Wasserknoden
Dorf in Oberfranken, Gemeindeteil von Bad Berneck i.Fichtelgebirge
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Wasserknoden (oberfränkisch: Wassegnuhdn[2]) ist ein Gemeindeteil der Stadt Bad Berneck im Fichtelgebirge im Landkreis Bayreuth (Regierungsbezirk Oberfranken, Bayern).[3] Die Gemarkung Wasserknoden hat eine Fläche von 3,214 km² und ist in 323 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 9951,04 m² haben.[4] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Jägersruh, Kolbenhof, Mooshof und Neuhaus.[5]
Wasserknoden | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 5′ N, 11° 40′ O |
| Höhe: | 493 m ü. NHN |
| Einwohner: | 218 (25. Mai 1987)[1] |
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 |
| Postleitzahl: | 95460 |
| Vorwahl: | 09273 |

Lage
Das Dorf liegt am Knodenbach, einem rechten Zufluss der Ölschnitz. Südlich des Ortes steht die Schlossberglinde, die als Naturdenkmal ausgezeichnet ist. Die Kreisstraße BT 49/KU 1 führt zur Anschlussstelle 38 der Bundesautobahn 9 (0,9 km nordwestlich) bzw. an Jägersruh vorbei nach Hohenknoden (1 km südlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Mooshof (1,2 km nordöstlich). Eine Anliegerstraße führt nach Kolbenhof (0,4 km westlich).[6]
Geschichte
Der Ort ist eine Rodungssiedlung des 11. Jahrhunderts, die wahrscheinlich von den Grafen von Schweinfurt veranlasst wurde. Das Gassendorf bestand ursprünglich aus 5 Ganzhöfen mit dazugehöriger Blockgemenflur. Im Jahr 1071 wurde der Ort als „Kloden“ erstmals urkundlich erwähnt. 1377 wurde der Ort „Obernknoten“ genannt, 1501 erstmals „Wasserknoden“. Der Ortsname leitet sich vom slawischen Wort klodno ab, das Klotzstelle heißt.[7]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Wasserknoden aus 30 Anwesen (10 Sölden, 19 Tropfhäuser, 1 Hirtenhaus). Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Marktschorgast. Die bambergische Amtsverwaltung Wasserknoden war Grundherr sämtlicher Anwesen.[8]
Mit dem Gemeindeedikt wurde Wasserknoden dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Marktschorgast zugewiesen. 1812 entstand die Ruralgemeinde Wasserknoden, zu der Kolbenhof und Mooshof gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Gefrees zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Gefrees. 1840 wurde die Gemeinde an das Landgericht Berneck und an das Rentamt Marktschorgast überwiesen (1919 in Finanzamt Marktschorgast umbenannt). Ab 1862 gehörte Wasserknoden zum Bezirksamt Berneck. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Berneck (1879 in Amtsgericht Berneck umgewandelt). 1929 wurde die Gemeinde schließlich an das Bezirksamt Kulmbach (1939 in Landkreis Kulmbach umbenannt) und das Finanzamt Kulmbach abgegeben.[9] In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden auf dem Gemeindegebiet Jägersruh und Neuhaus gegründet. 1964 hatte die Gemeinde eine Fläche von 3,266 km².[10] Am 1. Juli 1972 wurde Wasserknoden im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Bad Berneck im Fichtelgebirge eingemeindet.[11][12]
Baudenkmäler
- Haus Nr. 28 und 30: Wohnstallhäuser (Haus Wasserknoden 28 über den Resten der abgegangenen Burg Wasserknoden, 16./17. Jahrhundert)
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Wasserknoden
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 160 | 274 | 289 | 302 | 300 | 300 | 295 | 274 | 314 | 300 | 309 | 303 | 280 | 292 | 265 | 266 | 249 | 265 | 248 | 323 | 311 | 308 | 264 | 268 |
| Häuser[13] | 31 | 42 | 42 | 42 | 41 | 42 | 45 | 50 | ||||||||||||||||
| Quelle | [9] | [14] | [14] | [14] | [15] | [16] | [17] | [18] | [19] | [20] | [21] | [14] | [22] | [14] | [23] | [14] | [24] | [25] | [25] | [25] | [26] | [25] | [10] | [27] |
Ort Wasserknoden
Religion
Wasserknoden ist seit der Reformation gemischt konfessionell. Die Katholiken sind bis heute nach St. Jakobus der Ältere (Marktschorgast) gepfarrt,[8] die Protestanten sind nach (Bad) Berneck im Fichtelgebirge gepfarrt.[10]
Literatur
- Rüdiger Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 38). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2012, ISBN 978-3-7696-6554-3.
- Johann Kaspar Bundschuh: Wasserknoden. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 108–109 (Digitalisat).
- August Gebeßler: Stadt und Landkreis Kulmbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 3). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451450973, S. 102–103.
- Erich Freiherr von Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberfranken. Band 1). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1952, DNB 451738918, S. 173–174.
- Erich Freiherr von Guttenberg, Hanns Hubert Hofmann: Stadtsteinach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 3). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 451738985 (Digitalisat).
- Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 735.
Weblinks
- Wasserknoden in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 29. Januar 2025.
- Wasserknoden in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 29. Januar 2025.
- Wasserknoden im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 29. Januar 2025.