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Reliant Rebel

Automodell From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Reliant Rebel ist ein Kleinstwagen mit vier Rädern den die Reliant Motor Company in Tamworth (England) von 1964 bis 1973 herstellte. Er basierte auf dem dreirädrigen Reliant Regal und war als Alternative zum Mini oder Hillman Imp gedacht.

Schnelle Fakten Rebel ...
Reliant
Bild
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Reliant Rebel Saloon von 1969
Rebel
Verkaufsbezeichnung Rebel
Produktionszeitraum 1964–1973
Klasse Kleinstwagen
Karosserieversionen Kombilimousine, Kombi, Kastenwagen
Motoren Ottomotoren:
0,6–0,75 Liter
(20–26 kW)
Länge 3505 mm
Breite 1473 mm
Höhe 1410 mm
Radstand 2261[1] mm
Leergewicht 520–610 kg
Nachfolgemodell Kitten
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Entstehungsgeschichte

Der 1935 gegründete Hersteller Reliant bediente von Beginn an eine Marktnische, die auf eine Besonderheit im britischen Steuer- und Zulassungsrecht zurückzuführen ist. Mit dem Motor Taxation Act von 1921 wurde im Steuerrecht des Vereinigten Königreichs eine Sonderstellung für motorisierte Dreiradfahrzeuge geschaffen. Bei einem Leergewicht unter 8 cwt (≈ 406 kg) betrug die jährliche Abgabe pauschal vier Pfund Sterling, unabhängig von Hubraum und Leistung. Diese leichten Dreiradfahrzeuge durften in Großbritannien mit dem Motorradführerschein gefahren werden.[2] Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte Reliant das Produktkonzept mit dem Regent fort, der wie schon seine Vorgänger primär als Lieferwagen konzipiert war. Mit dem 1952 eingeführte Regal nahm Reliant erstmals ein Auto ins Programm, das auf die Beförderung von Personen zugeschnitten war. Auch der Regal war ein Dreirad.

Nachdem Reliant bereits 1960 für den israelischen Hersteller Autocars eine vierrädrige Version des Regal konstruiert hatte,[Anm. 1] entschied sich das Unternehmen zu einer Expansion auch auf dem heimischen Markt. Hintergrund war die Motivation, Kunden von Reliants Dreirädern für den Fall an die Marke zu binden, dass sie auf vierrädriges Auto umsteigen wollten. Daraus wurde der Reliant Rebel, der 1964 vorgestellt wurde.

Der Rebel blieb bis 1973 im Programm; das Auto verkaufte sich aber schlecht. Sein Nachfolger war der 1975 eingeführte vierrädrige Reliant Kitten, der eng mit dem dreirädrigen Regal-Nachfolger Robin verwandt war.

Modellbeschreibung

Rahmen und Fahrwerk

Der Reliant Rebel hat einen Kastenrahmen aus Stahl. Während der Rahmen im Bereich des Vorderwagens neu konstruiert war, entsprach der hintere Teil des Fahrgestells entsprach dem des dreirädrigen Schwestermodells Reliant Regal; aber der Rebel hatte ein Fahrwerk mit vier Rädern, wodurch der Motor weiter vorn eingebaut werden konnte. Dies ergab sehr viel mehr Platz im Innenraum. Die Vorderachse hatte eine konventionelle Lenkung mit Lenkgetriebe vom Standard Ten und Querlenker, Achsschenkel und Kugelgelenke vom Triumph GT6 / Vitesse.

Karosserie

Reliant Rebel Limousine (links) und Kombi („Estate“)
Reliant Rebel Limousine (links) und Kombi („Estate“)
Reliant Rebel Limousine (links) und Kombi („Estate“)

Die Karosserie des Rebel bestand aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK). Wegen seiner rostbeständigen GFK-Karosserie wurde der Wagen in der Werbung als Auto „mit seiner eigenen Garage“ bezeichnet. Die Form der Karosserie wurde von Ogle Design gestaltet, einem unabhängigen britischen Studio, das für Reliant bereits den Sportwagen Scimitar GT entworfen hatte. Vorgabe war es, eine Karosserie zu entwerfen, die zwar die Windschutzscheibe und die Türen des dreirädrigen Regal verwendete, im Übrigen aber komplett eigenständig aussehen sollte.

Neben der Rebel Limousine (Saloon) gab es zeitweise auch einen zweitürigen Kombi (Estate) mit verglasten Seitenteilen und einen Van, dessen hintere Seitenteile mit Blech verkleidet waren.

Motorisierung und Kraftübertragung

Der Wagen kam mit einem von Reliant konstruierten Vierzylinder-Reihenmotor mit 598 cm³ Hubraum und einer Leistung von 27 bhp (20 kW) heraus. Rechtzeitig zur London Motor Show im Oktober 1967 stieg der Hubraum auf 701 cm³ und die Leistung auf 32 bhp (24 kW)[3] und zur Motor Show 1972 auf 748 cm³ bzw. 35 bhp (26 kW). Nachträglich wurden oft auch größere Reliant-Motoren von anderen Modellen mit 848 cm³ eingebaut. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 101 km/h, später 112 km/h.

Auch die 1972 eingeführte 748-cm³-Maschine hatte nur eine Leistung von 35 bhp (26 kW) und mit dem Benzinverbrauch von 6,64 l/100 km war den Wagen sparsamer als gleich große Modelle der Konkurrenten mit Stahlkarosserien.[4][5]

Der Wagen wurde mit einem teilsynchronisierten Vierganggetriebe eingeführt, dessen drei obere Gänge synchronisiert waren. Ab 1972 war auch der erste Gang synchronisiert. Wegen der leichten Kunststoffkarosserie und dem Aluminiummotor war der Rebel 15 % leichter als der ein wenig kürzeren Mini und 35 % leichter als der im selben Jahr herausgebrachte Renault 5.

Produktion

Nur 2.600 Rebel wurden als Limousine, Kombi oder Lieferwagen gebaut.

Literatur

  • David Culshaw, Peter Horrobin: The Complete Catalogue of British Cars 1895–1975, Veloce Publishing plc., Dorchester (1997), ISBN 1-874105-93-6.
  • Don Pither: Reliant Regal and Robin, The History Press (2002), ISBN 978-0750925211.
Commons: Reliant Rebel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

  1. Das Auto wurde in Israel als Sabra Sussista vermarktet; einzelne dieser Fahrzeuge wurden auch in die USA und auf europäische Märkte exportiert.

Einzelnachweise

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