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Thomas Schulze (Politiker)

deutsche Verwaltungsbeamter, Gastronom und Politiker (BSW) From Wikipedia, the free encyclopedia

Thomas Schulze (* 1964 in Merseburg) ist ein deutscher Politiker (BSW). Er ist neben John Lucas Dittrich Co-Landesvorsitzender des BSW Sachsen-Anhalt und zog bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026 als Co-Spitzenkandidat in den Landtag von Sachsen-Anhalt ein.

Thomas Schulze (2026)

Leben und Werdegang

Thomas Schulze begann seine berufliche Laufbahn als Koch und Restaurantleiter in der DDR und leitete in Berlin ein Integrationsrestaurant für psychisch beeinträchtigte Menschen. Später arbeitete er in einem familieneigenen Hotel- und Gaststättengewerbe in Rheinland-Pfalz.

Im Jahr 1996 wechselte er in den dortigen Justizvollzug, absolvierte die Beamtenausbildung und arbeitete bis 2002 im medizinischen Dienst. Nach seinem Umzug nach Sachsen-Anhalt übernahm er verschiedene Verwaltungsfunktionen im Justizvollzug, zuletzt als Leiter der Vollzugsgeschäftsstelle der Justizvollzugsanstalt Burg. Seit 2024 ist er in der Geschäftsstelle der Landesaufnahmeeinrichtung (LAE) Sachsen-Anhalt in Stendal tätig.[1]

2024 trat er dem BSW bei und wurde im September 2024 zum Co-Landesvorsitzenden des Landesverbands gewählt. Im März 2026 wurde er auf einem Landesparteitag gemeinsam mit Claudia Wittig zur Co-Spitzenkandidatin des BSW Sachsen-Anhalt für die Landtagswahl 2026 gewählt.[2]

Politische Positionen

Schulze spricht sich gegen eine sogenannte „Brandmauer“ gegenüber der AfD aus und befürwortet eine inhaltliche sowie punktuelle Zusammenarbeit bei konkreten Sachthemen.[3] Er sehe einige „Schnittmengen“ zur AfD im Bereich Energie- und Außenpolitik, während er scharfe Kritik an der Bildungs- und Sozialpolitik der AfD äußert.[3]

Er fordert die Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen und wirft den anderen Parteien Doppelmoral vor, mit den USA unter Donald Trump Geschäfte zu führen, Russland jedoch zu sanktionieren.[4]

Im Zusammenhang mit der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026 sprach Schulze sich für eine themenbasierte Zusammenarbeit mit der AfD und die Wahl eines „überparteilichen Ministerpräsidenten“ aus; eine formelle Koalition mit der AfD oder die Wahl des AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten lehnte er jedoch ab. Am Tag nach der Landtagswahl hob Schulze erneut bestehende Übereinstimmungen mit der AfD hervor und führte die Forderung nach Aufhebung der Sanktionen gegen Russland als Beispiel an. Darüber hinaus teile er mit, dass er sich in einem dritten Wahlgang zur Wahl des Ministerpräsidenten, in der eine relative Mehrheit eines Kandidaten zur Wahl ausreicht, enthalten werde, wenn Siegmund zur Wahl steht.[5]

Sonstiges

Schulze war jahrelang als Fußball-Jugendtrainer aktiv und war im DFB-Jugendbeirat.[1]

Einzelnachweise

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