Titangruppe

Chemische Elemente der 4. Gruppe des Periodensystems From Wikipedia, the free encyclopedia

Eigenschaften

Die Elemente der Gruppe sind alle silbrig glänzende Metalle mit hohen Schmelztemperaturen und einer typischen Gitterstruktur. Bei ausreichend hohen Temperaturen gehen diese Metalle direkte Reaktionen mit den meisten Nichtmetallen ein. Dennoch sind sie in kompakter Form korrosionsbeständig, da sich an der Luft eine stabile Oxidschicht ausbildet. Diese Oxidschicht führt bei allen Metallen auch zu Beständigkeit gegenüber vielen Säuren und alkalischen Reagenzien.

Aufgrund der Lanthanoidenkontraktion haben Zirkonium und Hafnium trotz ihrer um den Faktor 2 unterschiedlichen Massen nahezu gleiche Metallatom- und Ionenradien. Mehrheitlich treten die Elemente Titan, Zirconium und Hafnium in ihren Verbindungen in der Oxidationsstufe +4 auf, aber die Stufen +3 und +2 sind bekannt.[1]

Weitere Informationen Name, Titan ...
Eigenschaften der Titangruppenmetalle
Name TitanZirconiumHafniumRutherfordium
Schmelzpunkt 1941 K (1668 °C)2130 K (1857 °C)2506 K (2233 °C)?
Siedepunkt 3560 K (3287 °C)4682 K (4409 °C)4876 K (4603 °C)?
Dichte 4,507 g·cm−36,511 g·cm−313,31 g·cm−3?
Aussehen silbrig metallischsilbrig weißstahlgrau?
Atomradius 140 pm155 pm155 pm?
Schließen

Vorkommen

Früher galten diese Elemente als selten, wahrscheinlich wegen der Schwierigkeiten bei der Gewinnung reiner Metalle. Tatsächlich gehören Titan und Zirkonium zu den fünf häufigsten Übergangsmetallen. Hafnium ist ebenfalls kein seltenes Metall. Rutherfordium kann nur durch künstliche Kernreaktionen gewonnen werden. Titan kommt mit 4100 ppm in der Erdhülle vor. Wesentlich seltener sind Zirkonium (Gehalt in der Erdhülle: 210 ppm) und Hafnium (4 ppm). Dies entspricht einem Massenverhältnis Ti:Zr:Hf von etwa 1400:50:1.[1]

Verwendung

Metalle der Titangruppe werden z. B. in Knieprothesen (Titan), Zirkonia (Zirkonium) und Steuerstäben (Hafnium) verwendet.[1]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI