Purple Rain (Album)

Studioalbum von Prince From Wikipedia, the free encyclopedia

Purple Rain (englisch für Lila Regen) ist das sechste Studioalbum des US-amerikanischen Musikers Prince, der alle Songs arrangierte, komponierte und produzierte. Er nahm es mit seiner Begleitband The Revolution auf und veröffentlichte es am 25. Juni 1984 bei Warner Bros. Records. Das Album dient als Soundtrack zum gleichnamigen Film und verhalf Prince international zum kommerziellen Durchbruch; Purple Rain stand 24 Wochen an der Spitze der US-Albumcharts und ist mit rund 25 Millionen verkauften Exemplaren sein erfolgreichstes Album sowie eines der weltweit meistverkauften. Es erhielt einen Oscar und zwei Grammys. Die anschließende Purple-Rain-Tour mit 1,75 Millionen Besuchern ist die erfolgreichste Tournee in Prince’ Karriere.

Veröffent-
lichung

25. Juni 1984

Aufnahme

18. Mai 1983 – 14. April 1984

Format(e)

CD, Download, LP, MC

Schnelle Fakten Studioalbum von Prince and The Revolution, Veröffent-lichung ...
Purple Rain
Cover
Studioalbum von Prince and The Revolution

Veröffent-
lichung

25. Juni 1984

Aufnahme

18. Mai 1983 – 14. April 1984

Label(s)

Warner Bros. Records

Format(e)

CD, Download, LP, MC

Genre(s)

Contemporary R&B, Electro Funk, Elektronische Tanzmusik, Funk, Pop, Rock

Titel (Anzahl)

9

Länge

43:52

Besetzung

s. Mitwirkende

Produktion

Prince

Studio(s)

First Avenue (Minneapolis)
Kiowa Trail Home Studio (Chanhassen)
Sunset Sound (Los Angeles)
The Warehouse (St. Louis Park)

Chronologie
1999
(1982)
Purple Rain Around the World in a Day
(1985)
Singleauskopplungen
16. Mai 1984 When Doves Cry
18. Juli 1984 Let’s Go Crazy
10. September 1984 Purple Rain
26. November 1984 I Would Die 4 U
25. Januar 1985 Take Me with U
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Die Musik vereint Contemporary R&B, Electro Funk, Elektronische Tanzmusik, Funk, Pop und vor allem Rock, wobei Prince erstmals deutlich als Gitarrist in Erscheinung tritt. Die Liedtexte stammen aus der Perspektive von The Kid, der Hauptfigur des Films, die Prince selbst verkörperte, und behandeln Liebe, Spiritualität, zwischenmenschliche Beziehungen sowie sexuelle Anzüglichkeiten. Der Song Darling Nikki führte in den USA zur Einführung des Warnhinweises „Parental Advisory – Explicit Lyrics“ auf Musikveröffentlichungen. Apollonia Kotero ist als Gastsängerin im Stück Take Me with U zu hören. Musikkritiker bewerteten Purple Rain sehr positiv; 2011 wurde es in die Grammy Hall of Fame aufgenommen.

Am 23. Juni 2017, vierzehn Monate nach Prince’ Tod, veröffentlichten NPG Records und Warner Bros. Records eine überarbeitete Version des Albums unter dem Titel Purple Rain Deluxe.

Entstehung

Prince nahm alle neun Songs des Purple Rain-Albums zwischen Mai 1983 und April 1984 auf, parallel arbeitete er an Alben für Apollonia 6, Sheena Easton, Sheila E. und The Time. Das erste Stück, Let’s Go Crazy, entstand am 18. Mai 1983 in seinem privaten Tonstudio Kiowa Trail Home Studio in Chanhassen, Minnesota. Am 15. Juni folgten während einer Rehearsals im Lagerhaus The Warehouse in St. Louis Park, Metropolregion Minneapolis-Saint Paul, die Aufnahmen von Baby I’m a Star und I Would Die 4 U – die ersten mit der neu gegründeten Begleitband The Revolution. Das Titelstück Purple Rain entstand ebenfalls im Sommer 1983 im The Warehouse. Eine reine Akustikversion am Klavier von Oktober 1983 erschien postum 2018 auf Piano & A Microphone 1983 und unterscheidet sich deutlich von der Albumversion. Darling Nikki entstand im Juli 1983 im Kiowa Trail Home Studio; es war Prince’ letzte Aufnahme mit Toningenieur Don Batts. Die Vocal Overdubs erfolgten wenige Tage später mit Toningenieurin Susan Rogers (* 1956).

Der Musikklub First Avenue in Minneapolis, 2005

Am 3. August 1983 gab Prince mit The Revolution ein Benefiz-Konzert im Musikklub First Avenue in Minneapolis, Minnesota. Dabei spielte er unter anderem die damals unveröffentlichten Stücke Baby I’m a Star, Computer Blue, I Would Die 4 U, Let’s Go Crazy und Purple Rain; die Aufnahmen wurden von den Toningenieuren David Leonard und David Z. Rivkin mitgeschnitten.[1] Let’s Go Crazy erhielt am 7. August Overdubs im The Warehouse,[2] am 8. August folgte die Aufnahme von Computer Blue.[3]

Vom 15. August bis 28. September 1983 arbeitete Prince sechs Wochen lang mit Toningenieurin Peggy McCreary im Tonstudio Sunset Sound in Los Angeles, Kalifornien.[4] Am ersten Tag erhielt Computer Blue ebenso wie Purple Rain Overdubs.[5] Am 18. August spielten Lisa Coleman und Wendy Melvoin das Intro von Computer Blue ein und lieferten Backing Vocals. Zusätzlich ergänzte Prince Baby I’m a Star und Purple Rain um Streichinstrumente und weitere Overdubs.[6]

Am 20. August 1983 trat Prince während seines Aufenthalts in Los Angeles bei einem Konzert von James Brown im Warner Beverly Hills Theater auf. Er spielte lediglich kurz Gitarre und verließ nach fünf Minuten wieder die Bühne. Unmittelbar zuvor trat Michael Jackson als Gast bei Brown auf.[7][8]

Am 31. August 1983 überarbeitete Prince im Sunset Sound die Songs Computer Blue – die Originalversion „Hallway Speech Version“ ist auf Purple Rain Deluxe (2017) enthalten – und I Would Die 4 U.[9] Anfang September erhielt Baby I’m a Star Gitarren-Overdubs.[10] An Purple Rain arbeitete Prince vom 13. bis 15. September.[11] Darling Nikki erhielt am 19. September Überarbeitungen, und am 20. September 1983 nahm Prince The Beautiful Ones auf.[12]

Nach Abschluss der Arbeiten im Sunset Sound am 28. September 1983 mietete Prince das Studio im Oktober erneut und überarbeitete am 5. Oktober die Songs The Beautiful Ones, I Would Die 4 U und Purple Rain.[13] Die beiden Stücke Wednesday und Father’s Song nahm er am 23. und 24. Oktober im Kiowa Trail Home Studio in Chanhassen auf;[14] Wednesday wurde postum auf Piano & A Microphone 1983 veröffentlicht, das Instrumentalstück Father’s Song erschien postum auf Purple Rain Deluxe.

Am 7. November 1983 präsentierte Prince dem Label Warner Bros. Records eine Rohfassung des Purple Rain-Albums mit folgender Tracklist:[15]

Prince, 1984
Weitere Informationen #, Titel ...
# Titel Dauer Anmerkung
A-1 Let’s Go Crazy (Special Dance Remix) 7:35 1984 als Maxisingle veröffentlicht
A-2 The Beautiful Ones 6:10 längere Version mit zusätzlichem Liedtext
A-3 Computer Blue (Hallway Speech Version) 12:18 2017 auf Purple Rain Deluxe veröffentlicht
A-4 Darling Nikki 4:01 ohne Rückwärtsbotschaft
A-5 Wednesday 1:59 2018 auf Piano & A Microphone 1983 veröffentlicht
B-1 Purple Rain 10:44 längere Version mit zusätzlichem Liedtext
B-2 I Would Die 4 U 3:23 längere Version mit zusätzlichen Instrumentalparts
B-3 Baby I’m a Star 4:18 etwas kürzere Version
B-4 Father’s Song 5:30 2017 auf Purple Rain Deluxe veröffentlicht
Spieldauer: 55:59 Minuten
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Vom 27. Dezember 1983 bis 14. April 1984 arbeitete Prince erneut im Sunset Sound in Los Angeles an der Fertigstellung des Purple Rain-Albums. Dabei erhielt er häufig musikalische Unterstützung von den Zwillingsschwestern Wendy und Susannah Melvoin sowie von den Geschwistern Lisa und David Coleman (* 1962; † 2004). Am 22. Januar 1984 nahm Prince Take Me with U auf und arbeitete daran bis zum 31. Januar.[16] Ursprünglich für das Album seines Nebenprojekts Apollonia 6 vorgesehen, entschied er sich später, das Stück auf Purple Rain zu platzieren.[17]

Als letzten Song für Purple Rain nahm Prince am 1. März 1984 When Doves Cry auf und arbeitete daran bis zum 7. März; am 26. März 1984 war das Album fertiggestellt.[18] Take Me with U ergänzte Prince am 14. April 1984.[19][20][21] Bis zuletzt wussten die Mitglieder von The Revolution nicht, ob und wie Prince sie würdigen würde. Erst als sie eine Testpressung des Albumcovers sahen, erkannten sie ihre prominente Nennung. „Da habe ich wirklich Gänsehaut bekommen“, berichtete Schlagzeuger Bobby Z.[22]

Gestaltung des Covers

Für die Gestaltung eines Prince-Albumcovers war erstmals Art Directorin Laura LiPuma zuständig, Nichte des Musikproduzenten Tommy LiPuma; sie arbeitete bis 1988 regelmäßig mit Prince zusammen. Das Frontcoverfoto entstand durch Ed Thrasher in einem Backlot der Warner Bros. Studios in Burbank, Kalifornien, auf dem Außenset Hennesy Street. 1975 entstand dort bereits das Albumcover von Wish You Were Here der Band Pink Floyd.[23][24]

Das Frontcover zeigt Prince in einer Studiokulisse, rittlings auf einem speziell angefertigten Motorrad vom Typ Honda CM 400 A Hondamatic (1981), in einem lilafarbenen Anzug mit weißem Hemd, umgeben von Rauchschwaden, direkt in die Kamera blickend. Im Türrahmen eines Hauses steht Apollonia Kotero, von Licht hervorgehoben. Oben mittig erscheinen in lilafarbener Schrift der Titel „Purple Rain“ und darunter „Prince and the Revolution“. Das Cover wird links und rechts von einem geblümten Rahmen eingefasst.

Sowohl die LP-Innenhülle als auch das CD-Booklet zeigen ein Bild mit den Konturen eines Frauengesichts, das Wendy Melvoin zugeordnet wird und von Doug Henders (* 1957) gestaltet wurde.[25] Die Liedtexte sind ebenfalls abgedruckt, allerdings ohne Rückwärtsbotschaften. Die Original-LP von 1984 enthält ein Poster mit Prince und The Revolution.

Musik und Liedtexte

Albumsongs

Prince im Jahr 1984 mit seiner „Cloud“-Gitarre

Die Musik vereint die Genres Contemporary R&B, Funk und Pop. Wie auf seinen Alben von 1978 bis 1982 übernehmen Synthesizer auf Purple Rain erneut eine zentrale Rolle. Prince verwendet erneut den Linn LM-1 Drumcomputer, wodurch er Elemente von Electro Funk und Elektronische Tanzmusik integriert. Dominierend ist jedoch Rockmusik: Prince zeigt sich auf Purple Rain stärker als Gitarrist als je zuvor; Let’s Go Crazy, When Doves Cry und das Titelstück sind von Leadgitarrenarbeit geprägt. Auch Computer Blue und Darling Nikki basieren auf seinem Gitarrenspiel. In Take Me with U verwendet er erstmals Fingerzimbeln.[26][27][28]

Purple Rain ist das erste Album in Prince’ Karriere mit wesentlichen Beiträgen seiner Bandmitglieder. The Revolution ist auf Let’s Go Crazy, I Would Die 4 U, Baby I’m a Star und Purple Rain zu hören. Zudem spielen und singen Lisa Coleman und Wendy Melvoin auf Computer Blue. Die übrigen vier Stücke sind im Wesentlichen Soloauftritte von Prince. Take Me with U, Baby I’m a Star und Purple Rain enthalten Streichinstrumente, arrangiert von Coleman und Prince und dirigiert von Coleman und Melvoin. Eingespielt von David Coleman (Violoncello), Novi Novog (Bratsche und Violine) und Suzi Katayama (Violoncello). Computer Blue umfasst Songwriting-Beiträge von Dr. Fink, Coleman und Melvoin; Fink steuerte zudem eine Keyboard-Basslinie bei.

Prince’ Arrangements wirken insgesamt dynamischer und ausgefeilter als zuvor; viele Stücke setzen stärker auf prägnante Hooklines und Melodien als auf funky Grooves oder rhythmische Details. Trotz der stilistischen Annäherung an den Mainstream zeigen unorthodoxe Stücke wie Computer Blue und When Doves Cry eine ausgeprägte Experimentierfreude bei Arrangements und Songstruktur. Prince sah darin keinen Kompromiss, sondern bezeichnete das Album als das „avant-purple thing“, das er je geschaffen habe.

Das Album dokumentiert Prince’ künstlerische Reifung als Liedtexter und seinen stärkeren Fokus auf komplexe Emotionen. Stücke wie The Beautiful Ones, When Doves Cry und Purple Rain gelten als besonders emotional und thematisch vielschichtiger als frühere Kompositionen. Mehrere Songs thematisieren zudem die Trennung von Sex und Liebe als unterschiedliche emotionale Ebenen.

Warnhinweis für explizite Liedtexte, der in den USA infolge des Songs Darling Nikki eingeführt wurde

Die Handlung des Films Purple Rain lieferte Prince Fokus und Struktur für seine Liedtexte, die er aus der Perspektive der von ihm verkörperten Hauptfigur The Kid verfasste. Das Album zeichnet dessen zwischenmenschliche Entwicklung vom unkommunikativen, entfremdeten Einzelgänger zu einer gereiften Persönlichkeit nach, die Emotionen zeigt und tragfähige Beziehungen eingehen kann.

Das Stück Darling Nikki war 1984 ausschlaggebend für die Einführung des Warnhinweises „Parental Advisory – Explicit Lyrics“ auf Musikveröffentlichungen in den USA, der auf Initiative von Tipper Gore entstand. Auslöser war unter anderem, dass ihre damals elfjährige Tochter die explizite Textzeile „I met her in a hotel lobby masturbating with a magazine“ („Ich traf sie in der Hotelempfangshalle, masturbierend mit einer Zeitschrift“) des Songs hörte. Zudem steht Darling Nikki auf Platz 1 der Liste „Filthy Fifteen“ des Parents Music Resource Center, die 15 als besonders anstößig bewertete Songs aufführt. Neben seinem charakteristischen Falsett setzt Prince auf dem Album auch tiefere Stimmlagen ein.

  1. Let’s Go Crazy
    Der Song beginnt mit einem 37-sekündigen Intro aus kirchenähnlicher Orgelmusik und einer von Prince gesprochenen Predigt. Das von Rock ’n’ Roll geprägte Stück ist schnell und energiegeladen; im Zentrum stehen ein markantes Gitarrenriff und dynamische Synthesizer. Gegen Ende folgt ein ausgedehntes Gitarrensolo, bevor eine langsamere, bluesige Passage den Song beschließt. Let’s Go Crazy eröffnet er mit den gesprochenen Worten „Liebe Anwesende, wir sind heute hier versammelt, um dieses Ding namens Leben zu überstehen“. Der Text beschreibt das Leben als unpersönliche, negative Kraft („de-elevator“), die den Menschen nach unten zieht, deutet dies als Metapher für den Teufel und ruft dazu auf, im Hier und Jetzt zu leben.
    Apollonia Kotero, 1984
  2. Take Me with U
    Das von Pop geprägte Stück wirkt locker und entspannt. Das Arrangement hebt Akustische Gitarre und ein prägnantes Streicherarrangement hervor, zudem spielt Prince Live-Schlagzeug. Der einfache Aufbau moduliert am Ende der Strophen in eine höhere Tonart und führt in einen schnellen Refrain, während eine abrupte Bridge in der Songmitte die Spannung steigert. Den Text singt Prince im Duett mit Apollonia Kotero und thematisiert eine gegenseitige Liebeserklärung. Im Film markiert das Stück die frühe Phase der Beziehung zwischen The Kid und Apollonia, bevor Eifersucht und Misstrauen diese belasten.
  3. The Beautiful Ones
    Das Stück gilt als einer der besten Songs in Prince’ Karriere. Die Rockballade steigert sich von einem intimen Beginn mit Drumcomputer und Orgel zu einem intensiven, kraftvollen Höhepunkt; dissonante Synthesizerlinien am Ende verstärken den Eindruck von Verwirrung und Verzweiflung. Im Text äußert The Kid sein Verlangen nach seiner Geliebten sowie Zweifel an der Beziehung, greift zugleich das Motiv ihrer Beziehung zu einem anderen Mann auf und zeichnet die Diskrepanz zwischen idealisierter Liebe und Realität als Ursache emotionaler Enttäuschung. Nach Aussage seiner damaligen Toningenieurin Peggy McCreary entstand der Song mit Bezug auf Susannah Melvoin, die 1984 Prince’ Partnerin war.[29][30][31]
  4. Computer Blue
    Der Rocksong ist dreiteilig aufgebaut; den ersten Abschnitt prägt eine einfache Synthesizer-Figur mit einer einzelnen Strophe und einem zweimal wiederholten schnellen Refrain. Während zunächst der Synthesizer dominiert, rückt im zweiten Abschnitt die Gitarre mit einer Folge von Gitarrenskalen in den Vordergrund und leitet in einen ruhigeren, harmonischeren dritten Teil über, der auf Father’s Song basiert. Das Instrumental entstand 1983 und erschien erst postum 2017 auf Purple Rain Deluxe. Zum Schluss greift Computer Blue das Anfangsthema erneut auf und endet in einem rasanten Gitarrenfinale. Ein gesprochenes Intro wird von Lisa Coleman und Wendy Melvoin vorgetragen; beide waren auch privat langjährige Partnerinnen, was sie aber erst 2009 öffentlich bekannt gaben. Im Text beklagt The Kid sein scheiterndes Liebesleben; der Song vermittelt Frustration, emotionale Distanz und die Suche nach einer idealisierten Partnerin, die an unrealistischen Erwartungen scheitert.
  5. Darling Nikki
    Das von Prince als „kältester Song“ seines Repertoires bezeichnete Stück ist eine harte, spannungsgeladene Rocknummer. Die Strophen trägt er nahezu A cappella vor, begleitet lediglich von akzentuiertem Schlagzeug und reduziertem Gitarrenspiel; ein markantes Synthesizer- und Gitarrenriff am Strophenende ersetzt den gesungenen Refrain. Der Text schildert die Begegnung mit einer sexuell offensiven Frau und fungiert im Albumkontext als Analogie zur Beziehung von The Kid zu Apollonia Kotero, wobei die Konflikte aus seiner eigenen Eifersucht und Unsicherheit resultieren.[32]
  6. When Doves Cry
    Der Rocksong zeichnet sich durch einen ungewöhnlichen Sound aus, teils bedingt durch den Verzicht auf E-Bass. Der Rhythmus entsteht hauptsächlich durch einen Drumcomputer, ergänzt von sparsamen Keyboard-Parts. In Moll gehalten, basieren die Strophen auf einer zyklischen Vier-Akkord-Struktur; ein einfaches Staccato-Synthesizer-Motiv ersetzt den Refrain. Der Aufbau erfolgt schrittweise: wiederholtes Synthesizer-Motiv, anhaltende Akkorde und ein aufsteigendes Gitarrensolo; abgeschlossen wird das Stück mit einer aufsteigenden, akkordeonartigen Synthesizerlinie. Im Text wird The Kid von seiner Geliebten verlassen; der Song behandelt sowohl erlittene Verletzungen als auch eigene Anteile an der Beziehungskrise und reflektiert Selbstkritik sowie familiäre Muster. Das gegenseitige Anschreien wird mit dem Klang weinender Tauben assoziiert, einem Symbol für Frieden und Geist. Inspiration war Susan Moonsie (* 21. Januar 1964 in Minneapolis), Prince’ Partnerin von 1981 bis 1982.[33]
  7. I Would Die 4 U
    Der Song vereint Elemente aus Pop und Rock. Die Strophenmelodie besteht aus einer einzigen Note, während der Refrain an Take Me with U erinnert; Prince singt streng im Takt. Die elektronisch klingende Synthesizer-Textur und der mechanische Stop-Start-Beat erinnern stilistisch stärker an das Album 1999 als an andere Stücke von Purple Rain. Im spirituell geprägten Text überschreitet The Kid das irdische Paradies von Take Me with U und betritt einen transzendenten Zustand jenseits von Geschlechterrollen. Er identifiziert sich als Messias seiner Geliebten, als Symbol ihrer Freiheit, ihres Glücks, als Nichtmensch, Taube, Gewissen und Liebe. Der Text vermittelt, dass The Kid durch die Liebe über zeitliche und geschlechtliche Unterschiede hinaus eins mit seiner Geliebten wird.[32]
  8. Baby I’m a Star
    Das Stück ist eine Dance-Rock-Nummer mit schwungvollem Beat. Er beruht auf einer sich wiederholenden Synthesizer- und Klavierphrase, unterbrochen von einer achttaktigen Bridge, die dem Stück zusätzliche Kontur verleiht. Beat und Aufbau ähneln dem Song Dirty Mind aus Prince’ Album Dirty Mind (1980). Der Text verkündet The Kids Ankommen als Musiker und Mensch. Die Textzeile „we are a star“ verweist auf den Erfolg weiterer Personen wie Apollonia und Mitglieder von The Revolution; The Kid ist nicht länger der misstrauische Einzelgänger.
  9. Purple Rain
    Der Titelsong ist eine hymnische Rockballade. Prince steigert den Song zu einem emotionalen Höhepunkt, sein Gesang wird zunehmend leidenschaftlicher, bevor ein intensives Gitarrensolo einsetzt, das in hohe Tonlagen führt. Das Stück entwickelt ein elegisches Singalong-Thema, das wiederholt wird und in eine instrumentale Coda mit Streichern übergeht. Im spirituellen Text übernimmt The Kid die Rolle eines Führers, der seine Geliebte zur Erleuchtung führt, die sie nach der Taufe im „Purple Rain“ erfährt. Der Regen symbolisiert Reinheit und Wahrheit, die violette Farbe steht für Weisheit. Lila, als Mischung von Rot (weiblich) und Blau (männlich), kann zudem Androgynie symbolisieren, einen transzendenten Zustand, den Liebende durch ihre Einheit erreichen. Die Verbindung der Seelen überwindet alltägliche Dualitäten und führt zu einer Einheit mit Gott; im violetten Regen zu baden bedeutet, diese Erkenntnis zu erfahren.[27][32]

Rückwärtsbotschaft

Zwei Songs des Albums enthalten Rückwärtsbotschaften.[34] Am Ende von Darling Nikki ist die Rückwärtsbotschaft „Hello! How are you? I’m fine, ‘cause I know that the Lord is coming soon … coming, coming soon!“ („Hallo! Wie geht’s? Mir geht’s gut, weil ich weiß, dass der Herr bald kommt … kommt, bald kommt!“) zu hören.

In Baby I’m a Star ist am Anfang und Ende rückwärts der Satz „Like what the fuck do they know. All their taste is in their mouth. Really. What the fuck do they know? Come on baby. Let’s go … crazy.“ („Was zum Teufel wissen sie. Ihr ganzer Geschmack ist in ihrem Mund. Wirklich. Was zum Teufel wissen sie? Komm schon, Baby. Lass uns … durchdrehen.“) zu hören.

Die B-Seiten

  1. 17 Days
    Im August 1983 nahm Prince im Kiowa Trail Home Studio das Stück 17 Days auf, das als B-Seite der Single When Doves Cry erschien.[35] Es ist die erste Veröffentlichung, der die Credits Prince and the Revolution zugeschrieben wurden.[36][37] Ursprünglich wollte Prince den Song auf dem zweiten Studioalbum von Vanity 6 platzieren, entschied sich dann jedoch für eine Veröffentlichung unter eigenem Namen. Musikalisch vereint 17 Days Elemente aus Funk und Pop. Die Melodie basiert auf zwei sich abwechselnden Gitarrenakkorden, einem LM-1-Drumcomputer und einem repetitiven E-Bass; Synthesizer bilden die Hookline. Im Text beklagt Prince, dass ihn seine Freundin vor 17 Tagen verlassen hat; seine Anrufe bleiben unbeantwortet, was ihn vermuten lässt, dass sie mit einem anderen Mann zusammen ist. Er bittet um Regen, um seine Traurigkeit zu lindern. Die Backing Vocals stammen von Brenda Bennett (* 1952) und Jill Jones; Bennett wird in den Liner Notes nicht genannt. Sie war Mitglied von Vanity 6 und Apollonia 6.[38] Eine Akustikversion von 17 Days, nur mit Klavier gespielt, wurde im September 2018 auf Piano & A Microphone 1983 veröffentlicht; sie unterscheidet sich deutlich von der Albumversion.
  2. Erotic City
    Am 25. März 1984 nahm Prince gemeinsam mit Sheila E. das Stück Erotic City auf, das ursprünglich unter dem Arbeitstitel Electric City geführt wurde. Es erschien als B-Seite der im Juli 1984 veröffentlichten Single Let’s Go Crazy.[39] Prince spielte alle Instrumente selbst. Erotic City verbindet Electro Funk mit Elektronischer Tanzmusik; der Groove des LM-1-Drumcomputers basiert auf einer Dreiton-Bassfigur, ergänzt durch Rhythmusgitarre und lebhafte Synthesizer. Der Refrain, von Prince und Sheila E. gesungen, enthält die Zeile „We can fuck until the dawn“ („Wir können bis zur Morgendämmerung ficken“). Sheila E. dementierte dies 2017 scherzhaft; sie selbst singe „We can funk until the dawn“, Prince hingegen „fuck“.[40][41] Er verwendet erstmals einen Stimmeffekt, später als „Camille“ bekannt: Das Tonband lief während der Aufnahme langsamer, sodass beim Abspielen im Normaltempo ein beschleunigter, höherer Klang entsteht. Prince gab an, George Clinton habe ihn zu Erotic City inspiriert.[38]
  3. God
    Am 19. August 1984 überarbeitete Prince im Flying Cloud Drive Warehouse in Eden Prairie (Minnesota) das Instrumentalstück God (Love Theme from Purple Rain) und nahm eine Gesangsversion unter dem Titel God auf, die als B-Seite der im September 1984 erschienenen Single Purple Rain veröffentlicht wurde. God ist eine sanfte, besinnliche R&B-Ballade, die mit heulendem Wind beginnt. Gedämpfte Instrumentierung und Prince’ Stimme erzeugen eine atmosphärische Klanglandschaft, getragen von Klavier und Synthesizern. Der Song erinnert stellenweise an ein Wiegenlied. Prince’ Stimme wirkt sensibel; die erste Textzeile lautet: „Am Anfang gab es Gott“, der Himmel und Erde schuf. Er zitiert zudem „Dance the dance electric“ aus dem Song The Dance Electric (2017 auf Purple Rain Deluxe postum veröffentlicht) und verwendet weitgehend die Melodie von God (Love Theme from Purple Rain). Der Fokus von God liegt auf dem Refrain: „Gott hat dich erschaffen, Gott hat auch mich erschaffen, er hat uns alle erschaffen“. Der Text offenbart keinen persönlichen Glauben von Prince, sondern stellt eher eine poetische Bestätigung des Glaubens dar.[42][43]
  4. God (Love Theme from Purple Rain)
    Am 7. Februar 1984 nahm Prince das Instrumentalstück God (Love Theme from Purple Rain) auf, das ausschließlich als B-Seite der in Großbritannien erschienenen Maxisingle von Purple Rain veröffentlicht wurde.[44] Die Ballade aus den Genres Pop und Rock wird von Prince’ Gitarrenspiel dominiert, das phasenweise an Carlos Santana erinnert. Synthesizer eröffnen das Stück mit einer melancholischen Melodie, die Prince auf der Gitarre aufgreift und weiterentwickelt. Kurz vor dem Ende erreicht das Stück einen musikalischen Höhepunkt, bevor es zum Anfangsthema zurückkehrt. Schlagzeug spielt Sheila E.[38] God (Love Theme from Purple Rain) ist auch im Film Purple Rain zu hören und unterscheidet sich stellenweise von der späteren Version God.
  5. Another Lonely Christmas
    Am 18. und 19. Februar 1984 nahm Prince den Track Another Lonely Christmas auf,[44] den er als B-Seite der Single I Would Die 4 U veröffentlichte.[45] Another Lonely Christmas ist eine Ballade aus dem Genre Rock. Das Arrangement erscheint teils überladen, und das Schlagzeugspiel wurde im Monoaufnahme-Stil eingespielt. Das langsame Tempo sowie der Halleffekt in Prince’ Stimme erzeugen eine nostalgische Stimmung.[46] Ungewöhnlich für einen Prince-Song, beginnt das Stück mit dem Refrain. Im Liedtext thematisiert er eine Freundin, die am 25. Dezember 1977 gestorben ist, vermutlich an einer Lungenentzündung oder Streptokokkenangina. Prince schwelgt in Erinnerungen: Er singt, wie sie im Swimmingpool seines Vaters nackt badeten, und dass sie um Geld Pokeno spielten, ein Bingo-ähnliches Kartenspiel. Ob die Schilderung auf wahren Ereignissen oder auf Fantasie beruht, ist unbekannt.

Titelliste und Veröffentlichungen

Prince, 1984
Weitere Informationen #, Titel ...
# Titel Dauer
1 Let’s Go Crazy a 4:39
2 Take Me with U (Duett mit Apollonia Kotero) 3:53
3 The Beautiful Ones 5:14
4 Computer Blue b 3:59
5 Darling Nikki 4:13
6 When Doves Cry 5:51
7 I Would Die 4 U a 2:49
8 Baby I’m a Star a 4:23
9 Purple Rain a 8:40
Spieldauer: 43:52
Autor aller Songs ist Prince bzw.
a 
Autoren: Prince and The Revolution
b 
Autoren: Prince, John L. Nelson, Lisa Coleman und Wendy Melvoin
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Purple Rain wurde am 25. Juni 1984 in den USA veröffentlicht. Das Album erschien zunächst auf LP und MC, später auch auf CD und als Download. Außerdem ist das Album als limitierte lilafarbene Vinyl-Edition sowie als limitierte Picture Disc erhältlich. Am 23. Juni 2017 brachten NPG Records und Warner Bros. Records mit Purple Rain Deluxe eine überarbeitete Version des Originalalbums heraus.

Singles

Von dem Album wurden fünf Singles ausgekoppelt: When Doves Cry erschien am 16. Mai 1984 als Edit-Version,[20] die 3:48 Minuten lang ist. Die B-Seite 17 Days war zuvor unveröffentlicht. Die Singleversion von Let’s Go Crazy wurde am 18. Juli 1984 herausgebracht und auf 3:46 Minuten gekürzt,[47] wobei das Schlagzeugspiel bereits nach zehn Sekunden einsetzt und nicht erst nach 38 Sekunden. Die B-Seite Erotic City war zuvor ebenfalls unveröffentlicht. Als dritte Single wurde am 10. September 1984 Purple Rain ausgekoppelt,[48] die Veröffentlichung in den USA erfolgte am 26. September.[49] Purple Rain erschien ebenfalls in einer gekürzten Edit-Version und wird nach 4:04 Minuten ausgeblendet, die B-Seite God war zuvor ebenfalls unveröffentlicht.

I Would Die 4 U erschien in den USA am 28. November 1984.[49] Die Singleversion ist mit 2:56 Minuten sieben Sekunden länger als die Albumversion, die nahtlos in den nächsten Song Baby I’m a Star übergeht, weshalb die letzten Sekunden nicht gespielt werden. Another Lonely Christmas ist das vierte zuvor unveröffentlichte Stück, das als B-Seite einer Single veröffentlicht wurde. Take Me with U wurde am 25. Januar 1985 ausgekoppelt, jedoch nur in Nordamerika, Neuseeland und Japan.[50] Die Singleversion endet nach 3:42 Minuten, die B-Seite Baby I’m a Star nach 2:49 Minuten.

Ferner erschien Ende November 1984 ausschließlich in Japan eine Promo-Single mit dem Namen Syndicate. Auf der A-Seite ist Another Lonely Christmas in einer verkürzten Singleversion zu hören, während die B-Seite Ausschnitte der Songs The Belle of St. Mark von Sheila E. sowie Sex Shooter, Happy Birthday Mr. Christian und Blue Limousine von Apollonia 6 enthält.[51] Außerdem wurde Ende 1984 ausschließlich in England Erotic City (Full Length Version) als Promo-Maxi-Single veröffentlicht, auf deren B-Seite die Coverversion von I Feel for You von Chaka Khan zu hören ist.[52]

Musikvideos

Prince veröffentlichte zu Songs des Albums Purple Rain sechs Musikvideos: When Doves Cry, Let’s Go Crazy, Purple Rain, I Would Die 4 U, Take Me with U und Baby I’m a Star.

Das Video zu Let’s Go Crazy entstand Ende November 1983 im Musikklub First Avenue in Minneapolis und zeigt Szenen aus dem Film Purple Rain.[53] Das Titelstück Purple Rain wurde in den ersten beiden Dezemberwochen 1983 aufgenommen und stammt direkt aus dem Film; es zeigt ebenfalls den Auftritt von Prince im Musikklub First Avenue.[54] Es ist das einzige Prince-Musikvideo, das nicht auf dem seit 2017 bestehenden YouTube-Kanal von The Prince Estate („Der Prince-Nachlass“) veröffentlicht wurde. Regie führte Albert Magnoli (* 1952) für beide Videos, der zugleich Regisseur des Films Purple Rain war.

Das Video zu When Doves Cry entstand im Frühjahr 1984 und ist das erste Prince-Video mit Wendy Melvoin. Zu Beginn steigt Prince aus einer Badewanne und kriecht unbekleidet auf allen vieren über den Fußboden, wobei die Kameraperspektive seinen Unterkörper verdeckt. Gegen Ende zeigt das Video eine Tanz-Choreografie von Prince und The Revolution, die in der gekürzten Singleversion nicht vollständig enthalten ist. Zusätzlich werden Filmausschnitte aus Purple Rain eingeblendet.[53] Regie führte Larry Williams (* 26. Juni 1950; † 31. Mai 1999), den Prince am Filmset nicht anwesend haben wollte. Simon Fields (* 1955), Produzent mehrerer Prince-Videos zwischen 1980 und 1990, engagierte Williams und erklärte nach Prince’ Tod: „Vor der ersten Aufnahme sagte Prince zu mir: ‘Er muss nicht dabei sein’. Also gab ich Larry ein paar Zeitschriften, und er setzte sich draußen hin und las.“ Produzentin des Videos war Sharon Oreck, die Prince nach seinem Tod als „bekloppt paranoid“ beschrieb; erst „am Tag vor den Dreharbeiten wurde mir gesagt: ‘Streiche einen Raum lila und besorge eine Badewanne und ein paar Kerzen’“, wofür drei Badewannen bereitgestellt wurden, „damit Prince eine auswählen konnte“. Am Drehtag kam er sechs Stunden zu spät und verlangte „ein Paar Wollunterhosen“, worauf „wir ihm diese klitzekleine lange Unterhose besorgten. Er ließ sie von der Garderobiere zu einer winzigen Bananenhängematte zuschneiden und lila färben. Diese trug er dann in der Badewanne.“[55]

Die beiden Videos zu Baby I’m a Star und I Would Die 4 U zeigen jeweils Liveversionen des 13. Purple-Rain-Konzerts am 20. November 1984 im Capital Centre in Landover, Maryland.[56] Take Me with U zeigt eine Liveversion des 47. Purple-Rain-Konzerts am 8. Januar 1985 im The Omni in Atlanta, Georgia.[57] Regie führte Paul Becher, der ebenfalls beim Konzert Prince and the Revolution: Live Regie führte.

Coverversionen

Von allen Songs des Albums existieren Coverversionen in den unterschiedlichsten Musikgenres.[58][59][60] Let’s Go Crazy wurde beispielsweise neu aufgenommen von Pankow (1990), Refused (1995), The Polecats (1997), Good Clean Fun (1999), Gun (2005), Riverboat Gamblers (2009), Tori Kelly & Taron Egerton & Reese Witherspoon & Nick Kroll (2021) und Vitamin String Quartet (2023). Zudem veröffentlichte Weird Al Yankovic 1993 mit Traffic Jam eine Parodie des Songs.

Take Me with U wurde gecovert von Monte Warden (1996), Sharon Jones and The Dap-Kings (2009), Sharleen Spiteri (2010), Tillery (2016) und Susanna Hoffs (2021). The Beautiful Ones interpretierten Fireside (1995), Mariah Carey feat. Dru Hill (1997) und The Bad Plus (2016). Computer Blue wurde neu aufgenommen von Randy (1995) und Of Montreal (2009). Darling Nikki spielten neu ein Mucky Pup (1993), Whale (1995), Asylum Street Spankers (1998), Talisman (1998), Rebecca Romijn-Stamos (1999), Foo Fighters (2003), Steven Bernstein (2006) und Chairlift (2009).

When Doves Cry coverten James Last (1984), The Flying Pickets (1994), Ginuwine (1996), Ani DiFranco (1997), Quindon Tarver (29. Juli 1997: AUS: GoldGold (35.000+)), Barenaked Ladies (2001), Patti Smith (2002), Guy Sebastian (2003), Damien Rice (2005), Razorlight (2007), Alex Clare (2011), Scala & Kolacny Brothers (2012), YNOT & Cosmo Klein (2015) und Sarah Jarosz (2017). Zudem wurden Samples integriert in den Songs Pray (1990) von MC Hammer und in Rest in Purple (2016) von The Game. Außerdem veröffentlichte der US-Post-Disco-Hip-Hopper Captain Rapp das Stück When Doves Cry Rapp (1984) und Joey Badass When Thugs Cry (2018), die beide auf When Doves Cry basieren.

I Would Die 4 U coverten Missing Persons (1999), Space Cowboy (2002), Mariachi El Bronx (2009), Raheem DeVaughn (2010), Matthew Sweet and Susanna Hoffs (2013), White Lies (2013), Lucy Dacus with Hayden Arp (2015), El Perro del Mar (2016), Chris Brokaw (2017), Rose Cousins feat. Bear’s Den & Christof van der Ven (2019) und Holly Humberstone (2021). Baby I’m a Star interpretierten Buddy Miles (1999) und Tina Turner (2000).

Purple Rain nahmen unter anderem Chris Hunter (1986), Randy Crawford (1995), Royal Philharmonic Orchestra (1995), LeAnn Rimes (1998), Lucky Peterson (1998), Patti Smith (2002), Neil Zaza (2001), Alkbottle (2004), Etta James (2006), Virgin Steele (2008), Stan Walker (2009) (11. Februar 2021: NZ: GoldGold (15.000+)), Aynsley Lister (2010), Elkie Brooks (2010), Dami Im (2016), Dwight Yoakam (2013), Jordan Rudess (2016), David Garrett (2017), Helmut Lotti (2018) und Dolly Parton (2023) neu auf.

Die B-Seiten 17 Days und Erotic City wurden ebenfalls von Musikern gecovert; 17 Days nahmen Living Colour (1993) und Dam-Funk (2012) neu auf, und Erotic City wurde von Arto Lindsay (1996), Semisonic (1998), Mardi Gras.bb (2000), George Clinton (2004) sowie von der Band Berlin (2005) interpretiert.

Im Jahr 2014 nahmen die beiden Musiker Brian Leiser (* 1972) und Frank Benbini (* 1976) von der Band Fun Lovin’ Criminals unter dem Pseudonym „Radio Riddler“ das Purple Rain-Album komplett neu auf, benannten es jedoch in Purple Reggae um, da alle Songs dem Musikgenre Reggae Fusion in Kombination mit Popmusik zuzuordnen sind.[61] Für jeden Song engagierten sie Gastmusiker: beispielsweise singt Graham McPherson unter seinem Pseudonym „Suggs“ das Stück Let’s Go Crazy, Citizen Cope trägt When Doves Cry vor, Sinéad O’Connor interpretiert I Would Die 4 U, Beverley Knight ist im Song Baby I’m a Star zu hören, und Ali Campbell übernahm den Hauptgesang in Purple Rain.

Mitwirkende

Musiker

Alle Songs wurden von Prince arrangiert, komponiert, produziert und selbst vorgetragen. Zudem spielte er alle Musikinstrumente selbst ein, während folgende Personen die Aufnahmen ergänzten:[62][63][64]

  • Apollonia Kotero – Co-Leadsängerin in Take Me with U
  • Bobby Z. – Perkussion und Schlagzeug in Computer Blue, I Would Die 4 U, Let’s Go Crazy, Purple Rain und Take Me with U
  • Brown Mark – Backing Vocals und E-Bass in Computer Blue, I Would Die 4 U, Let’s Go Crazy, Purple Rain und Take Me with U
  • David Coleman – Violoncello in Baby I’m a Star, Purple Rain und Take Me with U
  • Dr. Fink – Backing Vocals und Keyboard in Computer Blue, I Would Die 4 U, Let’s Go Crazy, Purple Rain und Take Me with U
  • Lisa Coleman – Backing Vocals und Keyboard in Computer Blue, I Would Die 4 U, Let’s Go Crazy, Purple Rain und Take Me with U
  • Novi Novog – Bratsche und Violine in Baby I’m a Star, Purple Rain und Take Me with U
  • Suzi Katayama – Violoncello in Baby I’m a Star, Purple Rain und Take Me with U
  • Wendy MelvoinAkustische Gitarre und Backing Vocals in Computer Blue, I Would Die 4 U, Let’s Go Crazy, Purple Rain und Take Me with U

Technisches Personal

  • Prince – Artdirector und Kleidung
  • Bernie Grundman – Mastering
  • David Leonard – Toningenieur
  • David Z. Rivkin – Toningenieur
  • Doug Henders – Malerei
  • Earl Jones († 2002) – Hairstylist
  • Ed Thrasher and Associates – Frontcover-Fotografie
  • Jayson Jeffreys – Make-up
  • Larry Williams (* 1951; † 1999) – zusätzliche Fotografie
  • Laura LiPuma – Albumdesign
  • Louis Wells (als „Louis & Vaughn“) (* 1957; † 2018) – Kleidung
  • Marie-France Drouin (als „Marie France“) – Kleidung
  • Peggy McCreary – Toningenieurin
  • Ron Slenzak – Frontcover-Fotografie
  • Susan Rogers – Toningenieurin
  • Vaughn Terry (als „Louis & Vaughn“) – Kleidung
  • Persönliches Management von Prince – Bob Cavallo (* 1939), Joseph Ruffalo und Steve Fargnoli (* 28. August 1949; † 14. September 2001)

Tournee

Schnelle Fakten Präsentationsalbum, Anfang der Tournee ...
Purple Rain Tour
von Prince and The Revolution
Präsentationsalbum Purple Rain
Anfang der Tournee 4. November 1984
Ende der Tournee 7. April 1985

Konzerte insgesamt
(nach Kontinent)

Konzerte insgesamt 98
Show Acts Sheila E.
Einnahmen 30 Millionen US-Dollar
Chronologie
1999 Tour
(1982–1983)
Purple Rain Tour Parade Tour (1986)
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Die Purple-Rain-Tour war die kommerziell erfolgreichste Tournee in Prince’ Karriere. Sie begann am 4. November 1984 in der Joe Louis Arena in Detroit, Michigan, und endete am 7. April 1985 im Orange Bowl Stadium in Miami, Florida. Die Tournee umfasste 98 Konzerte, davon 96 in den USA und zwei in Toronto (Kanada) im Maple Leaf Gardens, erwirtschaftete 30 Millionen US-Dollar und wurde von insgesamt zirka 1,75 Millionen Menschen besucht.[65][66]

Die Gesamtkosten der Bühnenproduktion betrugen etwa 300.000 US-Dollar; die Zuschauerkapazität der Konzerthallen lag üblicherweise zwischen 15.000 und 20.000 Plätzen – vereinzelt trat Prince auch in Stadien mit größerer Kapazität auf. Die Konzertlängen variierten zwischen 90 und 120 Minuten. Sheila E. trat mit ihrer Begleitband als Vorgruppe auf und spielte zirka 40 Minuten. Prince’ Begleitband The Revolution bestand aus folgenden fünf Mitgliedern:[49]

  • Bobby Z. (* 9. Januar 1956 als Robert B. Rivkin) – Perkussion und Schlagzeug
  • Brown Mark (* 8. März 1962 als Mark Brown) – Backing Vocals und E-Bass
  • Dr. Fink (* 8. Februar 1957 als Matthew Robert Fink) – Backing Vocals und Keyboard
  • Lisa Coleman (* 17. August 1960) – Backing Vocals und Keyboard
  • Wendy Melvoin (* 26. Januar 1964 als Wendy Ann Melvoin) – Akustische Gitarre und Backing Vocals

Das Purple-Rain-Konzert am 30. März 1985 im Carrier Dome in Syracuse wurde damals live in Europa übertragen und von zirka 12 bis 15 Millionen Menschen verfolgt.[67] Am 29. Juli 1985 erschien das Konzert unter dem Titel Prince and the Revolution: Live auf VHS, Betamax und Laserdisc.[68] Die VHS wurde am 6. August 1985 in den USA für 100.000 verkaufte Exemplare mit Platinstatus ausgezeichnet.[69] Auf DVD erschien das Konzert am 23. Juni 2017 in der „Expanded Edition“ von Purple Rain Deluxe, auf Blu-ray Disc wurde es am 3. Juni 2022 veröffentlicht.

Vor dem letzten Purple-Rain-Konzert am 7. April 1985 im Orange Bowl Stadium, das für diesen Abend in „Purple Bowl“ umbenannt wurde, gab der damalige Prince-Manager Steve Fargnoli per Presseerklärung bekannt, dass dies „auf unbestimmte Zeit“ sein letztes Livekonzert sein werde.[70] Wie sich jedoch später herausstellte, spielte Prince bereits zwei Monate später, am 7. Juni 1985 – seinem 27. Geburtstag – ein Livekonzert im Prom Ballroom in Saint Paul, Minnesota.[71]

Rezensionen

Weitere Informationen Professionelle Bewertungen, Quelle ...
Professionelle Bewertungen
Durchschnittsbewertung
Quelle Bewertung
AOTY[72] 95 %
Weitere Bewertungen
Quelle Bewertung
AllMusic[73] SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol
Pitchfork Media[74] SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol
Rolling Stone (DE)[75] SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol
Rolling Stone (USA)[76] SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol
Robert Christgau[77] A−
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Musikkritiker bewerteten Purple Rain meist hervorragend, einige bezeichneten das Album sogar als Meisterwerk. Manche stellten fest, dass Prince’ Liedtexte weniger anzüglich als zuvor waren, während die Musik als die bis dato konzentrierteste und zugänglichste von ihm beschrieben wurde. Prince erklärte, dass er am Vorabend der Veröffentlichung von Purple Rain besorgt über die Reaktionen der Presse gewesen sei und deshalb „so aufgeregt“ war, dass er „nicht schlafen konnte“. Als er dann die Kritiken gesehen habe, „waren sie alle gut“.[22][28] Die Website AOTY (Album of the Year) ermittelte aus zwölf englischsprachigen Rezensionen eine Durchschnittsbewertung von 95 %.[72]

Carvell Wallace von Pitchfork Media bewertete das Album mit der Höchstpunktzahl von zehn Punkten. Es meistere den Spagat zwischen Genres wie Synthiepop, Hair Metal, düsterem R&B und flehendem Soul und enthalte zahlreiche musikalische Ideen, die selbst in schwächeren Stücken wie Take Me with U verborgen blieben. In The Beautiful Ones zeige sich Prince von seiner besten Seite. Darling Nikki sei ein expliziter Song, gekrönt von einem kurzen, intensiven Gitarrensolo, und wirke, als laufe er in drei Tempi gleichzeitig, wodurch kein Teil von Körper oder Geist seinem wilden Rhythmus entkomme. When Doves Cry gehöre zu Prince’ ergreifendsten Kompositionen, und der Titelsong zeige ihn als teils Prediger, teils Gitarrengott. Mit dem Album breche Prince aus dem Mainstream-Radio-Ghetto aus und katapultiere sich auf den Mount Rushmore der US-amerikanischen Musik. Er beherrsche Rock besser als viele Rockmusiker, komponiere besser als die Jazzer und performe überzeugender als andere, ohne seine Wurzeln als Funk-Musiker und Party-Leader aufzugeben, schrieb Wallace.[74]

Stephen Thomas Erlewine von AllMusic bewertete Purple Rain mit fünf Sternen, der Höchstwertung, und nannte es zugleich fokussierter und ehrgeiziger als die fünf vorherigen Alben von Prince. Prince konsolidiere seine Funk- und R&B-Wurzeln und bewege sich in neun hervorragend ausgearbeiteten Songs mutig in Richtung Pop, Rock und Heavy Metal. Let’s Go Crazy kombiniere metallische Gitarren, Stones-Riffs und einen harten Funk-Backbeat, während When Doves Cry als unheimliches, sparsames neo-psychedelisches Meisterwerk gelte. Den Titeltrack bezeichnete Erlewine als hymnische, majestätische Ballade mit brillanten Gitarrenverzierungen; Computer Blue und Darling Nikki gehörten zu Prince’ besten Songs. Prince’ Songwriting befinde sich auf einem Höhepunkt, und die Präsenz von The Revolution verleih der Musik eine schärfere, härtere Note. Letztlich bleibe Purple Rain eines der aufregendsten Rock-&-Roll-Alben aller Zeiten, prognostizierte Erlewine.[73]

Kurt Loder von der US-Zeitschrift Rolling Stone bewertete das Album ebenfalls mit der Höchstwertung von fünf Sternen. Der Geist von Jimi Hendrix müsse auf Prince Rogers Nelson herabschauen, da dieser wie Hendrix eine „außerirdische musikalische Dimension“ erschlossen habe. Sein Rock ’n’ Roll sei so authentisch und fesselnd wie sein Soul. Das Album sei voller Leben, Erfindungsreichtum und Rock-’n’-Roll-Donner; die wilden Basslinien und der heiße, tanzbare Mix erinnerten an Sly Stone. Einige Effekte seien einzigartig beeindruckend, etwa die unheimlichen, atonalen Synthesizer-Effekte am Ende von The Beautiful Ones sowie die Rückwärtsbotschaft im anzüglichen Darling Nikki. Sein Gesang zähle weiterhin zu den abenteuerlichsten und versiertesten der damaligen Musikszene. Darüber hinaus setze Prince Streicher gekonnt ein, während seine Begleitband The Revolution durchweg brilliere. Wer große Schöpfer schätze, solle Purple Rain besitzen, schloss Loder.[28][76]

Sassan Niasseri von der deutschen Ausgabe des Rolling Stone bewertete Purple Rain mit vier von fünf Sternen. Obwohl das Album Prince’ kommerziell erfolgreichstes Werk und als Meisterwerk gelte, sei es nicht vollständig gelungen; die letzten drei Tracks – I Would Die 4 U, Baby I’m a Star und der Titelsong – zählten zu seinen bis dahin gewöhnlichsten, im negativen Sinne freundlichsten Stücken. Diese Songs besäßen nichts von der sexuellen Dringlichkeit, mit der Prince seit den frühen 1980er Jahren voranging, und klängen Michael Jackson ähnlicher, als ihm lieb gewesen sein dürfte, mutmaßte Niasseri. Die wichtigsten Momente des Albums lägen weiter vorne und machten Purple Rain zu Prince’ bester Rock-Platte. The Beautiful Ones zeige eines der extremsten Kontrollverluste auf Tonspur; Prince steigere sich in einen Eifersuchtsanfall, der in kreischendem Verlangen endet – sein dramatischstes und bis heute schönstes Lied, so Niasseri. Besonders auffällig sei When Doves Cry, ein bassloser, dennoch tanzbarer Song. Seine eigentliche Blütezeit begann jedoch erst nach Purple Rain mit Alben wie Around the World in a Day (1985), Parade (1986), dem unveröffentlichten Camille (1987), Sign “☮” the Times (1987), Black Album (1987/1994) und Lovesexy (1988). Zwischen 1985 und 1988 sei Prince unschlagbar gewesen.[75]

Robert Christgau bewertete das Album auf einer Skala von „A+“ bis „F“ mit „A−“ und beschrieb dessen Botschaften als unverändert, jedoch an Kraft verloren. So könne Let’s Go Crazy nicht an die „unwiderstehlichere Tanzstunde für den Rand der Apokalypse“ aus dem Song 1999 (1982) heranreichen. Die Stücke Head (1980) von Dirty Mind und Jack U Off (1981) von Controversy seien zudem anzüglicher als das erdige Darling Nikki. Prince habe zwar an Reife gewonnen, doch wie viele Erwachsene vor ihm sei er etwas blockiert, wenn er daraus Rebellen-Rock mache, schrieb Christgau.[77]

Die Los Angeles Times vergab keine Bewertung, äußerte jedoch eine Meinung ähnlich der von Robert Christgau. Prince’ „hochkarätige Texte und sexuelle Prahlerei“ würden auf dem Album von konventionellerer Sprache abgelöst, und seine Musik habe etwas von ihrem experimentellen Charakter verloren.[78]

Kommerzieller Erfolg

Chartplatzierungen

Purple Rain stand 24 Wochen ununterbrochen an der Spitze der US-Albumcharts. Im Vereinigten Königreich erreichte das Album erst im Mai 2016 nach Prince’ Tod seine Höchstplatzierung; 1984 hatte es Rang sieben erreicht.

Weitere Informationen ChartsChart­plat­zie­rungen, Höchst­platzie­rung ...
Chartplatzierungen
ChartsChart­plat­zie­rungenHöchst­platzie­rungWo­chen
 Deutschland (GfK)[79]5 (54 Wo.)54
 Österreich (Ö3)[80]8 (28 Wo.)28
 Schweiz (IFPI)[81]7 (39 Wo.)39
 Vereinigte Staaten (Billboard)[82]1 (24) (176 Wo.)176
 Vereinigtes Königreich (OCC)[83]4 (107 Wo.)107
Jahrescharts
ChartsJahres­charts (1984)Platzie­rung
 Deutschland (GfK)[84]56
 Vereinigte Staaten (Billboard)[85]24
 Vereinigtes Königreich (OCC)43
ChartsJahres­charts (1985)Platzie­rung
 Deutschland (GfK)[86]38
 Vereinigte Staaten (Billboard)[87]9
 Vereinigtes Königreich (OCC)60
ChartsJahres­charts (2016)Platzie­rung
 Vereinigte Staaten (Billboard)[88]55
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Weitere Informationen Jahr, Titel ...
Jahr Titel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[89]
(Jahr, Titel, , Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  CH  UK  US
1984 When Doves Cry DE16
(19 Wo.)DE
AT19
(3 Wo.)AT
CH17
(10 Wo.)CH
UK4
Platin
Platin

(16 Wo.)UK
US1 (5)
Platin
Platin

(23 Wo.)US
US: 21. August 1984: Platin (2.000.000+)[90]
UK: 12. Mai 2023: Platin (600.000+)
Let’s Go Crazy UK7
Silber
Silber

(10 Wo.)UK
US1 (2)
Gold
Gold

(21 Wo.)US
US: 7. November 1984: Gold (1.000.000+)[91]
UK: 15. Dezember 2023: Silber (200.000+)[92]
Purple Rain DE5
(21 Wo.)DE
AT4
(19 Wo.)AT
CH4
(21 Wo.)CH
UK6
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(30 Wo.)UK
US2
Gold
Gold

(22 Wo.)US
Höchstplatzierung in CH und UK postum im April 2016
US: 5. Dezember 1984: Gold (1.000.000+)[93]
UK: 24. Februar 2023: Doppel-Platin (1.200.000+)
I Would Die 4 U UK58
(8 Wo.)UK
US8
(16 Wo.)US
1985 Take Me with U DEn.v.DE ATn.v.AT CHn.v.CH UKn.v.UK US25
(12 Wo.)US
Nur in Nordamerika, Neuseeland und Japan ausgekoppelt
Duett mit Apollonia Kotero
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Auszeichnungen für Musikverkäufe

Seit 1984 wurde Purple Rain weltweit rund 25Millionen Mal verkauft.[29][94] Es erhielt international mehrfach Gold- oder Platinstatus:[29][95]

Weitere Informationen Land/Region, Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe(Land/Region, Aus­zeich­nung, Ver­käu­fe) ...
Land/Region Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Aus­zeich­nung, Ver­käu­fe)
Ver­käu­fe
 Australien (ARIA)  Platin210.000
 Dänemark (IFPI) Gold10.000
 Deutschland (BVMI)  Gold750.000
 Frankreich (SNEP) Platin300.000
 Italien (FIMI) Gold25.000
 Kanada (MC)  Platin600.000
 Neuseeland (RMNZ)  Platin75.000
 Niederlande (NVPI) Platin70.000
 Österreich (IFPI) Gold25.000
 Schweiz (IFPI) Platin50.000
 Spanien (Promusicae) Platin100.000
 Vereinigte Staaten (RIAA) 13× Platin13.000.000
 Vereinigtes Königreich (BPI)  Platin600.000
Insgesamt 4× Gold
24× Platin
1× Diamant
15.815.000
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Hauptartikel: Prince/Auszeichnungen für Musikverkäufe

Preise

Prince erhielt in der Purple-Rain-Ära zahlreiche Auszeichnungen und Preise:

NAACP Image Award

4. Dezember 1984: Gewinner des NAACP Image Award in vier Kategorien:[96]

American Music Awards

28. Januar 1985: Gewinner der American Music Awards 1985 in drei Kategorien:[97]

Am 20. November 2016 wurde das Album in der Kategorie „American Music Award for Favorite Soundtrack“ als Top Soundtrack ausgezeichnet.[98] Der Preis wurde Prince postum verliehen, da er im April 2016 überraschend gestorben war.

BRIT Awards

11. Februar 1985: Prince wurde bei den BPI Awards 1985 als bester „International Artist“ ausgezeichnet.[99] Zudem erhielt Purple Rain den Preis in der Kategorie „Soundtrack/Cast Recording“.[100]

Grammy Awards

26. Februar 1985: Gewinner der Grammy Awards 1985 in drei Kategorien:[101]

Purple Rain wurde zudem in der Kategorie „Album of the Year“ nominiert, den Preis erhielt jedoch Lionel Richie für Can’t Slow Down. Prince war außerdem als „Producer of the Year“ nominiert, gewann jedoch nicht.

Oscar

25. März 1985: Das Album erhielt bei der Oscarverleihung 1985 den Preis in der Kategorie „Beste Filmmusik“.[102]

American Video Awards

3. April 1985: When Doves Cry gewann in der Kategorie „Best Soul Video“.[96]

Minnesota Music Awards

20. Mai 1985: Prince gewann insgesamt zehn Kategorien, darunter „Artist of the Year“, „Male Vocalist“ und „Musician of the Year“. Purple Rain wurde als bestes „Album eines Major-Labels“ (Album Release Major-Label) ausgezeichnet.[103]

World Soundtrack Award

9. Oktober 2004: Prince und The Revolution erhielten anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums ihres Films Purple Rain bei den World Soundtrack Awards einen „Special Award“.[104]

Grammy Hall of Fame

13. Februar 2011: Das Album Purple Rain wurde in die Grammy Hall of Fame aufgenommen.[105]

National Recording Registry

23. Mai 2012: Das Album wurde in das National Recording Registry aufgenommen, das Tondokumente von besonderem Erhaltungswert verzeichnet.

Rolling Stone

2023 setzte das US-Musikmagazin Rolling Stone Purple Rain auf Platz 8 der Liste Die 500 besten Alben aller Zeiten.[106] 2024 wählte die Zeitschrift das Album auf Platz 1 der Liste The 101 Greatest Soundtracks of All Time.[107] Ebenfalls 2024 wählte Rolling Stone die Songs Purple Rain und When Doves Cry auf Platz 18 bzw. 37 der Liste 500 besten Songs aller Zeiten.[108]

Literatur

  • Alan Light: Let’s Go Crazy: Prince and the Making of Purple Rain. Atria Books, New York 2014, ISBN 978-1-4767-7672-9.
  • Alex Hahn: Besessen – Das turbulente Leben von Prince. Hannibal Verlag, Höfen 2016, ISBN 978-3-85445-610-0.
  • Ben Greenman: Dig If You Will the Picture – Funk, Sex and God in the Music of Prince. Faber & Faber Ltd, London 2017, ISBN 978-0-571-33326-4.
  • Dave Hill: Prince – A Pop Life. Droemer Knaur, München 1989, ISBN 3-426-04036-0.
  • Duane Tudahl: Prince and the Purple Rain Era Studio Sessions 1983 and 1984 (Expanded Edition). Rowman & Littlefield, London 2018, ISBN 978-1-5381-1462-9.
  • Duane Tudahl: Prince and the Parade & Sign o’ the Times Era Studio Sessions 1985 and 1986. Rowman & Littlefield Publishers, 2021, ISBN 978-1-5381-4451-0.
  • Jake Brown: Prince in the Studio (1975–1995). Colossus Books, Phoenix 2010, ISBN 978-0-9790976-6-9.
  • Jason Draper: Prince – Life & Times (Revised & Updated Edition). Chartwell Books, New York 2016, ISBN 978-0-7858-3497-7.
  • Jon Ewing: Prince – CD Books. Carlton Books, Rastatt 1994, ISBN 3-8118-3986-1.
  • Jürgen Seibold: Prince. Verlagsunion Erich Pabel-Arthur Moewig, Rastatt 1991, ISBN 3-8118-3078-3.
  • Per Nilsen: DanceMusicSexRomance – Prince: The First Decade. Firefly Publishing, London 1999, ISBN 0-946719-23-3.
  • Roland Mischke: Vom Nobody zum Pop-Prinzen. Gustav Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 1989, ISBN 3-404-61157-8.
  • Uptown: The Vault – The Definitive Guide to the Musical World of Prince. Nilsen Publishing, Linköping 2004, ISBN 91-631-5482-X.

Einzelnachweise

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