor Coach Goaltending war er für die Entwicklung der nationalen Torhüterstrukturen sowie die Ausbildung von Torhütertrainern verantwortlich.[4]

Im Nachwuchsbereich war Bäumle 2022 und 2023 im Umfeld der Schweizer Nachwuchs-Nationalmannschaften tätig. Dabei betreute er als Torhütertrainer die Schweizer U17-Auswahl am European Youth Olympic Festival (EYOF), bei dem die Schweizer U17-Nationalmannschaft die Goldmedaille gewann.[4]

Im Jahr 2019 wurde er in den Trainerstab der Schweizer A-Nationalmannschaft berufen und ist seither als Goalie Coach tätig. In dieser Funktion betreut er die Torhüter der Nationalmannschaft bei Weltmeisterschaften, Olympischen Spielen, internationalen Turnieren und Vorbereitungscamps.[4]

Bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking war er Teil des Trainerstabs der Schweizer Nationalmannschaft.[5]

Im Jahr 2023 verliess Bäumle die SIHF vorübergehend und arbeitete im Umfeld von Swiss Olympic an Projekten im Zusammenhang mit einer Machbarkeitsstudie für mögliche Olympische Winterspiele in der Schweiz. Im Juni 2024 kehrte er zur SIHF zurück und nahm seine Tätigkeit im Bereich Goaltending Development sowie bei den Nationalteams wieder auf.[4]

Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Milano Cortina gehörte er erneut zum Trainerstab der Schweizer Nationalmannschaft.[6]

Als Mitglied des Trainerstabs der Schweizer Nationalmannschaft gewann er bei der IIHF-Eishockey-Weltmeisterschaft 2025 in Stockholm und Herning die Silbermedaille. Bei der Heim-Weltmeisterschaft 2026 erreichte die Schweiz erneut den Final und gewann eine weitere Silbermedaille.[7]

Erfolge als Spieler

Erfolge als Trainer

Karrierestatistik

Weitere Informationen Reguläre Saison, Play-offs ...
Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp Min SO GT GTS Sv% Sp Min SO GT GTS Sv%
2001/02SC BernJr. Elite A 337
2002/03HC SierreNLB 36213321073,01 63741162,57
2003/04HC SierreNLB 42252411222,90 159484271,71
2004/05HC DavosNLA 5140073,00 
2004/05EHC OltenNLB 2120084,00 
2005/06HC Ambrì-PiottaNLA 179731321,97 74391243,28
2006/07HC Ambrì-PiottaNLA 43253701483,50 714260202,82 
2007/08HC Ambrì-PiottaNLA 49291121633,36 1116741353,12 
2008/09HC Ambrì-PiottaNLA 1910842563,10
2009/10HC Ambrì-PiottaNLA 44253711483,50 613650172,79 
2010/11HC Ambrì-PiottaNLA 47252701353,2190,617110782392,17 
2011/12HC Ambrì-PiottaNLA 2515120803,1789,9815042141,6793,6
2012/13SCL TigersNLA 31183521143,7389,1813910233,53
NLB gesamt80477732372,982113225431,95
NLA gesamt2801605688833,3074391243,28
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(Legende zur Torhüterstatistik: GP oder Sp = Spiele insgesamt; W oder S = Siege; L oder N = Niederlagen; T oder U oder OT = Unentschieden oder Overtime- bzw. Shootout-Niederlage; Min. = Minuten; SOG oder SaT = Schüsse aufs Tor; GA oder GT = Gegentore; SO = Shutouts; GAA oder GTS = Gegentorschnitt; Sv% oder SVS% = Fangquote; EN = Empty Net Goal; 1 Play-downs/Relegation; Kursiv: Statistik nicht vollständig)

Einzelnachweise

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