Bümpliz-Oberbottigen

Stadtteil VI von sechs Stadtteilen der Stadt Bern, Schweiz From Wikipedia, the free encyclopedia

Bümpliz-Oberbottigen ist der Stadtteil VI von sechs Berner Stadtteilen. Er befindet sich im Westen der Stadt und ist der flächenmässig sowie von der Einwohnerzahl her grösste Stadtteil. Er umfasst die statistischen Bezirke Bethlehem, Bümpliz und Stöckacker (diese drei bevölkerungsreichsten urbanen Gebiete werden gemeinsam umgangssprachlich als Bern-West bezeichnet[5]) sowie den ländlich geprägten Bezirk Oberbottigen, wo es noch hauptberuflich tätige Bauern gibt.[6]

Im Stadtteil betrug die Wohnbevölkerung am 31. Dezember 2024 insgesamt 34.706 Personen. Davon waren 48,4 Prozent Männer und 51,6 Prozent Frauen. 2024 wurden 285 Personen eingebürgert. 304 Geburten standen 357 Todesfällen gegenüber. Es wurden 292 Ehen geschlossen und es gab 140 Scheidungen. 21.630 Personen hatten die Schweizer Staatsbürgerschaft, 13.076 waren Ausländer (die Ausländerquote beträgt 37.68 %).[2]
Die Arbeitslosenquote betrug 2.4 %.[3] Die Zahl der bewohnten Gebäude war 3077[7] und es befanden sich dort 1660 Arbeitsstätten mit 20.910 Beschäftigten (beides Stand: 31. Dezember 2023).[4]

Die Gesamtbevölkerung ist nach Altersklassen in Jahren wie folgt aufgeteilt:[1]

Weitere Informationen Altersklasse, Anz. Einw. ...
Altersklasse Anz. Einw. Anteil in %
0–6 (Vorschule) 2124 6.12
7–15 (Schule) 2983 8.60
16–19 (Ausbildung) 1316 3.79
20–64 (Berufsphase) 21.474 61.87
ab 65 (Rentner) 6809 19.62
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Schnelle Fakten Wappen von BernStadtteil von Bern, Gliederung ...
Wappen von Bern
Bümpliz-Oberbottigen
Stadtteil von Bern
Karte von Bümpliz-Oberbottigen
Koordinaten 593636 / 198694
Höhenbereich 480–661 m ü. M.
Fläche 20,229 km²
Einwohner 34.706 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte 1716 Einw./km²
Ausländeranteil 37.68 % (31. Dez. 2024)[2]
Arbeitslosenquote 2.4 % (31. Dez. 2024)[3]
Arbeitsstätten 1660 (31. Dez. 2023)[4]
Gliederung
Stadtteil VI
Statistische Bezirke
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Oberbottigen und im Hintergrund Bümpliz

Geschichte

Es handelt sich um das frühere Gebiet von Bümpliz, wozu Bethlehem und Oberbottigen als unselbständige Orte und später auch die Siedlung Stöckacker gehörten. Die Eingemeindung nach Bern wurde am 5. und 6. Oktober 1918 an der Urne entschieden. Bern genehmigte die Fusion mit 7559 Ja gegen 2901 Nein, die hochverschuldete Gemeinde Bümpliz mit 631 Ja gegen 17 Nein.[8]

Bern stimmte der Fusion vor allem zu, weil es viel Platz für Siedlungsentwicklung gab. Eine Modernisierung und der Anschluss an die Infrastruktur der Stadt wurde rasch vollzogen. In der Folge sind dann in Stöckacker, Bümpliz und Bethlehem grössere Wohnsiedlungen entstanden – auch mit Hochhäusern und im Plattenbau. 1958 merkte der seinerzeitige Schuldirektor Paul Dübi (FDP) an: «Die eingesessene Bevölkerung von Bümpliz dürfte wohl mit geteilten Gefühlen die Entwicklung wahrnehmen, die sich in so kurzer Zeit in ihrem Gebiet vollzog. Sie wird danach trachten müssen, den Wandel von der gemütvollen Dorfsiedlung zur nüchternen, sachlichen Stadt hinzunehmen.» Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen.[9]

In Bümpliz und Bethlehem finden sich die meisten Hochhaussiedlungen von Bern. Bern hat die Phase der Hochhauseuphorie in den 1950er und 1960er Jahren stärker mitgeprägt als andere Schweizer Städte. Vorläufer waren erste Hochhäuser im Wylerquartier, im Steigerhubel und Fischermätteli.[10] Die wichtigsten und grössten Hochhaussiedlungen entstanden dann im Berner Westen:

Politik

Die politischen Ausrichtung des Stadtteils Bümpliz-Oberbottigen unterscheidet sich deutlich von derjenigen der anderen Berner Stadtteilen. War das «Arbeiterquartier» früher sozialdemokratisch geprägt, schneidet heute die SVP fast dreimal so stark ab wie im städtischen Mittel und auch andere bürgerlich-konservative, rechte und regliöse Parteien sind überdurchschnittlich stark, während die links-grünen Parteien und die FDP unterdurchschnittliche Resulte erzielen.

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Wahl des Stadtrates vom 29. November 2020 betrugen: SP 25,1 % (davon JUSO 2,0 %), SVP 23,8 %, glp 8,8 % (davon jglp 2,2 %), GB 7,6 %, FDP 7,0 % (davon jf 0,9 %), GFL 5,9 %, EVP 5,1 %, CVP 3,8 %, BDP 3,7 %, JA! 1,9 %, AL 1,9 %, EDU 1,4 %, PdA 1,2 %, GaP 0,8 %, zämä 0,8 %, DLSSLP 0,2 %.[11] Bümpliz-Oberbottigen ist im Vergleich der Stadtteile der Stadtteil mit dem besten Ergebnis für SVP, EVP, CVP, BDP, EDU und zämä.

Stadtteilvertretung

Gemäss «Reglement über die politischen Rechte»(RPR)"[12] der Stadt Bern vertritt die Quartierkommission Bümpliz-Bethlehem (QBB) die Interessen der Quartierbevölkerung im Stadtteil VI als anerkannte Quartierorganisation. 29 Mitgliederorganisationen entsenden Delegierte in den QBB. Unter den Mitgliederorganisationen sind ca. 10 Leiste bzw. Quartiervereine für Teile.[13] Gegenwärtig existiert eine Arbeitsgruppe «Planung und Verkehr», welche die Interessen der Bewohner und Quartierorganisationen in diesem Bereich vertritt.[14] Der Leist Bümpliz bezeichnet sein Gebiet als Südquartier.[15][16] Die Quartierzeitung Der Wulchechratzer (hochdeutsch: Wolkenkratzer) ist ein offizielles Organ der Quartiervereine, Kirchen und sozialen Einrichtungen in Bern-Bethlehem. Sie erscheint monatlich (Juni/Juli als Doppelnummer) und wird vom Quartierzentrum im Tscharnergut herausgegeben.[17]

Siehe auch

Commons: Bümpliz-Oberbottigen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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