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Liste der Kulturdenkmale in Berkheim

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In der Liste der Kulturdenkmale in Berkheim sind alle Bau- und Kunstdenkmale der Gemeinde Berkheim und ihrer Teilorte verzeichnet. Sie leitet sich aus der Liste des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg, dem „Verzeichnis der unbeweglichen Bau- und Kunstdenkmale und der zu prüfenden Objekte[1] ab. Diese Liste wurde im Jahre 1978 erstellt. Die Teilliste für den Landkreis Biberach hat den Stand vom 30. März 2003 und verzeichnet 17 unbewegliche Bau- und Kunstdenkmäler.

Allgemein

Die ab Oktober 2025 erstellten Tabellen basieren auf den vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im September 2025 veröffentlichten Geodaten. Lizenzhinweis: dl-de/by-2-0 (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0): Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, www.denkmalpflege-bw.de. Die Adressangaben und Bezeichnungen sind in der dargestellten Form nicht Teil der Ausgangsdaten. Die Adressen wurden automatisch aus den Koordinaten berechnet und können von den korrekten Adressen abweichen. Die Bezeichnungen wurden zunächst automatisiert dem Anfang der vom Landesamt für Denkmalpflege bereitgestellten Objektbeschreibungen entnommen.

  • Bild: Zeigt ein ausgewähltes Bild des Objekts, „Weitere Bilder“ verweist auf die zugehörige Kategorie im Medienarchiv Wikimedia Commons. In der Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Bild an einem blauen Marker erkennbar. Auf das Kamerasymbol klicken, um weitere Fotos für diese Liste hochzuladen: Datei hochladen
  • Bezeichnung: Nennt den Namen, die Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals.
  • Lage: Straßenname und Hausnummer oder Flurstücknummer des Kulturdenkmals, gegebenenfalls auch Gemarkung oder Ortsteil. Die Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link (Karte) führt zu verschiedenen Kartendiensten mit der Position des Kulturdenkmals. In einem Tool mit Kartenansicht können die Koordinaten durch Verschieben korrigiert werden.
  • Datierung: Baubeginn, Fertigstellung, Datum der Erstnennung oder grobe zeitliche Einordnung entsprechend dem Eintrag in der zugrundeliegenden Denkmaldatenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg.
  • Beschreibung: Kurzcharakteristik des Kulturdenkmals, Nennung der geschützten Bestandteile und Begründung der Denkmaleigenschaft. Die Paragraphen § 2, § 12, § 19 oder § 28 verweisen auf die Art der Einstufung gemäß baden-württembergischem Denkmalschutzgesetz.
  • ID: Identifikator des Objekts in der zugrundeliegenden Datenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg

Abkürzungen

Berkheim

Zur Gemeinde gehören neben Berkheim auch die Teilorte Bonlanden, Illerbachen und Eichenberg.

Weitere Informationen Bild, Bezeichnung ...
Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Sühnekreuz Hauptstraße 20
(Karte)
Sog. „Schwedenkreuz“, wohl frühes 16. Jahrhundert

Das Kreuz wurde wohl als Sühnekreuz im frühen 16. Jahrhundert errichtet. Es stellt damit ein Dokument der Rechtsgeschichte dar: Sühnekreuze sind ein Teil des im Mittelalter praktizierten Brauchs der Totschlagsühne. Sie wurden – als fester Bestandteil der Strafe – nach begangener Mordtat am Tatort als Sühnezeichen und Mahnmal aufgestellt.

98296648BW

Wegkapelle Bei der Hauptstraße 22
(Karte)
18. Jahrhundert Die kleine Kapelle auf dem Grundstück des stattlichen, schlossartigen Pfarrhofs stellt ein aussagekräftiges Zeugnis der gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit im 18. Jahrhundert dar. Sie ist ein charakteristisches Dokument der katholisch geprägten Kulturlandschaft rund um Berkheim, die sich durch zahlreiche derartige Andachtsstätten auszeichnet.
Geschützt nach § 2 DSchG
98296239

Gasthof „Adler“ Hauptstraße 23
(Karte)
18. Jahrhundert Zweigeschossiger Fachwerkbau, 1646 (a), Anbau Bräuhaus 1852, samt Viehhaus, Backsteingebäude mit gewölbten Ställen, 1902, Pfründnerhaus, vor 1830, Hof und Einfriedung

Der Mitte des 17. Jahrhunderts auf dem Platz der bereits 1482 genannten Taverne des Klosters Rot an der Rot erbaute Gasthof Adler ist samt seiner im 19. Jahrhundert gebauten, stattlichen Nebengebäude ein in seltener Geschlossenheit überliefertes Beispiel eines stattlichen dörflichen Brauereigasthauses mit bemerkenswerten Ausstattungsdetails. Die Anlage in zentraler Ortsmitte besitzt vielfältigen Quellenwert für die ländliche Gasthauskultur des 17.–19. Jahrhunderts.
Geschützt nach § 2 DSchG

98296254

Pfarrhaus Hauptstraße 24
(Karte)
1529 Schlossartiger Bau mit vier runden Ecktürmen, 1529 erbaut, im 17. und 18. Jahrhundert barockisiert; samt Mauern, Garten und Freiflächen

Der 1529 von Kloster Rot an der Rot errichtete Pfarrhof mitten im Ort hat mit seinem späteren Ausbau, insbesondere den im 18. Jahrhundert errichteten vier Ecktürmen einen fast schlossartigen Charakter bekommen und zitiert damit einen in Oberschwaben – allerdings im 16. Jahrhundert – weit verbreiteten Typus des Adelssitzes. Die umfangreiche Anlage mit Garten und Einfriedung ist eine ortsbauliche Dominante und belegt die herausgehobene Stellung des Pfarrers. Der stattliche frühneuzeitliche Pfarrhof von Berkheim hat wichtigen Zeugniswert für die Geschichte des Pfarrhausbaus sowie die Kirchen- und Ortsbaugeschichte und nicht zuletzt für den Einfluss der Klöster in der oberschwäbischen Kulturlandschaft.
Geschützt nach § 28 DSchG

1211181

Pfarrkirche St. Konrad Hauptstraße 28
(Karte)
1513 Schiff von 1785 mit spätgotischem Westturm von 1513

Die in zentraler Ortsmitte stehende Pfarrkirche St. Konrad hat wichtige Bedeutung für die Region als Aufbewahrungsort des Schutzpatrons des Illertales, des Hl. Willebolds von Berkheim. Mit ihrem spätgotischen Turm und ihrem stattlichen barocken Langhaus zeigt sie zwei typische Bauepochen. Im Inneren dominiert die Ausmalung der 1930er-Jahre durch die Ottobeurener Gebrüder Haugg. St. Konrad ist ein vielschichtiges, bedeutendes Zeugnis der Kirchengeschichte der Region und ortsbauliche sowie kulturlandschaftsbestimmende Dominante im Altsiedelland Illerniederung.
Geschützt nach § 28 DSchG

1211177

Gasthaus „Zur Krone“ Hauptstraße 29
(Karte)
1656 Walmdachhaus, erbaut 1656, mit Architekturmalereien, 1729, und Wirtshausausleger mit Wirtshausschild, um 1790, reiche Innenausstattung, wie etwa im Erdgeschoss eine historistisch holzvertäfelte Gaststube von 1907, ein klassizistisch holzvertäfeltes Nebenzimmer um 1790 und im Obergeschoss zahlreiche prachtvoll ornamentierte Stuckdecken um 1770; großer und weitläufiger Eiskeller bei Kapellenstraße 16

Das Mitte des 17. Jahrhunderts erbaute Gasthaus Krone ist ein Paradebeispiel eines barocken Dorfgasthauses in Oberschwaben. Schon durch seine umfangreiche Architekturmalerei am stattlichen Walmdachbau, aber auch durch seine innere Ausstattung mit barocken Stuckdecken und historistischen Gaststuben ist es ein selten eindrucksvoll überliefertes Beispiel dieser Baugattung. Die Anlage in zentraler Ortsmitte samt zugehörigem Eiskeller am Ortsrand besitzt vielfältigen Quellenwert für die ländliche Gasthauskultur des 17.–19. Jahrhunderts.
Geschützt nach § 28 DSchG

98868588

Mariahilfkapelle Kapellenweg 23
(Karte)
1880 Rechteckbau von etwa 1880

Die kleine Kapelle in einem Waldstück oberhalb des Ortes stellt ein aussagekräftiges Zeugnis der gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit im 19. Jahrhundert dar. Der neugotische Bau ist ein charakteristisches Dokument der katholisch geprägten Kulturlandschaft rund um Berkheim, die sich durch zahlreiche derartige Andachtsstätten auszeichnet.
Geschützt nach § 2 DSchG

98296431
Sühnekreuz Flurstücknummer 97 Schwedenkreuz
Geschützt nach § 2 DSchG
Wegkapelle mit Kerkerchristus St.-Willebold-Straße 64, Flurstücknummer 1169
(Karte)
18. Jahrhundert 18. Jahrhundert
Geschützt nach § 2 DSchG
98296693BW
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Bonlanden

Bonlanden ist einwohnermäßig der größte Teilort von Berkheim und liegt nördlich des Hauptortes.

Weitere Informationen Bild, Bezeichnung ...
Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID

Kloster Bonlanden Faustin-Mennel-Straße 1
(Karte)
1855 Mutterhaus der Franziskanerinnen [lies: Franziskanerinnen von der Unbefleckten Empfängnis Unserer Lieben Frau], umfangreiche Klosteranlage, gegründet 1855, mit Kirche von 1864 bis 86

Das Kloster Bonlanden, Mutterhaus der Franziskanerinnen von der Unbefleckten Empfängnis Unserer Lieben Frau, wurde am westlichen Rande des Illertales 1855 gegründet und im Verlauf des 19. und 20. Jahrhunderts immer wieder ausgebaut und verändert. Das Kloster verschrieb sich insbesondere der Erziehungstätigkeit. Kernstück ist die neugotische Kirche in der zentralen Mittelachse; auch die anderen Bauteile tragen – oft in vereinfachter Form – neugotisches Formenvokabular. Mit der Anlage ist ein vielschichtiges und umfangreiches bauliches Zeugnis für den Klosterbau des 19. und 20. Jahrhunderts erhalten, das die Geschichte der von Frauenklöstern getragenen Mädchen- und Fürsorgeerziehung erzählt. Es ist ferner ein fernwirksamer Bestandteil der Kulturlandschaft des Altsiedellandes der Illerniederung.
Geschützt nach § 2 DSchG

98297055
Bauernhaus Kreuzstraße 2
(Karte)
1811 Giebel durch Gesimse gegliedert, erbaut 1811

Das Bauernhaus ist ein Beispiel des Wohnens und Bauens an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert und hat Quellenwert für das ländliche Bauwesen dieser Epoche.
Geschützt nach § 2 DSchG

98297112BW

Kapelle zum „Heiligen Kreuz“ Ulmer Straße 37
(Karte)
1742 Ovalbau mit abgerundeten Schmalseiten, erbaut 1742

Bei der Kapelle Zum Hl. Kreuz im Dorf Bonlanden handelt es sich um einen bemerkenswerten ländlichen Kirchenbau, der mit seiner Ovalform die Vorliebe der Barockepoche für den Zentralbau zum Ausdruck bringt. Die umfangreiche innere Ausstattung mit Figurenschmuck, Deckengemälden sowie dem Hochaltar zeigt ein ländliches, aber sehr qualitätvolles Gesamtkunstwerk der Epoche. Die Ortskirche ist damit ein charakteristisches Dokument der katholisch geprägten Kulturlandschaft rund um Berkheim.
Geschützt nach § 28 DSchG

98297243

Kornspeicher Wildenbergstraße 2a
(Karte)
1699 Fachwerkbau mit Zierformen und balkonartiger Laube, 1699 (i)

Das landwirtschaftliche Nebengebäude im Weiler Bonladen ist ein besonders aufwendig gestalteter Wohnspeicher aus dem Jahre 1699. Ursprünglich diente er vor allem der sicheren Aufbewahrung von Getreide. Erreicht wurde diese Funktion durch eine räumliche Distanz zur Feuerstelle des Bauernhauses, durch die Holzblockbauweise und durch eine steinerne Aufsockelung des „Getreidekastens“ an den Ecken. Freistehende Getreidespeicher sind in Oberschwaben nur in geringer Zahl überliefert. Das Objekt hat daher wichtige dokumentarische Funktion für das ländliche Bauwesen und die Vorratshaltung in vorindustrieller Zeit.
Geschützt nach § 28 DSchG

98297268
Bildsäule Flurstücknummer 116
(Karte)
Ende 19. Jahrhundert Der Bildstock stellt ein aussagekräftiges Zeugnis der gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit im 19. Jahrhundert dar. Er ist ein charakteristisches Dokument der katholisch geprägten Kulturlandschaft rund um Berkheim, die sich durch zahlreiche derartige Andachtsstätten auszeichnet.
Geschützt nach § 2 DSchG
104154503BW
Holzbildstock Flurstücknummer 118 19. Jahrhundert Bildstock mit einem Bild des Heiligen Willebold
Geschützt nach § 2 DSchG
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Eichenberg

Der Teilort Eichenberg liegt westlich von Berkheim, an der Straße nach Ochsenhausen im Tal der Rot.

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID

Martinskapelle St.-Martin-Straße 11 1781 stattliche, gemauerte Kapelle mit Turm. Die katholische Kapelle St. Martin in Eichenberg ist ein typischer ländlicher barocker Sakralbau der Region und stellt ein Dokument der örtlichen Kirchengeschichte dar.
Geschützt nach § 28 DSchG
98297468
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Illerbachen

Illerbachen liegt südlich von Berkheim. Bis zu Säkularisation war der Ort aufgeteilt in einen Teil der zur Enklave Tannheim und damit zum Kloster Ochsenhausen gehörte und einen zum Kloster Rot an der Rot gehörenden Teil.

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID

Kirche St. Josef Bernhard-Riedmiller-Straße 23
(Karte)
1707 Oblonges Schiff mit eingezogenem Chor, erbaut 1707 [§ 28]; mit ummauertem Kirchhof

Die katholische Kirche St. Joseph in Illerbachen ist ein charakteristischer ländlicher barocker Kirchenbau der Region. 1707/08 von Kloster Rot an der Rot errichtet, besticht der Sakralbau vor allem durch seine innere Ausstattung, insbesondere die bemalte Holzdecke sowie die reichhaltigen, z. T. älteren Altäre. Die äußerlich eher unscheinbare Kirche inmitten der überlieferten Kirchhofs dokumentiert damit das Kunstschaffen des Barock in anschaulicher Art und Weise.
Geschützt nach § 28 DSchG

98302936
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Schelleneigen

Schelleneigen ist ein Wohnplatz bei Eichenberg.

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Göpel Schelleneigen
(Karte)
Mehreckiger Fachwerkanbau an das bestehende Scheunengebäude, 19. Jahrhundert

Als Göpel werden Einrichtungen bezeichnet, in der wie hier Arbeitstiere an einer Antriebswelle Kraft erzeugen. Als seltenes Dokument vorindustrieller ländlicher Energieerzeugung besitzt der Fachwerkbau des Göpels an einer Scheune des Wohnplatzes Schelleneigen Zeugniswert für das ländliche Bauwesen.

103914007BW

Privatkapelle Schelleneigen 2 19. Jahrhundert Rechteckbau mit Dachreiter, 19. Jahrhundert

Die kleine Kapelle auf dem Grundstück der Grabenmühle stellt ein aussagekräftiges Zeugnis der gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit im 19. Jahrhundert dar. Sie ist ein charakteristisches Dokument der katholisch geprägten Kulturlandschaft rund um Berkheim, die sich durch zahlreiche derartige Andachtsstätten auszeichnet.
Geschützt nach § 2 DSchG

98303006
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Siehe auch

Einzelnachweise

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