Karsten Wildberger

deutscher Manager und Politiker (CDU), Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung From Wikipedia, the free encyclopedia

Karsten Wildberger (* 5. September 1969 in Gießen) ist ein deutscher Manager und Politiker (CDU). Er ist seit dem 6. Mai 2025 der erste Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung im Kabinett Merz.[1] Zuvor war er Unternehmensberater und Manager in verschiedenen Positionen, zuletzt bei der Media-Saturn-Holding GmbH.

Karsten Wildberger (2025)

Ausbildung und Karriere in der Wirtschaft

Karsten Wildberger wurde als Sohn des Arztes Jülf-Ekkart Wildberger und dessen Frau, der Ärztin Eva-Maria, geb. Loewenhofer, in Gießen geboren und wuchs in Viersen-Rahser auf. Nach dem Abitur am Albertus-Magnus-Gymnasium Viersen-Dülken[2][3] 1989 studierte Wildberger Allgemeine Physik an der Technischen Universität München und der Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen, an der er das Studium im Januar 1995 mit einer Diplomarbeit über die Elektronische Struktur von Punktdefekten an Oberflächen abschloss. 1996 absolvierte Wildberger einen Forschungsaufenthalt in Richmond, Virginia (USA) und zweimonatiges Industriepraktikum. Im Dezember 1997 wurde er am Institut für Festkörperforschung des Forschungszentrums Jülich bei Peter H. Dederichs mit einer Arbeit im Bereich Festkörperphysik und Computerphysik promoviert (Zweitgutachter war Gernot Güntherodt).[4] Danach erwarb er im Jahr 2000 einen MBA an der privaten Wirtschaftshochschule Insead.[5][6]

Von 1998 bis 2003 war Wildberger Unternehmensberater bei der Boston Consulting Group, von 2011 bis 2012 war er dort Partner und Managing Director.[7][8] Bei den Telekommunikationsunternehmen T-Mobile, Vodafone und Telstra bekleidete er internationale Führungspositionen.[5] Bei Telstra verantwortete er als Vorstand Telstras Retail- und Serviceorganisationen, die Produktentwicklung, Telstras „digitale Transformation“[9][10] und das Privat- und Geschäftskundensegment.[11][12][13] Vom 1. April 2016 bis 31. Juli 2021 war Wildberger Mitglied des Vorstands der E.ON SE. Im Vorstand war er unter anderem für Vertrieb, Marketing, Kundenlösungen, Digitale Transformation[14] und IT zuständig. Er verantwortete den Absatz von Strom und Gas an über 50 Millionen Kunden sowie die Entwicklung von digitalen Geschäftsmodellen.[15]

Vom 1. August 2021 bis 5. Mai 2025 war Wildberger Vorstandsvorsitzender der Ceconomy AG sowie Geschäftsführer der Media-Saturn-Holding GmbH. Damit war er für rund 1000 Filialen von Media Markt und Saturn europaweit zuständig.[16][17][18][19]

Weiter war er im Handelsverband Deutschland (HDE) als kooptierter Vizepräsident aktiv.[20] Außerdem war er Mitglied des Aufsichtsrats des Forschungszentrums Jülich,[21] des E.ON Energy Research Center der RWTH Aachen und saß im Beirat[22] des Aachener Ingenieurpreises.[23]

Politische Karriere

Wildberger war Vorsitzender der Bundesfachkommission Energiepolitik und stellvertretender ehrenamtlicher Vorsitzender der Lobbyorganisation Wirtschaftsrat der CDU.[24][25]

Am 5. Mai 2025 gab er seine unternehmerische Tätigkeit auf, um das Amt des Bundesministers für Digitales und Staatsmodernisierung im Kabinett Merz am 6. Mai 2025 zu übernehmen. Auch sein Amt im Verein Wirtschaftsrat der CDU legte er nieder, blieb aber einfaches Mitglied des Präsidiums.[26][27][28][29][30]

Er war zum Zeitpunkt seiner Ernennung zum Minister parteilos.[31] Am 9. Mai 2025 wurde bekannt, dass er der CDU beigetreten ist.[32]

Werke

Commons: Karsten Wildberger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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