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Liste der Kulturdenkmale in Gutenzell-Hürbel

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In der Liste der Kulturdenkmale in Gutenzell-Hürbel sind die Kulturdenkmale der Gemeinde Gutenzell-Hürbel im Landkreis Biberach in Baden-Württemberg aufgelistet.

Legende

Die ab Oktober 2025 erstellten Tabellen basieren auf den vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im September 2025 veröffentlichten Geodaten. Lizenzhinweis: dl-de/by-2-0 (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0): Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, www.denkmalpflege-bw.de. Die Adressangaben und Bezeichnungen sind in der dargestellten Form nicht Teil der Ausgangsdaten. Die Adressen wurden automatisch aus den Koordinaten berechnet und können von den korrekten Adressen abweichen. Die Bezeichnungen wurden zunächst automatisiert dem Anfang der vom Landesamt für Denkmalpflege bereitgestellten Objektbeschreibungen entnommen.

  • Bild: Zeigt ein ausgewähltes Bild des Objekts, „Weitere Bilder“ verweist auf die zugehörige Kategorie im Medienarchiv Wikimedia Commons. In der Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Bild an einem blauen Marker erkennbar. Auf das Kamerasymbol klicken, um weitere Fotos für diese Liste hochzuladen: Datei hochladen
  • Bezeichnung: Nennt den Namen, die Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals.
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  • Datierung: Baubeginn, Fertigstellung, Datum der Erstnennung oder grobe zeitliche Einordnung entsprechend dem Eintrag in der zugrundeliegenden Denkmaldatenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg.
  • Beschreibung: Kurzcharakteristik des Kulturdenkmals, Nennung der geschützten Bestandteile und Begründung der Denkmaleigenschaft. Die Paragraphen § 2, § 12, § 19 oder § 28 verweisen auf die Art der Einstufung gemäß baden-württembergischem Denkmalschutzgesetz.
  • ID: Identifikator des Objekts in der zugrundeliegenden Datenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg

Abkürzungen

Kulturdenkmale nach Ortsteilen

Gutenzell

Weitere Informationen Bild, Bezeichnung ...
Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID

Kath. Marienkapelle Bollsberg 14
(Karte)
Massiver verputzter Saalbau mit Dreiachtelschluss und Dachreiter, 18. Jahrhundert

Die barockzeitliche Kapelle in Bollsberg ist charakteristisch für die Gotteshäuser kleinerer Ortschaften und Weiler in Oberschwaben. Sie ist Zeugnis katholischer Frömmigkeit und der Bollsberger Orts- und Kirchengeschichte.

96610982
Wohnhaus Dissenhausen 3
(Karte)
Zweigeschossiger Backsteinbau mit Satteldach, Giebel mit Gesimsgliederung, 18. Jahrhundert

Das stattliche Gebäude ist ein anschauliches Beispiel für das bäuerliche Wohnhaus einer größeren oberschwäbischen Hofanlage in der Frühen Neuzeit. Es dokumentiert vormoderne Wohn- und Lebensverhältnisse auf dem Land und ist Zeugnis der Ortsbaugeschichte des Weilers Dissenhausen. Die Gliederung des Giebels durch Gesimse stellt eine regionale Besonderheit dar.

102773598BW
Wohnhaus Dissenhausen 5
(Karte)
Zweigeschossiger verputzter Massivbau mit hohem Sockel und Satteldach, umlaufendes profiliertes Traufgesims, im Giebel holzvergitterte Lüftungsfenster, aufgemalte Sonnenuhr und Nische mit Madonnenfigur, traufseitige Erschließung über zweiläufige Freitreppe, 18. Jahrhundert

Das stattliche Wohnhaus einer Hofanlage veranschaulicht bäuerliche Wohn- und Lebensverhältnisse im Oberschwaben der Barockzeit. Charakteristisch für die katholisch geprägte Region ist die Heiligenfigur als Schutzpatron, hier die Muttergottes. Das Gebäude von ortsbildprägender Wirkung ist überdies Zeugnis der Ortsbaugeschichte des Weilers Dissenhausen in der Frühen Neuzeit.

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Kath. Kapelle St. Joachim und Anna Dissenhausen 7
(Karte)
Massiver verputzter Saalbau mit dreiseitigem Chorschluss und achteckigem Dachreiter, über dem Westeingang Fenster mit geschweiftem Umriss und darüber gewölbtem umlaufendem Traufgesims, 18. Jahrhundert

Die leicht erhöht im Ort stehende Kapelle ist mit ihren Dimensionen ein anschauliches Beispiel für jene Gotteshäuser, wie sie die kleineren Ortschaften und Weiler Oberschwabens prägen. Der Grundriss tradiert eine in der Gotik entstandene und für Kapellen übliche Form. Die aufwendigere Gestaltung der Westfassade in barocken Formen belegt den Einfluss der geistlichen Herrschaft der nahe gelegenen Zisterzienserinnen-Reichsabtei Gutenzell, zu der Dissenhausen gehörte. Sie zitiert mit dem geschweiften Fensterumriss die Gestaltung der Gutenzeller Klosterkirche. Die Kapelle ist wichtiges Zeugnis der Orts- und Kirchengeschichte des Weilers.

96610983BW
Bildstock Edelbeurer Straße 2
(Karte)
Kurzer, hoher Bau mit großer Rundbogenöffnung, verkröpfte Wandvorlagen, flaches Walmdach, im Inneren barocke Kreuzigungsgruppe, wohl Mitte 19. Jahrhundert, außen Erinnerungstafel an einen Unfall 1885

Der Bildstock in der Art einer offenen Wegkapelle fällt durch seine reiche architektonische Gliederung mit Pilastern innerhalb des Ortsbildes auf. Er ist ein anschauliches Zeugnis einer im Alltag gelebten und baulich wie bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität im überwiegend katholisch geprägten Oberschwaben. Die Erinnerungstafel an einen Unfall verweist auf den Entstehungszusammenhang. So sollte des tragischen Ereignisses gedacht werden. Die Kreuzigungsgruppe aus dem 18. Jahrhundert im Inneren des Bildstocks dokumentiert die regionale Bildschnitzerkunst der Barockzeit.

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Friedhof auf dem Kapellenberg Kapellenberg 1, 2
(Karte)
Angelegt in altem Burgareal, bestehend aus:
  • Kath. Gottesackerkapelle Hl. Kreuz, massiver verputzter Saalbau mit dreiseitigem Chorschluss und Dachreiter, im Westen pilastergerahmtes Portal, im Giebelaufsatz darüber Muttergottes, eingemauerte Epitaphien, im Inneren Stichkappengewölbe über ionischen Pilastern, Deckenfresken, u. a. mit Darstellung des Reichsstiftes Gutenzell und verschiedener Burgruinen, um 1757, frühbarocker Hochaltar, erbaut anstelle eines Vorgängers, 1712 (a);
  • Friedhofsareal und Vorplatz;
  • Einfriedung, verputzte, ziegelgedeckte Mauer mit Blendarkaden, 18. Jahrhundert;
  • Beinhaus, kleiner verputzter Massivbau mit Zeltdach, im Inneren gemauerte Totenbahre, wohl 18. Jahrhundert;
  • Gefallenendenkmal, dreieckiger verputzter Kapellenbau mit Serliana, im Inneren Gedenktafeln für die Toten des Ersten Weltkriegs, nach 1918;
  • Leichenhalle, eingeschossiger verputzter Massivbau mit Satteldach, zum Friedhof große Bogenöffnung, 1. Viertel. 20. Jahrhundert

Friedhof und Gottesackerkapelle zum Heiligen Kreuz liegen auf einer Anhöhe außerhalb des Ortes, dem Kapellenberg. Hier befand sich im Hochmittelalter die Burg der Klosterstifter von Gutenzell, der Herren von Schlüsselburg. Das dortige Gotteshaus diente bis 1474 als Pfarrkirche der Gemeinde. Der Friedhof und seine Kapelle haben damit zentrale Bedeutung für die Gutenzeller Siedlungs- und Kirchengeschichte. Unter der rührigen Äbtissin Maria Victoria Hochwind (reg. 1696 bis 1718) kam es 1712 zum Neubau der Kapelle in barocken Formen. Der äußerlich einfache Bau überrascht durch eine verhältnismäßig reiche Innengestaltung mit ionischer Pilastergliederung und den um 1757 eingebrachten Deckenfresken, die mit der Darstellung der Zisterzienserinnen-Reichsabtei Gutenzell und verschiedener Burgruinen in der Umgebung neben der künstlerischen auch ortsgeschichtliche Bedeutung besitzen. Mit der Darstellung der zu Gutenzell gehörigen Filialkirchen wird auf die frühere Bedeutung der Kapelle als ältere, erstmals 1275 genannte Pfarrkirche verwiesen. Kapelle und Friedhof sind bemerkenswerte Zeugnisse der Sepulkral- und Friedhofskultur von der Barockzeit bis ins frühe 20. Jahrhundert. In charakteristischer Weise ist der Begräbnisplatz auch Ort des Gedenkens an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, denen eine eigene Kapelle in einer der Ecken des Gottesackers gewidmet wurde.

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Gasthof Zum Adler Kirchberger Straße 7
(Karte)
Bestehend aus: Wohn- und Gasthaus [§ 28], zweigeschossiger verputzter Massivbau mit Satteldach und profiliertem Giebelfußgesims, historische Innenausstattung, u. a. Wirtstube mit Holzfelderdecke mit repräsentativer oktogonaler Kartusche, darin Doppeladler, Stuckdecke mit Malereien in gerahmten Feldern, samt Wirtshausschild (im Inneren), errichtet um 1714, Ausbauten bis Ende 19. Jahrhundert; Stallscheune [§ 2], Backsteinbau mit Satteldach, zweischiffige Stallungen mit Gewölben über Säulen bzw. preußischem Kappengewölbe auf Gusseisenstützen, 19. Jahrhundert, nach Norden erweitert, 1899 (a), Wiederherstellung nach Brand 1945 (a)

Der Gasthof Zum Adler in Gutenzell ist ein anschaulich überliefertes Beispiel eines großen oberschwäbischen Landgasthofes. Die Innenausstattung des Hautgebäudes ist in weiten Teilen überkommen und teilweise sehr qualitätvoll. Sie belegt die einstige Bedeutung der Wirtschaft als erstes Haus am Ort und Lehen der Zisterzienserinnen-Reichsabtei Gutenzell. Daher umfasste es auch Unterkünfte für vornehme Durchreisende, so das sog. Prälatenzimmer, das wohl in dem Raum mit barocker Stuckdecke zu vermuten ist. Der Doppeladler in der Mitte einer hölzernen Felderdecke verweist wiederum auf das Heilige Römische Reich als Garant für die Reichsfreiheit des Frauenklosters und seiner Herrschaft. Eine Wirtschaft in Klosterbesitz ist für diesen Platz bereits seit dem frühen 16. Jahrhundert nachzuweisen, der bestehende Hauptbau entstand um etwa 1714. Zugehörig ist eine große Stallscheune zur Einstellung der Reit- und Zugtiere, die im älteren Teil einen der für Oberschwaben im 19. Jahrhundert charakteristischen eingewölbten, aufwendig gestalteten Stallräume zeigt. Das Anwesen ist wichtiges Zeugnis der historischen Gasthauskultur in der Region und hat Bedeutung für die Sozial- und Ortsgeschichte von Gutenzell.

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Kath. Kapelle St. Wendelin und St. Leonhard Niedernzell 7
(Karte)
Massiver verputzter Saalbau mit halbrundem Chorschluss und achteckigem Giebelreiter, im Inneren Flachdecke, barocker Hochaltar mit Relief der hl. Familie und der Patrone Wendelin und Leonhard, geweiht 1747 (a)

Die Kapelle St. Wendelin und St. Leonhard ist mit ihren Dimensionen charakteristisch für die Gotteshäuser kleinerer Ortschaften und Weiler in Oberschwaben. Sie wurde unter dem Patronat der Zisterzienserinnen-Abtei Gutenzell errichtet, zu der der Weiler Niedernzell gehörte. Die Kapelle ist zwei Heiligen geweiht, welche als Schutzpatrone der Bauern, der Hirten und des Viehs gelten. Als solche ist sie auch Ziel eines jährlichen Wendelinusrittes, einer Reiterprozession mit Festgottesdienst im September, die ihren Ausgangspunkt in Gutenzell hat. Sie belegt damit eine bis heute gelebte katholische Frömmigkeitspraxis. Nicht zuletzt hat sie Bedeutung für die Siedlungs- und Kirchengeschichte von Niedernzell.

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Johannes von Nepomuk Nähe Obere Wiesen
(Karte)
Steinfigur des Heiligen auf hohem Sockel ,18. Jahrhundert

Der böhmische Priester Johannes Nepomuk, der das Beichtgeheimnis nicht hatte brechen wollen und deshalb auf Befehl des Königs Wenzel in der Moldau ertränkt worden war, erfreute sich seit seiner Heiligsprechung in den 1720er-Jahren wachsender Beliebtheit und Verehrung. Er verdrängte dabei zunehmend den heiligen Nikolaus als Schutzpatron von Flussübergängen und Brücken. Und so steht auch dieser Johannes Nepomuk an einem Flussübergang, nämlich an dem über die Rot. Er ist ein qualitätvolles und anschauliches Zeugnis der barocken Bildhauerkunst und dokumentiert die frühneuzeitliche katholische Frömmigkeit, die ihren Ausdruck u. a. in solchen Heiligenfiguren fand.

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Gutshof der Grafen von Toerring Schloßbezirk 3, 3/1, 3/2
(Karte)
Zweigeschossiges Wohnhaus mit Firstreiter, umgeben von dreiflügeligem Wirtschaftsgebäude, samt Mauern und Freiflächen, 19. Jahrhundert

Nach Aufhebung der Zistzerzienserinnen-Reichsabtei im Zuge der Säkularisation 1803 ging die Herrschaft Gutenzell an die Grafen von Toerring. Ab 1864 wurden große Teile der Klausur abgebrochen und der Umbau zu einem landwirtschaftlichen Betrieb vor allem durch den Neubau des Gutshofes im Südwesten des ehemaligen Klostergeländes vorangetrieben. Der dominante Gutshof - bestehend aus einem Verwalterwohnhaus und einem imposanten dreiflügeligen Ökonomiegebäude, das unter anderem Scheune und Stallungen beherbergt - zeigt die Arbeits- und Wirtschaftsweise eines großen landwirtschaftlichen Betriebs. Nicht zuletzt verdeutlicht der Gutshof für Gutenzell und darüber hinaus exemplarisch für die oberschwäbische Klosterlandschaft den Umbruch, den der Wechsel von einer geistlichen zu einer weltlichen Herrschaft mit sich gebracht hat.

102773328BW

Weitere Bilder
Zisterzienserinnen-Reichsabtei Gutenzell St. Cosmas und Damian Mühlbach; Schloßbezirk 1, 4, 5, 6, 7, 9, 10, 12, 13, 18; Zum Schloß
(Karte)
Gegründet durch die Herren von Schlüsselberg, um 1234/37 (a), aufgehoben 1803 (a), dann Nutzung als Schloss und Gutshof der Grafen von Toerring, weitgehender Abbruch Klausur 1864 (a), bestehend aus:
  • Torhaus mit rundbogiger Durchfahrt (Schlossbezirk 1, 2) [§ 28], zweigeschossiger verputzter Massivbau, Walmdach mit achteckigem Dachreiter, Gliederung durch Lisenen und profilierte Gesimse, kleiner geschweifter Giebel, Durchfahrt mit Korbbögen, 18. Jahrhundert;
  • Amtshaus (Schlossbezirk 4) [§ 2], zweigeschossiger verputzter Massivbau mit Satteldach, giebelseitige Erschließung, Dachstuhl 1686 (d), 17./18. Jahrhundert;
  • Kanzlei des Oberamtmanns (Schlossbezirk 5) [§ 2], zweigeschossiger Bau mit Krüppelwalmdach, massives verputztes Erdgeschoss, darüber Fachwerk, Vorkragungen mit Knaggen, 15./16. Jahrhundert, Umbau 1683 (d, i);
  • Forstverwaltung (Schlossbezirk 6) [§ 2], zweigeschossiger verputzter Massivbau mit Walmdach, 18. Jahrhundert;
  • Gastbau (Schlossbezirk 7) [§ 28], dreigeschossiger Massivbau mit Satteldach, reiche Lisenen- und Gesimsgliederung, Fenster mit Dreiecks- und Segmentbogengiebeln, säulengerahmtes Portal mit Sprenggiebel, aufgemalte Sonnenuhr, 1696 (a);
  • Abteikirche, heute kath. Pfarrkirche St. Cosmas und Damian (Schlossbezirk 9) [§ 28], dreischiffige verputzte Pfeilerbasilika, Giebelreiter mit gerundeten Ecken und geschweifter Haube, Fenster mit geschweiftem Umriss, im Westen kleine Vorhalle, gegen Norden halbrunder Kapellenbau, eingezogener Polygonalchor, im Süden Sakristeianbau, geschweifte Fenster, Chor mit dreiseitigem Schluss, gewölbte Schiffe, reiche Ausgestaltung mit Stuck von Franz Xaver Feuchtmayer d. Ä., Jakob Rauch und Ignaz Finsterwalder, Decken- und Wandfresken von Johann Georg Dieffenbrunner, Skulpturen von Stephan Luidl d. J., bauzeitliche Ausstattung mit Altären, Gestühl, Kanzel u. a., Neubau der Kirche nach Klosterbrand, 1369 bis 1389 (a), polygonaler Chorschluss 1518, Umbau und Barockisierung nach Entwurf von Dominikus Zimmermann durch Klosterbaumeister Nikolaus Rüeff, 1755/56 (a), Ausstattung bis um 1770;
  • Oberamtei, seit 1865 kath. Pfarrhaus (Schlossbezirk 10) [§ 28], zweigeschossiger verputzter Massivbau mit Satteldach, Lisenen- und Gesimsgliederung, im Inneren Malereien von 1865, im Kern 1. Hälfte 18. Jahrhundert, Umbau zum Pfarrhaus 1865 (a);
  • Herrschaftsmühle (Schlossbezirk 12) [§ 2], zweigeschossiger verputzter Massivbau mit steilem Satteldach, umlaufendes profiliertes Traufgesims, hochovale Okuli, giebelseitige Erschließung mit pilastergerahmtem, übergiebeltem Portal, 1715 (a);
  • Schmiede (Schlossbezirk 13) [§ 2], eingeschossiger Massiv- und Fachwerkbau mit Satteldach, im Giebel reiches Zierfachwerk, 1699 (a) und 18. Jahrhundert;
  • Remise (Schlossbezirk 18) [§ 2], langgestreckter eingeschossiger und verputzter Massivbau mit Satteldach, giebelseitiges Korbbogentor, 18. Jahrhundert;
  • Bachlauf, Mauern, Gärten und Freiflächen [§ 2]

Die im 2. Viertel des 13. Jahrhunderts gegründete Zisterzienserinnen-Reichsabtei Gutenzell zählt zu den wichtigen Frauenklöstern in Oberschwaben. Obgleich nach der Säkularisation die einstigen Klausurbauten 1864 weitgehend niedergelegt wurden, vermittelt der Komplex mit seiner großen Kirche, dem hochbarocken Gästebau, einem Klausurflügel und vor allem den teilwiese sehr stattlichen Ökonomie- und Verwaltungsbauten einen anschaulichen Eindruck eines großen monastischen Komplexes, der bis 1803 auch Mittelpunkt einer reichsfreien geistlichen Herrschaft war und danach als Schloss und Gutshof der bayerischen Grafen von Toerring diente. Die Bauten datieren überwiegend in die 2. Hälfte des 17. und in die 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts, als das vom Dreißigjährigen Krieg schwer in Mitleidenschaft gezogene Frauenkloster besonders unter der Äbtissin Maria Victoria Schwind (reg. 1696 bis 1718) einen neuen Aufschwung erfuhr. Die damals errichteten Gebäude wie die Herrschaftsmühle zeugen mit ihrer teilweise qualitätvollen Gestaltung vom Anspruch der Klostergemeinschaft. Die im Kern hochgotische Abtei- und seit 1447 auch Pfarrkirche St. Kosmas und Damian, welche nach einem verheerenden Klosterbrand 1369 einen Neubau erfuhr, bildet den künstlerischen und architektonischen Höhepunkt der Anlage. Mit ihrer durchgreifenden Barocksierung in den 1750er-Jahren erhielt der mittelalterliche Bau eine opulente, auch für oberschwäbische Klosterkirchen sehr reiche Ausstattung. Den Entwurf lieferte kein Geringerer als der Stuckator und Baumeister Dominikus Zimmermann (1685 bis 1766). Die Bauausführung hatte der Klosterbaumeister Nicolaus Rüeff (1693 bis 1763) inne. Er findet sich wie auch der Schöpfer der Wand- und Deckenfresken, Johann Georg Dieffenbrunner (1718 bis 1786), in einem der Deckenbilder dargestellt. Neben Dieffenbrunner waren noch weitere herausragende Künstler des oberschwäbischen Barock an der Ausstattung beteiligt, so die Stuckatoren Franz Xaver Feuchtmayer d. Ä. (1698 bis 1763), Jakob Rauch (1718-nach 1785) und Ignaz Finsterwalder (1708-um 1770). Die Figuren von Altären und Kanzel schuf der Kellmünzer Bildhauer Stephan Luidl (1714 bis 1772). Sie verwandelten den gotischen Kirchenraum in ein prachtvolles spätbarockes Theatrum sacrum, in dem die katholische Glaubenswelt triumphierend inszeniert wurde. Die Ausstattung der Kirche ist damit ein hochwertiges Zeugnis des Schaffens namhafter süddeutscher Künstler im 18. Jahrhundert mit hoher Bedeutung für die Kunstlandschaft Oberschwabens. Nicht zuletzt dokumentiert das einstige Kloster die regionale Siedlungs-, Herrschafts- und Glaubensgeschichte vom Mittelalter bis in die Neuzeit.

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Wegkapelle Weitenbühl 5
(Karte)
Verputzter Rechteckbau mit Dreiachtelschluss, 1870 (a)

Die kleine Wegkapelle ist als private Stiftung einer in Weitenbühl ansässigen Bauernfamilie ein anschauliches Zeugnis einer gelebten und baulich wie bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit. Sie ist charakteristisches Element in der Kulturlandschaft der weitgehend katholisch geprägten Region. Als Privatstiftung der Familie Mensch hat sie überdies orts- und personengeschichtliche Bedeutung.

102773705BW
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Hürbel

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID

Weitere Bilder
Kath. Pfarrkirche St. Alban Bei der Kirche 1
(Karte)
Massiver verputzter Saalbau mit Querhaus, hoher Westturm mit Blendbogengliederungen und zweigeschossigem Achteckaufbau sowie Welscher Haube, polygonaler Chor, südlich Sakristeianbau mit Verbindungsgang zum Schloss (Bei der Kirche 4), Gliederung durch Blendbögen und Ornamentfries, reich gestaltetes Südportal mit Wappen der Ortsherrschaft, flach gedeckter Innenraum, Farbverglasung der Firma Zettler, München, 1880 (i), Turmunterbau vielleicht romanisch, Langhaus im Kern wohl 15. Jahrhundert, weitgehender Umbau und Turmobergeschosse unter Hans Hektor von Freyberg, 1593, vollständiger Umbau durch Regierungsbaumeister Ulrich Pohlhammer mit Anfügung von Querschiff und Chorapsis, 1906 (a)

Die Hürbeler Pfarrkirche stellt zusammen mit dem Schloss eine ortsbildprägende Baugruppe dar. Sie ist mit diesem baulich wie historisch eng verbunden. Das Gotteshaus ist in weiten Teilen ein renaissancezeitlicher Bau, der auf Hans Hektor von Freyberg zurückgeht, den damaligen Schloss- und Ortsherrn. Die Gestaltung mit Blendbögen und Rundbogenfriesen erfolgte bewusst romanisierend, knüpft aber auch an ähnliche Bauformen der Renaissancezeit in Oberschwaben. Die Pfarrkirche war ehemals die Schlosskapelle. Die Bildung der Pfarrei erfolgte erst 1826 nach der Inbesitznahme durch Württemberg; davor gab es nur eine 1711 durch Roman von Freyberg gestiftete Kaplanei. Die Kirche diente den Freiherren von Freyberg in der üblichen Weise als Begräbnisort. Ihre Bauherrschaft verdeutlichen die Wappen des Werner Hektor und seiner Gemahlin Elisabeth Schad von Mittelbiberach, der Eltern des Bauherrn, über dem als Haupteingang gestalteten Südportal. Von der Funktion als Grablege und familiärer Memorialort, auch unter den nachfolgenden Freiherren von Welden im 19. Jahrhundert, zeugen nur noch wenige Grabmonumente bzw. Epitaphien. Die Pfarrkirche ist neben dem Schloss das zentrale Zeugnis der Hürbeler Orts- und Herrschaftsgeschichte und veranschaulicht Entwicklungen im Sakralbau von der Spätrenaissance bis ins frühe 20. Jahrhundert.

96605036

Weitere Bilder
Schloss Hürbel Am Vogelberg; Bei der Kirche 4, 5, 6, 7
(Karte)
Gegründet um 1521 als wehrhaftes, viertürmiges Haus für Heinrich von Stein, um 1723 bis 1727 für die Freiherren von Freyberg barockisiert und 1907 bis 1909 für die Kongregation der Barmherzigen Schwestern in Bonlanden zum Kinderheim umgebaut, bestehend aus:
  • dreigeschossiger Hauptbau (Bei der Kirche 4), errichtet 1521, umgebaut 1723 bis 1727 (a, i), 1787 bis 1790 (i) und 1907 bis 1908 (a), reiche Ausstattungen u. a. mit figürlichen Stuckdecken, wohl aus der Frisoni-Werkstatt und von Franz Anton Feuchtmayer d. J., Papiertapeten aus der Manufaktur Réveillon in Paris, um 1788/89;
  • zweigeschossiges Brauhaus (Bei der Kirche 6) mit Verbindungsgang zum Hauptbau und Turm, errichtet zwischen 1693 und 1699, umgebaut 1907 bis 1909 (a);
  • Kinderheim St. Antonius (Bei der Kirche 5), erbaut um 1911 bis 1914 (a);
  • Torhaus (Bei der Kirche 7), errichtet 1914 bzw. 1950 unter Einbeziehung einer renaissancezeitlichen Giebelwand mit originaler Fassung des 16. Jahrhunderts;
  • zweigeschossig angelegte Keller unter der Alten Scheuer (Bei der Kirche 7) mit angesetztem Kellerbau, 18.-20. Jahrhundert;
  • Hofraum mit Figuren des hl. Antonius und des hl. Josef sowie Schacht des Schlossbrunnens und der Zisterne;
  • Fläche des ehem. Baumgartens nach Westen

Schloss Hürbel bildet eines der Kleinode der Schlossbaukunst in Oberschwaben und weist aufgrund des guten Überlieferungszustandes seiner wandfesten Ausstattungen einen hohen Grad an Authentizität auf. Es ist eine Neugründung von 1521 durch Heinrich von Stein in Folge einer Erbteilung. Der Hauptbau mit seinen vier runden Ecktürmen ist ein charakteristisches Zeugnis für den Typus des festen Hauses, der in der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts in Oberschwaben weit verbreitet war und der erste Bau dieser Art im Kreisgebiet. Die Freiherren von Freyberg-Eisenberg ließen das Schloss mehrfach umbauen, insbesondere 1723 bis 1727 und 1787 bis 1790. Aus diesen beiden Phasen stammen kostbare Ausstattungselemente. Dazu zählen einmal die hochbarocken Stuckdecken im Treppenhaus und den Räumen des 2. Obergeschosses. Sie gehören zu den herausragenden Stuckarbeiten in den Landschlössern des oberschwäbischen Adels. Von einzigartigem, herausragendem Wert sind die Papiertapeten in der Beletage, die offenbar um 1788/89 in der Manufaktur von Réveillon in Paris gefertigt wurden und in ihrer umfassenden Erhaltung einmalige Zeugnisse der Raumkunst des Lous-seize in Oberschwaben darstellen. Sie gehören zu den wertvollsten Interieurs dieser Zeit in Baden-Württemberg. Der Umbau durch die Kongregation der Barmherzigen Schwestern in Bonlanden zu einem Kinderheim 1907 bis 1909 ergänzte die vorhandene Ausstattung um äußerst qualitätvolle Kachelöfen der Firma C. Rießner aus Nürnberg-Glaishammer in Jugendstilformen und eine Lourdes-Grotte im SO-Turm. Mit Ausnahme des ebenfalls 1908 umgebauten und erweiterten Brauhauses, errichtet 1693 bis 1699, stammen die übrigen Gebäude aus dem 20. Jahrhundert, beinhalten aber teilweise Reste älterer Substanz, so im Torhaus eine bemalte Giebelwand des 16. Jahrhunderts. Bemerkenswert sind die umfangreich überlieferten Gewölbekeller, die vom einstigen, für Oberschwaben so charakteristischen Brauereigewerbe zeugen.

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Sägemühle Bei der Sägmühle
(Karte)
Eingeschossiger Fachwerkbau an der Rottum mit technischer Einrichtung und Wasserrad, 1906

Die historische Sägemühle mit Wasserrad an der Rottum ist eine der wenigen voll funktionsfähigen Sägemühlen dieser Art in Oberschwaben und hat technik- und gewerbegeschichtliche Bedeutung. Eine Mühle ist erstmals 1845 an dieser Stelle erwähnt.

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Gasthof Zum Adler Gutenzeller Straße 4, 6
(Karte)
Bestehend aus: Gasthaus (Gutenzeller Straße 4), zweigeschossiger verputzter Massivbau mit Satteldach und kräftigen Gesimsen, 1734 (d), samt Wirtshausausleger und Wirtshausschild (im Innern), um 1800; Wirtschaftsgebäude (Gutenzeller Straße 6), lang gestreckter verputzter Massivbau mit Satteldach und kräftigen Gesimsen, 18./19. Jahrhundert

Der direkt gegenüber der Einfahrt zum Schloss und an der Hauptdurchgangsstraße gelegene Gasthof Adler ist mit seinem stattlichen Hauptbau und der langgestreckten Stallscheune ein charakteristisches Beispiel für die großen Landgasthöfe Oberschwabens. Er war als Tafernwirtschaft ursprünglich im Besitz der Schlossherrschaft, die ihn zu Lehen vergab. Das barockzeitliche Anwesen ist wichtiges Zeugnis der Ortsgeschichte und dokumentiert die Gasthauskultur und ländliche Sozialgeschichte der Region.

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Forsthaus Poststraße 4
(Karte)
Zweigeschossiges verputztes Gebäude mit Walmdach, erbaut 1806

Das einstige Forsthaus hebt sich durch seine Kubatur deutlich als Sonderbau unter der übrigen Bebauung Hürbels hervor. Es diente als Sitz der herrschaftlichen Forstverwaltung und hat damit Bedeutung für die Herrschafts- und Verwaltungsgeschichte Hürbels am Übergang von der reichsfreien Ritterherrschaft zum Rittergut unter württembergischer Oberhoheit. Mit seinen einfachen Bauformen ist das Gebäude charakteristisch für Verwaltungsbauten in Oberschwaben zwischen dem späteren 18. und frühen 19. Jahrhundert.

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Wegkapelle Reinstetter Straße 18
(Karte)
Kleiner Massivbau mit Dreiecksgiebel und segmentbogiger, vergitterter Öffnung, dahinter hölzerne Figur des Heiligen Franz Xaver, 18. Jahrhundert

Die barocke Wegkapelle ist ein anschauliches Beispiel für diesen Typus kleiner Andachtsstätten, welche in der überwiegend katholisch geprägten Region weit verbreitet sind. Sie dokumentiert eine gelebte und baulich wie bildlich zum Ausdruck gebrachte frühneuzeitliche Frömmigkeit.

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Wegkapelle St. Maria mit polygonal geschlossenem Chor Schönebürger Straße 26
(Karte)
Seitlich zwei Rundbogennischen mit Christus- und Marienstatue, vorderer Teil der Kapelle offen, hier Kreuzgratgewölbe und zwei Rundsäulen, 18. Jahrhundert und 1828, gerahmt von Linden

Die im Kern barockzeitliche Wegkapelle ist ein anschauliches Zeugnis einer gelebten und baulich wie bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Sie ist charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft im traditionell überwiegend katholisch geprägten Oberschwaben. Der Typus mit einer kleinen Vorhalle als Ort für die Betenden war dabei weit verbreitet.

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Wegkreuz Simmisweiler 1/1
(Karte)
Auf hohem steinernem Sockel, reich verziert mit neugotischen Schmuckformen, schlichtes Kruzifix mit Korpus aus Metall, um 1900

Das Wegkreuz ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Es ist charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft der katholisch geprägten Region.

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Kath. Kapelle Simmisweiler 10
(Karte)
Rechteckbau mit Dachreiter, kleiner Barockaltar, 18. Jahrhundert

Die Kapelle ist mit ihren Dimensionen charakteristisch für die Gotteshäuser auf den großen Höfen und in den Weilern Oberschwabens. Sie ist Zeugnis einer gelebten und baulich wie bildlich zum Ausdruck gebrachten katholischen Frömmigkeit und hat Bedeutung für die Simmisweiler Orts- und Kirchengeschichte.

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Kath. Kapelle St. Maria Magdalena Zillishausen 2
(Karte)
Massiver verputzter Saalbau mit Dreiachtelschluss, innen Flachdecken über Voute, Bandelwerkstuck, 18. Jahrhundert, renoviert 1819

Die barocke Kapelle in Zillishausen ist mit ihrer aus der Gotik tradierten Grundform charakteristisch für die Gotteshäuser der kleineren Ortschaften und Weiler in Oberschwaben. Sie ist mit ihrer figürlichen Ausstattung Zeugnis einer gelebten und baulich wie bildlich zum Ausdruck gebrachten katholischen Frömmigkeit und dokumentiert die Orts- sowie Kirchengeschichte des Weilers.

96611188BW
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Einzelnachweise

Kulturdenkmale der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg. Geoportal Baden-Württemberg, abgerufen am 10. September 2025.

Commons: Kulturdenkmale in Gutenzell-Hürbel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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