Berg (Niederösterreich)

Gemeinde im Bezirk Bruck an der Leitha, Niederösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Berg ist eine Agrar- und Weinbaugemeinde mit 974 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Bruck an der Leitha im Osten Niederösterreichs.

Schnelle Fakten Wappen, Österreichkarte ...
Berg
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Berg
Berg (Niederösterreich) (Österreich)
Berg (Niederösterreich) (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Niederösterreich Niederösterreich
Politischer Bezirk: Bruck an der Leitha
Kfz-Kennzeichen: BL
Fläche: 9,46 km²
Koordinaten: 48° 6′ N, 17° 2′ O
Höhe: 154 m ü. A.
Einwohner: 974 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 103 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2413
Vorwahl: 02143
Gemeindekennziffer: 3 07 03
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Hauptstraße 33
2413 Berg
Website: www.gemeindeberg.at
Politik
Bürgermeister: Horst Pelzmann (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(15 Mitglieder)
8
7
8 7 
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Berg im Bezirk Bruck an der Leitha
Lage der Gemeinde Berg (Niederösterreich) im Bezirk Bruck an der Leitha (anklickbare Karte)BergHöfleinLanzendorfLeopoldsdorfRohrau
Lage der Gemeinde Berg (Niederösterreich) im Bezirk Bruck an der Leitha (anklickbare Karte)
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Ortsansicht beim Aufstieg zur Königswarte
Ortsansicht beim Aufstieg zur Königswarte
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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Geografie

Die Gemeinde liegt am Abhang der Hundsheimer Berge, genauer am Fuß der Königswarte (344 m) und deren Ausläufer, dem Unterschilling. In der Nähe des lang gestreckten Dreieckangerdorfes verläuft die Grenze zum Burgenland, die nächste Ortschaft ist Kittsee. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch die slowakische Grenze, wo ein internationaler Grenzübergang im Zuge der Pressburger Straße B 9 nach Bratislava in Betrieb ist.

Nordöstlich von Berg befindet sich an einem Badesee die Wochenendhaussiedlung Freizeitzentrum Berg.

Nachbargemeinden

Wolfsthal
Edelstal (Burgenland) Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Bratislava (Slowakei)
Kittsee (Burgenland)

Geschichte

Der Ort wurde erstmals 862 urkundlich als Pagus ad Pergo erwähnt. Durch die ungünstige Grenzlage zu Ungarn wurde der Ort öfters Opfer der Kämpfe verschiedener Völker (vor allem Türken und Ungarn), aber immer wieder aufgebaut. Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 82 Häusern genannt, das über eine Pfarre und eine Schule verfügte. Die Herrschaft Wolfsthal besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Hainburg ausgeübt.[1] Von 1914 bis 1946 hatte der Ort einen Eisenbahnanschluss durch die Pressburger Bahn, der Bahnhof lag neben der Bundesstraße 9 vor der Kreuzung mit der Pressburgerstraße. Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Berg zwei Bäcker, ein Binder, zwei Fleischer, ein Friseur, fünf Gastwirte, drei Gemischtwarenhändler, eine Hebamme, zwei Mühlen, zwei Schmiede, drei Schneider, ein Schuster, ein Trafikant, drei Tischler und ein Wagner ansässig.[2]

Im Zweiten Weltkrieg gehörte der Ort ab 1942 bis zum Kriegsende zur Stadtgemeinde Engerau. 1942 wurde hier von Bernhard Berghaus ein Leichtmetallwerk errichtet, in dem Bauteile für die Flugzeugindustrie und die Raketenproduktion sowie Patronenhülsen hergestellt werden sollten. Das Werk beschäftigte 1944 im Probebetrieb 1600–2000 Mitarbeiter, darunter sehr viele Zwangsarbeiter. Im Vollbetrieb hätten hier 6000 Menschen arbeiten sollen, dazu kam es aber nicht mehr. Am 4. April 1945 besetzte die Rote Armee den Ort und das Werk wurde unter die Verwaltung durch USIA gestellt. Die Maschinen und Ausrüstung des Werkes wurden als Wiedergutmachung der Kriegsschäden nach Jugoslawien gebracht.[3]

Von 1972 bis Ende 1996 bildete der Ort zusammen mit Wolfsthal die Gemeinde Wolfsthal-Berg, diese Verbindung wurde durch einen einstimmigen Gemeinderatsbeschluss wieder aufgehoben.[4][5]

Bevölkerungsentwicklung

Zwar ist seit 1981 die Geburtenbilanz negativ, doch kann dies durch eine starke Zuwanderung mehr als ausgeglichen werden.[6]

Berg: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
771
1880
 
823
1890
 
800
1900
 
772
1910
 
905
1923
 
917
1934
 
823
1939
 
769
1951
 
761
1961
 
748
1971
 
663
1981
 
637
1991
 
648
2001
 
674
2011
 
737
2021
 
950
2025
 
974
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Katholische Pfarrkirche Berg hl. Anna: Die Kirche wurde 1748 erstmals als Kapelle erwähnt und 1789 als Pfarrkirche erbaut.
  • Die Pottenburg wurde zwischen 955 und 1025 errichtet und 1240 erstmals urkundlich erwähnt. Durch die Türkenstürme in Mitleidenschaft gezogen und durch Artillerietreffer im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, sind von der Pottenburg heute nur mehr Mauerreste und ein Wehrturm erhalten.
  • Parallel zur Hauptstraße gibt es drei Kellerzeilen, siehe dazu Liste der Kellergassen in Berg.
  • An der Pressburger Straße befindet sich ein Gedenkstein an Arne Karlsson, der als Mitarbeiter der schwedischen Hilfsorganisation Rädda Barnen in Ausübung seiner humanitären Tätigkeit von einem sowjetischen Militärposten am 11. Juni 1947 erschossen wurde.

Öffentliche Einrichtungen

In Berg befindet sich ein Kindergarten.[7]

Politik

Die Wikipedia wünscht sich an dieser Stelle ein Bild vom hier behandelten Ort.

Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
BW

Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder.

Bürgermeister

  • 1945–1950 Florian Denk (ÖVP)
  • 1997–2017 Georg Hartl (SPÖ)
  • 2017–2025 Andreas Hammer (SPÖ)[15]
  • seit 2025 Horst Pelzmann (ÖVP)[16]

Wappen

1999 wurde der Gemeinde Berg ein Wappen verliehen.[17]

Partnergemeinden

Persönlichkeiten

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Wienerwald. 7 von 34 Bänden. 1. Band: Achau bis Furth. Mechitaristen, Wien 1832, S. 83 (BergInternet Archive – 2., ganz unveränderte Auflage).
Commons: Berg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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