Priegendorf

Ortsteil der Stadt Baunach im oberfränkischen Landkreis Bamberg, Bayern From Wikipedia, the free encyclopedia

Priegendorf ist ein Gemeindeteil der Stadt Baunach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[3] Die Gemarkung Priegendorf hat eine Fläche von 2,862 km². Sie ist in 894 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3201,28 m² haben.[1][4]

Schnelle Fakten Stadt Baunach ...
Priegendorf
Stadt Baunach
Koordinaten: 50° 0′ N, 10° 48′ O
Höhe: 287 m ü. NHN
Fläche: 2,86 km²[1]
Einwohner: 342 (1. Jan. 2025)[2]
Bevölkerungsdichte: 120 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 96148
Vorwahl: 09544
Luftbild (2025)
Luftbild (2025)
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Ehemaliges Schulhaus
Katholische Filialkirche St. Anna

Geografie

Das Kirchdorf liegt am Sendelbach, einem rechten Zufluss der Baunach, und am Hutbach, der innerorts als linker Zufluss in den Sendelbach mündet. Im Norden grenzt der Lußberger Forst an, der auf den Erhebungen der Haßberge liegt, im Süden die Waldgebiete Schmierofen und Getännig, die ebenfalls auf den Erhebungen der Haßberge liegen. Die Kreisstraße BA 37/HAS 22 führt nach Rudendorf zur Staatsstraße 2281 (3,4 km westlich) bzw. nach Dorgendorf (1,6 km östlich).[5]

Geschichte

Im Jahr 1396 verkaufte Johann von Truhendingen alle seine Güter um den Stufenberg an das Hochstift Bamberg, darunter auch „Brichendorf“.[6] Priegendorf wurde fortan vom bambergischen Oberamt Baunach-Stufenberg verwaltet.[7]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Priegendorf 31 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Baunach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Baunach. Grundherren waren das Kastenamt Baunach (18 Häuser mit Städeln, 10 Häuser ohne Städel) und das Domkapitel Bamberg (1 Söldengut). Der Gemeinde gehörte ein Haus mit Schmiede und ein Hirtenhaus.[8]

Im Jahre 1802 kam Priegendorf an das Kurfürstentum Bayern, 1810 an das Großherzogtum Würzburg und 1814 an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde die Ruralgemeinde Priegendorf gebildet. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Gleusdorf zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ebern (1919 in Finanzamt Ebern umbenannt). Ab 1862 war das Bezirksamt Ebern (1939 in Landkreis Ebern umbenannt) für Priegendorf zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Gleusdorf (1840 in Landgericht Baunach umbenannt und 1880 in Amtsgericht Baunach, 1932 aufgelöst, bis 1972 Amtsgericht Ebern).[9] Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 2,862 km².[10]

Am 1. Januar 1972 wurde Priegendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Baunach eingemeindet.[11][12]

Baudenkmäler

In Priegendorf gibt es sechs Baudenkmäler:[13]

  • Geracher Weg 3: Bauernhaus
  • Sankt-Anna-Straße 2: Katholische Filialkirche St. Anna
  • Sankt-Anna-Straße 15: Ehemaliges Schulhaus
  • Kruzifix
  • Kellergasse
  • Ziehbrunnen

Bodendenkmäler

In der Gemarkung Priegendorf gibt es zwei Bodendenkmäler.[13]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr ...
Jahr1818184018521855186118671871187518801885
Einwohner162210246256246236255263237260
Häuser[14]3457504751
Quelle[9][9][9][15][16][17][18][19][20][21]
Jahr1890189519001905191019191925193319391946
Einwohner239233239238251256251259275339
Häuser505252
Quelle[22][15][23][15][24][15][25][15][15][15]
Jahr195019521961197019872025
Einwohner342315289278292 *342
Häuser545674
Quelle[26][15][10][27][28][2]
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Religion

Priegendorf ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Oswald (Baunach) gepfarrt.[8][10] Von 1869 bis 1922 war die Pfarrei St. Laurentius (Lauter) für Priegendorf zuständig.[29]

Literatur

Commons: Priegendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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