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Reliant Sabre

britisches Sportwagenmodell From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Reliant Sabre ist ein kleiner Sportwagen, der von der Reliant Motor Company in Tamworth (England) von 1961 bis 1965 gebaut wurde.

Schnelle Fakten Sabre ...
Reliant
Bild
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Reliant Sabre
Sabre
Verkaufsbezeichnung Sabre / Sabre Six
Produktionszeitraum 1961–1965
Klasse Sportwagen
Karosserieversionen Coupé, Cabriolet
Motoren Ottomotoren:
1,7–2,6 Liter
(42–72 kW)
Länge 4051–4191 mm
Breite 1543–1549 mm
Höhe 1270 mm
Radstand 2286 mm
Leergewicht 775–965[1] kg
Vorgängermodell Sabra Sport
Nachfolgemodell Reliant Scimitar GT
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Entstehungsgeschichte

Der in Tamworth (Staffordshire) ansässige Automobilhersteller Reliant war vor und nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem durch seine technisch anspruchslosen Dreiradfahrzeuge der Baureihen Regal und Robin bekannt, die wegen ihres geringen Gewichts in Großbritannien als Motorräder galten und ohne PKW-Führerschein gefahren werden durften. Viele der Aufbauten waren aus Gewichtsgründen aus Kunststoff gefertigt. Reliant wurde in den 1950er-Jahren so zu einem Pionier der Kunststoffverarbeitung im Automobilbereich. Unter der Leitung von Ray Wiggin erweiterte Reliant zu dieser Zeit die Produktpalette auf vierrädrige Autos. Zunächst konstruierte Reliant einige Fahrzeuge für Autohersteller aus dem Mittelmeerraum, unter ihnen Autocars Company bzw. Rom Carmel Industries aus Haifa. Für Autocars entstand unter anderem der der Roadster Sabra Sport. 1962 übernahm Reliant den Sabra für den britischen Markt, wo es als Reliant Sabre (werksintern: SE2) verkauft wurde. Mit ihm startete Reliant eine neue Modelllinie, die oberhalb der dreirädrigen Kleinwagen positioniert war.

Modellbeschreibung

Sabre

Der Sabre wurde zusammen mit dem israelischen Automobilhersteller Autocars Company Ltd. entwickelt. 1961 erschienen zunächst zweitürige Cabriolets mit Hinterradantrieb, Scheibenbremsen vorne, Zahnstangenlenkung und vollsynchronisiertem Getriebe von ZF. Die Vorderräder waren an geschobenen Schwingen (Schräglenkern) aufgehängt. Der vorn eingebaute Vierzylinder-Reihenmotor vom Ford Consul leistete 57–73 bhp (42–54 kW) bei 1.703 cm³ Hubraum und die Höchstgeschwindigkeit lag bei mindestens 145 km/h. Die Karosserien beruhten ursprünglich auf denen des Ashley 1172, für den Reliant sich die Rechte kaufte. Coupés wurden im Juni 1962 eingeführt; insgesamt wurden 208 Autos dieses Typs gefertigt.

Sabre Six

1962 wurde ein Reliant Sabre Six mit einem Sechszylinder-Reihenmotor von Ford mit 2.553 cm³ Hubraum und einer Leistung von 98 bhp (73 kW) eingeführt, der 177 km/h Höchstgeschwindigkeit zuließ und in 12,2 s von 0 bis 100 km/h beschleunigte. Die Frontpartie des Sabre Six unterschied sich von der des ursprünglichen Sabre, aber die ersten 17 Sabre Six hatten die Radaufhängungen aus dem Triumph TR4 mit Doppelquerlenkern vorn und blattgefederter Starrachse hinten. Insgesamt entstanden 77 Sabre Six, davon 75 Coupés und 2 Cabriolets.

Trivia

Modesty Blaise hatte im Buch I Lucifer einen Sabre Six.

Bildergalerie

Literatur

  • Michael Burgess: Reliant: The Forgotten Four-Wheelers, Amberley Publishing, 2025, ISBN 9781398114241.
  • David Culshaw, Peter Horrobin: The Complete Catalogue of British Cars 1895–1975. Poundbury, Veloce Publishing, 2013, ISBN 978-1-84584-583-4.
  • Elvis Payne: The Reliant Scimitar, Crecy Publishing, 2018, ISBN 9781908347473
  • Wieland Feige: Verlässlicher Krummsäbel: Die englische Firma Reliant und ihr Scimitar. Marken- und Modellgeschichte in: Oldtimer Markt Heft 6/1990, S. 218 ff.
  • N.N.: Man From Ogle: Bericht über Tom Karens Arbeiten für Ogle Design mit Interview-Passagen und zahlr. Abb. in: Classic & Sports Car, Heft 4/2001, S. 144 ff.
Commons: Reliant Sabre – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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