Vranov u Brna
Gemeinde in Tschechien (Brno-venkov)
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Vranov (deutsch Wranau) ist eine Gemeinde im Okres Brno-venkov in Tschechien. Sie liegt zehn Kilometer nördlich von Brünn und sieben Kilometer südlich von Blansko.
| Vranov | ||||
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Region: | Jihomoravský kraj | |||
| Bezirk: | Brno-venkov | |||
| Fläche: | 1241 ha | |||
| Geographische Lage: | 49° 19′ N, 16° 37′ O | |||
| Höhe: | 465 m n.m. | |||
| Einwohner: | 901 (1. Jan. 2023)[1] | |||
| Postleitzahl: | 664 32 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | B | |||
| Verkehr | ||||
| Straße: | Brno – Šebrov-Kateřina | |||
| Struktur | ||||
| Status: | Gemeinde | |||
| Ortsteile: | 1 | |||
| Verwaltung | ||||
| Bürgermeister: | Kateřina Jetelinová (Stand: 2010) | |||
| Adresse: | Vranov 20 664 32 Vranov u Brna | |||
| Gemeindenummer: | 584151 | |||
| Website: | www.vranov.cz | |||
Geographie

Vranov u Brna befindet sich im südwestlichen Teil des Drahaner Berglandes im Tal des Baches Ponávka. Im Süden erhebt sich der Zavíravá (525 m) und im Westen der Veselý kopeček (514 m).
Nachbarorte sind Šebrov-Kateřina und Blansko im Norden, Olomučany im Nordosten, Adamov im Osten, Útěchov, Ořešín und Jehnice im Süden, Lelekovice im Westen sowie Svinošice im Nordwesten.
Geschichte
Einer Legende zufolge erschien dem mährischen Marschall Vilém im Jahr 1240 die Jungfrau Maria. Daraufhin ließ er an der betreffenden Stelle eine Holzkirche errichten. Unmittelbar nach dem Bau des Fundaments soll er sein Augenlicht vollständig wiedererlangt haben. Diese Erzählung wird in späteren klösterlichen und lokalen Chroniken überliefert und ist als Gründungslegende des Ortes zu kennzeichnen. Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes Wranow datiert auf 1365, als Čeněk Krušina von Lichtenburg seiner Ehefrau Dorothea die Burg Ronov und die zugehörigen Dörfer als Leibgedinge zuwies. Für das 15. Jahrhundert sind die Besitzverhältnisse nicht überliefert. 1562 überließ Kaiser Ferdinand I. die Herrschaft Nový hrad mit allem Zubehör, darunter auch Vranov, als erbliches Gut an Albrecht von Boskowitz und Černahora. Zu diesem Zeitpunkt sind zwei Kirchen belegt: die Marienkirche und die Kirche St. Barbara. 1604 ließ Katharina von Boskowitz und Černahora ihren Ehemann Maximilian von Liechtenstein als Teilhaber ihrer Besitzungen in die mährische Landtafel eintragen. Maximilian beauftragte den Neubau der Wallfahrtskirche Mariä Geburt. 1633 stiftete das Ehepaar das zugehörige Paulanerkloster Vranov. Unter der Klosterkirche befindet sich die Liechtensteinsche Familiengruft. 1645 eroberten schwedische Truppen die Burg Nový hrad und brannten sie nieder. Anschließend wurde Vranov der Herrschaft Pozořice angeschlossen. Im 18. Jahrhundert wurde die verfallene Kirche St. Barbara abgebrochen. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts blieb Vranov der Herrschaft Pozořice untertänig.
