Emmersheim
Gemeindeteil des Marktes Küps
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Emmersheim (oberfränkisch: Ämmeschn[2]) ist ein Gemeindeteil des Marktes Küps im Landkreis Kronach (Oberfranken, Bayern).[3]
Emmersheim Markt Küps | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 10′ N, 11° 18′ O |
| Höhe: | 379 m ü. NHN |
| Einwohner: | 6 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 96328 |
| Vorwahl: | 09264 |
Geographie
Die Einöde liegt in einer flachhügeligen Landschaft und ist größtenteils von Acker- und Grünland umgeben. Beim Ort steht eine Eiche, die als Naturdenkmal geschützt ist. Die Kreisstraße KC 22/LIF 14 führt nach Burkersdorf (1,3 km nordwestlich) bzw. nach Reuth (1,2 km südlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde 1350 als „Emmersten“ erstmals urkundlich erwähnt. 1745 erscheint der Ortsname erstmals in der heutigen Form. Möglicherweise liegt dem Ortsnamen der slawische Personenname Nemirsk zugrunde. Eine Person dieses Namens wäre dann als Siedlungsgründer anzunehmen.[5]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Emmersheim aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Weismain aus. Das Rittergut Burkersdorf war Grundherr des Ganzhofes.[6]
Infolge des Gemeindeedikts wurde Emmersheim dem 1808 oder etwas später gebildeten Steuerdistrikt Ebneth und der 1811 gebildeten Ruralgemeinde Burkersdorf zugewiesen.[7] Am 1. Juli 1977 wurde Emmersheim im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Küps eingegliedert.
Ehemaliges Kunstdenkmal
- Gutshof. Wohngebäude vermutlich 1695 errichtet; 1911 erweitert und erneuert. Zweigeschossiger Satteldachbau, Erdgeschoss massiv, Obergeschoss Fachwerk, der mittlere Teil wohl noch aus dem 17. Jahrhundert. Am rückwärtigen Teil Sandsteinplatte mit der Bezeichnung „GHVRA 1795“.[8]
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Maria in Burkersdorf gepfarrt.[6]
Literatur
- Tilmann Breuer: Landkreis Lichtenfels (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 16). Deutscher Kunstverlag, München 1962, DNB 450619370, S. 53.
- Johann Kaspar Bundschuh: Emersen. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 10 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Emmersheim. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 13 (Digitalisat).
- Dieter George: Lichtenfels: Der Altlandkreis (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberfranken. Band 6). Michael Laßleben, Kallmünz 2008, ISBN 978-3-7696-6862-9, S. 27–28.
- Georg Paul Hönn: Emersen. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 18 (Digitalisat).
- Otto Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland : Lexikon. Ackermann-Verlag, Hof 1993, ISBN 3-929364-08-5, Sp. 109.
- Hildegard Weiß: Lichtenfels-Staffelstein (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 7). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1959, DNB 455437866 (Digitalisat).
Weblinks
- Emmersheim in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 15. Dezember 2021.
- Emmersheim in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 3. November 2020.
- Emmersheim im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 3. November 2020.