Saltendorf (Höchstadt an der Aisch)
Ortsteil von Höchstadt an der Aisch
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Saltendorf ist ein Gemeindeteil der Stadt Höchstadt an der Aisch im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern).[2] Saltendorf liegt in der Gemarkung Etzelskirchen.[3]
Saltendorf Stadt Höchstadt an der Aisch | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 44′ N, 10° 50′ O |
| Höhe: | 285 m ü. NHN |
| Einwohner: | 69 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 91315 |
| Vorwahl: | 09193 |
Geografie
Beim Dorf fließen zwei namenlose Bäche zum Erlenbach zusammen, einem linken Zufluss der Aisch, der südlich des Ortes eine Kette von Weihern speist. Der rechte Nebenarm speist nordwestlich des Ortes die Saltendorfer Weiher, der linke Nebenarm nordöstlich den Münchsweiher. Im Süden und unmittelbar nordwestlich des Ortes grenzen Acker- und Grünland an. Ansonsten ist der Ort von Waldgebieten umgeben: im Südosten wird die Parzelle Hundsschlag genannt, im Osten Berghölzer und im Nordwesten Strittsee.
Die Staatsstraße 2254 verläuft die Bundesautobahn 3 unterquerend nach Etzelskirchen (2,1 km südwestlich) bzw. nach Bösenbechhofen (1 km nordöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Medbach zur Kreisstraße ERH 36 (2,7 km südlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde 1303 im Würzburgischen Lehenbuch erstmals urkundlich erwähnt mit Gundlach und Heinrich von Winden als Lehensträger von Gütern im Ort. Saltendorf gehörte ursprünglich zum Hofverband Etzelskirchen und kam wohl mit diesem 1017 zum Kloster Michelsberg, wenngleich der Ort nicht explizit genannt wurde. Wann die lehnsherrlichen Ansprüche von Würzburg auf das Kloster übergingen und dieses dadurch alleiniger Lehnsherr wurde, lässt sich nicht ermitteln.[5]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Saltendorf aus 7 Anwesen (4 Höfe, 2 Halbhöfe, 1 Hirtenhaus). Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Höchstadt aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Kastenamt Gremsdorf des Klosters Michelsberg. Das Hirtenhaus gehörte der Gemeinde.[6]
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Saltendorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Etzelskirchen und der im selben Jahr gebildeten Ruralgemeinde Etzelskirchen zugewiesen.[7]
Am 1. Januar 1972 wurde Saltendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Höchstadt an der Aisch eingegliedert.[8]
Einwohnerentwicklung
Religion
Saltendorf ist römisch-katholisch geprägt und nach St. Jakobus Maior (Etzelskirchen) gepfarrt.[6] Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession waren ursprünglich nach St. Oswald (Lonnerstadt) gepfarrt,[17] heute ist die Pfarrei Höchstadt zuständig.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Saltendorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 15–16 (Digitalisat).
- Georg Daßler (Hrsg.): Landkreis Höchstadt a. d. Aisch. Vergangenheit und Gegenwart. Verl. f. Behörden u. Wirtschaft Hoeppner, Aßling-München 1970, DNB 457004320, S. 75.
- Hanns Hubert Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 1). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1951, DNB 452071143, S. 80 (Digitalisat). Ebd. S. 129 (Digitalisat).
- Franz Krug (Hrsg.): Der Landkreis Erlangen-Höchstadt. Verlag für Behörden u. Wirtschaft, Hof (Saale) 1979, ISBN 3-921603-00-5, S. 142.
Weblinks
- Saltendorf. In: hoechstadt.de. Abgerufen am 6. August 2023.
- Saltendorf in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 29. November 2021.
- Saltendorf in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 10. Oktober 2019.
- Saltendorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 10. Oktober 2019.