Liste der Kulturdenkmale in Schwendi
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In der Liste der Kulturdenkmale in Schwendi sind die Kulturdenkmale der Gemeinde Schwendi im Landkreis Biberach in Baden-Württemberg aufgelistet.
Legende
Die ab Oktober 2025 erstellten Tabellen basieren auf den vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im September 2025 veröffentlichten Geodaten. Lizenzhinweis: dl-de/by-2-0 (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0): Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, www.denkmalpflege-bw.de. Die Adressangaben und Bezeichnungen sind in der dargestellten Form nicht Teil der Ausgangsdaten. Die Adressen wurden automatisch aus den Koordinaten berechnet und können von den korrekten Adressen abweichen. Die Bezeichnungen wurden zunächst automatisiert dem Anfang der vom Landesamt für Denkmalpflege bereitgestellten Objektbeschreibungen entnommen.
- Bild: Zeigt ein ausgewähltes Bild des Objekts, „Weitere Bilder“ verweist auf die zugehörige Kategorie im Medienarchiv Wikimedia Commons. In der Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Bild an einem blauen Marker erkennbar. Auf das Kamerasymbol klicken, um weitere Fotos für diese Liste hochzuladen:

- Bezeichnung: Nennt den Namen, die Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals.
- Lage: Straßenname und Hausnummer oder Flurstücknummer des Kulturdenkmals, gegebenenfalls auch Gemarkung oder Ortsteil. Die Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link (Karte) führt zu verschiedenen Kartendiensten mit der Position des Kulturdenkmals. In einem Tool mit Kartenansicht können die Koordinaten durch Verschieben korrigiert werden.
- Datierung: Baubeginn, Fertigstellung, Datum der Erstnennung oder grobe zeitliche Einordnung entsprechend dem Eintrag in der zugrundeliegenden Denkmaldatenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg.
- Beschreibung: Kurzcharakteristik des Kulturdenkmals, Nennung der geschützten Bestandteile und Begründung der Denkmaleigenschaft. Die Paragraphen § 2, § 12, § 19 oder § 28 verweisen auf die Art der Einstufung gemäß baden-württembergischem Denkmalschutzgesetz.
- ID: Identifikator des Objekts in der zugrundeliegenden Datenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Abkürzungen
- Bei Datierungen: a = archivalisch, d = dendrochronologische Untersuchung, gk = gefügekundlich, i = inschriftlich, s = stilistisch
- P = Denkmaleigenschaft wird geprüft
Kulturdenkmale nach Ortsteilen
Bußmannshausen
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Sühnekreuz | Bühler Straße 9/1 (Karte) |
So genanntes Schwedenkreuz, breitflächiges Tatzenkreuz aus Konglomerat, wohl 16. Jahrhundert, nach Straßenbau neu aufgestellt
Das Sühnekreuz stellt ein Dokument der Rechtsgeschichte dar: Sühnekreuze sind ein Teil des im Mittelalter praktizierten Brauchs der Totschlagsühne. Sie wurden - als fester Bestandteil der Strafe - nach begangener Mordtat am Tatort als Sühnezeichen und Mahnmal aufgestellt. Das Kreuz wurde nach Straßenbaumaßnahmen in den 1960er-Jahren auf der gegenüberliegenden Strassenseite neu aufgestellt. |
98823695 | ||
| Wegkreuz | Mittelstraße (Karte) |
Gusseisernes Kruzifix auf steinernem Sockel, 1868 (i)
Das Wegkreuz ist Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit in der katholisch geprägten Region in typischer Formengestaltung des späten 19. Jahrhunderts. |
98822165 | ||
| Wegkreuz | Hausäcker (Karte) |
Metallkruzifix auf Steinsockel, 1871 (i)
Das Wegkreuz mit aufwändigem Kruzifix ist Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit in der katholisch geprägten Region in typischer Formengestaltung des späten 19. Jahrhunderts. |
98823701 | ||
| Kath. Pfarrkirche St. Martin | Ringstraße 27 (Karte) |
Saalkirche mit eingezogenem Chor, Dreiachtelschluss, im Südosten die Sakristei, im Südwesten quadratischer Turm, im Innenraum Deckengemälde mit Szenen aus dem Leben des Heiligen Martin, Chor mit stuckierter Flachdecke bezeichnet 1414, barocke Umgestaltung 1725, Verlängerung des Langhauses nach Westen um zwei Joche 1890 (§ 28); samt ummauertem Friedhof.
Die in mehreren Bauepochen gewachsene Kirche am südlichen Rand des historischen Ortskerns ist ein Zeugnis der Kirchengeschichte des Ortes mit Anteilen von Gotik, Barock und Historismus. |
1211533 | ||
| Mariensäule | Ringstraße 39 (Karte) |
Marienstatue auf hoher Säule, Sandstein, 18. Jahrhundert
Die Mariensäule mit ausdrucksstarker Gestaltung ist ein besonders anschauliches Zeugnis barocker Frömmigkeit in der katholisch geprägten Region. |
98822138 |
Großschafhausen
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Kath. Kirche St. Magdalena | Hauptstraße 150 (Karte) |
Saalkirche mit eingezogenem Chor, 1726 anstelle eines Vorgängers errichtet, barocke Ausstattung, Dachreiter 1965, im Friedhof Geiselheiland, 18. Jahrhundert
Die am nördlichen Rand des historischen Ortskerns gelegene, von einem ummauerten Friedhof umgebene Pfarrkirche ist ein charakteristischer Barockbau der Region. Er dokumentiert die lange kirchliche Zugehörigkeit des Ortes zu den Klöstern Rot an der Rot und Ochsenhausen. Der Geiselheilland in einem Schutzbau auf dem Friedhof zeigt anschaulich barocke Frömmigkeitstraditionen. |
98823826 | ||
| Wegkreuz | Breite (Karte) |
Metallkruzifix auf Steinsockel, 1888 (i)
Das Wegkreuz ist Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit in der katholisch geprägten Region in typischer Formengestaltung des späten 19. Jahrhunderts. |
98823736 | ||
| Bildstock | Ziegeläcker (Karte) |
In der Nische Darstellung der Heiligen Familie, um 1900
Der Bildstock in Tradition barocker Arbeiten ist ein typisches Dokument der Frömmigkeit rund um das katholisch geprägte Schwendi. |
98823742 | ||
| Wegkreuz | Am Auweg (Karte) |
Metallkruzifix auf Steinsockel, 1901 (i)
Das Wegkreuz ist Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit in der katholisch geprägten Region, 1901 noch in typischer Formengestaltung des späten 19. Jahrhunderts entstanden. |
98823754 | ||
| Wegkreuz | Bei der geraden Gasse (Karte) |
Gusseisernes Kruzifix auf steinernem Sockel, 1895 (i)
Das Wegkreuz ist Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit in der katholisch geprägten Region in typischer Formengestaltung des späten 19. Jahrhunderts. |
98823727 | ||
| Wegkreuz | Loch (Karte) |
Metallkruzifix auf Steinsockel, 1899 (i)
Das Wegkreuz ist Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit in der katholisch geprägten Region in typischer Formengestaltung des späten 19. Jahrhunderts. |
98823748 |
Orsenhausen
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Bahnhof | Bußmannshauser Straße 16 (Karte) |
1903/04 als Haltepunkt der Rottalbahn Laupheim-Schwendi errichtet, 1961 stillgelegt, bestehend aus dem eingeschossigen Empfangsgebäude auf T-förmigem Grundriss, am Kopfbau Kniestock mit Schindelschirm und Krüppelwalmdach, ansonsten verputzt, Segmentbogenfenster, und dem Nebengebäude, ein eingeschossiger Holzbau mit Satteldach
Das kleine Stationsgebäude ist ein zeittypisches Zeugnis des Bahnhofsbaus an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert mit Anklängen an den Schweizerhausstil. Der Bahnhof dokumentiert ferner die späte Erschließung des Rottales mit einer Nebenbahn und hat damit verkehrsgeschichtliche Bedeutung für die Region. |
98823838 | ||
| Pfarrhaus | Dietenheimer Straße 9 (Karte) |
Zweigeschossiger Putzbau mit Freitreppe und Walmdach, 1798
Das Pfarrhaus, ein die Ortsmitte dominierender Walmddachbau, steht mit seinem breit gelagerten spätbarocken Grundhabitus und seiner klassizistischen Fassadengestaltung für die Wende der Epochen zwischen 18. und 19. Jahrhundert. Es ist ein wichtiges Zeugnis der Kirchengeschichte im Ort. |
98823846 | ||
| Kath. Pfarrkirche Mariä Empfängnis | Dietenheimer Straße 31 (Karte) |
Saalkirche mit eingezogenem Chor und Chorflankenturm und südlicher Sakristei, Fassade mit Pilastern gegliedert, 1788 erbaut, Turm und Teile des Chors vom spätgotischen Vorgängerbau übernommen (§ 28); mit Friedhofsmauer
Die katholische Pfarrkirche, 1788 im Auftrag von Fürstbischof Maximilian von Rodt errichtet, zeugt wie das örtliche Schloss von der im 18. Jahrhundert forcierten Bautätigkeit im Ort. Der schlanke hohe Saalbau reagiert wohl auf die Einbeziehung älterer gotischer Bauteile (Chor, Turm), ist im Äußeren durch eine schlichte Pilastergliederung und im Inneren durch die bemerkenswerten illusionistischen Altäre aber klar als Barockbau definiert. Er ist das zentrale Zeugnis der Kirchengeschichte des Ortes. |
96600324 | ||
| Wegkreuz | Dietenheimer Straße 65 (Karte) |
Metallkruzifix auf Steinsockel, um 1870
Das schlichte Wegkreuz ist Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit in der katholisch geprägten Region in typischer Formengestaltung des späten 19. Jahrhunderts. |
98823869 | ||
| Schloss Orsenhausen | Landstraße 22; Schloßgarten; Talstraße (Karte) |
Bestehend aus Hauptbau, im Kern um 1553 bis 58 errichtet, um 1749 bis 56 durchgreifend umgebaut und barockisiert, mit wertvoller Bildtapete von 1834/36 im Inneren; Ökonomiehof mit Resten der Einfriedung, Viehhaus, im Kern 19. Jh., 1951 erweitert und in die bestehende Form gebracht, Kälberstall von 1954, Verwalterhaus und Scheune, im Kern 19. Jh., 1928 um- und ausgebaut, und Ökonomiegebäude von 1893; Park mit Resten des Wegesystems, Wasserlauf „Augraben“ und zwei hölzernen Pavillons.
Im Schloss Orsenhausen manifestieren sich zahlreiche Facetten frühneuzeitlicher Adelskultur, der Landesgeschichte sowie der Regional- und Heimatgeschichte Oberschwabens und nicht zuletzt des Dorfes Orsenhausen. Qualitätsvolle Ausstattungsdetails zeugen exemplarisch vom Wandel der Stile und Moden im 18. und 19. Jahrhundert, die Bildtapete stellt ein originäres und ausgesprochen typisches Ausstattungselement biedermeierlicher Wohnkultur dar. Das Schloss mit seinen Ökonomiegebäuden und dem Park bildet damit in authentischer Weise die Wohn- und Lebenswelten des Landadels in der Neuzeit ab. |
98823876 | ||
| Wegkreuz | Sandhalde (Karte) |
Metallkruzifix auf Steinsockel, 1909 (i)
Das aufwändig gestaltete Wegkreuz ist Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit in der katholisch geprägten Region, 1909 in typischer Formengestaltung des späten 19. Jahrhunderts entstanden. |
98823895 |
Schönebürg
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Kath. Kreuzbergkapelle | Elisabethenweg 9; Kreuzberg 9 (Karte) |
Von den Vinzentinerinnen aus Untermarchtal im Zusammenhang mit der damaligen Sonderschule für Erziehungshilfe St. Elisabeth im Jahr 1900 in neuromanischen Formen aus gelbem Ziegelmauerwerk errichtete, dreischiffige, pfeilerunterteilte, basilikale Anlage mit eingezogenem Chor und Halbrundapsis; Ölbergkapelle, etwas unterhalb am Hang gelegener, kleiner Massivbau mit dreiseitig schließendem Chor, Ausstattung gegenwärtig entfernt, um 1900.
Die außerhalb des Ortskerns von Schönebürg auf einem Hügel errichtete neuromanische Wallfahrtskirche ist ein Zeugnis der Kirchenbaukunst des ausgehenden 19. Jahrhunderts und Dokument des sozialen Engagement der Vinzentinerinnen bzw. der Sozialfürsorge dieser Epoche. |
98824826 | ||
| Kath. Kapelle | Hochdorfer Straße 65 (Karte) |
So genannte Täuferkapelle, Langhaus mit wenig eingezogenem, halbrund schließendem Chor, Dachreiter über dem östlichen Eingang, 1749
Die Kapelle im lang gestreckten Weiler Hochdorf ist ein schlichter, regionaltypischer Barockbau, Zeugnis der örtlichen Kirchengeschichte. |
98824783 | ||
| Kath. Kapelle zur Heiligen Dreifaltigkeit | Huggenlaubach 6 (Karte) |
Langhaus mit wenig eingezogenem Chor und Polygonalabschluß, Giebelreiter, 1907 bis 09
Die Kapelle am Rande des kleinen Weilers Huggenlaubach ist ein bemerkenswerter Bau des beginnenden 20. Jahrhunderts mit Einflüssen des Heimatstils, Zeugnis der örtlichen Kirchengeschichte. |
98824801 | ||
| Wegkreuz | Huggenlaubach (Karte) |
Sandstein, 1920 (i)
Das Wegkreuz ist Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit in der katholisch geprägten Region in einer typischen, an barocke Vorbilder angelehnten Formengestaltung der 1920er Jahre. |
98824808 | ||
| Wegkreuz | Stadeläcker (Karte) |
Gusseisernes Kruzifix auf steinernem Sockel, 1887 (i)
Das Wegkreuz ist Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit in der katholisch geprägten Region in typischer Formengestaltung des späten 19. Jahrhunderts. |
98824747 | ||
| Kath. Kirche St. Gallus | Kirchberg 12 (Karte) |
Saalkirche von 1713 mit nördlichem, spätgotischem Turm, eingezogener, rechteckiger Chor, 1932 Anbau einer Querhalle nach Westen, expressionistische Ausstattung
Die in mehreren Bauepochen gewachsene Kirche inmitten des Ortes ist ein Zeugnis der Kirchengeschichte des Ortes mit Anteilen von Gotik, Barock und (auf dem Lande seltenem) Expressionismus. |
98824664 | ||
| Wegkreuz | Obere Wiesen 1 (Karte) |
Gusseisernes Kruzifix auf steinernem Sockel, 1875 (i)
Das Wegkreuz ist Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit in der katholisch geprägten Region in typischer Formengestaltung des späten 19. Jahrhunderts. |
98824740 | ||
| Wegkreuz | Nach Huggenlaubach (Karte) |
Gusseisernes Kruzifix auf steinernem Sockel, 1871 (i)
Das schlichte Wegkreuz ist Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit in der katholisch geprägten Region in typischer Formengestaltung des späten 19. Jahrhunderts. |
98824678 | ||
| Wegkreuz | Vordere Neue Wiesen 4 (Karte) |
Gusseisernes Kruzifix auf steinernem Sockel, 1884 (i)
Das Wegkreuz ist Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit in der katholisch geprägten Region in typischer Formengestaltung des späten 19. Jahrhunderts. |
98824759 | ||
| Kath. Kapelle | Wiesenäcker (Karte) |
Verputzter Backsteinbau, Langhaus mit wenig eingezogenem, dreiseitig geschlossenem Chor, um 1905, daneben Statue eines sterbenden Kriegers, bezeichnet „R. K. T. S.20“
Die schlichte kleine Kapelle am Rande des Weilers Dietenbronn ist ein Zeugnis der örtlichen Kirchengeschichte, das Gefallenendenkmal ein Dokument der örtlichen Erinnerungskultur. |
98824766 |
Schwendi
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Gasthaus Hirsch (heute Rathaus) | Biberacher Straße 1 (Karte) |
Zweigeschossiger Massivbau auf L-förmigem Grundriss, Walmdächer mit Fledermausgauben und Dachreiter, erbaut im 18. Jahrhundert, schmiedeeisernes Wirtshausschild aus der Zeit um 1730, umgebaut zum Rathaus 1952/53
Das Gasthaus Hirsch mit prächtigem Wirtshausausleger ist ein zentral im Ort gelegener Eckbau. Der stattliche Barockbau veranschaulicht eindrucksvoll die große Bedeutung, die Landgasthäusern früher in den Dörfern als Treffpunkt und Festort zukam und die sich bereits an den im Verhältnis zu den Bauernhäusern besonders stattlichen Gasthausbauten erkennen lässt, die heute den Verlauf der alten Landstraßen durch die Dörfer belegen. |
98823334 | ||
| Kath. Annakapelle | Gutenzeller Straße 3 (Karte) |
Saalkirche mit netzgewölbtem Chor, Giebelreiter aus der Zeit um 1900, nördlich angebaute Sakristei, Gebäude im Kern romanisch, Kirchenerneuerung 1484, gestiftet vom damaligen Ortsherrn Wilhelm von Schwendi und seiner Ehefrau Barbara Krafft, bemerkenswerte spätgotische Ausstattung
Die in zentraler Ortsmitte gelegene St.-Anna-Kapelle war einst die Pfarrkirche des Ortes. Der im Kern noch romanische, schlichte Kirchenbau besticht durch seine aufwändige, den Stifterwillen des Ortsherren dokumentierende, spätgotische Ausstattung. Sie ist ein wichtiges Zeugnis der Kirchengeschichte von Schwendi. |
1211513 | ||
| Schloss Schwendi | Hauptstraße 21, 23, 25/2, 25, 35; Schloßgarten (Karte) |
Bestehend aus: Kleinem Schloss (Hauptstrasse 21), zweigeschossiger Putzbau mit Mezzaningeschoss, Walmdach und Mittelrisalit, an der Nordfassade eingelassene Wappentafel mit Baudatum 1748, Umbau um 1850 (§ 28); Neuem Schloss (Hauptstraße 23), zweigeschossiger Herrensitz auf hohem Sockel und mit Mezzaningeschoss, abgeflachtes Walmdach, 1851 anstelle eines Vorgängerbaus von Freiherr Theodor von Süsskind in dem bereits vorhandenen Schlosspark errichtet; Ökonomiegebäude, ehemalige Scheune und Rentamt, Winkelbau (Hauptstraße 25), 15. und 18. Jahrhundert; ehemaliges Brauereigebäude (Hauptstraße 35), zur Hauptstraße lang gestreckter, ein- bis zweigeschossiger Putzbau mit Mittelrisalit, an der Eingangstür aus Metall bezeichnet 1820, in der Mitte rückwärts anschließend so genannter Bonzenbau, 16. Jahrhundert, mit Kielbögen (§ 28); Hofflächen und Park mit gusseisernem Brunnen, bezeichnet 1844
Das Schloss Schwendi - in Tallage zwischen altem Ortskern im Süden und Pfarrkirche im Norden gelegen - ist ein vielschichtiges Zeugnis der Herrschaftsgeschichte in der Raumschaft. Einst Ortsadelssitz, wird es im 18. Jahrhundert unter der Grafschaft Oettingen-Spielberg barockisiert und erfährt in der Mitte des 19. Jahrhunderts - nun im Besitz des protestantischen Augsburger Bankiers Johann Gottlieb Freiherr von Süßkind - eine klassizistische Neugestaltung, insbesondere mit dem Neuen Schloss. Mit umfangreichen Ökonomiegebäuden sowie einem Park ausgestattet, dokumentiert die Anlage die Entwicklung eines Ortsadelssitzes vom der späten Renaissance bis zum Klassizismus. |
1211525 | ||
| Kath. Pfarrhaus | Hauptstraße 39 (Karte) |
Zweigeschossiger Fachwerkbau mit rekonstruiertem Fenstererker, erbaut 1551 vom damaligen Ortsherrn Marquard von Schwendi
Der bemerkenswerte, neben der Pfarrkirche stehende, im Kern spätmittelalterliche Fachwerkbau wurde für Marquard von Schwendi und seine Frau Dorothea von Stein (Wappen und Jahreszahl am Türsturz) errichtet. Das Gebäude diente zunächst der Ortsherrschaft als Wohnsitz, nachdem ihre Burg im Bauernkrieg 1525 zerstört worden war. 1976 ff. wurde der Bau in rekonstruierender Art und Weise saniert und zeigt heute das Bild eines repräsentativen spätmittelalterlichen Fachwerkbaus mit typischem Fenstererker sowie späteren Veränderungen. |
1211529 | ||
| Kath. Pfarrkirche St. Stephan | Hauptstraße 41 (Karte) |
Saalkirche, Chor mit Dreiseitabschluss, quadratischer Turm in Nordwesten, Sakristei mit Oratorium im Süden, Vorhalle mit Oratorium im Norden, 1561 von Marquard von Schwendi erbaut und 1724 barockisiert, bemerkenswerte Ausstattung, Teile der Friedhofsmauer erhalten.
Die katholische Pfarrkirche St. Stephanus, im Kern ein durch die Ortsherrschaft angelegter Renaissancebau, wurde durch die neuen Ortsherren des 18. Jahrhunderts, die Grafen von Oettingen-Spielberg, barockisiert und aufwändig ausgestattet. Der stattliche Kirchenbau im nördlichen Teil des historischen Ortskerns ist ein aussagekräftiges Zeugnis der Kirchengeschichte des Ortes und ein charakteristisches Beispiel barocker Kirchenbaukunst in Oberschwaben. |
1211517 | ||
| Wegkreuz | Herdweg (Karte) |
Gusseisernes Kruzifix auf steinernem Sockel, 1890 (i)
Das Wegkreuz ist Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit in der katholisch geprägten Region in typischer Formengestaltung des späten 19. Jahrhunderts. |
98823447 | ||
| Bergkapelle | Max-Hammer-Straße 29 (Karte) |
Kleiner Putzbau mit dreiseitig geschlossenem Chor, laut Inschrift 1662 errichtet
Der weit außerhalb des historischen Ortskerns im Gewann Kapellenäcker gelegene kleine barocke Kirchenbau ist ein charakteristisches Bauzeugnis der Frömmigkeit im 17. Jahrhundert in den Fluren rund um Schwendi. |
98823669 | ||
| Weishaupt Forum | Max-Weishaupt-Straße (Karte) |
Zweigeschossiger Gruppenbau, errichtet als Schulungs-, Ausstellungs- und Sozialgebäude des Unternehmens Weishaupt, Architekt Richard Meier (New York), 1989 bis 1992
Das Weishaupt Forum in Schwendi ist ein von einem der zeitgenössischen Moderne aufgeschlossenen Bauherrn beauftragtes und von einem bedeutenden Architekten umgesetztes Gesamtkunstwerk, zugleich wichtiger Vertreter einer Gegenbewegung zur Postmoderne in der Zeit um 1990, der die Ambivalenz dieser Epoche dokumentiert. |
110631769 | ||
| Schlossmühle | Mühleweg 25 (Karte) |
Zweigeschossiger Putzbau mit Walmdach, im Wappen über der Haustür bezeichnet 1743
Die Schlossmühle Schwendi wurde schon 1406 als Mahlmühle des Spitals der Reichsstadt Ulm urkundlich erwähnt. Das heutige, stattliche und repräsentativ gestaltete barocke Bauwerk in der westlich des Ortes gelegenen Talaue ist ein Zeugnis der frühen, durch herrschaftliche Verhältnisse gesteuerten, Gewerbegeschichte des Ortes. |
98823399 | ||
| Wegkreuz | Kräuterbronnenberg (Karte) |
Gusseisernes Kruzifix auf steinernem Sockel, 1886 (i)
Das Wegkreuz ist Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit in der katholisch geprägten Region in typischer Formengestaltung des späten 19. Jahrhunderts. |
98823500 |
Sießen
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Wegkreuz | Brünnelesäcker (Karte) |
Gusseisernes Kruzifix auf steinernem Sockel, um 1900
Das aufwändig gestaltete Wegkreuz ist Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit in der katholisch geprägten Region in typischer Formengestaltung des ausgehenden 19. Jahrhunderts. |
98824894 | ||
| Wegkreuz | Brunnenstraße 11 (Karte) |
Gusseisernes Kruzifix auf steinernem Sockel, 1874 (i)
Das Wegkreuz mit ungewöhnlichem, schlankem Kruzifix ist Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit in der katholisch geprägten Region in typischer Formengestaltung des späten 19. Jahrhunderts. |
98825115 | ||
| Wegkreuz | Grubachweg (Karte) |
Gusseisernes Kruzifix auf steinernem Sockel, 1892 (i)
Das Wegkreuz ist Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit in der katholisch geprägten Region in typischer Formengestaltung des ausgehenden 19. Jahrhunderts. |
98824864 | ||
| Wegkreuz | Im Reisle (Karte) |
Gusseisernes Kruzifix auf steinernem Sockel, 1888 (i)
Das reich gestaltete Wegkreuz ist Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit in der katholisch geprägten Region in typischer Formengestaltung des späten 19. Jahrhunderts. |
98824880 | ||
| Kath. Kapelle | Jetzhöfer Straße (Karte) |
Kleiner Massivbau mit Polygonalchor und Vorbau, Ecklisenen und Fensterrahmungen aus Klinkersteinen, vorkragendes Traufgesims, Bleiverglasung, Chor und Chorwand mit Wandmalerein von Annemarie und Walter Hammer, sowie barocke Madonnenfigur, 1946
Die Kapelle auf einem jüngeren Hofgrundstück im Wohnplatz Jetzhöfe ist ein bemerkenswerter, offenbar privat initiierter Bau aus der Zeit direkt nach dem Zweiten Weltkrieg in traditioneller Formensprache. |
98824905 | ||
| Kath. Kapelle St. Petrus | Kapellenstraße 13 (Karte) |
Schiff mit flachbogigen Nischen und Rundbogenfenstern, Chor mit Polygonalabschluss, Dachreiter, 1522 erbaut, im 18. Jahrhundert umgestaltet
Die kleine Kapelle vereint Renaissance und Barock als Hauptbauphasen. Sie steht auf einem markanten Hügel im Ortsteil Weihungszell und ist ein Zeugnis der örtlichen Religionsgeschichte. |
98825122 | ||
| Wegkreuz | Orsenhauser Straße 16 (Karte) |
Gusseisernes Kruzifix auf steinernem Sockel, 1889 (i)
Das Wegkreuz ist Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit in der katholisch geprägten Region in typischer Formengestaltung des ausgehenden 19. Jahrhunderts. |
98825129 | ||
| Wegkreuz | Rauhhalde 8 (Karte) |
Gusseisernes Kruzifix auf steinernem Sockel, 1866 (i)
Das Wegkreuz ist Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit in der katholisch geprägten Region in typischer Formengestaltung des späten 19. Jahrhunderts. |
98824887 | ||
| Kath. Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Maria Magdalena | Sießen 1 (Karte) |
Langhaus mit zwei Querarmen und stark eingezogenem Westchor, dieser ursprünglich das Langhaus des Vorgängerbaus von 1701, in den Neubau von 1907 integriert, westlich des Chores der Turm
Die markant in der Landschaft stehende und weithin sichtbare katholische Pfarr- und Wallfahrttskirche ist sakrales Zentrum des Kirchweilers Sießen, einer hochmittelalterlichen Rodesiedlung in der Waldlandschaft Holzstöcke. Die Kirche wurde 1907 unter Einbeziehung des barocken Langhauses neu errichtet und dokumentiert das neubarocke Weiterbauen am barocken Vorgänger in besonders anschaulicher Art und Weise. |
1211541 |
Einzelnachweise
Kulturdenkmale der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg. Geoportal Baden-Württemberg, abgerufen am 10. September 2025.