Großer Preis der Niederlande 2026
12. Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 2026
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Der Große Preis der Niederlande 2026 (offiziell Formula 1 Heineken Dutch Grand Prix 2026) fand am 23. August auf dem Circuit Zandvoort in Zandvoort statt und war das zwölfte Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 2026.
| Renndaten | ||
|---|---|---|
| 12. von 23 Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 2026 | ||
| Name: | Formula 1 Heineken Dutch Grand Prix 2026 | |
| Datum: | 23. August 2026 | |
| Ort: | Zandvoort, Niederlande | |
| Kurs: | Circuit Zandvoort | |
| Länge: | 306,648 km in 72 Runden à 4,259 km | |
| Wetter: | klar | |
| Zuschauer: | ~ 305.000 | |
| Pole-Position | ||
| Fahrer: | ||
| Zeit: | 1:11,163 min | |
| Schnellste Runde | ||
| Fahrer: | ||
| Zeit: | 1:14,230 min (Runde 60) | |
| Podium | ||
| Erster: | ||
| Zweiter: | ||
| Dritter: | ||
George Russell sicherte sich die Pole-Position für den Sprint vor Lando Norris und Charles Leclerc und holte den Sprintsieg vor Leclerc und Norris. Für das Rennen holte sich Norris die Pole-Position vor Russell und Andrea Kimi Antonelli.
Das Rennen begann auf einer nach Regenfällen vor dem Start feuchten Strecke und wurde nach der ersten Runde mit der roten Flagge abgebrochen, nachdem Max Verstappen in der Steilkurve die Kontrolle über seinen Chassis verloren hatte und heftig in die Leitplanken gekracht war. Antonelli überholte Norris beim stehenden Neustart und führte das Rennen lange an, doch Norris verlängerte seinen vorletzten Stint, um sich einen Reifenvorteil zu verschaffen. Nach dem Neustart hinter Antonelli und dem nicht in der Startreihenfolge befindlichen Lewis Hamilton überholte Norris beide Fahrer in Runde 54 und verteidigte die Führung auch während zweier anschließender virtueller Safety-Car-Phasen. Norris gewann vor Antonelli und Russell und sicherte sich damit seinen zweiten Sieg in Folge nach dem Großen Preis von Ungarn 2026, den dreizehnten Sieg seiner Formel-1-Karriere und seinen zweiten auf der Circuit Zandvoort. Das Ergebnis bedeutete gleichzeitig McLarens dritten Sieg in Folge beim Großen Preis der Niederlande.
Bericht
Hintergründe
Nach dem Großen Preis von Ungarn führte Andrea Kimi Antonelli in der Fahrerwertung mit 50 Punkten vor Lewis Hamilton und mit 59 Punkten vor George Russell. In der Konstrukteurswertung führte Mercedes mit 72 Punkten vor Ferrari und mit 159 Punkten vor McLaren.
Beim Großen Preis der Niederlande stellte Pirelli den Fahrern die Reifenmischungen C2 Hard (weiß), C3 Medium (gelb) und C4 Soft (rot) sowie Cinturato Intermediates (grün) und Cinturato Full-Wets (blau) für nasse Bedingungen zur Verfügung.[1]
Im Rahmen des Rennwochenendes fand der fünfte Sprint der Saison statt. Zudem wurde der Große Preis der Niederlande vorerst zum letzten Mal ausgetragen.
Bei diesem Rennwochenende gab es zwei Fahrerwechsel. Liam Lawson wechselte von Racing Bulls zu Red Bull Racing, wo er den verletzten Isack Hadjar ersetzte. Sein Cockpit bei Racing Bulls wurde von Yūki Tsunoda übernommen, der damit in die Formel-1-Weltmeisterschaft zurückkehrte.[2]
Oliver Bearman (vier), Antonelli, Hamilton, Lance Stroll, Tsunoda (jeweils drei), Oscar Piastri, Alexander Albon, Carlos Sainz jr., Lawson, Gabriel Bortoleto (jeweils zwei), Franco Colapinto und Esteban Ocon (jeweils einer) gingen mit Strafpunkten ins Rennwochenende.[3]
Mit Max Verstappen (dreimal), Lando Norris und Piastri (jeweils einmal) traten drei ehemalige Sieger zum Grand Prix an.
Training
Im ersten und einzigen freien Training war Antonelli mit einer Rundenzeit von 1:12,949 Minuten Schnellster vor Norris und Russell.[4]
Sprint-Qualifying
Das Sprint-Qualifying bestand aus drei Teilen mit einer Nettolaufzeit von 30 Minuten. Im ersten Sprint-Qualifying-Segment (SQ1) hatten die Fahrer zwölf Minuten Zeit, um sich für den Sprint zu qualifizieren. Alle Fahrer, die im ersten Abschnitt eine Zeit erzielten, die maximal 107 Prozent der schnellsten Rundenzeit betrug, qualifizierten sich für den Sprint. Die besten 16 Fahrer erreichten den nächsten Teil. Leclerc war Schnellster. Bearman, Sainz jr., beide Aston-Martin- und Cadillac-Fahrer schieden aus.
Der zweite Abschnitt (SQ2) dauerte zehn Minuten. Die zehn schnellsten Piloten qualifizierten sich für den dritten Teil des Sprint-Qualifyings. Piastri war Schnellster. Lawson, Tsunoda, Colapinto, Nico Hülkenberg, Ocon und Albon schieden aus.
Der dritte und finale Abschnitt (SQ3) ging über eine Zeit von acht Minuten, in denen die ersten zehn Startpositionen vergeben wurden. Russell fuhr in 1:11,567 Minuten die Bestzeit vor Norris und Leclerc.[5]
Am Ende des Sprint-Qualifyings mussten Sainz jr. und Alonso den Sprint aus der Boxengasse starten, da an ihren Chassis unter der Parc-fermé-Bedingungen gearbeitet wurde.[6][7]
Sprint
19 Autos starteten den Sprint. Fernando Alonso und Sainz jr. mussten nach Setup-Änderungen an ihren Chassis aus der Boxengasse starten. Sergio Pérez wurde noch vor dem Start aus der Startaufstellung geschoben und begann den Sprint mit zwei Runden Rückstand.
Leclerc und Bearman setzten am Start auf den Soft-Reifen, während die meisten Fahrer auf die Medium-Reifen setzten. Russell konnte an der Spitze seine Führung aus der Pole-Position verteidigen. Antonelli ging in Kurve 1 außen an Piastri vorbei und holte sich Platz 4. Colapinto überholte Tsunoda und schnappte sich Platz 12. Hülkenberg fiel vom Platz 14 auf 17 zurück und kämpfte mit einem deutlichen Leistungsdefizit in den ersten Sprintrunden. Nach wenigen Runden fand sich Hülkenberg am Ende des Feldes wieder und am Ende von Runde 5 muss er seinen Boliden in der Garage abstellen. Obwohl Hülkenberg zurück auf die Strecke kam, wurde er aufgrund fehlender Sprintrunden nicht klassifiziert.
Norris blieb in der Anfangsphase in Reichweite von Russell, der in den schnellen Kurven seine Reifen schonte. Mercedes forderte Russell eine Geschwindkigkeitserhöhung an der Runde 10, woraufhin er seinen Vorsprung gegenüber Norris kontinuierlich ausbaute. Norris kämpfte in den nächsten Runden zunehmend mit nachlassender Haftung an der Hinterachse und geriet unter anhaltenden Druck von Leclerc, dessen Soft-Reifen weiterhin ohne den erwarteten Geschwindigkeitsverlust funktionierten, während Antonelli dicht hinter Leclerc blieb. Piastri hielt Verstappen auf Platz 5 auf mit Hamilton in Verstappens Reichweite, während Gasly die letzte Punkteplatzierung, Platz 8, gegen Bortoleto hielte. Rund um den Kampf um Platz 10 blieb Lindblad vor Lawson. Obwohl sich mehrere Fahrzeuge in Reichweite für Überholmöglichkeiten befanden, verhinderten die enge Rennstrecke und die ähnliche Pace der führenden Fahrer Überholmanöver.
In Runde 18 bremste sich Leclerc trotz alternde Soft-Reifen an Norris auf die Medium-Reifen an Kurve 1 vorbei und holte sich Platz 2, wobei Leclerc mehr Pace als Norris zu diesem Zeitpunkt hatte. Leclerc konnte folglich die Geschwindigkeit von Russell an der Spitze mitgehen, aber er konnte Russell nicht wirklich gefährlich werden. Norris hingegen musste abreißen lassen und sich nun gegen Antonelli verteidigen. Antonelli war schneller, wagte aber keinen ernsthaften Versuch gegen Norris. Piastri wehrte sich ebenfalls erfolgreich gegen Verstappen um Platz 5, während Hamilton auf Plath 7 blieb und Gasly sich den letzten Punkt als Achter sicherte. Regen fing in der letzten Rennrunde an.
Russell gewann den Sprint vor Leclerc und Norris. Die restlichen endgültigen Punkteplatzierungen belegten Antonelli, Piastri, Verstappen, Hamilton und Gasly.[8]
Qualifying
Das Qualifying bestand aus drei Teilen mit einer Nettolaufzeit von 46 Minuten. Im ersten Qualifying-Segment (Q1) hatten die Fahrer 18 Minuten Zeit, um sich für das Rennen zu qualifizieren. Alle Fahrer, die im ersten Abschnitt eine Zeit erzielten, die maximal 107 Prozent der schnellsten Rundenzeit betrug, qualifizierten sich für den Sprint. Die besten 16 Fahrer erreichten den nächsten Teil. Piastri war Schnellster. Sainz jr., beide Aston-Martin-Fahrer, Bearman und beide Cadillac-Fahrer schieden aus.
Der zweite Abschnitt (Q2) dauerte 15 Minuten. Die zehn schnellsten Piloten qualifizierten sich für den dritten Teil des Qualifyings. Norris war Schnellster. Beide Alpine-Fahrer, Tsunoda, Hülkenberg, Ocon und Albon schieden aus.
Der dritte und finale Abschnitt (Q3) ging über eine Zeit von 12 Minuten, in denen die ersten zehn Startpositionen vergeben wurden. Norris fuhr in 1:11,163 Minuten die Bestzeit vor den beiden Mercedes-Fahrern Russell und Antonelli und holte somit die 18. Pole-Position seiner gesamten Karriere und die zweite Pole-Position in Folge in der Saison 2026.[9]
Rennen
In der halben Stunde vor dem Rennstart ging ein Schauer über die Circuit Zandvoort nieder und der Asphalt war damit teilweise feucht. Dadurch war die Wahl zwischen den trockenen Slick-Reifensätzen und den Regenreifensätzen Cinturato Intermediates und Cinturato Full-Wets ungewiss. Als die Boxengasse öffnete, hatte der Regen jedoch aufgehört und das Fahrerfeld entschied sich schließlich für den Start mit den trockenen Slick-Reifen. Die Rennleitung gab den Fahrern aufgrund der feuchten Stellen eine zusätzliche Besichtungsrunde vor dem Start. Beide McLaren-, beide Mercedes-, beide Alpine-Fahrer und Ocon setzten auf die Medium-Reifen und alle anderen auf die Soft-Reifen. Cadillac entschied für beide Fahrer auf Hard, wobei Pérez aus der Boxengasse aufgrund Arbeiten an seinem Chassis während Parc-fermé-Bedingungen startete.
Norris behauptete die Führung am Start. Russell verlor die zweite Position an Antonelli. Max Verstappen versuchte sich, von Platz 7 gestartet, links an Hamilton zu überholen und wurde dabei auf die Wiese gedrängt. Von Startplatz sechs machte Leclerc zwei Positionen gut und sortierte sich als Vierter vor Piastri, Hamilton, Verstappen und Lawson. Verstappen fuhr in der Kurve 14 eine enge Linie und verlor sein Red Bull Racing RB22 auf den feuchten Stellen in der Steilkurve. Er lenkte gegen, doch sein Chassis schlug nach einem Gegenpendler hart in die äußere Streckenbegrenzung ein und schleuderte quer zurück über die Strecke. Somit musste Verstappen das Rennen aufgeben. Lawson und Gasly dahinter konnten gerade noch ausweichen. Bortoleto drehte auf Platz zehn liegend ebenfalls und konnte seinen Boliden nach einem 360-Grad-Dreher wieder auf Kurs bringen. Eng wurde es dabei mit Hülkenberg, der in der Rauchwolke seines sich drehenden Teamkollegen Bortoleto keine Sicht hatte und im letzten Moment nach links auswich. Die Rennleitung unterbrach das Rennen sofort mit der roten Flagge. Verstappen meldete im Funk nach seinem Unfall, dass er nach dem harten Einschlag in Ordnung sei.
Die Unterbrechung dauerte eine knappe halbe Stunde. Bis zum Restart um 15:33 Uhr klärten die Stewards mehrere Fälle. Gegen Arvid Lindblad, Ocon und Colapinto liefen Untersuchungen. Ocon hatte nach der Unfallstelle am Ende der Start-und-Zielgerade Albon überholt. Er musste die gewonnene Position für den Restart wieder zurückgeben, erhielt aber keine Strafe, weil sich das Manöver nach der gelben Flagge abspielte.
Die Teams nutzten die Rennunterbrechung für Reifenwechsel. Der Großteil der Fahrer startete diesmal auf die Soft-Reifen. Beide Mercedes-, beide Alpine-Fahrer und Bearman starteten auf die Medium-Reifen. Gasly, Colapinto und Bearman setzten ebenfalls auf Medium. Piastri und Albon fuhren als Einzige mit Hard, der Rest geschlossen auf Soft. Jedoch musste der Neustart noch einmal verschoben werden, da Bearman seinen Haas VF-26 auf der Formationsrunde vor Kurve 11 aufgrund eines technischen Defekts abstellen musste. Um den Streckenposten die Möglichkeit zur Bergung zu geben, wurde eine weitere Einführungsrunde durchgeführt. In Runde 5 erfolgte der reguläre Neustart. Von Startplatz zwei ging Antonelli an Norris vorbei. Dahinter verlor Russell die dritte Position im Mittelsektor an Piastri. Die ersten zehn Fahrer nach dem Neustart waren Leclerc, Hamilton, Lawson, Gasly, Hülkenberg und Colapinto.
An der Spitze setzten sich Antonelli und Norris vom Fahrerfeld. Piastri lag nach zwei Runden unter Renntempo bereits knapp drei Sekunden zurück und hielt Platz 3 vor Russell, Leclerc, Hamilton und Lawson. Gegen Lindblad und Colapinto wurden Durchfahrtstrafen aufgrund der fehlenden Einhaltung bei gelben Flaggen bei Verstappens Unfall ausgesprochen, was sie auch während dem Rennen durchführten.
Norris musste ab Runde 15 hinter Antonelli abreißen lassen und meldete im Funk, dass seine Reifen hinüber sind. Dahinter hatte auch Russell gegenüber Piastri eine Lücke von knapp zwei Sekunden. Die Ferrari-Fahrer Leclerc und Hamilton machten Druck auf Russell. Im Verfolgerfeld ließ Lawson auf Platz 7 gegenüber Hamilton auf über fünf Sekunden abreißen.
In Runde 17 bog Russell als erster Fahrer aus den Punkteplatzierungen zum Boxenstopp ab, griff auf die Hard-Reifen und kam auf Platz 9 hinter Hülkenberg auf die Strecke zurück. McLaren reagierte eine Runde später mit Piastri, der neue harte Reifen abholte. Dabei hatte Piastri einen langsamen Boxenstopp mit 5,4 Sekunden, die ihn eine Position gegenüber Russell kostete. In Runde 19 kam Hülkenberg von Platz 8 rein und holte einen neuen Soft-Reifensatz. In Runde 21 kamen Antonelli, Norris und Leclerc an die Boxengasse für das Reifenwechseln und Antonelli blieb dabei vor Norris. Leclerc entschied sich für Medium und fiel hinter Russell und Piastri auf Palatz 6 zurück. Hamilton übernahm temporär die Führung, kam in Runde 25 in die Boxengasse und wechselte von Soft auf Hard. Antonelli lag ähnlich wie im ersten Stint rund anderthalb Sekunden vor Norris und dahinter gab es eine Lücke von fünf Sekunden auf Russell.
Hinter Sainz jr. hingen Pierre Gasly, Lindblad und Hülkenberg fest. Gasly verlor in Runde 28 zwei Positionen an seine Verfolger. Hülkenberg holte sich Platz 9 nach Überholmanövern gegen Lindblad und Sainz jr. In Runde 29 wurde Gasly von Tsunoda erwischt und lag danach nur noch auf Platz 13.
Weiter vorne setzte Leclerc Piastri unter Druck. In Runde 34 lieferten sie ein Rad-an-Rad-Duell über drei Kurven, bei dem Leclerc in der Kurve 3 außen an Piastri vorbeiging. Eine Runde später überholte Hamilton Piastri mit Overtake auf der Start-und-Zielgeraden. Von Platz 9 kam derweil Alonso zum Boxenstopp und dabei hatte er über 30 Runden auf die Soft-Reifen gefahren. Alonso stand nach der Boxenausfahrt kurz Norris im Weg, der daraufhin auf fast zwei Sekunden hinter Antonelli zurückfiel. Norris fuhr die Lücke aber gleich wieder zu. In Runde 40 holte Mercedes Antonelli und Russell zum zweiten Boxenstopp. Antonelli sortierte sich als Vierter und Russell als Sechster wieder auf die Strecke ein und für den letzten Stint zogen sie neue harte Reifen auf.
Im Kampf um Platz 2 forderte Hamilton derweil eine Teamorder von Ferrari. Er hatte die besseren Reifen und klagte, dass Leclerc ihn aufhielt. Leclerc wurde daraufhin von seinem Kommandostand zum Boxenstopp aufgefordert und lehnte ab. Die Pitcrew stand für den Reifenwechsel bereit, dennoch Leclerc blieb draußen. Erst in der Runde 44 kam Leclerc für den Reifenwechsel ein. McLaren stoppte Piastri in Runde 45 und zog den Soft-Reifen auf. Die schnellsten Rundenzeiten fuhren in der Folge Russell und Leclerc auf den Plätzen vier und fünf. In Runde 47 kam Norris zum letzten Reifenwechsel, holte sich nochmal harte Reifen ab und griff über fünf Sekunden hinter Antonelli wieder ins Geschehen ein.
In Runde 51 fuhr Norris die Lücke zu, kam jedoch noch nicht in Schlagdistanz. Antonelli und Norris liefen auf Hamilton auf, der mit Ferrari über die Strategie diskutierte. Ferrari wollte ihm für den letzten Stint neue Mediums geben. Hamilton monierte, dass der Reifen bei Leclerc nicht überzeugt habe. Antonelli geriet dahinter immer mehr unter Druck und sein Renningenieur Peter Bonnington forderte von ihm in Kurve 10 eine weitere Linie, die Antonelli ablehnte. In Runde 54 griff Norris auf der Start-und-Zielgerade Antonelli an und ging außen an Antonelli vorbei. Vor Kurve 11 kassierte Norris Hamilton und übernahm die Führung. Daraufhin verlor Hamilton in Kurve 1 Platz 2 an Antonelli. Zeitgleich fiel Ocon mit einem Defekt aus und die Rennleitung reagierte mit dem virtuellen Safety-Car. Hamilton, Leclerc und Piastri stoppten noch einmal für weiche Reifen und in Runde 57 wechselte Antonelli auf den Soft-Reifen.
Das virtuelle Safety-Car wurde in Runde 58 wieder aufgehoben. Zu diesem Zeitpunkt führte Norris sieben Sekunden vor Russell und zwölf vor Antonelli. An der Spitze fuhr Norris kontinuierlich schnellsten Rundenzeiten und Antonelli schnell zu Russell auf. In der 66. Runde ging Antonelli nach der Ankündigung vom Kommandostand von Mercedes an Russell vorbei. Russell hinterfragte diesen Platztausch jedoch, ob Antonelli um den Sieg kämpfte und noch Norris abfangen würde. Russell wurde daraufhin auch von Hamilton unter Druck gesetzt und kritisierte seinen Kommandostand für die Teamorder. In Runde 69 kam Hamiltons erste Angriff und Russell blieb zunächst vorne. Eine Runde später rief die Rennleitung erneut das virtuelle Safety-Car auf den Plan aufgrund Trümmerteile im Mittelsektor, die von der Strecke geräumt werden. Kurz zuvor waren die beiden Williams-Fahrer in Kurve 1 miteinander kollidiert, wobei Albon das Rennen aufgrund Kollisionsschäden aufgeben musste und Sainz jr. eine 10-Sekunden-Strafe aufgrund seiner Kollision mit Albon kassierte. Damit blieb die Ferrari-Offensive auf Russell stecken. In der vorletzten Runde wurde das Rennen wieder freigegeben.
Norris gewann das Rennen vor Antonelli und Russell. Es war sein 13. Karrieresieg und sein zweiter Sieg in Folge in der Saison 2026 als amtierender Weltmeister. Die restlichen endgültigen Punkteplatzierungen belegten Hamilton, Leclerc, Piastri, Lawson, Hülkenberg, Alonso und Gasly.[10] Norris holte zudem sein zweiter Sieg beim Großen Preis der Niederlande und es war somit das zweite Mal, dass er mehr als einmal auf derselben Strecke und demselben Grand Prix gewann. Damit holte McLaren auch den zweiten Sieg in Folge in der Saison 2026. Zusammen mit Norris’ Sieg um 2024 und Piastris Sieg um 2025 sicherte dieses Ergebnis McLaren den dritten Sieg in Folge auf der Circuit Zandvoort.
Am Ende des Rennens wurden Lawson, Colapinto und Sainz jr. mit 10-Sekunden-Strafen belegt. Lawson und Colapinto kassierten jeweils 10-Sekunden-Strafen, da sie unter gelben Flaggen nicht ausreichend verlangsamt hatte. Sainz jr. kassierte auch eine 10-Sekunden-Zeitstrafe, weil er eine Kollision mit Albon verursacht hatte. An ihrer endgültigen Positionen änderten sich nichts.
Meldeliste
Klassifikationen
Sprint-Qualifying
| Pos. | Fahrer | Konstrukteur | SQ1 | SQ2 | SQ3 | Start |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 1:13,278 | 1:12,235 | 1:11,567 | 1 | ||
| 2 | 1:13,071 | 1:12,189 | 1:11,608 | 2 | ||
| 3 | 1:13,011 | 1:12,190 | 1:11,622 | 3 | ||
| 4 | 1:13,126 | 1:12,026 | 1:11,666 | 4 | ||
| 5 | 1:13,668 | 1:12,511 | 1:11,794 | 5 | ||
| 6 | 1:13,585 | 1:12,771 | 1:12,094 | 6 | ||
| 7 | 1:13,151 | 1:12,445 | 1:12,191 | 7 | ||
| 8 | 1:13,977 | 1:12,720 | 1:12,578 | 8 | ||
| 9 | 1:13,730 | 1:12,786 | 1:12,583 | 9 | ||
| 10 | 1:14,057 | 1:12,785 | 1:12,737 | 10 | ||
| 11 | 1:13,420 | 1:13,136 | – | 11 | ||
| 12 | 1:14,490 | 1:13,145 | – | 12 | ||
| 13 | 1:14,618 | 1:13,439 | – | 13 | ||
| 14 | 1:14,284 | 1:13,616 | – | 14 | ||
| 15 | 1:14,503 | 1:13,893 | – | 15 | ||
| 16 | 1:14,596 | 1:14,294 | – | 16 | ||
| 17 | 1:14,728 | – | – | 17 | ||
| 18 | 1:14,738 | – | – | 18 | ||
| 19 | 1:15,391 | – | – | 19 | ||
| 20 | 1:15,472 | – | – | 20 | ||
| 21 | 1:15,545 | – | – | 21 | ||
| 22 | 1:16,014 | – | – | 22 | ||
| 107-Prozent-Zeit: 1:18,122 min (bezogen auf SQ1-Bestzeit von 1:13,011 min) | ||||||
Anmerkungen
- Sainz jr. qualifizierte sich auf Platz 18, musste den Sprint aber aus der Boxengasse starten, da an seinem Chassis unter Parc-fermé-Bedingungen gearbeitet wurde.
- Alonso qualifizierte sich auf Platz 22, musste den Sprint aber aus der Boxengasse starten, da an seinem Chassis unter Parc-fermé-Bedingungen gearbeitet wurde.
Sprint
Anmerkungen
- Pérez startete den Sprint aus der Boxengasse aufgrund eines technischen Problems. Somit war sein Startplatz frei.
- Hülkenberg wurde nicht gewertet, da er die Sprintdistanz nicht zu 90% zurückgelegt hatte.
Qualifying
| Pos. | Fahrer | Konstrukteur | Q1 | Q2 | Q3 | Start |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 1:12,695 | 1:11,628 | 1:11,163 | 1 | ||
| 2 | 1:12,924 | 1:11,959 | 1:11,265 | 2 | ||
| 3 | 1:13,022 | 1:11,915 | 1:11,296 | 3 | ||
| 4 | 1:12,610 | 1:11,641 | 1:11,305 | 4 | ||
| 5 | 1:12,673 | 1:11,970 | 1:11,494 | 5 | ||
| 6 | 1:13,064 | 1:11,910 | 1:11,558 | 6 | ||
| 7 | 1:13,290 | 1:11,874 | 1:11,618 | 7 | ||
| 8 | 1:13,392 | 1:12,301 | 1:11,733 | 8 | ||
| 9 | 1:13,142 | 1:12,433 | 1:12,079 | 9 | ||
| 10 | 1:13,074 | 1:12,525 | 1:12,185 | 10 | ||
| 11 | 1:13,115 | 1:12,616 | – | 11 | ||
| 12 | 1:13,085 | 1:12,627 | – | 12 | ||
| 13 | 1:13,188 | 1:12,797 | – | 13 | ||
| 14 | 1:13,322 | 1:12,800 | – | 14 | ||
| 15 | 1:13,544 | 1:13,137 | – | 15 | ||
| 16 | 1:13,552 | 1:13,182 | – | 16 | ||
| 17 | 1:13,574 | – | – | 17 | ||
| 18 | 1:13,650 | – | – | 18 | ||
| 19 | 1:13,818 | – | – | 19 | ||
| 20 | 1:13,826 | – | – | 20 | ||
| 21 | 1:14,371 | – | – | 21 | ||
| 22 | 1:14,600 | – | – | 22 | ||
| 107-Prozent-Zeit: 1:17,692 min (bezogen auf Q1-Bestzeit von 1:12,610 min) | ||||||
Anmerkungen
- Pérez qualifizierte sich auf Platz 22, musste das Rennen aber aus der Boxengasse starten, da an seinem Chassis unter Parc-fermé-Bedingungen gearbeitet wurde.
Rennen
| Pos. | Fahrer | Konstrukteur | Runden | Stopps | Zeit | Start | Schnellste Runde |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 72 | 3 | 2:04:44,859 | 1 | 1:14,321 (49.) | ||
| 2 | 72 | 4 | + 11,536 | 3 | 1:14,571 (59.) | ||
| 3 | 72 | 3 | + 15,906 | 2 | 1:15,393 (46.) | ||
| 4 | 72 | 3 | + 16,755 | 5 | 1:14,566 (61.) | ||
| 5 | 72 | 4 | + 17,258 | 6 | 1:14,230 (60.) | ||
| 6 | 72 | 4 | + 32,332 | 4 | 1:14,303 (61.) | ||
| 7 | 72 | 3 | + 1:19,915 | 8 | 1:15,435 (61.) | ||
| 8 | 71 | 3 | + 1 Runde | 13 | 1:16,048 (63.) | ||
| 9 | 71 | 2 | + 1 Runde | 18 | 1:16,946 (60.) | ||
| 10 | 71 | 3 | + 1 Runde | 11 | 1:16,220 (59.) | ||
| 11 | 71 | 3 | + 1 Runde | 12 | 1:16,639 (50.) | ||
| 12 | 71 | 3 | + 1 Runde | 19 | 1:16,653 (61.) | ||
| 13 | 71 | 4 | + 1 Runde | 9 | 1:15,515 (58.) | ||
| 14 | 70 | 4 | + 2 Runden | 14 | 1:15,578 (60.) | ||
| 15 | 70 | 3 | + 2 Runden | Box | 1:17,523 (72.) | ||
| 16 | 70 | 3 | + 2 Runden | 17 | 1:17,328 (71.) | ||
| 17 | 66 | 3 | DNF | 16 | 1:17,147 (52.) | ||
| 18 | 61 | 3 | DNF | 21 | 1:17,822 (62.) | ||
| – | 52 | 3 | DNF | 15 | 1:17,588 (49.) | ||
| – | 45 | 3 | DNF | 19 | 1:17.883 (38.) | ||
| – | 2 | 0 | DNF | 20 | – | ||
| – | 0 | 0 | DNF | 7 | – | ||
| Fahrer des Tages: | |||||||
Anmerkungen
- Lawson erhielt eine 10-Sekunden-Zeitstrafe, weil er unter gelben Flaggen nicht ausreichend verlangsamt hatte. An seiner endgültigen Position änderte sich nichts.
- Colapinto erhielt eine 10-Sekunden-Zeitstrafe, weil er unter gelben Flaggen nicht ausreichend verlangsamt hatte. An seiner endgültigen Position änderte sich nichts.
- Sainz jr. erhielt eine 10-Sekunden-Zeitstrafe, weil er eine Kollision mit Albon verursacht hatte. An seiner endgültigen Position änderte sich nichts.
- Albon wurde klassifiziert, da er mehr als 90% der Renndistanz zurückgelegt hatte.
WM-Stände nach dem Rennen
Am Ende führte Antonelli (242 Punkte) weiterhin in der Fahrerwertung mit einem Vorsprung von 59 Punkten vor Russell (183 Punkte) und Hamilton (183 Punkte), wobei Russell und Hamilton punktgleich waren. In der Konstrukteurswertung führte Mercedes (425 Punkte) weiterhin mit 87 Punkten vor Ferrari (338 Punkte) und mit 162 Punkten vor McLaren-Mercedes (263 Punkte).[11]
Fahrerwertung
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Konstrukteurswertung
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