St. Peter am Hart

Gemeinde im Bezirk Braunau, Oberösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

St. Peter am Hart[1] (auch Sankt Peter am Hart) ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Braunau im Innviertel mit 2575 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).

Schnelle Fakten Wappen, Österreichkarte ...
St. Peter am Hart
WappenÖsterreichkarte
Wappen von St. Peter am Hart
St. Peter am Hart (Österreich)
St. Peter am Hart (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Oberösterreich Oberösterreich
Politischer Bezirk: Braunau
Kfz-Kennzeichen: BR
Fläche: 22,90 km²
Koordinaten: 48° 15′ N, 13° 6′ O
Höhe: 372 m ü. A.
Einwohner: 2.575 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 112 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4963
Vorwahl: 07722
Gemeindekennziffer: 4 04 38
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
St. Peter 39
4963 St. Peter am Hart
Website: st-peter-hart.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Robert Wimmer (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2021)
(25 Mitglieder)
11
6
4
3
1
11 6 4 3 1 
Insgesamt 25 Sitze
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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BW

Geografie

St. Peter am Hart liegt auf 372 m Höhe. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 6,4 km, von West nach Ost 6 km. Die Gesamtfläche beträgt 22,9 km². 14,8 % der Fläche sind bewaldet, 62,9 % landwirtschaftlich genutzt.

Das Gemeindegebiet erstreckt sich zwischen dem Inn im Norden und dem Hartwald im Süden. Durch den Aufstau des Inns hat sich die Hagenauer Bucht gebildet, die einen wertvollen Lebensraum für zahlreiche Vogelarten darstellt und Teil des Naturschutzgebietes Unterer Inn ist.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 21 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[2]):

  • Aching (91)
  • Aham (49)
  • Aselkam (191)
  • Bergham (124)
  • Bogenhofen (325)
  • Dietfurt (180)
  • Guggenberg (13)
  • Hagenau (194)
  • Hart (17)
  • Heitzenberg (36)
  • Hundslau (5)
  • Jahrsdorf (171)
  • Meinharting (5)
  • Moos (147)
  • Nöfing (100)
  • Ofen (82)
  • Reikersdorf (268)
  • Sankt Peter am Hart (546)
  • Schickenedt (12)
  • Spraid (Einzelhäuser und Hausgruppen)[3] (9)
  • Wimm (Einzelhäuser und Hausgruppen)[3] (10)

und folgende Orte (nicht vollständig)

  • Haidfeld (Dorf)[3]
  • Luisenhöhe (Dorf)[3]
  • Mooswiesen (Dorf)[3]
  • Neubergham (Dorf)[3]
  • Oberreikersdorf (Dorf)[3]

Die Gemeinde besteht aus drei Katastralgemeinden:

  • Anzing
  • Hagenau
  • St. Peter

Der zuständige Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Braunau am Inn.

Nachbargemeinden

Deutschland
Braunau am Inn Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Mining
Burgkirchen Weng im Innkreis

Geschichte

Seit Gründung des Herzogtums Bayern war St. Peter am Hart bis 1779 bayrisch. Aus dem Dorf Aham im Gemeindegebiet von St. Peter am Hart stammte das später in den Grafenstand aufgestiegene Adelsgeschlecht der Ahamer oder auch Ahaimer.[4]

St. Peter am Hart kam nach dem Frieden von Teschen 1779 zusammen mit den östlich des Inn gelegenen Gebieten des kurfürstlichen Rentamtes Burghausen, die bis dahin „Innbaiern“ geheißen hatten, als „Innviertel“ zu Österreich. Der Untere Inn, der bis dahin in erster Linie ein Handelsweg innerhalb Bayerns gewesen war, wurde damit zum Grenzfluss zwischen dem Kurfürstentum Bayern und Österreich ob der Enns. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört St. Peter am Hart seit 1816 (Vertrag von München) endgültig zu Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Reichsgau Oberdonau. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Einwohnerentwicklung

St. Peter am Hart: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
1.147
1880
 
1.189
1890
 
1.214
1900
 
1.281
1910
 
1.333
1923
 
1.496
1934
 
1.437
1939
 
1.291
1951
 
1.467
1961
 
1.535
1971
 
1.688
1981
 
1.812
1991
 
2.069
2001
 
2.394
2011
 
2.421
2021
 
2.468
2025
 
2.575
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 2.069 Einwohner, 2001 dann 2.394 Einwohner. Die starke Zunahme erfolgte, da sowohl die Geburtenbilanz (+68) als auch die Wanderungsbilanz (+257) positiv waren. Von 2001 bis 2011 gab es eine leichte Abwanderung, die aber durch die Geburtenbilanz wettgemacht werden konnte, sodass die Bevölkerungszahl auf 2.421 Personen stieg.[5] Dieser Trend hielt an und 2025 war der Höchststand mit 2575 erreicht.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Arbeitsplätze

In St. Peter sind rund 70 Personen in der Landwirtschaft beschäftigt, 130 im Produktionssektor und 270 in Dienstleistungsberufen. Im Produktionssektor überwiegt der Bereich Herstellung von Waren. Hier stieg die Anzahl der Erwerbstätigen von 21 im Jahr 2001 auf 93 im Jahr 2011. Stark ausgeprägt ist auch der Dienstleistungssektor. Hier arbeiten mehr als hundert Menschen im Handel und knapp unter hundert sind in sozialen und öffentlichen Diensten beschäftigt.[6]

Arbeitsmarkt, Pendeln

Von den 1151 Erwerbstätigen, die 2011 in St. Peter wohnten, arbeiteten 208 in der Gemeinde und 943 pendelten aus. Von der Umgebung kamen 256 Menschen, um in St. Peter am Hart zu arbeiten.[7]

Politik

Die Wikipedia wünscht sich an dieser Stelle ein Bild vom hier behandelten Ort.

Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

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BW

Der Gemeinderat hat 25 Mitglieder. Nach den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen:

  • 2003: 14 SPÖ, 9 ÖVP und 2 FPÖ.
  • 2009: 12 SPÖ, 10 ÖVP und 3 FPÖ.
  • 2015: 13 ÖVP, 7 SPÖ, 3 FPÖ und 2 GRÜNE.
  • 2021: 11 ÖVP, 6 FPÖ, 4 SPÖ, 3 GRÜNE und 1 NEOS.[8][9]

Bürgermeister

  • bis 2015 Rüdiger Buchholz (SPÖ)
  • seit 2015 Robert Wimmer (ÖVP)[10]

Wappen

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens:

Von Silber und Gold durch eine blaue Wellenleiste geteilt; oben zwei schwarze, schräggekreuzte Schlüssel mit abgewendeten Bärten, unten ein schwarzer Stierkopf im Visier.

Die Gemeindefarben sind Grün-Gelb-Blau.

Die Schlüssel im 1981 verliehenen Gemeindewappen stehen als Attribut des hl. Petrus für den Pfarrpatron und Namensgeber des Ortes, die Wellenleiste steht für die Lage am Inn und wurde angelehnt an den Zackenschnitt der Pogenhofener. Der Stierkopf ist dem Wappen der Freiherren von Handel entnommen, den Besitzern von Schloss Hagenau und zeitweise auch von Schloss Bogenhofen.[11]

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

Literatur

  • Naturraumkartierung Oberösterreich. Landschaftserhebung Gemeinde St. Peter am Hart. Endbericht. Gutachten Naturschutzabteilung Oberösterreich. 2004, S. 1–134 (zobodat.at [PDF]).
Commons: Sankt Peter am Hart – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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