Sapucaia (Rio de Janeiro)
Gemeinde im Bundesstaat Rio de Janeiro, Brasilien
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Sapucaia ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Rio de Janeiro in der Südostregion des Landes. Sie liegt im Zentrum des Bundesstaates im Tal des Rio Paraíba do Sul. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf 18.300 geschätzt.[2]
| Município de Sapucaia Sapucaia | |||
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| Koordinaten | 22° 0′ S, 42° 54′ W | ||
| Symbole | |||
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| Gründung | 7. Dezember 1874 (Munizip)[1] | ||
| Basisdaten | |||
| Staat | Brasilien | ||
| Bundesstaat | Rio de Janeiro | ||
| ISO 3166-2 | BR-RJ | ||
| Região intermediária | Petrópolis (seit 2017) | ||
| Região imediata | Três Rios-Areal (seit 2017) | ||
| Höhe | 220 m | ||
| Klima | tropisches Höhenklima | ||
| Fläche | 540,7 km² | ||
| Einwohner | 18.291 (2025[2]) | ||
| Dichte | 33,8 Ew./km² | ||
| Zeitzone | UTC−3 | ||
| Website | www.sapucaia.rj.gov.br (brasilianisches Portugiesisch) | ||
| Wirtschaft | |||
| BIP | 1.227.720 Tsd. R$ 69.249 R$ pro Kopf (2023) | ||
| HDI | 0,675 (2010) | ||
Der Ortsname stammt aus der Tupi-Sprache und verweist auf den in der Region vorkommenden Sapucaia-Baum (Lecythis pisonis).
Geografie und Klima
Sapucaia liegt im zentralen Teil des Bundesstaates Rio de Janeiro auf einer Höhe von etwa 220 Metern über dem Meeresspiegel. Der Gemeindesitz liegt auf einer Terrasse am rechten Ufer des Flusses Paraíba do Sul, in einem schmalen Streifen zwischen dem Fluss und den steilen Hängen der Hügel. Zur Gemeinde gehören neben dem Hauptort die Distrikte Anta, Jamapará, Nossa Senhora da Aparecida und Pião.[1]
Die Landschaft ist von Flusstälern, Hügeln und ländlichen Gebieten geprägt. Das Klima ist tropisch mit warmen Sommern und vergleichsweise milden Wintern.
Geschichte
Die Besiedlung der Region begann im Verlauf des 18. und frühen 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der Expansion von Landwirtschaft und Viehzucht entlang des Paraíba-do-Sul-Tals. Durch die Lage an wichtigen Verbindungswegen zwischen Rio de Janeiro und dem Landesinneren gewann die Region an Bedeutung. Zwei Schweizer Einwanderer siedelten sich hier 1809 an, gefolgt von Portugiesen.[3]
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Sapucaia zu einem Zentrum des Kaffeeanbaus. Wie in anderen Teilen des Vale do Paraíba beruhte die Wirtschaft stark auf großen Fazendas und der Arbeit versklavter Menschen. Die zweite Wachstums- und Entwicklungsphase setzte mit dem Bau der Dom-Pedro-II.-Eisenbahn ein, die am 20. Januar 1871 eingeweiht wurde.
1874 wurde Sapucaia offiziell zur eigenständigen Gemeinde erhoben.[1]
Demografie
Wirtschaft
Die Wirtschaft von Sapucaia basiert auf Landwirtschaft, Viehzucht, Handel, Dienstleistungen und öffentlicher Verwaltung. Die Ortschaft ist als „Stadt der Mangos“ bekannt, die von vielen Bewohnern angebaut wird. Zu den touristischen Anziehungspunkten gehören die alten Bahnhofsanlagen (heute Kunst- und Kulturzentren), die Flüsse Paraíba do Sul und São Francisco sowie religiöse Feste statt, allen voran das Fest des Heiligen Antonius, des Schutzpatrons von Sapucaia.[3]
Religion
Die Bevölkerung ist überwiegend christlich geprägt. Die Gemeinde gehört zum römisch-katholischen Bistum Valença.[5] Daneben bestehen zahlreiche evangelikale Freikirchen.

