Camagna Monferrato
italienische Gemeinde
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Camagna Monferrato (piemontesisch Camagna) ist eine italienische Gemeinde mit 465 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024) in der Provinz Alessandria, Region Piemont.
| Camagna Monferrato | ||
|---|---|---|
| Staat | Italien | |
| Region | Piemont | |
| Provinz | Alessandria (AL) | |
| Koordinaten | 45° 1′ N, 8° 26′ O | |
| Höhe | 261 m s.l.m. | |
| Fläche | 9,25 km² | |
| Einwohner | 465 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Fraktionen | Stramba und Regione Bonina | |
| Postleitzahl | 15030 | |
| Vorwahl | 0142 | |
| ISTAT-Nummer | 006026 | |
| Bezeichnung der Bewohner | Camagnesi | |
| Schutzpatron | Sant’Eusebio | |
| Website | comune.camagnamonferrato.al.it | |
Geographie
Die Gemeinde Camagna Monferrato liegt rund 25 km nordwestlich der Provinzhauptstadt Alessandria auf einem Hügel in der Weinregion Monferrato. Sie umfasst mit den Fraktionen Stramba und Regione Bonina eine Fläche von 9,25 km².
Die Nachbargemeinden sind Casale Monferrato, Conzano, Lu e Cuccaro Monferrato, Frassinello Monferrato, Rosignano Monferrato und Vignale Monferrato.
Etymologie
Die erste gesicherte urkundliche Erwähnung des Toponyms Camagna stammt aus dem Jahr 1247. Die bereits 1224 datierte Variante Camania ist ebenso wenig historisch gesichert, wie die von 1305 stammende Form Camanea. Nach Dante Olivieri leitet sich der Ortsname aus dem lateinischen casa magna (= großes Haus) ab. Möglicherweise eine Anspielung auf ein antikes Bauwerk, das größer als die anderen umliegenden Gebäude war.[2]
Geschichte



Die Ursprünge des Ortes reichen bis ins Mittelalter zurück. Er war Eigentum der Kanoniker von Saint-Martin de Tours, denen es von Karl dem Großen geschenkt wurde. Im Jahr 887 bestätigte ihnen Karl der Dicke die Schenkung und im Jahr 1164 verlieh Federico Barbarossa sie den Markgrafen von Monferrato, den Aleramici. Zur Befestigung ließen sie dort eine Burg erbauen und übergaben sie später als Lehen an die Familie Sannazzaro. Trotz der guten Befestigung wurde die Gemeinde 1431 zunächst von den Truppen der Visconti von Mailand unter der Führung von Francesco Sforza, dann um 1650 von den Spaniern und schließlich in den Jahren 1692–93 von der österreichischen Armee besetzt, geplündert und verwüstet unter der Leitung von Eugen von Savoyen.
Später gehörte es den Grafen von Valperga, den Familien Bobbia und Grisella.
Bevölkerungsentwicklung

Sehenswürdigkeiten
- Die im 19. Jahrhundert vom Architekten Antonelli erbaute Kirche Sant’Eusebio, deren Kuppel an die Mole Antonelliana in Turin erinnert und in deren Inneren Fresken des Malers Paolo Gaidano (1861–1916) erhalten sind.
- Die Kirche der Beata Vergine aus dem Jahr 1700, in der man ein Gemälde von Moncalvo, einen Marmoraltar und Fresken lokaler Maler zu sehen sind.
Gemeindepartnerschaft
Novopokrovskaya, seit 2019
Kulinarische Spezialitäten
Bei Camagna Monferrato werden Reben der Sorte Barbera für den Barbera d’Asti, einen Rotwein mit DOCG Status angebaut. In der Gemeinde hat es bis zu 100 Infernots, die unter den Häusern versteckt sind. Diese besonderen unterirdischen Kammern, die von Hand in den Stein gegraben wurden, dienten als Keller zur Lagerung von Wein und anderen ansonsten verderblichen Lebensmitteln. Einige von ihnen sind für die Öffentlichkeit zugänglich[3]
Literatur
- Dizionario di Toponomastica: Storia e significato dei nomi geografici italiani. Garzanti, Mailand 1996, ISBN 88-11-30500-4.
Weblinks
- Camagna Monferrato auf www.destinazionemonferrato.it, Bilder und Informationen, italienisch

