Spigno Monferrato

italienische Gemeinde From Wikipedia, the free encyclopedia

Spigno Monferrato (piemontesisch Spign) ist eine italienische Gemeinde (comune) in der Provinz Alessandria, Region Piemont, mit 908 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024).

Schnelle Fakten
Spigno Monferrato
Spigno Monferrato (Italien)
Spigno Monferrato (Italien)
Staat Italien
Region Piemont
Provinz Alessandria (AL)
Koordinaten 44° 33′ N,  20′ O
Höhe 217 m s.l.m.
Fläche 54,86 km²
Einwohner 908 (31. Dez. 2024)[1]
Fraktionen Montaldo, Rocchetta, Squaneto, Turpino
Postleitzahl 15018
Vorwahl 0144
ISTAT-Nummer 006165
Bezeichnung der Bewohner Spignesi
Schutzpatron Sant’Ambrogio
Website www.comune.spignomonferrato.al.it
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Geographie

Lage der Gemeinde Spigno Monferrato in der Provinz Alessandria

Spigno liegt im Alto Monferrato rund 60 Kilometer südsüdwestlich der Provinzhauptstadt Alessandria am Fluss Bormida di Spigno, der bei Bistagno in die Bormida di Millesimo mündet und als Bormida weiterfliesst. Sprigno grenzt an die Provinz Asti und südlich an die Provinz Savona in Ligurien, wo sie den südlichsten Punkt der Provinz Alessandria bildet. Das Gemeindegebiet umfasst mit den Fraktionen Montaldo, Rocchetta, Squaneto und Turpino eine Fläche von fast 55 km².

Die Nachbargemeinden sind Dego (SV), Giusvalla (SV), Malvicino, Merana, Mombaldone (AT), Montechiaro d’Acqui, Pareto, Piana Crixia (SV), Roccaverano (AT) und Serole (AT).

Etymologie

Der Name der Siedlung ist ab 991 in der Form Spignus belegt. Seine Bedeutung lässt sich sowohl auf den römischen Gentilnamen Spinius als auch auf das Adjektiv spineus zurückführen, das wiederum von den botanischen Namen Spinus und Spina abgeleitet ist, was „dorniger Ort“ bedeuten würde.[2]

Geschichte

Bahnhof von Spigno

Der Ort war bereits von den Ligurern bewohnt und erlebte in der Römerzeit eine Blütezeit, wie die zusammen mit anderem archäologischen Material gefundenen Inschriften belegen. Die ersten Nachrichten über die Besiedlung stammen aus dem Jahr 991, einer Zeit, in der es ein Lehen der Aleramici und später der Ponzone war. Von dieser Familie ging die Herrschaft im Jahr 1290 in die Hände Genuas über, die ihre Belehnung den Markgrafen des Monferrato übertrug, jedoch ihre Oberherrschaft behielt.

Im Jahr 1427 fiel der Ort an die Visconti, und etwa ein Jahrhundert später an die Familie Asinara. 1724 wurde Spigno von Karls IV. für 350.000 Gulden an Vittorio Amedeo II. von Savoyen verkauft. Die Regentschaft fiel an Gräfin Sebastiano, die morganatische Ehefrau von Vittorio Amedeo.[3]

Von 1789 bis 1814 blieb Spigno wie das gesamte Piemont unter französischer Verwaltung.

Bevölkerungsentwicklung

Verkehrsanbindung

Spigno hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Alessandria-San Giuseppe di Cairo an dem Regionalzüge halten. In San Giuseppe di Cairo besteht Anschluss an die Bahnstrecke Turin–Fossano–Savona. Durch die Gemeinde verläuft die Staatsstraße 30. Zur Autostrada A6 bei Carcare sind es 30 Kilometer, zum Anschluss an die Autostrada A26 bei Ovada sind es 45 Kilometer.

Sehenswürdigkeiten

  • Die Ruinen der alten Burg Del Carretto, die 1537 abgerissen wurde.
  • Die San-Rocco-Brücke aus dem 13. Jahrhundert mit fünf Bögen, überragt von zwei Kapellen, die in der Vergangenheit zur Erhebung der Zölle dienten.[4]
  • Die Überreste der Abtei San Quintino im romanisch-burgundischen Stil mit Blick auf den Fluss Bormida, mittelalterlicher Sitz des wichtigsten Klosterzentrums des oberen Monferrato und heute als Privatwohnung genutzt.
  • Die Pfarrkirche Sant'Ambrogio, erbaut 1592 im ligurischen Barockstil, entsprechend der gegenreformistischen Typologie der damaligen Zeit.
  • Das Oratorium aus der Spätrenaissance mit einer wunderschönen Bildergalerie aus aufgelösten Spigno-Klöstern.
  • Die Kirche der Madonna del Casato.

Kulinarische Spezialitäten

In Spigno Monferrato werden Reben der Sorte Dolcetto für den Dolcetto d’Acqui, einen Rotwein mit DOC Status angebaut. Die Beeren der Rebsorten Spätburgunder und/oder Chardonnay dürfen zum Schaumwein Alta Langa verarbeitet werden. Barbera geht in die Herstellung des Barbera del Monferrato ein.

Literatur

  • Dizionario di Toponomastica: Storia e significato dei nomi geografici italiani. Garzanti, Mailand 1996, ISBN 88-11-30500-4.
Commons: Spigno Monferrato – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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