Hammerschrott

Ortsteil von Neuhaus an der Pegnitz From Wikipedia, the free encyclopedia

Hammerschrott (oberfränkisch: Hommaschrout[2]) ist ein Gemeindeteil des Marktes Neuhaus an der Pegnitz im Landkreis Nürnberger Land (Mittelfranken, Bayern).[3] Hammerschrott liegt in der Gemarkung Höfen.[4]

Schnelle Fakten Markt Neuhaus an der Pegnitz ...
Hammerschrott
Koordinaten: 49° 38′ N, 11° 33′ O
Höhe: 440 m ü. NHN
Einwohner: 28 (1. Jan. 2024)[1]
Postleitzahl: 91284
Vorwahl: 09156
Der ehemalige Hammer mit Stauwehr
Der ehemalige Hammer mit Stauwehr
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Lageplan von Hammerschrott in der Bayerischen Uraufnahme
Ortskapelle

Lage

Das Dorf liegt im Pegnitztal, etwa 800 m nordöstlich von Neuhaus und unmittelbar angrenzend. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Staatsstraße 2162 bei Neuhaus (0,1 km südöstlich) bzw. nach Mosenberg (1,6 km nördlich).[5]

Geschichte

1326 wurde der Ort im bayerischen Salbuch als „Hammer Schrotonis“, also als Hammer eines Scrōto erwähnt.[6] 1407 wurde er als Bamberger Lehen genannt. Der Eisenhammer war 1387 Mitglied in der Oberpfälzer Hammereinigung („Hans Hegnein ... auch mit zwai herden vnd mit dem hamer zu dem Newenhaws“).[7]

Hammerschrott lag im Fraischbezirk des nürnbergischen Pflegamtes Velden.[8] Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es drei Anwesen. In der Grundherrschaft unterstanden die Untertanen mittelbar dem brandenburg-bayreuthischen Verwalteramt Plech, unmittelbar waren sie Bamberger Zensiten.[9] Von 1791/92 bis 1810 unterstand der Ort dem preußischen Justiz- und Kammeramt Pegnitz.[10]

Mit dem Gemeindeedikt wurde Hammerschrott dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Höfen[11] und der wenig später gebildeten Ruralgemeinde Höfen zugewiesen. Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde Hammerschrott am 1. Mai 1978 in die Gemeinde Neuhaus an der Pegnitz eingegliedert.[12]

Baudenkmäler

In Hammerschrott gibt es zwei Baudenkmäler:[13]

  • Katholische Ortskapelle. Der barockisierende Neubau von 1928 ist mit einem Dachreiter versehen. Das ursprüngliche Gebäude, aus dem die Ausstattung stammt, wurde 1774 errichtet.
  • Eisenbahnbrücke über die Pegnitz

Bodendenkmäler

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 179918181861187118851900192519501961197019872024
Einwohner 2353655896678110378785928
Häuser[14] 3101111101210
Quelle [9][11][15][16][17][18][19][20][21][22][23][1]
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Religion

Hammerschrott ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Peter und Paul (Neuhaus an der Pegnitz) gepfarrt. Die Protestanten sind nach St. Maria (Velden) gepfarrt.[6][21]

Wirtschaft

Der Hammer Schrott war einst ein größeres Industrieunternehmen. Dazu gehörte im Mittelalter auch ein Herrensitz. Zu den ständig Beschäftigten gehörten ein Schmelzmeister, ein Schmiedemeister, ein Hauer und ein Kohlmesser sowie Eisenarbeiter und Fuhrknechte. Aus dem Hammer wurde eine Bronzefabrik und später eine Holzwollefabrik. Der Besitzer Eberhard Weith ließ ein Kraftwerk einrichten. Aufgrund dieser Neuerung gab es in Neuhaus bereits 1911 elektrisches Licht. Das Elektrizitätswerk versorgte die Orte Neuhaus, Krottensee und Hammerschrott mit elektrischem Strom. 1983 wurde das E-Werk an das Überlandwerk Oberfranken verkauft.

Literatur

Commons: Hammerschrott – Sammlung von Bildern

Fußnoten

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