Schlottermühle (Thurnau)
Gemeindeteil des Marktes Thurnau
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Schlottermühle (oberfränkisch: Schluhde-miel[2]) ist ein Gemeindeteil des Marktes Thurnau im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern).[3] Schlottermühle liegt in der Gemarkung Hutschdorf.[4]
Schlottermühle Markt Thurnau | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 3′ N, 11° 27′ O |
| Höhe: | 302 m ü. NHN |
| Einwohner: | 2 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95349 |
| Vorwahl: | 09228 |
Die ehemalige Mühle | |
Geographie
Die Einöde liegt am Friesenbach, der direkt nordöstlich als linker Zufluss in den Roten Main mündet. Die Kreisstraße KU 5 führt am Hammerhaus vorbei nach Lanzenreuth (0,6 km nördlich) bzw. nach Partenfeld (0,4 km westlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde 1641 als „Schlottermühl“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort ist slotern (mhd. für schlottern, klappern, schwatzen).[6]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schlottermühle aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Die Grundherrschaft über die Mahlmühle hatte das Kastenamt Kulmbach.[7]
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Bayreuth erhielt die Schlottermühle bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 1 des Ortes Partenfeld.[8] Mit dem Gemeindeedikt wurde Schlottermühle 1811 dem Steuerdistrikt Hutschdorf und 1812 der Ruralgemeinde Hutschdorf zugewiesen.[9] Am 1. Januar 1972 wurde Schlottermühle im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Markt Thurnau eingegliedert.[10]
Baudenkmal
- Haus Nr. 1: Ehemalige Mühle
Einwohnerentwicklung
Religion
Schlottermühle ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Johannes der Täufer (Hutschdorf) gepfarrt.[7][19]
Literatur
- Rüdiger Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 38). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2012, ISBN 978-3-7696-6554-3.
- August Gebeßler: Stadt und Landkreis Kulmbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 3). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451450973, S. 61.
- Erich Freiherr von Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberfranken. Band 1). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1952, DNB 451738918, S. 148.
- Thomas Münch: Der Markt Thurnau mit seinen Ortsteilen. Geiger, Horb am Neckar 1993, ISBN 3-89264-785-2
Weblinks
- Schlottermühle in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 16. Dezember 2021.
- Schlottermühle in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 15. August 2020.
- Schlottermühle im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 15. August 2020.
