Hof am Leithaberge
Marktgemeinde im Bezirk Bruck an der Leitha, Niederösterreich
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Hof am Leithaberge ist eine Marktgemeinde mit 1694 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) im Bezirk Bruck an der Leitha in Niederösterreich.
| Marktgemeinde Hof am Leithaberge | ||
|---|---|---|
| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | Bruck an der Leitha | |
| Kfz-Kennzeichen: | BL | |
| Fläche: | 22,02 km² | |
| Koordinaten: | 47° 57′ N, 16° 35′ O | |
| Höhe: | 215 m ü. A. | |
| Einwohner: | 1.694 (1. Jän. 2026) | |
| Bevölkerungsdichte: | 77 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 2451 | |
| Vorwahl: | 02168 | |
| Gemeindekennziffer: | 3 07 13 | |
| NUTS-Region | AT127 | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Hauptplatz 8 2451 Hof am Leithaberge | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Felix Medwenitsch (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2025) (19 Mitglieder) |
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| Lage von Hof am Leithaberge im Bezirk Bruck an der Leitha | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
Geographie
Hof am Leithaberge liegt im Industrieviertel am Westabhang des Leithagebirges. Die Grenze im Nordwesten bildet die Leitha, die in einer Meereshöhe von 180 Metern fließt. Im Südosten steigt das Land auf über 400 Meter an. Die höchste Erhebung ist der Steinerwegberg mit 443 Metern.
Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 22,02 Quadratkilometer. Davon sind 54 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, 38 Prozent sind bewaldet.[1]
Gemeindegliederung
Gliederung
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Legende zur Gliederungstabelle
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Ortsname
Die Bezeichnung sowohl der Marktgemeinde als auch des Ortes lautet .. am Leithaberge[2], während die Katastralgemeinde den früheren Namen der Gemeinde .. am Leithagebirge trägt.[3] Dies führte zu dem Kuriosum, dass man wenn man bei einer Ortseinfahrt in „Hof am Leithaberge“ einfuhr, bei der Ausfahrt jedoch „Hof am Leithagebirge“ verließ. Auch heute (2010) ist noch keine allgemeine Namensänderung zu erkennen, so wird auf den offiziellen Schriftstücken der eigenen Gemeinde „Hof am Leithaberge“ angeführt, bei diversen anderen Behörden wie Bezirkshauptmannschaft, Landespolizeidirektionen, Finanzamt und auch der Post wird die Gemeinde jedoch als „Hof am Leithagebirge“ bezeichnet.
Nachbargemeinden
| Seibersdorf (BN) | Reisenberg (BN) | Mannersdorf am Leithagebirge |
| Purbach, Burgenland | ||
| Au am Leithaberge | Donnerskirchen, Burgenland |
Geschichte
Neolithische Steinbeile und Gefäße, die südlich von Mannersdorf gefunden wurden, weisen auf eine Besiedlung in der Jungsteinzeit hin. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1208 als villam … Chof. Am Ende des 13. Jahrhunderts wurde in erhöhter Lage die Burg Turmhof errichtet, von der heute nur noch eine Ruine erhalten ist. Die Kirche St. Michael war ursprünglich eine Filialkirche von Leitha-Brodersdorf und wurde 1433 zur Pfarrkirche erhoben. Als nach dem ersten Türkenkrieg viele Häuser leer standen, siedelten sich vertriebene Kroaten an. Im Jahr 1544 gab es nur 31 deutschsprachige Bewohner, die sich alle zum protestantischen Glauben bekannten. Die zugewanderten Kroaten waren katholisch.[4] Im Jahr 1822 wurde der Ort als Markt mit 164 Häusern genannt, der über eine Pfarre und eine Schule verfügte. Die Herrschaft Scharfeneck besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten der Herrschaft Hof.[5]
Einwohnerentwicklung
| Hof am Leithaberge: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 1.158 | |||
| 1880 | 1.183 | |||
| 1890 | 1.160 | |||
| 1900 | 1.274 | |||
| 1910 | 1.260 | |||
| 1923 | 1.338 | |||
| 1934 | 1.333 | |||
| 1939 | 1.230 | |||
| 1951 | 1.118 | |||
| 1961 | 1.082 | |||
| 1971 | 1.078 | |||
| 1981 | 1.172 | |||
| 1991 | 1.309 | |||
| 2001 | 1.376 | |||
| 2011 | 1.470 | |||
| 2021 | 1.590 | |||
| 2026 | 1.694 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021 | ||||
Kultur und Sehenswürdigkeiten

- Burgruine Spitzturmhof
- Katholische Pfarrkirche Hof am Leithaberge hl. Michael
- Pestsäule auf dem Hauptplatz
- Kaiser-Franz-Joseph-Warte
Wirtschaft und Infrastruktur
Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 46, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 50. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 665. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 48,98 %, Arbeitslose gab es am Ort im Jahresdurchschnitt 2003 27.
Öffentliche Einrichtungen
In Hof befindet sich ein Kindergarten[6] und eine Volksschule.[7]
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.
- Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP und 8 SPÖ.
- Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 SPÖ, 8 ÖVP und 1 MFH–Miteinander für Hof.[8]
- Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 ÖVP, 7 SPÖ, 1 FPÖ und 1 MFH–Miteinander für Hof.[9]
- Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 6 SPÖ und 1 FPÖ.[10]
- Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 ÖVP, 5 SPÖ, 3 BIHOF–Bürger Initiative Hof und 1 FPÖ.[11]
- Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 9 ÖVP, 5 SPÖ, 4 HOF–Bürgerliste Hof und 1 FPÖ.[12]
- Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP, 4 SPÖ, 2 HOF und 2 FPÖ.[13]
- Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 ÖVP, 5 HOF und 4 FPÖ.[14]
Bürgermeister
- 2000 bis 2018 Hubert Germershausen (ÖVP)[15]
- seit 2018 Felix Medwenitsch (ÖVP)
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Marktgemeinde
- Philipp Weszdin (1748–1806), unbeschuhter Karmelit (OCD), Sprachforscher, Missionar in Indien
- Franz Schmid (1877–1953), NSDAP-Politiker und Postamtsdirektor
- Anna Medwenitsch (1907–2018), Supercentenarian und Landwirtin
Historische Landkarten
- Hof und seine Umgebung um 1873 (Aufnahmeblätter der Landesaufnahme)
- Der Ortskern von Hof (rechts unten) und westliche Umgebung, 1:12.500
- Nordosten von Hof Richtung Kaisersteinbruch, 1:12.500
- Südosten Richtung Donnerskirchen und Purbach, 1:25.000 (Rayon des Brucker Lagers nur schematisch, siehe die Darstellung im Maßstab 1:12.500)
Literatur
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Wienerwald. 7 von 34 Bänden. 2. Band: Gaaden bis Klosterneuburg. Schmidl, Wien 1831, S. 271 (Hof in der Google-Buchsuche).
Weblinks
- http://www.hof-leithaberge.gv.at/
- Hof am Leithaberge in der Datenbank Gedächtnis des Landes zur Geschichte des Landes Niederösterreich (Museum Niederösterreich)
- 30713 – Hof am Leithaberge. Gemeindedaten der Statistik Austria
- Topothek Hof am Leithaberge Bildmaterial zur Gemeinde Hof am Leithaberge, verortet, beschlagwortet und datiert

