Pinheiral
Gemeinde im Bundesstaat Rio de Janeiro, Brasilien
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Pinheiral ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Rio de Janeiro in der Südostregion des Landes. Sie liegt im Tal des Rio Paraíba do Sul in der wirtschaftlich bedeutenden Region Vale do Paraíba. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf rund 26.500 geschätzt.[3]
| Município de Pinheiral Pinheiral | |||
|---|---|---|---|
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| Koordinaten | 22° 30′ 23″ S, 44° 0′ 45″ W | ||
| Symbole | |||
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| Gründung | 13. Juni 1995 (Munizip)[1] | ||
| Basisdaten | |||
| Staat | Brasilien | ||
| Bundesstaat | Rio de Janeiro | ||
| ISO 3166-2 | BR-RJ | ||
| Região intermediária | Volta Redonda-Barra Mansa (seit 2017) | ||
| Região imediata | Volta Redonda-Barra Mansa (seit 2017) | ||
| Höhe | 345 m | ||
| Klima | tropisches Höhenklima | ||
| Fläche | 82,3 km² | ||
| Einwohner | 25.096 (2025[2]) | ||
| Dichte | 305,1 Ew./km² | ||
| Zeitzone | UTC−3 | ||
| Website | www.pinheiral.rj.gov.br (brasilianisches Portugiesisch) | ||
| Wirtschaft | |||
| BIP | 1.187.696 Tsd. R$ 48.880 R$ pro Kopf (2023) | ||
| HDI | 0,715 (2010) | ||
Geografie und Klima
Pinheiral liegt im Süden des Bundesstaates Rio de Janeiro auf einer Höhe von etwa 345 Metern über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet befindet sich in einer hügeligen Landschaft des Vale do Paraíba zwischen den größeren Städten Volta Redonda und Barra do Piraí.
Das Klima ist warm und feucht mit milden Wintern und regenreichen Sommern. Die durchschnittliche Jahrestemperaturen schwanken zwischen 13 und 32 Grad.[4]
Geschichte
Die Region von Pinheiral wurde im 19. Jahrhundert während der Expansion des Kaffeeanbaus im Vale do Paraíba besiedelt. Zahlreiche Landgüter und Fazendas entstanden entlang der Verkehrswege zwischen Rio de Janeiro und dem Landesinneren. Die Wirtschaft beruhte zunächst auf Plantagenwirtschaft und der Nutzung versklavter Arbeitskräfte. Benannt ist der Ort nach einer großen Kaffeeplantage mit dem Namen São José do Pinheiro im Besitz des Sklavenhändlers José de Souza Breves, welche heute ein Museum ist.[5][6]
Mit dem Niedergang des Kaffeeanbaus im späten 19. Jahrhundert verlor die Region zunächst an wirtschaftlicher Bedeutung. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Pinheiral jedoch erneut, insbesondere durch die Industrialisierung des südlichen Bundesstaates Rio de Janeiro und die Nähe zu den Industriezentren von Volta Redonda und Barra Mansa.
Lange Zeit gehörte der Ort administrativ zu Piraí. 1995 wurde Pinheiral aus Piraí ausgegliedert und als eigenständige Gemeinde gegründet.[7]
Demografie
Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf etwa 25.000 Personen geschätzt.[3] Die Bevölkerung konzentriert sich überwiegend auf den urbanen Kern der Gemeinde. Ethnisch setzte sich die Bevölkerung 2022 zusammen aus Afrobrasilianern (18,2 %), Weißen (42,6 %) sowie Farbigen (39,1 %).[8]
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1991 | 14.701 |
| 2000 | 19.481 |
| 2010 | 22.740 |
| 2022 | 24.298 |
| Volkszählungen | |
Wirtschaft
Die Wirtschaft von Pinheiral ist von Dienstleistungen, Handel und kleineren Industrie- und Landwirtschaftsbetrieben geprägt. Aufgrund der Nähe zu den Industriezentren des Vale do Paraíba pendeln viele Einwohner in benachbarte Städte wie Volta Redonda.
Darüber hinaus spielt die Landwirtschaft weiterhin eine gewisse Rolle, insbesondere im Bereich Viehzucht sowie beim Anbau von Obst und Gemüse.
Bildung
In Pinheiral befindet sich ein Campus des Instituto Federal do Rio de Janeiro (IFRJ), der Bildungsangebote in technischen und naturwissenschaftlichen Bereichen anbietet und für die Region von Bedeutung ist.
Religion
Die Bevölkerung ist überwiegend christlich geprägt. Die Gemeinde gehört zum römisch-katholischen Bistum Barra do Piraí–Volta Redonda. Daneben bestehen zahlreiche evangelikale Freikirchen.

