Boivinose
chemische Verbindung
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Boivinose (2,6-Didesoxygulose) ist eine Hexose und ein Desoxyzucker und kommt als Bestandteil diverser glycosidischer Naturstoffe vor. Sie ist isomer zur Digitoxose, Oliose und Olivose.
| Strukturformel | |||||||||||||
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| D-Boivinose (links) und L-Boivinose (rechts) | |||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||
| Name | Boivinose | ||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C6H12O4 | ||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||
| Molare Masse | 148,16 g·mol−1 | ||||||||||||
| Schmelzpunkt |
100–103 °C[1] | ||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||
Vorkommen

Strophanthus boivinii aus der Familie der Hundsgiftgewächse enthält mehrere Glycoside der D-Boivinose.[3][1] Verschiedene Arten der Gattung Corchorus enthalten ebenfalls Glycoside der D-Boivinose.[4] Maispflanzen enthalten in der sogenannten Maisseide Glycoside der L-Boivinose.[5]
Synthese
Ausgehend von iso-Butylvinylether und Methylvinylketon lassen sich beide Enantiomere herstellen. Dabei wird die Mikrosomale Epoxidhydrolase für eine kinetische Resolution verwendet.[6]
D-Boivinose kann auch ausgehend von 5-Desoxy-D-xylose hergestellt werden. Dabei wird zunächst Nitromethan addiert, die Hydroxylgruppen acetyliert, die Acetylgruppe in Position 2 eliminiert und die entstehende Doppelbindung hydriert. Im letzten Schritt wird durch eine Nef-Reaktion die Nitromethylgruppe in eine Aldehydfunktion umgewandelt.[7]
Verwendung
Boivinose wurde verwendet, um Mithramycin-Derivate mit geänderten Glycolysierungsmustern als mögliche Antitumor-Antibiotika zu synthetisieren.[8]
Verwandte Verbindungen
Es existieren vier Enantiomerenpaare der 2,6-Didesoxyaldohexosen. Die anderen drei sind Digitoxose, Oliose und Olivose.